Das Coronavirus verbreitet sich in Hessen. Unser Ticker vom 1. April zum Nachlesen.

Corona in Hessen: Aktuelle Meldungen im Ticker

Die wichtigsten Meldungen:

Im Kampf gegen das Coronavirus hat die Landesregierung in den vergangenen Tagen bereits eine Reihe von Maßnahmen beschlossen. Den aktuellen Stand der Verordnungen finden Sie auf www.corona.hessen.de.

MELDUNGEN VOM MITTWOCH, 1. APRIL

+++ Firmen trotzen der Coronakrise mit Kreativität +++

22.11 Uhr: Die Corona-Maßnahmen bedrohen die Existenz vieler Betriebe. Manche Firmen in Hessen haben aus der Not eine Tugend gemacht und ihr Geschäft umgekrempelt - auf Produkte, die zur Eindämmung des Virus gerade stark nachgefragt werden. Wir stellen einige vor.

+++ Vereinbarung über Kurzarbeit für Lufthansa-Piloten +++

21.45 Uhr: Der Lufthansa-Konzern schickt wegen des weitgehend eingestellten Flugbetriebs seine Piloten in Kurzarbeit. Nach Angaben der Vereinigung Cockpit wurde nun auch für die Piloten bei Lufthansa und Germanwings sowie Lufthansa Aviation Training Kurzarbeit vereinbart. Diese beginne am 1. April. Die reguläre Laufzeit des Vertrages ende mit dem 31. Dezember 2020. Bis zur Beendigung des Tarifvertrages Kurzarbeit und für weitere drei Monate seien betriebsbedingte Kündigungen tarifvertraglich ausgeschlossen, teilte die Piloten-Gewerkschaft mit.

+++ Tierparks hoffen auf Nothilfen +++

20.19 Uhr: Corona beschert auch den hessischen Tierparks finanzielle Probleme: Seit dem 18. März müssen sie für Besucher geschlossen bleiben, das sonst so lukrative Ostergeschäft fällt in diesem Jahr aus. Dabei bleiben die Ausgaben der Zoos dieselben. Allein in Frankfurt müssen 4.500 Tiere versorgt werden, im Opel-Zoo in Kronberg (Hochtaunus) weitere 1.600 Tiere. Unter dem Strich kann das einen wöchentlichen Umsatzverlust von einer halben Million Euro bedeuten. Beide Zoos appellieren deshalb an die Bundesregierung, sie mit einem Soforthilfe-Programm zu unterstützen.

+++ Stationsleiter in Kassel: Genug freie Intensivbetten +++

20.07 Uhr: In Hessens Krankenhäusern gibt es laut Ralf Muellenbach, dem Leiter der Intensivstation im Klinikum Kassel, noch kein Kapazitätsproblem. "Wir haben zum aktuellen Zeitpunkt noch genügend Betten", sagte er am Mittwoch im Corona-Update des hr. Dringliche Operationen und die Behandlung von Schwerstkranken seien weiterhin sichergestellt, aufschiebbare Eingriffe werden laut Muellenbach aber erst einmal hinten angestellt. "Wir haben noch einige Ressourcen für die Covid-19-Patienten, die vielleicht noch auf uns warten."

+++ Corona-Todesfälle nach Alter und Geschlecht +++

19.40 Uhr: In Hessen sind bislang 27 Menschen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, gestorben. Die Daten des Sozialministeriums enthalten keine demographischen Angaben, aber mit den Daten des Robert-Koch-Instituts lässt sich berechnen, wie groß der Anteil der Todesfälle an den Infizierten in einer Altersgruppe ist (rechte Spalte). Da die Daten des RKI zu einem anderen Zeitpunkt erhoben werden als die des Ministeriums, sind dabei noch nicht alle dem hr bekannten Todesfälle berücksichtigt. Unsere Grafik gibt aber eine erste Orientierung. Hier finden Sie weitere Infografiken zum Coronavirus.

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+++ Vier Corona-Infektionen in Frankfurter Seniorenzentrum +++

19.32 Uhr: Nach mehreren Todes- und Krankheitsfällen in hessischen Alters- und Pflegeeinrichtungen sind am Mittwochabend auch Corona-Infektionen in einem Frankfurter Altenzentrum der Johanna Kirchner Stiftung bekannt geworden. Ein Sprecher sagte, zwei Bewohner und zwei Mitarbeiter seien positiv getestet worden. Es gebe weitere Verdachtsfälle. Für die Mitarbeiter sei Quarantäne angeordnet worden. Die positiv getesteten Bewohner werden den Angaben zufolge im Krankenhaus behandelt. Das Gesundheitsamt sei informiert worden und werde am Donnerstag alle Bewohner und Mitarbeiter der betroffenen Wohnbereiche auf das Coronavirus testen.

+++ Limburg stoppt Gabenzaun für Bedürftige +++

19.15 Uhr: Wegen der Coronakrise sind viele Tafeln in Hessen vorübergehend geschlossen. In immer mehr Städten gibt es deshalb sogenannte Gabenzäune, an denen Spenden für Bedürftige aufgehängt werden können. In Limburg hat das Ordnungsamt einen solchen Gabenzaun gestoppt. "Die Versorgung der Obdachlosen in Limburg ist auch in Corona-Zeiten gesichert", sagte Stadtrat Michael Stanke (CDU). Ein Gabenzaun sei deshalb nicht nötig - und anonyme Spenden gefährlich.

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hessenschau kompakt von 16:45 Uhr vom 01.04.2020
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+++ Lorz: Mündliche Abiprüfungen sollen stattfinden +++

18.59 Uhr: Hessens Kultusminister Alexander Lorz (CDU) geht davon aus, dass die mündlichen Abiturprüfungen wie geplant stattfinden werden. Es werde derzeit zwar über verschiedene Szenarien diskutiert, sagte Lorz am Mittwoch im Corona-Update der hr-Hörfunkkollegen. Er sei aber optimistisch, dass die Prüfungen ohne Einschränkungen durchgeführt werden können. "Das hängt letztlich von der Infektionslage ab", sagte Lorz. Die finale Entscheidung falle in der Kultusministerkonferenz. Ein Zeitplan, wann Klarheit herrscht, sei derzeit jedoch noch nicht möglich.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Corona-Update am 1. April, 18 Uhr

Coronavirus
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+++ Verdi begrüßt Kurzarbeitsregelung +++

18.46 Uhr: Die Kommunen wollen nach Gewerkschaftsangaben im Fall von Kurzarbeit für ihre Beschäftigten das Kurzarbeitergeld aufstocken. Je nach Entgeltgruppe sollen diese 90 oder 95 Prozent ihres bisherigen Nettoentgelts bekommen, teilten Verdi und der Beamtenbund am Mittwoch nach Gesprächen mit den Arbeitgebern mit. Verdi-Hessen begrüßte die Regelung, die zudem betriebsbedingte Kündigungen während der Kurzarbeit und bis zu drei Monate danach ausschließe.

"Damit sind die eigenwirtschaftlich betriebenen Unternehmen des öffentlichen Dienstes gut abgesichert", sagte der zuständige Verdi-Landesfachbereichsleiter Thomas Winhold. In Hessen betreffe das zum Beispiel Nahverkehrsunternehmen oder den Flughafen. Für die meisten Bereiche des öffentlichen Dienstes sei Kurzarbeit aber kein Thema.

+++ Jeder vierte Infizierte inzwischen genesen +++

18.17 Uhr: In Hessen gilt mehr als jeder vierte mit Corona Infizierte inzwischen als genesen. Das zeigt eine Auswertung der Daten von 13 Gesundheitsämtern durch den Hessischen Rundfunk. Mehr als die Hälfte der Städte und Kreise veröffentlicht Angaben zur Zahl der Genesenen – demnach haben von den rund 1.800 Menschen, die dort bisher positiv auf Corona getestet wurden, knapp 500 die Infektion ausgestanden. Experten gehen davon aus, dass diese Menschen gegen den Erreger immun sind und ihn nicht mehr übertragen. Als genesen gilt, wer 14 Tage nach seiner Infektion keine Beschwerden mehr meldet. Die Behörden verzichten dann allerdings in der Regel auf einen abschließenden Labortest. Das Hessische Sozialministerium erhebt die Zahl der Genesenen bisher nicht.

+++ Verstöße an Kiosken und in Shisha-Bars +++

18.10 Uhr: Bei Überprüfungen der Corona-Maßnahmen hat das Frankfurter Ordnungsamt vor allem an Kiosken und in Shisha-Bars Verstöße festgestellt. An Kiosken hätten sich bis zu 40 Personen versammelt, die den Sicherheitsabstand nicht eingehalten hätten, erklärte Ordnungsdezernent Markus Frank (CDU). Zudem hätten einzelne Shisha-Bars trotz des Verbots Gäste bewirtet. "Dass an Kiosken das Abstandsgebot nicht eingehalten wird, kann man vielleicht noch Unachtsamkeit und mangelnder Rücksichtnahme zuschreiben. Dass aber Shisha-Bars heimlich geöffnet sind, ist inakzeptabel", sagte Frank. Insgesamt würden die Regeln aber größtenteils befolgt.

+++ Überbrückungskredite für Kleinunternehmen und Solo-Selbstständige +++

18.01 Uhr: Die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise sollen nach Aussage von Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) langfristig über Kredite abgefedert werden. Von diesem Freitag an können Unternehmen mit maximal 50 Vollzeitstellen sowie Solo-Selbstständige ein Direktdarlehen bei der Wirtschafts- und Infrastrukturbank (WIBank) beantragen: die sogenannte Hessen-Mikroliquidität. Pro Fall gibt es 3.000 bis 35.000 Euro bei einer Laufzeit von sieben Jahren und einem Zinssatz von 0,75 Prozent als Überbrückungskredit.

+++ Lahn-Dill beendet rund 1.300 Quarantäne-Maßnahmen +++

17.42 Uhr: Im Lahn-Dill-Kreis dürfen insgesamt 1.299 Menschen nach vorübergehender Corona-Quarantäne die eigenen vier Wände wieder verlassen. Wie der mittelhessische Kreis am Mittwoch mitteilte, waren vorher 37 Personen positiv getestet wurden. Bei den Entlassenen seien keine weiteren Fälle aufgetreten. Derzeit befinden sich in dem Kreis noch 534 Personen in Quarantäne, es gibt 200 bestätigte Corona-Infektionen.

+++ Bad Homburg Open fallen aus +++

17.36 Uhr: Die Premiere der Bad Homburg Open fällt aus. Wie die Veranstalter am Mittwoch mitteilten, muss das WTA-Tennisturnier aufgrund der Coronakrise um ein Jahr verschoben werden. "Momentan gibt es andere Prioritäten als den Sport", kommentierte Turnier-Botschafterin Angelique Kerber die Absage. Das Rasen-Turnier, das Ende Juni erstmals stattfinden sollte, wurde als Vorbereitungsturnier für den Grand-Slam-Klassiker Wimbledon in den Kalender aufgenommen. Nach Angaben der Organisatoren wird auch Wimbledon in diesem Sommer erstmals seit dem zweiten Weltkrieg nicht stattfinden.

Kerber im Wimbledon Finale

+++ Ein Toter in Kassel, zweiter Todesfall in Hanau +++

17.33 Uhr: Das Sozialministerium hat seine am Nachmittag übermittelten Zahlen zu den Corona-Todesfällen in Hessen korrigiert. Für den Landkreis Kassel sei fälschlicherweise ein Todesfall zu viel übermittelt worden. Dort gebe es bislang nur einen statt zwei Menschen, die an Corona gestorben seien.

Die Stadt Hanau meldete währenddessen am Abend einen zweiten Todesfall. In der Nacht zum Mittwoch sei ein 82 Jahre alter Mann gestorben, der zuvor stationär behandelt wurde. Damit gibt es in Hessen weiterhin 27 Corona-Todesfälle.

+++ Edertal prüft Sperrungen für Touristen +++

17.22 Uhr: Die Gemeinde Edertal ruft wegen der Corona-Krise zum Verzicht auf Ausflüge zum beliebten Edersee auf. "Wir müssen gemeinsam schlicht und einfach die Ausbreitung des Corona-Virus verlangsamen und die Infektionsgefahr für Risikopersonen minimieren", sagte Bürgermeister Klaus Gier (FWG) am Mittwoch. Grund für den Aufruf sei der vergangene Samstag, an dem Tausende Besucher bei strahlendem Sonnenschein insbesondere die Edertal-Talsperre und das weitere Umfeld für Ausflüge nutzten.

"Leider mussten wir immer wieder beobachten, dass die Sicherheitsabstände im öffentlichen Raum nicht eingehalten wurden", erklärte Gier. Daher werde man am kommenden Wochenende die Situation genau beobachten. Unter Umständen sei man dazu gezwungen, noch vor Ostern den kompletten Bereich des Sperrmauervorplatzes und die Talsperre zum Sperrgebiet zu erklären. Zuvor hatte bereits Eltville angekündigt, wegen des erwarteten Besucherandrangs am kommenden Wochenende Radwege und Parkplätze zu sperren.

Edertalsperre Edertal bei Hemfurth

+++ Erste Soforthilfe-Millionen ausgezahlt +++

17.00 Uhr: In Hessen ist die Auszahlung der staatlichen Soforthilfen in der Corona-Krise angelaufen. Bis Mittwochnachmittag waren knapp 5.000 Anträge von Solo-Selbstständigen, Kleinunternehmen und Freiberuflern bearbeitet und bewilligt, wie die Landesregierung mitteilte. 51,4 Millionen Euro seien bereits zur Auszahlung festgesetzt worden. "Wir sind froh, dass wir so zügig helfen können und die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise abfedern können", hieß es laut Mitteilung. Insgesamt seien seit Montagmorgen rund 50.000 Anträge über das Online-Formular des Regierungspräsidiums Kassel eingereicht worden. Allerdings seien viele Anträge nicht vollständig und könnten daher nicht zügig bearbeitet werden. Neben der Soforthilfe stünden Betroffenen auch günstige Darlehen zur Verfügung.

Am 3. Tag der #Corona #Soforthilfe liegen wir bei 51,4 Millionen Euro! Das Personal für die Bearbeitung wurde verdoppelt. Und wenn die Anträge vollständig ausgefüllt werden, geht es noch schneller mit der Bewilligung. https://t.co/b5UCWOalVT

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+++ Marburger Tafel startet Corona-Notbetrieb +++

16.57 Uhr: Viele Tafeln in Hessen mussten ihre Ausgabestellen zum Schutz der Ehrenamtlichen und der Kundschaft vorübergehend schließen. Die Marburger Tafel beginnt nun einen Corona-Notbetrieb an einem neuen Standort. Von Dienstag bis Freitag werden Lebensmittel zwischen 13 Uhr und 16 Uhr künftig in einem Zelt auf dem Gelände des Marburger Landratsamts abgegeben. „Wir packen die Lebensmittel direkt in Tüten“, erklärte Geschäftsführer Pascal Barthel. Mindestabstände und andere Hygienemaßnahmen sollen bei der Ausgabe beachtet werden. Die Tafel will außerdem körperlich eingeschränkte Personen verstärkt beliefern. Zur Marburger Tafel kommen über 2.500 Menschen aus dem Landkreis. Die Mitarbeiter befürchten, dass die Zahl der Bedürftigen während der Krise durch Kurzarbeit oder Jobverlust ansteigen wird.

Bedürftige stehen bei der Offenbacher Tafel an.

+++ Bouffier: Soforthilfen für Unternehmen keine Dauerlösung +++

16.54 Uhr: Hessens Unternehmen können in der Coronakrise nicht langfristig mit finanzieller Sofortunterstützung rechnen. Wie Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Mittwoch mitteilte, seien die bisher auf den Weg gebrachten Hilfen – wie die Soforthilfen für Kleinunternehmen und Selbstständige sowie Kurzarbeit – keine längerfristige Lösung. "Jetzt sind wir sehr großzügig, aber mittel- und langfristig geht es nur über Darlehen", sagte Bouffier.

+++ Keine Maskenpflicht in Hessen +++

16.46 Uhr: Das Tragen von Schutzmasken gegen das Coronavirus bleibt in Hessen weiterhin freiwillig. Wie Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Mittwoch erklärte, wird es im öffentlichen Raum keine Masken-Pflicht geben. "Das werden wir nicht anordnen", sagte Bouffier. Hauptgrund dafür sei, dass die vorhandenen Masken vor allem dem Gesundheitssystem, also Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, zur Verfügung gestellt werden sollen.

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zum Video Bouffier gibt Pressekonferenz zu Corona-Vorgehen

hessenschau kompakt von 16:45 Uhr vom 01.04.2020
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+++ Bouffier: "Maßnahmen gehen mit Ferienbeginn weiter" +++

16.40 Uhr: Das weitgehende Kontaktverbot wegen der Corona-Krise gilt auch in Hessen über die Osterfeiertage hinaus. "Die Geschwindigkeit, mit der sich das Virus ausbreitet, schreitet noch viel zu rasch voran", sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) bei einer Pressekonferenz nach einer gemeinsamen Telefonkonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder. "Wir waren uns deshalb alle einig, dass wenn die Ferien beginnen, wir leider an den Maßnahmen festhalten müssen."

Reisen sollten in diesen Osterferien unterbleiben, damit das Gesundheitssystem nicht überlastet würde, sagte Bouffier. Nach den Osterferien wolle man in demselben Kreis erneut zusammenkommen. "Wir hoffen, dass wir um Ostern durch das Robert-Koch-Institut eine Lageeinschätzung bekommen, ob es angemessen ist, zum Alltag zurückzukehren. Zur Stunde kann das nach unserer Einschätzung nicht verantwortet werden."

+++ Merkel: Kontaktbeschränkungen bis 19. April +++

16.28 Uhr: Die Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Krise gelten bis mindestens zum 19. April. Das teilte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch nach einer Telefonkonferenz mit den Ministerpräsidenten der Länder mit. Am Dienstag nach Ostern wollen sie demnach dann die Lage neu bewerten.

In Hessen gelten die Kontaktbeschränkungen bereits bis zum 18. April. Um 16.30 Uhr will sich Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) offiziell zu den Ergebnissen der Telefonkonferenz äußern. Wir übertragen die Pressekonferenz live auf hessenschau.de und im hr-fernsehen.

+++ VC Wiesbaden verschenkt Tickets an "Alltagshelden" +++

15.40 Uhr: Dankeschön-Aktion für Alltagshelden: Der 1. VC Wiesbaden (VCW) verschenkt 500 Tickets für die Heimspiele der kommenden Volleyballsaison an Menschen, deren Arbeit in der Corona-Krise besonders wichtig ist – zum Beispiel an medizinisches Personal, Verkäuferinnen und Mitarbeiter im öffentlichen Nahverkehr.

"Das ganze VCW-Team zieht den Hut vor dieser Leistung und möchte euch hierfür eine Kleinigkeit zurückgeben, um unsere Hochachtung und unseren Respekt für die tägliche Arbeit - für uns alle - zum Ausdruck zu bringen", sagte VCW-Geschäftsführer Christopher Fetting. Für die Tickets kann man sich hier registrieren.

+++ "Lesen im Lockdown" mit Leif Randt +++

15.38 Uhr: Für Teil 3 unserer Serie "Lesen im Lockdown" begibt sich Autor Leif Randt direkt an den Schauplatz seines neuen Romans: die Wiesen von Maintal. Hier liest er aus "Allegro Pastell" - eine Liebesgeschichte für das 21. Jahrhundert. Weil die Buchhandlungen geschlossen haben und öffentliche Lesungen ausfallen, hat der Hessische Rundfunk Autorinnen und Autoren gebeten, ein Kapitel aus ihrem aktuellen Roman zu lesen und sich dabei selbst zu filmen.

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zum Video Leif Randt liest aus "Allegro Pastell"

Lesung im Lockdown: Leif Randt liest aus seinem Buch
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+++ Innenministerium warnt vor Corona-Betrugsmaschen +++

15.25 Uhr: Innenminister Peter Beuth (CDU) hat am Mittwoch noch einmal vor neuen Betrugsmethoden in Zeiten der Coronakrise gewarnt. In den vergangenen Tagen hätten Kriminelle immer wieder versucht, von der Angst der Bevölkerung zu profitieren, teilte das Innenministerium mit und nannte drei Methoden: Vermeintliche Gesundheitsamts-Mitarbeiter nehmen an der Haustür oder übers Telefon Kontakt auf und versuchen so, in die Wohnung bzw. an Geld zu gelangen. Im Internet werden nicht vorhandene Schutzmasken, Schnelltests oder Desinfektionsmittel angeboten, die nach Zahlungseingang nie verschickt werden. Zudem gebe es Fakeseiten zu Soforthilfe-Maßnahmen, um an vertrauliche Daten zu kommen. "Die Menschen in unserem Land dürfen auch in diesen schwierigen Zeiten nicht zu leichtgläubig werden", sagte Beuth.

+++ Vier Corona-Tote in hessischen Seniorenheimen +++

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zum Video Seniorenheime in der Corona-Krise

hessenschau kompakt von 16:45 Uhr vom 01.04.2020
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15.21 Uhr: Das Coronavirus trifft auch immer mehr hessische Seniorenheime. In drei Heimen gibt es bereits Todesfälle: In einem Altenheim in Niederaula (Hersfeld-Rotenburg) sind zwei Bewohner an Covid-19 gestorben, in Treysa (Schwalm-Eder) und Höchst (Odenwald) gab es jeweils einen Toten. Dazu wurden dutzende Bewohner in verschiedenen Einrichtungen positiv auf Corona getestet. Mehr erfahren Sie in unserem Artikel auf hessenschau.de.

+++ Gießens Partnerstadt Wenzhou spendet Schutzkleidung +++

15.07 Uhr: Die chinesische Stadt Wenzhou hat ihrer deutschen Partnerstadt Gießen mehrere Pakete mit Corona-Schutzkleidung geschickt. Insgesamt seien 5.000 Schutzmasken und 400 Paar Handschuhe in der Lieferung aus Fernost gewesen, teilte die Stadt am Mittwoch mit. "Schutzausstattung ist gerade Mangelware. Dass die Stadt einen Beitrag für den Schutz pflegebedürftiger Menschen leistet, ist eine wirklich schöne und solidarische Geste", freute sich Landrätin Anita Schneider (SPD). Die Materialien sollen jetzt an Pflegeeinrichtungen im ganzen Landkreis verteilt werden.

+++ Besuchsverbot in Kliniken und Heimen +++

15.01 Uhr: Mitte März wurden strenge Besuchsregeln für Kliniken, Alten- und Pflegeheime eingeführt: Nur noch ein Besucher pro Tag durfte kommen, für maximal eine Stunde. Jetzt werden die Regeln weiter verschärft. Es gilt ein striktes Besuchsverbot, das nur wenige Ausnahmen zulässt, wie Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) am Mittwoch bekanntgab. Erlaubt bleibt zum Beispiel weiterhin der letzte Besuch bei einem Sterbenden.

+++ Neue Sonntagsregelung für LKW +++

14.45 Uhr: Um Lieferengpässen vorzubeugen, dürfen in Hessen ab sofort LKW mit allen Warenlieferungen für den Einzelhandel an Sonn- und Feiertagen unterwegs sein - auch ohne Ausnahmegenehmigung. Das teilte das Wirtschaftsministerium mit. Bislang galt die Lockerung des Sonntagsfahrverbots nur für die Belieferung mit haltbaren Lebensmitteln und Hygieneartikeln. Die neue Regelung gilt zunächst bis Ende Juni 2020.

+++ Spargel bleibt auf Feldern +++

14.32 Uhr: Die diesjährige Spargelernte fällt voraussichtlich zu einem Großteil der Corona-Pandemie zum Opfer. Mangels Helfern könnten höchstens 30 bis 40 Prozent des gewachsenen Spargels geerntet werden, sagte der Vorsitzende des Arbeitskreises Spargel Südhessen, Rolf Meinhardt, am Mittwoch zur offiziellen Saisoneröffnung. Viele Betriebe verfügten erst über etwa 20 Prozent der Erntehelfer und stünden dadurch vor einem totalen Kollaps. Auch ungelernte Kräfte als Spargelstecher sind oft keine Lösung des Problems. Für den Spargelverkauf in den üblichen Buden hätten sich indes zahlreiche Freiwillige wie Friseurinnen, Studenten und Arbeitslose gemeldet, berichtete Meinhardt. Vermutlich werde es aber Engpässe bei der Belieferung der Supermärkte geben.

Hmmm... lecker! "Die Spargelsaison nimmt langsam Fahrt auf", schreibt hessenschau-Nutzer Heinz Gengenbach aus Griesheim und schickt uns diesen kleinen Spargelkopf, der raus ins Warme will.

+++ 3.582 Infizierte in Hessen, 27 Tote +++

14.13 Uhr: Die Zahl der Corona-Infizierten in Hessen ist auf 3.582 gestiegen. Das teilte das hessische Sozialministerium am Mittwoch mit. Das sind 281 Fälle mehr als am Dienstag. Die Stadt Frankfurt meldete am Mittwoch die meisten Infizierten (438), gefolgt vom Landkreis Groß-Gerau (209) und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg (195). Die wenigsten Fälle - nämlich 21 - wurden im nordhessischen Werra-Meißner-Kreis notiert.

Die Zahl der Todesfälle stieg am Mittwoch auf 27 - so stark wie nie zuvor innerhalb eines Tages. Neu hinzu kamen seit Dienstagnachmittag ein Toter in Darmstadt-Dieburg, zwei in Hersfeld-Rotenburg, zwei im Landkreis Kassel, zwei im Odenwaldkreis und einer in Frankfurt. In der Auflistung des Ministeriums weiterhin nicht aufgeführt ist ein Toter aus dem Landkreis Limburg-Weilburg.

+++ Bahn spendet Bordbistro-Vorräte an Frankfurter Tafel +++

14.03 Uhr: In den Bordbistros der Deutschen Bahn gibt es wegen der Coronakrise derzeit Speisen und Getränke nur in Einwegverpackungen und zum Mitnehmen. Frische Speisen können nicht verkauft werden, auch wenn die Vorräte bereits angelegt wurden. Damit Currywurst, Chili und andere Speisen aus der Bordgastronomie nicht verderben, hat das Unternehmen jetzt 600 Kilogramm Lebensmittel an die Frankfurter Tafel gespendet.

Anders als in anderen Städten kann die Frankfurter Tafel noch zehn ihrer elf Ausgabestellen offen halten. Die geschlossene Stelle sei in einer Senioreneinrichtung untergebracht gewesen und deshalb zum Schutz der Bewohner vor einer Ausbreitung des Virus eingestellt worden, sagte ein Sprecher. Hotels und Gastronomie hätten wegen ihrer Schließungen in den letzten Tagen viel gespendet. "Aber der große Schnitt kommt noch. Lange haltbare Lebensmittel sind schwer zu bekommen, und auch das Spritgeld wird knapp."

+++ Klose zu Corona-Maßnahmen: "Zu früh für eine Prognose" +++

13.40 Uhr: Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) sagte bei einer Pressekonferenz, es sei zu früh, sich ob möglicher Effekte der vor zehn Tagen eingeleiteten Maßnahmen in Hessen zu freuen. Zwar habe sich die tägliche Steigerungsrate der Coronainfektionen abgeflacht, "das sollte uns aber noch nicht in Sicherheit wiegen". Für eine Prognose oder gar Gespräche über eine Lockerung der Maßnahmen sei es noch "ein paar Tage zu früh".

+++ 50 Forscherteams weltweit arbeiten an Impfstoff +++

13.32 Uhr: An der Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus werde weltweit unter Hochdruck gearbeitet, sagte der Leiter der Marburger Virologie, Stephan Becker, bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne). Ihm seien mehr als 50 Projekte dazu bekannt. Normalerweise dauere es ein bis eineinhalb Jahre, bis ein Impfstoff gegen ein neues Virus entwickelt und auf dem Markt zugelassen sei. In  Bezug auf das Coronavirus gebe es jedoch Überlegungen, diese Dauer zu verkürzen, indem mehrere Produktionsstadien und Testphasen parallel durchgeführt würden. Becker warnte in diesem Zusammenhang jedoch davor, dass sich dadurch medizinische Risiken erhöhen könnten.

+++ Linke fordern Soforthilfe für Obdachlose +++

13.30 Uhr: Die Linke im Landtag hat kurzfristige Maßnahmen für wohnungs- und obdachlose Menschen gefordert. So müssten Notfallambulanzen und Notunterkünfte mit ausreichenden Schutzausrüstungen versorgt werden, sagte die gesundheitspolitische Sprecherin Christiane Böhm. "Wir müssen eine angemessene und sichere Unterbringung sowie den Zugang zu Hygieneprodukten und dem Gesundheitswesen für alle Menschen sofort ermöglichen", sagte sie. Zudem sei ein zügiger Ausbau der Notunterkünfte notwendig, um Einzelunterbringungen zu ermöglichen und die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Angesichts der finanziellen Folgen von Kurzarbeit insbesondere bei Menschen mit niedrigen Einkommen müsse neue Wohnungslosigkeit mit allen Mitteln verhindert werden, sagte Böhm.

+++ Klose: Gut 12.000 Krankenhausbetten frei ++++

13.26 Uhr: Aktuell sind in hessischen Krankenhäusern fast 12.200 Betten frei – rund 2.500 mehr als noch vor eineinhalb Wochen. Darüber informierte Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) am Mittwoch auf einer Pressekonferenz. Auch bei den Betten mit Beatmungsmöglichkeit wurde aufgestockt: Statt 1.200 liege die Zahl nun bei 1.900. "Weitere werden hinzukommen", kündigte Klose an. Zusätzlich sei eine Meldepflicht erlassen worden: Alle Einrichtungen müssen ihren Bestand an Beatmungsgeräten an die Gesundheitsbehörden melden. "Es geht auch darum, herauszufinden in welchen Einzelpraxen, teilweise auch in ambulanten Bereichen oder Tierarztpraxen eigentlich Geräte vorhanden sind, um einen Überblick zu bekommen."

Laut Klose werden momentan 772 Patieten, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, im Krankenhaus behandelt. Davon seien 175 beatmungs- und intensivüberwachungspflichtig, weitere 35 seien zwar intensivüberwachungspflichtig, müssten aber nicht beatmet werden.

+++ Pressekonferenz: Klose zur aktuellen Lage +++

12.54 Uhr: Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) spricht ab 13 Uhr in einer Pressekonferenz über die aktuellen Entwicklungen der Corona-Pandemie in Hessen. Per Video zugeschaltet wird der Leiter der Marburger Virologie, Stephan Becker.

+++ Frankfurter Bauprojekte laufen weiter +++

12.47 Uhr: In Frankfurt gehen die Groß-Bauprojekte an Hochhäusern oder Schulen trotz der Corona-Einschränkungen bislang größtenteils nach Plan weiter. Man setze alles daran, die Hygienevorschriften zu gewährleisten, sagte Baudezernent Jan Schneider (CDU). Dazu gehöre die Ausstattung der Sanitärräume mit einer ausreichenden Anzahl an Waschbecken, Seife und Einmalhandtüchern sowie die Beachtung eines Sicherheitsabstands zwischen den Bauarbeitern. Auf jeder Baustelle sei ein Koordinator für die Überwachung der Vorgaben zuständig.

Schneider warnte dennoch vor drohenden Verzögerungen wegen fehlender Materiallieferungen aus dem Ausland oder einer möglichen Infizierung und Quarantäne von Arbeitern. Bürger rief er dazu auf, wegen eines normalen Baustellenbetriebs nicht die Polizei zu alarmieren: "Dieser ist nicht nur weiterhin zulässig, sondern auch wichtig zur wirtschaftlichen Bewältigung der aktuellen Krise", so der Dezernent.

+++ Schulpsychologen bieten Beratung an +++

12.38 Uhr: Für Familien, in denen es wegen der Corona-Krise knirscht, stehen in jedem Schulamt Schulpsychologen für Beratungen bereit. Darauf wies Kultusminister Alexander Lorz (CDU) hin. In der Zeit der Schulschließungen sei ein geregelter Tagesablauf entscheidend, trotzdem könne es bei Kindern und Jugendlichen zu Frust und Unverständnis kommen. "Genau dafür sind unsere Schulpsychologinnen und Schulpsychologen da und unterstützen Familien dabei, Konflikte aufzulösen." Die Hotlines der Schulämter sind montags bis freitags mindestens von 9 bis 12 Uhr besetzt, die Nummern finden Sie hier.

+++ Lufthansa verlegt Hauptversammlung ins Internet +++

12.27 Uhr: Die Deutsche Lufthansa AG verlegt wegen der Corona-Pandemie ihre Hauptversammlung ins Internet. Die Aktionärsversammlung werde erstmals ausschließlich online stattfinden, bestätigte am Mittwoch ein Unternehmenssprecher enstprechende Medienberichte. Am 5. Mai als Termin werde festgehalten. Ursprünglich sollte die Versammlung in der Frankfurter Jahrhunderthalle stattfinden.

Der Bundestag hatte in der vergangenen Woche den Weg für virtuelle Hauptversammlungen gesetzlich freigemacht. Die Treffen sollen online und ohne Präsenzpflicht stattfinden können. Die Aktionäre stimmen bei einer Hauptversammlung unter anderem über die Ausschüttung der Dividende und mögliche Kapitalerhöhungen ab und wählen Mitglieder in den Aufsichtsrat. Der Lufthansa-Vorstand hat wegen der aktuellen Krise bereits vorgeschlagen, die Dividende komplett zu streichen. Am Mittwochmorgen wurde bekannt, dass Lufthansa weltweit für 87.000 Beschäftigte Kurzarbeit anmelden will.

+++ Hygienearzt: Bücherschränke sind ungefährlich +++

12.20 Uhr: Hessische Leseratten müssen auch in Zeiten von Corona nicht auf ihre Gratis-Schmöker aus öffentlichen Bücherschränken verzichten. Laut des Kasseler Hygienearztes Markus Schimmelpfennig ist das Risiko einer Ansteckung über Bücher eher gering. "Papier und Bücher sind trocken. Und Trockenheit mag das Virus gar nicht", sagte er am Mittwoch im Corona-Update des hr. Selbst, wenn Viren durch versehentliches Niesen oder Husten auf eine der Seiten gekommen sein sollten, trockneten diese schnell ab und seien dann nicht mehr ansteckend. "Diese Bücherschränke wären nicht meine erste Wahl der Bücherbeschaffung, ich habe aber keine ernsthaften Bedenken."

Bücherschrank in Frankfurt

+++ Zum Hören: Corona-Update am Mittag +++

12.10 Uhr: Dreimal täglich liefert der Hessische Rundfunk einen Überblick über die aktuelle Coronavirus-Situation in Hessen zum Hören. Neben dem aktuellen Informationsstand liefert das Audio auch Antworten auf die wichtigsten Fragen unserer Nutzerinnen und Nutzer zum Thema Coronavirus.

Audiobeitrag

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Corona-Update am 1. April, 12 Uhr

Coronavirus
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+++ Weitere Schul-Entscheidungen nach Ostern +++

11.57 Uhr: Das Kultusministerium will die Regelungen zum weiteren Fortgang von Schule, Unterricht und Prüfungen in Hessen nach Ostern bekanntgegeben. Nach den aktuellen Planungen seien die zentralen Abschlussprüfungen für den Hauptschul- und den Realschulbildungsgang für Mitte Mai angesetzt, sagte ein Ministeriumssprecher: "Wir gehen derzeit davon aus, dass die Prüfungen wie geplant stattfinden können."

Die schriftlichen Abiturprüfungen enden in Hessen am Donnerstag mit Arbeiten in den Leistungs- und Grundkursen im Fach Biologie. Wegen der Corona-Krise laufen die Abiturarbeiten in Hessen unter verschärften Hygienebedingungen. Die Schulen sind angewiesen, die Gruppen klein und die Abstände zwischen den Prüflingen groß zu halten.

+++ Wie man in diesen Zeiten einen Debütroman bewirbt +++

11.45 Uhr: Überspitzt gesagt war Jasmin Schreiber in den sozialen Netzwerken bisher besonders für zwei Themen bekannt: Tod und Tiere. Sie engagiert sich ehrenamtlich in der Trauerbegleitung und schreibt darüber in ihrem Blog. Auf Twitter folgen der 32 Jahre alten Autorin mehr als 33.000 Menschen. Die waren begeistern, als Schreiber Ende Februar ihren Debütroman veröffentlichte. Doch nur wenige Tage später werden wegen Corona sämtliche Lesungen abgesagt. Schreiber, die wegen einer Vorerkrankung selbst zur Risikogruppe gehört, achtet im Moment besonders darauf, sich zu isolieren. Wie sie trotzdem als Autorin präsent bleibt, erzählt sie im Interview.

+++ 4.500 Schokoriegel für Hanauer Tafel +++

11.35 Uhr: Aus Ostergeschenken für kleine Shopping-Freunde wird eine Spende für die Tafel. Da das aufgrund der Coronakrise geschlossene Einkaufszentrum "Forum Hanau" keine Verwendung mehr für 4.500 Schokoriegel hat, die rund um Ostern an Kinder verteilt werden sollten, profitiert nun die Tafel. Wie Centermanagerin Diana Schreiber-Kleinhenz am Mittwoch mitteilte, wurden die Riegel der Tafel bereits übergeben. "Wir erhalten von den Supermärkten derzeit wenig Lebensmittel. Umso mehr freut mich der Zusammenhalt in der Stadt", kommentierte Tafel-Leiterin Annette Geier-Neugebauer die Aktion.

+++ Schriftstellervereinigung fordert Öffnung von Buchhandlungen +++

11.24 Uhr: Die Schriftstellervereinigung PEN-Zentrum Deutschland mit Sitz in Darmstadt zeigt sich besorgt über die Lage von Buchhändlern, Verlegern und Autoren. "Durch die anhaltende Schließung des stationären Buchhandels und den damit verbundenen wirtschaftlichen Folgen sind nicht nur viele Buchhändler, sondern auch Verlegerinnen in ihrer Existenz bedroht", heißt es in einer Mitteilung. Das treffe wiederum "mit voller Wucht" auch alle Autoren, da Tantiemen und Lesungen wegfielen. "Der Zugang zu Büchern und damit zu Wissen und Information darf in einer freiheitlichen Demokratie unter keinen Umständen eingeschränkt werden. Buchhandlungen und Bibliotheken müssen daher umgehend wieder geöffnet werden", so die Forderung der Vereinigung.

Ein "Geschlossen"-Schild an einer Buchhandlung in Kassel

+++ Bouffier informiert über Beratungen mit Merkel +++

10.58 Uhr: In einer Telefonkonferenz berät Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch mit den Ministerpräsidenten der Länder über den Kampf gegen die Corona-Krise. Dabei soll die aktuelle Entwicklung bei den Neuinfektionen in Deutschland bewertet werden. Im Anschluss informiert Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) über die Ergebnisse.

+++ Virologe: Masken schützen nur andere +++

10.48 Uhr: Die von vielen Menschen bereits getragenen Schutzmasken gegen das Coronavirus schützen nicht vor einer Ansteckung. Das unterstrich der Gießener Virologe John Ziebuhr am Mittwochmorgen im Corona-Update des hr. Für die Person, die die Maske trägt, habe der chirurgische Mundschutz keinen Effekt. "Man trägt aber dazu bei, die Mitmenschen vor einer Infektion zu bewahren", so Ziebuhr. Sprich: Man kann sich weiterhin anstecken. Die Gefahr, andere anzustecken, sinkt aber. "Wir wissen ja, dass es eine Tröpfcheninfektion ist. Wenn man miteinander spricht, sprudelt da viel raus." Diese abgegeben Tröpfchen könnten durch die Maske aufgehalten werden.

+++ Klose zur aktuellen Lage - Pressekonferenz im Livestream +++

10.29 Uhr: Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) spricht am Mittag in einer Pressekonferenz über die aktuellen Entwicklungen der Corona-Pandemie in Hessen. Per Video zugeschaltet wird der Leiter der Marburger Virologie, Stephan Becker. Die Pressekonferenz können Sie ab 13 Uhr bei uns im Livestream oder im hr-fernsehen verfolgen.

+++ Lesen im Lockdown: Videos online +++

10.18 Uhr: Die Buchhandlungen haben geschlossen, öffentliche Lesungen fallen aus. Daher hat der Hessische Rundfunk Autorinnen und Autoren gebeten, ein Kapitel aus ihrem aktuellen Roman zu lesen und sich dabei selbst zu filmen. Zwei Videos sind bereits online: Ingo Schulze ("Die rechtschaffenen Mörder") und Dörte Hansen ("Mittagsstunde").

Videobeitrag

Video

zum Video Ingo Schulze liest aus "Die rechtschaffenen Mörder"

Lesen im Lockdown: Ingo Schulze
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+++ Update: Elf weitere Infizierte in Pflegeheim im Odenwald +++

10.01 Uhr: Nachdem eine Bewohnerin eines Pflegeheims im Odenwaldkreis an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben ist, meldet die Kreisverwaltung inzwischen elf weitere Corona-Fälle in der Pflegeeinrichtung. Zwei der Infizierten befänden sich mittlerweile im Krankenhaus. Bei sieben Bewohnern sei der Test negativ ausgefallen. Bei zwölf Bewohnern standen am Dienstagabend die Testergebnisse noch aus. Ob auch Mitarbeiter infiziert sind, ist bisher nicht bekannt. Mehr dazu in unserem Beitrag.

+++ Lufthansa-Konzern meldet Kurzarbeit für 87.000 Beschäftigte an +++

9.49 Uhr: Der Lufthansa-Konzern will in der Corona-Krise rund zwei Drittel seiner weltweit Beschäftigten in die Kurzarbeit schicken. Ein Unternehmenssprecher bestätigte am Mittwoch in Frankfurt, dass die Sozialleistung in verschiedenen Ländern für insgesamt 87.000 Mitarbeiter beantragt worden ist. Betroffen von der Kurzarbeit seien sämtliche Airlines und Tochtergesellschaften in Deutschland, Österreich, Schweiz und Belgien. Zu den bereits bekannten rund 27.000 Kurzarbeitern bei der deutschen Kerngesellschaft Lufthansa kommen weitere große Blöcke bei der Swiss (9.500) und der Austrian (7.000). Mit der Anmeldung zur Kurzarbeit ist noch nichts zum tatsächlichen Umfang entschieden. Dies reiche je nach Arbeitsplatz vom Totalausfall der Arbeit bis hin zu nur geringen Stundenreduzierungen, sagte der Sprecher.

+++ Corona-Update zum Hören +++

9.45 Uhr: Dreimal täglich liefert der Hessische Rundfunk einen Überblick über die aktuelle Coronavirus-Situation in Hessen zum Hören. Neben dem aktuellen Informationsstand liefert das Audio auch Antworten auf die wichtigsten Fragen unserer Nutzerinnen und Nutzer zum Thema Coronavirus.

Audiobeitrag

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Corona-Update am 1. April, 9 Uhr

Coronavirus
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+++ Security und Trennwände auf Mittwochs-Wochenmärkten +++

9.38 Uhr: Auf dem Hanauer Wochenmarkt werden am Mittwoch Security-Kräfte kontrollieren, ob die Besucher das Corona-Abstandsgebot einhalten. Am vergangenen Wochenende seien die Auflagen zu oft missachtet worden, teilte Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) mit. Imbisse dürften darum gar nicht mehr auf dem Markt stehen. Sollte die Regeln weiter nicht eingehalten werden, müsse er den Wochenmarkt schließen. In Wiesbaden rücken auf dem Wochenmarkt die Stände weiter auseinander. "Der Markt wurde weiter räumlich entzerrt", teilte die Stadt auf Twitter mit und zeigte auch ein Bild von Kunden-Trennwänden vor einem Stand.

+++ Mieterbund: Viele wissen nicht, wie sie Miete zahlen sollen +++

9.20 Uhr: Die Coronakrise hat dem Mieterbund in Hessen einen deutlichen Anstieg von Ratsuchenden beschert, die sich Sorgen über Mietrückstände machen. "Derzeit kommt bestimmt ein Drittel der Anrufe von Leuten, die nicht mehr wissen, wie sie ihre Miete zahlen sollen", sagte Verbandsdirektorin Eva-Maria Winckelmann der Deutschen Presse-Agentur. Auch wenn diese Rückstände erst mal gestundet würden, bedeute das nicht das Ende großer Sorgen: "Das sind oft Menschen aus dem Niedriglohnsektor, die keine Rücklagen haben", sagte Winckelmann.

Der Mieterbund spreche sich daher für einen zusätzlichen Wohnfonds aus, damit das Land zumindest Zuschüsse für Menschen in solchen Notlagen zur Verfügung stellen könne. Auch insolvenzgefährdete Vermieter könnten mit Mitteln aus einem solchen Solidarfonds vor einer wirtschaftlichen Schieflage aufgrund von Corona-bedingten finanziellen Ausfällen geschützt werden.

+++ Eltville verschärft Maßnahmen gegen Ausflügler +++

8.40 Uhr: Die Stadt Eltville verschärft ihren Kampf gegen Wochenend-Ausflügler, die das Corona-Kontaktverbot ignorieren. Bürgermeister Patrick Kunkel (CDU) ordnete an, ab Freitagnachmittag nun auch den Radweg am Rhein zu sperren. "Ein Ausflug in den Rheingau verstößt gegen die Vorsichtsmaßnahmen zur Corona-Pandemie", erklärte Kunkel in einer Mitteilung auf Facebook. Mit dem Schließen des Radweges wolle er ein "deutliches Signal" setzen.

Bereits am vergangenen Sonntag hatte die Rheingau-Stadt ihre großen Parkplätze sowie die Parkmöglichkeiten am Kloster Eberbach geschlossen, nachdem sich viele Menschen am Rheinufer getummelt hatten. Nun wird auch noch der Parkstreifen an der B42 gesperrt. Die Stadt werde die Maßnahmen durchsetzen und Menschenansammlungen auflösen, kündigte Kunkel mit Blick auf das Wochenende an. "Das ist definitiv nicht die Zeit, bei schönem Wetter einen Ausflug in den Rheingau zu unternehmen."

+++ Pflegeheim im Odenwald unter Quarantäne +++

8.25 Uhr: In einem Pflegheim im Odenwaldkreis haben sich mindestens zwei Bewohner mit dem Coronavirus infiziert, einer von ihnen starb an den Folgen. Die Pflegeeinrichtung wurde unter Quarantäne gestellt, wie eine Sprecherin der Kreisverwaltung bestätigte. Weitere Informationen finden Sie in unserem Beitrag.

+++ Unerfahrene Erntehelfer tun sich schwer +++

8.13 Uhr: Der von der Politik empfohlene Einsatz von fachfremden Erntehelfern erweist sich in der Praxis als problematisch. "Wir sind dankbar für jede helfende Hand, weil wir dringend Unterstützung benötigen. Aber die Idee ist nicht so einfach umzusetzen, wie sich das manch einer denkt", sagte der Sprecher des Hessischen Bauernverbands, Bernd Weber, auf Anfrage in Friedrichsdorf (Hochtaunuskreis).

Nach Einschätzung des Bauernverbands besteht Bedarf in Höhe von 16.000 bis 17.000 Aushilfen. Die ersten Erntehelfer seien zwar schon im Einsatz. Doch wie viele es sind und wie viele noch fehlen, konnte der Verband nicht sagen. Doch selbst wenn sich Erntehelfer melden, sei das Problem noch nicht gelöst, sagte Weber. "Es ist eine besondere Herausforderung, in der Landwirtschaft tätig zu sein. Das ist anstrengende Arbeit, derzeit die Spargelernte. Dafür braucht man Einarbeitung, eine gewisse Technik und Erfahrung. Das erledigen meist eingespielte Teams."

Spargelernte
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Hygiene schützt

Am besten schützen Sie sich vor einer Corona-Infektion, indem Sie

  • Hände regelmäßig und gründlich waschen (20 Sekunden mit Seife),
  • anderen bei der Begrüßung nicht die Hand geben,
  • Abstand halten beim Husten und in die Armbeuge niesen,
  • in beheizten Räumen oft stoßlüften.
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Im Verdachtsfall anrufen

Das hessische Sozialministerium hat eine landesweite Hotline für Fragen rund um das Coronavirus geschaltet. Sie ist täglich von 8 bis 20 Uhr erreichbar: 0800/5554666.

Sollten Sie den Verdacht haben, dass Sie sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, gehen Sie bitte nicht in die Praxis Ihres Hausarztes, sondern rufen Sie dort vorher an. So vermeiden Sie, möglicherweise andere Patienten im Wartezimmer anzustecken.

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