In unserem Ticker informieren wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Hessen. Unser Ticker vom Donnerstag, 25. Juni, zum Nachlesen.

Coronavirus in Hessen: Aktuelle Meldungen im Ticker

Die wichtigsten Meldungen:

+++ Grimme Online Award für Drosten-Podcast +++

22.25 Uhr: Der NDR-Podcast "Das Coronavirus-Update" mit dem Virologen Christian Drosten ist der große Gewinner beim Grimme Online Award. Er wurde in der Kategorie "Information" ausgezeichnet und erhielt außerdem den Publikumspreis bei der am Donnerstagabend aus Köln per Livestream übertragenen Verleihung. In der Begründung der Jury hieß es, der Podcast beweise, "dass auch ausführlicher Wissenschaftsjournalismus das Publikum fesseln kann".

+++ Lufthansa-Aktionäre sagen Ja zu Staatsrettung +++

18.31 Uhr: Die Lufthansa kann mit deutscher Staatshilfe weiterfliegen. Die Aktionäre des MDax-Konzerns stimmten am Donnerstag einer 20-prozentigen Kapitalbeteiligung der Bundesrepublik mit einer Mehrheit von 98,04 Prozent zu. Das damit verbundene Hilfspaket über neun Milliarden Euro kann nun umgesetzt werden. Bereits am Morgen hatten die Wettbewerbshüter der Europäischen Union den deutschen Rettungsmaßnahmen final zugestimmt.

Im Ringen um das staatliche Rettungspaket hatte die Lufthansa-Spitze den Druck auf die Aktionäre noch einmal erhöht. "Wir haben kein Geld mehr", sagte Aufsichtsratschef Karl-Ludwig Kley bei der außerordentlichen Hauptversammlung des Konzerns. Ohne das Unterstützungspaket von neun Milliarden Euro hätte die Airline Kley zufolge "in den nächsten Tagen" die Insolvenz anmelden müssen. Nach der Annahme des Rettungsplans sagte Kley: "Wir schaffen das!"

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zum Video Lufthansa-Aktionäre stimmen für Staatshilfe

hessenschau vom 25.06.2020
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+++ "Trotzdem Sommer!" - Rheingau Musik Festival im Netz +++

17.08 Uhr: Wegen der Corona-Pandemie musste das Rheingau Musik Festival in diesem Jahr abgesagt werden. Damit die Musik aber nicht ganz verstummt, weicht das Festival jetzt mit digitalen Konzertformaten ins Internet aus. Den Anfang der Reihe hat bereits das hr-Sinfonieorchester gemacht. Am 19. Juni spielte das Orchester aus dem Kloster Eberbach. Im August soll eine Reihe von fünf Sommerkonzerten folgen. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel.

+++ Negative Testergebnisse nach Corona-Infektion in Gießener Kita +++

16.59 Uhr: Nach dem Corona-Fall in einer Kita in Gießen-Wieseck sind alle weiteren Kontaktpersonen negativ getestet worden. Das teilte der Landkreis am Donnerstag mit. Am Dienstag war die Infektion einer Erzieherin der Marie-Juchacz-Kita bestätigt worden. Darauf wurden am Mittwoch sieben Kinder der betreffenden Gruppe sowie weitere Mitarbeitende getestet. Die getesteten Kinder bleiben zunächst in Quarantäne. Sollten bei ihnen Symptome auftreten, sollen sie ein zweites Mal getestet werden.

+++ Lufthansa muss noch eine Milliarde Euro erstatten +++

16.54 Uhr: Kunden der Lufthansa warten immer noch auf rund eine Milliarde Euro als Erstattung für abgesagte Flüge. Diese Summe nannte Personal- und Rechtsvorstand Michael Niggemann bei der Hauptversammlung in Frankfurt. Man habe die Teams zur Bearbeitung der Anfragen verstärkt und bereits rund eine Milliarde Euro ausgezahlt. Lufthansa-Chef Carsten Spohr erklärte, dass der Stau in sechs Wochen abgearbeitet sein soll. Voraussetzung dafür ist allerdings die Annahme des staatlichen Rettungspakets durch die Aktionäre, die am Nachmittag noch ausstand. Nach EU-Recht sind Fluggesellschaften bei von ihnen stornierten Flügen zu einer Rückzahlung des Ticketpreises innerhalb von sieben Tagen verpflichtet.

+++ Digitales Förderprogramm "Ferdi" für die Sommerferien +++

16.47 Uhr: Für Schülerinnen und Schüler mit Nachholbedarf beim Lesen, Rechnen oder Schreiben bietet das Kultusministerium in den Sommerferien das digitale Förderprogramm "Ferdi" an. Kinder der Jahrgangsstufen 1 bis 5 erhielten so die Möglichkeit, verpasste Unterrichtsinhalte freiwillig nachzuholen, teilte das Ministerium am Donnerstag mit. "Die zurückliegenden Tage seit der vollständigen Wiedereröffnung unserer Grundschulen haben noch einmal deutlich gemacht, wie wichtig die individuelle Förderung unserer Schülerinnen und Schüler in den Bereichen Lesen, Schreiben und Rechnen ist", sagte Kultusminister Alexander Lorz (CDU). "Denn während der Schulschließungen war genau das trotz des großartigen Engagements unserer Lehrkräfte oftmals nur eingeschränkt möglich."

Der Onlinezugang für "Ferdi" soll ab dem morgigen Freitag freigeschaltet sein. Mit Hilfe einer auf allen digitalen Endgeräten kompatiblen kostenlosen App könne die Lehrkraft ohne direkten Kontakt den Lernstand ihrer Schülerinnen und Schüler feststellen und Ratschläge für weitere geeignete Aufgaben geben.

+++ 1.200 Künstler erhielten Hilfen der Kulturstiftung +++

16.35 Uhr: Die Soforthilfen für die Kunst- und Kulturbranche sind aus Sicht des Kunstministeriums gut angelaufen. Seit Anfang Juni seien insgesamt 2,5 Millionen Euro an 1.200 Künstlerinnen und Künstler ausgezahlt worden. Dabei handelt es sich um Arbeitsstipendien, die die Umsetzung konkreter Projekte ermöglichen sollen. Festival-Veranstalter hätten zusätzlich 1,3 Millionen Euro als Ausgleich für entfallene Ticketverkäufe erhalten. Wer in der Künstlersozialkasse versichert ist, kann noch bis zum 15. September einen Antrag für ein Arbeitsstipendium einreichen. Anträge für das Festivalprogramm sind noch bis 30. November möglich.

+++ Kita im Rheingau-Taunus-Kreis wegen Corona-Falls geschlossen +++

16.15 Uhr: Eine Erzieherin einer Kita in Hünstetten-Görsroth ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der Rheingau-Taunus-Kreis am Donnerstag mit. Die betroffenen 32 Kinder und ihre Eltern würden noch im Laufe des Tages getestet. Beide betroffenen Kita-Gruppen müssten nun zwei Wochen in Quarantäne. Die Einrichtung bleibe geschlossen, bis die Testergebnisse vorliegen. Die Erzieherin, die keine Symptome gezeigt habe, war im Rahmen der "Safe Kids" Studie des Sozialministeriums und der Uniklinik Frankfurt getestet worden. Ziel der Studie ist es unter anderem herauszufinden, wie wahrscheinlich eine Ansteckung bei Kindern ist.

+++ Corona in Deutschland und der Welt +++

16.00 Uhr: Einmal am Tag blicken wir über die Landesgrenzen hinaus auf das weltweite Geschehen. Die überregionalen Meldungen verfolgen unsere Kollegen von tagesschau.de für ihren Liveblog - hier ein kleiner Auszug:

  • Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA hat das Ebola-Medikament Remdesivir zur Corona-Behandlung freigegeben. Der Empfehlung zufolge sollen nur bestimmte Corona-Patienten das Medikament unter Auflagen einnehmen. Die EU-Kommission muss dem noch zustimmen.
  • Deutschland wird seine finanzielle Unterstützung für die Weltgesundheitsorganisation in diesem Jahr auf mehr als 500 Millionen Euro aufstocken. Das kündigte Gesundheitsminister Jens Spahn bei einem Besuch in Genf an.
  • In Deutschland haben bislang 58.000 Studierende staatliche Nothilfe beantragt. Würden alle bewilligt, käme eine Summe von 24,5 Millionen Euro zusammen.
  • Laut einer Studie der Universität Innsbruck haben sich im österreichischen Ischgl bereits 42,2 Prozent der Bevölkerung mit dem Coronavirus infiziert. Im Winter hatte sich der Skiort zu einem Hotspot entwickelt.

+++ Wie läuft der Besuch im Seniorenheim? +++

15.36 Uhr: Monatelang hatten die Bewohner von Alten- und Pflegeheimen kaum Kontakt zu ihren Angehörigen. Seit dieser Woche dürfen sie wieder dreimal wöchentlich Besuch bekommen. Die Einsamkeit habe ihnen zu schaffen gemacht, erzählen Bewohnerinnen des Seniorenheims Römergarten-Residenz im südhessischen Groß-Zimmern. Die neuen Besuchsregelungen seien aber auch eine Herausforderung, sagt Mitarbeiterin Sonja Göckel: "Wir haben unsere Arbeitszeiten anpassen müssen, wir arbeiten länger. Und wir haben ein weiteres Besuchszimmer eingerichtet, das wir desinfizieren müssen."

Den Stress nehme sie aber gerne auf sich. Die Wochen ohne Kontakt seien lang für die Senioren gewesen, bestätigt der Leiter der Einrichtung Thomas Neubecker. Video-Telefonie könne die persönlichen Besuche nicht ersetzen. Seine größte Sorge sei aber, dass es nun in dem Seniorenheim zu einer Ansteckung kommen könnte. Die neuen Besuchsregelungen gelten zunächst bis Mitte August.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Neue Besuchsregelungen im Seniorenheim

Eine Rollstuhlfahrerin und eine pflegerin begrüßen sich mit einer Fußberührung.
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+++ Landebahn Nordwest bald wieder in Betrieb +++

15.24 Uhr: Wegen des wieder anziehenden Flugverkehrs soll im Juli die Landebahn Nordwest am Frankfurter Flughafen wieder in Betrieb genommen werden. Prognosen deuteten darauf hin, dass sich der Flugverkehr in dem Monat erhöhen werde, teilte ein Sprecher der Deutschen Flugsicherung (DFS) am Donnerstag mit. Wann genau auf der Nordwest-Landebahn wieder Flugverkehr herrschen werde, würden Flugsicherung und der Flughafenbetreiber Fraport gemeinsam entscheiden. Zunächst hatte die Frankfurter Rundschau berichtet. Wegen des geringen Verkehrsaufkommens in der Corona-Krise hatten die Airlines die Nordwest-Landebahn vorübergehend als Flugzeugparkplatz genutzt.

+++ Sozialministerium: Keine größeren Mängel in hessischen Fleischbetrieben +++

15.03 Uhr: Nach den massenhaften Corona-Infektionen im Zusammenhang mit einem Schlachtbetrieb in Westfalen hat das Sozialministerium Auskunft über Hygienekontrollen in den hessischen Fleischbetrieben gegeben. Diese hätten keine größeren Mängel zutage gebracht, sagte eine Sprecherin der Nachrichtenagentur dpa. Anfang Juni seien insgesamt 19 Betriebe von den Arbeitsschutzdezernaten untersucht worden. "Es wurden keine gravierenden Arbeitsschutzdefizite im Hinblick auf die Arbeits- und Wohnbedingungen vorgefunden."

Die wenigen Mängel hinsichtlich Arbeits- sowie Infektionsschutz hätten durch direkte Gespräche sowie im Einzelfall durch entsprechende Besichtigungsschreiben beseitigt werden können, erklärte die Sprecherin. Im westfälischen Rheda-Wiedenbrück hatten sich mehr als 1.550 Beschäftigte eines Schlachtbetriebs nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Die Behörden hatten daraufhin im Kreis Gütersloh und im Nachbarkreis Warendorf das öffentliche Leben massiv eingeschränkt.

+++ Lufthansa und Verdi streiten über Kürzungen beim Bodenpersonal +++

13.57 Uhr: Die Verhandlungen zwischen der Lufthansa und der Arbeitnehmergewerkschaft Verdi über Einsparungen beim Bodenpersonal ziehen sich nach Angaben des Unternehmenschefs Carsten Spohr hin. Während man mit den Piloten in guten Gesprächen sei und mit der Kabinengewerkschaft Ufo bereits eine Vereinbarung getroffen habe, verliefen die Verhandlungen mit Verdi "enttäuschend", sagte Spohr am Donnerstag in Frankfurt bei der Hauptversammlung.

Es müssten schnell große Fortschritte erzielt werden, wenn nicht der Personalüberhang am Boden in betriebsbedingte Kündigungen münden solle. Die Gespräche sollen laut Gewerkschaft am Freitag fortgesetzt werden. Mit den Flugbegleitern habe man eine Absenkung der Personalstückkosten um 17 Prozent für den Krisenzeitraum erreicht, sagte Spohr. Mit den Piloten peile man ein ähnliches Ergebnis an.

+++ Schauspiel Frankfurt plant unter Corona-Bedingungen Schwerpunkt Rassismus +++

13.01 Uhr: Unter erschwerten Bedingungen widmet sich das Schauspiel Frankfurt in der kommenden Spielzeit dem Thema Antisemitismus und Rassismus. Die Corona-Auflagen seien "eine logistische Herausforderung und ein ästhetisches Problem", sagte Intendant Anselm Weber, als er am Donnerstag den Spielplan 2020/21 vorstellte. Alle Stücke und Projekte seien aber so konzipiert, dass sie auf jeden Fall durchgeführt werden können, sagte Weber. Die entscheidende Frage sei, wie viele Zuschauer ab Herbst erlaubt seien. Derzeit sind es 88 im großen Haus und 20 in den Kammerspielen.

Das Schauspiel Frankfurt hatte Mitte März wegen der Corona-Krise den Spielbetrieb eingestellt. Inzwischen wird immerhin wieder geprobt: ein "Corona-Shakespeare" mit reduziertem Körperkontakt und maximalem Abstand soll am 11. September die Spielzeit eröffnen. Für den Rassismus-Schwerpunkt geplant sind Klassiker wie "Hexenjagd" von Arthur Miller oder "Andorra" von Max Frisch, Diskussionsrunden und die Uraufführung des Stücks "NSU 2.0" von Nuran David Calis.

Mit Abstand stehen sich zwei Schauspieler auf der Bühne im Staatstheater Wiesbaden gegenüber.

+++ Beschäftigungszahlen trotz Corona-Krise stabil +++

12.44 Uhr: Die Corona-Krise hat sich zu Jahresbeginn kaum auf die Beschäftigungszahlen in Hessen ausgewirkt. Wie das statistische Landesamt am Donnerstag mitteilte, stieg die Zahl der Erwerbstätigen im ersten Quartal leicht auf 3,53 Millionen. Das sei zwar der niedrigste Zuwachs im Vergleich zum Vorjahreszeitraum seit 2013, aber immer noch ein Plus von 0,5 Prozent. Besonders viele zusätzliche Stellen wurden demnach im Dienstleistungsbereich und im Baugewerbe besetzt. Rückgänge gab es hingegen im produzierenden Gewerbe, der Land- und Forstwirtschaft sowie der Fischerei.

+++ Landtag debattiert über Lufthansa-Hilfen +++

12.26 Uhr: Das Ringen um die Zukunft der Lufthansa war am Donnerstag auch Thema im Hessischen Landtag. In einer aktuellen Stunde auf Antrag der Liberalen kritisierte die FDP die geplante Beteiligung des Bundes an der Lufthansa. Der Staat sei nicht der bessere Unternehmer, so die Meinung der Partei. Die SPD verteidigte dagegen die Beteiligung des Bundes. Die Politik habe wichtige Punkte durchgesetzt - etwa, dass in der Krise keine Dividenden an Aktionäre ausgezahlt werden dürften.

Die Linke kritisierte, dass die staatlichen Hilfen für die Lufthansa nicht an eine Arbeitsplatz-Garantie geknüpft worden seien. Die Grünen forderten, dass beim Umbau der Fluglinie der Klimaschutz stärker berücksichtigt werden müsse. Wie die Landesregierung begrüßte auch die CDU das geplante Rettungspaket. Es sei richtig, um den Luftverkehrsstandort Frankfurt und die Arbeitsplätze zu kämpfen, so lange das Rettungspaket bezahlbar bleibe. Von der AfD hieß es, die Luftverkehrsbranche befinde sich in einem Schrumpfungsprozess, der sich nicht mehr verhindern lasse.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Streit um Lufthansa-Rettungspaket im Landtag

Drei Lufthansa-Maschinen
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+++ Königstorschule in Kassel öffnet wieder +++

12.11 Uhr: Einige Tage nachdem bei einem Schüler der Königstorschule in Kassel das Coronavirus nachgewiesen wurde, soll die Schule am Freitag wieder öffnen. Wie die Stadt mitteilte, seien in den vergangenen Tagen alle Tests negativ ausgefallen. Direkte Kontaktpersonen blieben aber weiterhin in Quarantäne. Auch im Hort Kreuzkirche dürfen ab Freitag wieder Kinder betreut werden.

+++ Vogelsbergkreis verschärft Kritik an KV +++

11.58 Uhr: Im Streit um falsche Coronatest-Ergebnisse hat der Vogelsbergkreis erneut reagiert. Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Hessen wisse seit Wochen, dass es in einigen Laboren zu nicht nachvollziehbaren Testergebnissen gekommen sei, teilte der Kreis am Mittwochabend in Lauterbach mit. Der Vogelsbergkreis hatte die KV am Dienstag aufgefordert, nach mehreren falschen Coronatest-Ergebnissen das Untersuchungslabor zu wechseln. Dem Kreis liege ein Schriftverkehr vom 20. Mai zwischen einem Fachreferenten und dem stellvertretenden Vorsitzenden der KV vor. Darin erkläre der Referent, dass es Hinweise gebe, dass ein Mainzer Labor "je nach Verfügbarkeit nur das E-Gen nachweist, was tatsächlich nicht ausreichend wäre".

Im Vogelsbergkreis gab es nach eigenen Angaben mittlerweile 14 Corona-Tests in Folge, deren zunächst positives Ergebnis sich im Nachhinein als falsch herausstellte. Die KV hatte argumentiert, dass es "keineswegs ungewöhnlich" sei, dass ein Test auf das Coronavirus einige Tage später anders ausfalle. Es handele sich bei einer Virusinfektion um einen "biologischen Prozess, der sich stetig verändert". Der Kreis wies auf die Folgen unvollständiger Tests für die Betroffenen und - durch einen möglichen Lockdown - für die ganze Region hin. Man wolle an diesem Donnerstag bekanntgeben, wo man künftig Tests machen lassen könne.

+++ Corona-App verschickt erste Warnungen +++

11.40 Uhr: Die offizielle Corona-Warn-App zeigt ab heute an, wenn Nutzer Kontakt zu einem Infizierten hatten. Seit Donnerstagnacht rufen die Apps die ersten Datensätze von mutmaßlich infizierten Menschen ab und vergleichen sie mit den auf dem Handy gespeicherten Schlüsseln - also den anonymen Codes derjenigen, die sich in letzter Zeit in der Nähe aufgehalten haben. Gibt es Übereinstimmungen mit Infizierten, erhält der Nutzer eine Warnung. Wer eine solche Push-Benachrichtigung erhält, sollte sich bei seinem Hausarzt oder dem Gesundheitsamt melden, um die weiteren Schritte zu besprechen. Jeder Nutzer kann freiwillig entscheiden, ob er eine Infektion meldet oder nicht. Wer dies tun möchte, muss einen QR-Code des Labors scannen, das die Infektion ermittelt hat, oder eine spezielle Nummer eingeben, die man am Telefon erhalten hat. So sollen Falschmeldungen verhindert werden.

+++ Jugendherbergen droht Insolvenz +++

10.57 Uhr: Der Landesverband des Jugendherbergswerks rechnet damit, dass durch die Corona-Krise mehrere Jugendherbergen aus finanziellen Gründen schließen müssen. Das sagte der Vorsitzende Timo Neumann bei einem Termin mit der SPD-Bundestagsabgeordneten Bettina Müller in der Wetterau. Die vom Sozialministerium zugesagten Hilfen in Höhe von einer Million Euro würden die Ausfälle gerade einmal vier Wochen ausgleichen können.

Denn von den reservierten Übernachtungen zwischen März und September seien bereits rund 285.000 storniert worden. Die Jugendherbergen vermeldeten laut Verband 80 Prozent weniger Buchungen als sonst. "Als gemeinnütziger Verein ist es uns nicht möglich, große Rücklagen zu bilden. Ohne weitere Hilfen droht dem deutschen Jugendherbergswerk schon nach den Sommerferien die Insolvenz", prognostizierte Neumann.

Luftaufnahme der Jugendherberge Hoherodskopf

+++ Grebensteiner Petition fordert Schwimmbadöffnung +++

10.23 Uhr: Die Corona-bedingte Schließung der Schwimmbäder erhitzt vor den Sommerferien offenbar besonders die Gemüter: Mit einer Unterschriftenaktion haben Bürger aus Grebenstein ihre Gemeinde jetzt aufgefordert, sie wieder ins Becken springen zu lassen. Mehr als 100 Unterschriften liegen inzwischen vor. Wenigstens Schulen und Vereine sollen wieder Zugang bekommen und die Senioren gemächlich ihre Bahnen ziehen dürfen, so die Forderung. Die Gemeindeversammlung wird wohl am Montag entscheiden, wann und ob das Bad wieder öffnet.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Ohne Schwimmbad geht es nicht in Grebenstein

Schwimmbad wegen Corona-Krise geschlossen
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+++ EU-Kommission genehmigt Lufthansa-Rettungspaket +++

9.41 Uhr: Kurz vor Beginn der außerordentlichen Aktionärsversammlung bei der Lufthansa haben die Wettbewerbshüter der EU-Kommission das Rettungspaket der Bundesregierung genehmigt. Das teilte die Behörde am Donnerstag mit. Die Freigabe unterliegt allerdings einer Bedingung: Die Lufthansa muss sich verpflichten, Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden. Dazu zählt, dass die Lufthansa Start- und Landerechte an den Hauptstandorten Frankfurt und München abgeben muss. Dies soll es der Konkurrenz ermöglichen, eine Basis mit bis zu vier Flugzeugen an den Standorten aufzubauen.

+++ Freibadsaison in Hanau beginnt am 6. Juli +++

9.23 Uhr: Pünktlich zum Beginn der Sommerferien will die Stadt Hanau erste Schwimmbäder wieder öffnen. Spätestens am 6. Juli können Schwimmer im Lindenau-Freibad wieder ihre Bahnen ziehen, eine Woche später soll das Heinrich-Fischer-Bad folgen. Zur Einhaltung der Hygieneauflagen setzt die Stadt auf einen Zwei-Schicht-Betrieb: Zwischen 13 und 14 Uhr werden die Bäder geschlossen, damit die Mitarbeiter Umkleiden und Duschen reinigen können. Tickets für den Vor- oder Nachmittag können sowohl an der Tageskasse, als auch im Internet gekauft werden.

+++ Lehrerverband fordert Schutzausrüstung +++

8.45 Uhr: Der Lehrerverband VDL Hessen fordert vom Kultusministerium, alle Lehrkräfte vor Beginn des kommenden Schuljahres mit Schutzausrüstung zu versorgen. Wenn wieder viele oder sogar alle Schülerinnen und Schüler regulär unterrichtet würden, hätten sich Schulträger und Ministerium um Schutzausrüstung zu kümmern - daran führe kein Weg vorbei, so der Landesvorsitzende Jörg Leinberger. Konkret fordert der VDL, dass alle Lehrer eine Maske des Typs FFP2 oder FFP3 sowie Gesichtsvisiere erhalten, jedes Pult mit einer Plexiglasscheibe ausgestattet wird und Desinfektionsmittel in jedem Klassenzimmer bereitstehen. Gleichzeitig sprach sich der Verband gegen eine Maskenpflicht an Schulen aus.

+++ Corona-Fall in Mühlheimer Gymnasium +++

7.50 Uhr: Ein Schüler einer achten Klasse des Friedrich-Ebert-Gymnasiums in Mühlheim am Main (Offenbach) ist laut Mitteilung der Schule positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Mögliche Kontaktpersonen seien bereits vom Gesundheitsamt unter Quarantäne gestellt worden. Durch die Aufteilung in Lerngruppen und das Einhalten der Abstandsregeln seien die anderen Schüler nach Angaben des Gesundheitsamtes keinem größeren Risiko ausgesetzt gewesen. Für den weiteren Unterrichtsbetrieb hat der Corona-Fall demnach keine weiteren Auswirkungen.

+++ Lufthansa-Aktionäre entscheiden über Staatshilfe +++

7.20 Uhr: Die Lufthansa steht an diesem Donnerstag an einer Wegscheide. Die Aktionäre des Unternehmens entscheiden bei der außerordentlichen Hauptversammlung mit Beginn um 12.00 Uhr darüber, ob sie den Staat für rund 300 Millionen Euro als Anteilseigner einsteigen lassen wollen oder nicht. Damit fest verbunden ist das neun Milliarden Euro schwere Rettungspaket, das in den Wochen zuvor mühsam zwischen Frankfurt, Berlin und Brüssel ausgehandelt worden ist. Platzt der Staatseinstieg ins Grundkapital ist auch das übrige Rettungspaket aus stiller Beteiligung und KfW-Kredit erst einmal hinfällig.

Unmittelbar vor der Hauptversammlung signalisierte der Großaktionär Heinz Hermann Thiele Zustimmung zu dem milliardenschweren Rettungspaket für die Fluggesellschaft. Damit stünde dem damit verbundenen Einstieg des Staates bei der Lufthansa nichts mehr im Wege.

+++ 21 Neuinfektionen, zwei weitere Todesfälle +++

7.00 Uhr: Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Hessen innerhalb der vergangenen 24 Stunden um 21 gestiegen. Das meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) mit Stand Donnerstag, 0 Uhr. Es gab zwei weitere Todesfälle, so dass die Gesamtzahl der an oder mit Covid-19 Gestorbenen in Hessen bei 505 liegt.

Seit Beginn der Corona-Pandemie wurden in Hessen insgesamt 10.666 Ansteckungen gezählt. Davon gelten etwa 9.800 als genesen.

Bei den regionalen Fallzahlen sind die hessischen Kreise und kreisfreien Städte weiter deutlich von der Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen entfernt. Beim Erreichen dieser Marke drohen wieder Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Den höchsten Wert weist die Stadt Kassel mit rund 14,9 Fällen auf. Eine Übersicht mit allen Kreisen und kreisfreien Städten finden Sie hier.

Im Kampf gegen das Coronavirus hat die Landesregierung eine Reihe von Maßnahmen beschlossen. Den aktuellen Stand der Verordnungen finden Sie auf www.corona.hessen.de.

Weitere Informationen

Hygiene schützt

Am besten schützen Sie sich vor einer Corona-Infektion, indem Sie

  • Abstand halten,
  • Hände regelmäßig und gründlich waschen (mind. 20 Sekunden mit Seife),
  • anderen bei der Begrüßung nicht die Hand geben,
  • in die Armbeuge niesen oder husten, wenn kein Taschentuch griffbereit ist,
  • in beheizten Räumen oft stoßlüften.
Ende der weiteren Informationen
Weitere Informationen

Im Verdachtsfall anrufen

Das hessische Sozialministerium hat eine landesweite Hotline für Fragen rund um das Coronavirus geschaltet. Sie ist täglich von 8 bis 20 Uhr erreichbar: 0800/5554666.

Sollten Sie den Verdacht haben, dass Sie sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, gehen Sie bitte nicht in die Praxis Ihres Hausarztes, sondern rufen Sie dort vorher an. So vermeiden Sie, möglicherweise andere Patienten im Wartezimmer anzustecken.

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