In unserem Ticker informieren wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Hessen. Seit Mittwoch stieg die Zahl der Neuinfektionen um 50, es gab zwei weitere Todesfälle.

Die wichtigsten Meldungen:

+++ Personalverhandlungen bei Lufthansa gehen weiter +++

15.49 Uhr: Bei der Lufthansa gehen die Verhandlungen um Personaleinsparungen in der Corona-Krise weiter. Am Donnerstag vertagten das Unternehmen und die Gewerkschaft Verdi ihre Gespräche für das Bodenpersonal auf die kommende Woche. Einer Verdi-Sprecherin zufolge verliefen die Verhandlungen weiterhin in konstruktiver Atmosphäre. Letztlich hänge es an der Ausgestaltung des Kündigungsschutzes für die rund 35.000 von Verdi vertretenen Beschäftigten während der angestrebten Vertragslaufzeit.

Auch bei den Piloten konnte deren Gewerkschaft Vereinigung Cockpit am Donnerstag noch keinen Abschluss präsentieren. Das Unternehmen will sich nach den Worten eines Sprechers erst inhaltlich äußern, wenn Vereinbarungen tatsächlich unterschrieben sind. Für die rund 22.000 Flugbegleiter gibt es bereits eine Spar-Vereinbarung, deren Volumen nach Darstellung der Kabinengewerkschaft Ufo rund 2.600 Stellen entspricht.

+++ Skyliners-Chef für Pokalturnier im Oktober +++

15.25 Uhr: Geschäftsführer Gunnar Wöbke vom Basketball-Bundesligisten Fraport Skyliners aus Frankfurt plädiert für einen umfassenden Pokalwettbewerb im Oktober. Dies sagte der Manager am Donnerstag in einer Video-Konferenz und begründete dies mit dem bestehenden Verbot von Großveranstaltungen bis 31. Oktober wegen der Corona-Krise.

"Ich persönlich würde den Pokaltermin zu einem eigenständigen Wettbewerb machen, den würde ich vorziehen und natürlich terminieren. Den nötigenfalls mit ganz wenig oder ohne Zuschauer spielen", sagte Wöbke. Als Modus schlug er vier Gruppen mit vier Teams vor, um viele Spiele zu garantieren.

+++ Schuldenuhr des Landes steigt auf 49,5 Milliarden Euro +++

12.45 Uhr: Das kreditfinanzierte Corona-Sondervermögen der schwarz-grünen Landesregierung hat kräftig an der Schuldenuhr des hessischen Bundes der Steuerzahler (BdSt) gedreht. Diese zeige nun etwa 49,5 Milliarden Euro an, teilte der Bund am Donnerstag in Wiesbaden mit. Als Grund führte er neben dem Sondervermögen von zwölf Milliarden Euro eine Neuverschuldung von fast 1,7 Milliarden Euro an. In den vergangenen vier Jahren sei die hessische Schuldenuhr rückwärts gelaufen und habe Anfang des Jahres noch 42,4 Milliarden Euro Landesschulden angezeigt.

Der hessische Landtag hatte am vergangenen Wochenende grünes Licht für das Sondervermögen zur Bewältigung der Corona-Kosten gegeben - nach heftigen Debatten darum. Die Opposition hatte sich für Nachtragshaushalte ausgesprochen.

+++ Filmförderung startet Soforthilfe für Kinos +++

12.30 Uhr: Mit einem rund 480.000 Euro schweren Soforthilfe-Programm will die hessische Filmförderung den von der Corona-Krise stark gebeutelten Lichtspielhäusern im Land unter die Arme greifen. Wie Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn (Grüne) am Donnerstag bekannt gab, sollen 54 Kinos in ganz Hessen in den Genuss der Soforthilfe kommen. Das Programm soll die Kinos zusätzlich zu bereits bestehenden Programmen von Bund und Land unterstützen. So sollen die Kinobetreiber aus den zusätzlichen Mitteln unter anderem Miet- und Nebenkosten sowie Personalkosten bestreiten können - was in den bisherigen Hilfsprogrammen nicht vorgesehen war.

Bereits Mitte Mai durften die Kinos in Hessen theoretisch unter strengen Hygienevorschriften wieder öffnen - worauf die meisten jedoch aufgrund des Aufwands zunächst verzichteten. Seit dem 2. Juli jedoch hat der größte Teil der hessischen Kinos wieder geöffnet.

+++ Klage gegen Corona-Finanzpaket +++

9.56 Uhr: Die AfD-Fraktion will wegen des Corona-Sondervermögens der schwarz-grünen Landesregierung vor den hessischen Staatsgerichtshof ziehen. Es sei geplant, Ende Juli eine Klage einzureichen, sagte ein Parteisprecher. Auch die FDP-Fraktion schloss in dem massiven Streit zwischen der Regierungskoalition und der Opposition juristische Schritte nicht aus.

Der Landtag hatte am vergangenen Wochenende grünes Licht für ein kreditfinanziertes Sondervermögen in Höhe von zwölf Milliarden Euro gegeben. Mit dem Geld sollen bis Ende 2023 vor allem Steuerverluste des Landes und der Kommunen wegen der Corona-Krise ausgeglichen werden. Für den Fonds hatte die Regierung im Alleingang eine Lockerung der Schuldenbremse durchgesetzt.

+++ Theater-Macher fürchtet Qualitätseinbußen +++

9.26 Uhr: Der Theater-Macher und Intendant der Bad Hersfelder Festspiele, Joern Hinkel, befürchtet wegen der Corona-Krise weniger Qualität auf der Bühne. "Da wird man das ein oder andere reduzieren müssen. Das wird wohl zu Einbußen führen", sagte der 49-Jährige mit Blick auf veränderte Arbeitsbedingungen. Wegen der Abstands- und Hygieneregeln können Theater und Festivals derzeit im Zuschauerraum nicht komplett ausgelastet werden. Das führt zu geringeren Einnahme-Erwartungen und weniger Mitteln für Produktionen.

Hinkel sagte: "Wir müssen uns sicher über Qualität und Quantität Gedanken machen. Man wird nicht immer aus dem Vollen schöpfen können - was die Anzahl der Schauspieler und die Ausstattung auf der Bühne betrifft. Aber das eigentlich Wichtige sind ja Inhalte und Geschichten."

+++ Behinderten-Werkstätten nehmen Betrieb auf +++

9.18 Uhr: Mit zurückgelegtem Geld haben Werkstätten für behinderte Menschen in Hessen die Folgen der Corona-Pandemie für ihre Beschäftigten aufgefangen. Nun sei die sogenannte Schwankungsrücklage vieler Einrichtungen aufgebraucht, sagte Jörg Heyer von der Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen: "Jetzt hoffen alle, dass sich die wirtschaftliche Situation so entspannt, dass sie ohne Kürzungen weiterzahlen können."

Anfang der Woche hat Hessen das wegen der Pandemie erlassene Betretungsverbot aufgehoben. Damit dürfen wieder alle Menschen mit Behinderung in Werkstätten arbeiten, sofern sie nicht erkrankt oder Risikopatienten sind. Laut der Landesarbeitsgemeinschaft arbeiten im Land 19.800 Menschen in den Werkstätten, die von 65 Trägerorganisationen betrieben werden.

+++ 50 Neuinfektionen, zwei weitere Todesfälle +++

6.23 Uhr: Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Hessen binnen 24 Stunden um 50 gestiegen. Das meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) mit Stand Donnerstag, 0 Uhr. Es gab zwei weitere Todesfälle. Die Gesamtzahl der an oder mit Covid-19 Gestorbenen in Hessen liegt damit bei 514.

Seit Beginn der Corona-Pandemie wurden in Hessen insgesamt 11.062 Ansteckungen gezählt. Davon gelten etwa 10.200 Fälle als genesen.

Bei den regionalen Fallzahlen sind die hessischen Kreise und kreisfreien Städte weiter deutlich von der Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen entfernt. Beim Erreichen dieser Marke drohen wieder Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Den höchsten Wert weist der Kreis Hersfeld-Rotenburg mit 11,6 Fällen auf. Eine Übersicht mit allen Kreisen und kreisfreien Städten finden Sie hier.

Im Kampf gegen das Coronavirus hat die Landesregierung eine Reihe von Maßnahmen beschlossen. Den aktuellen Stand der Verordnungen finden Sie auf www.corona.hessen.de.

Weitere Informationen

Hygiene schützt

Am besten schützen Sie sich vor einer Corona-Infektion, indem Sie

  • Abstand halten,
  • Hände regelmäßig und gründlich waschen (mind. 20 Sekunden mit Seife),
  • anderen bei der Begrüßung nicht die Hand geben,
  • in die Armbeuge niesen oder husten, wenn kein Taschentuch griffbereit ist,
  • in beheizten Räumen oft stoßlüften.
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Weitere Informationen

Im Verdachtsfall anrufen

Das hessische Sozialministerium hat eine landesweite Hotline für Fragen rund um das Coronavirus geschaltet. Sie ist täglich von 8 bis 20 Uhr erreichbar: 0800/5554666.

Sollten Sie den Verdacht haben, dass Sie sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, gehen Sie bitte nicht in die Praxis Ihres Hausarztes, sondern rufen Sie dort vorher an. So vermeiden Sie, möglicherweise andere Patienten im Wartezimmer anzustecken.

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