In unserem Ticker informieren wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Hessen. Finden Sie hier den Ticker zum Nachlesen vom 16. April 2020.

Corona in Hessen: Aktuelle Meldungen im Ticker

Im Kampf gegen das Coronavirus hat die Landesregierung eine Reihe von Maßnahmen beschlossen. Den aktuellen Stand der Verordnungen finden Sie auf www.corona.hessen.de.

Die wichtigsten Meldungen:

MELDUNGEN VOM DONNERSTAG, 16. APRIL

+++ Deutsche Grillmeisterschaften abgesagt +++

21.14 Uhr: Die für Anfang August in Fulda geplanten Deutschen Grillmeisterschaften der "German Barbecue Association" sind abgesagt worden. Die Veranstaltung, die ursprünglich vom 1. bis 2. August stattfinden sollte, werde wegen der Ausbreitung des Virus ersatzlos gestrichen, teilten die Veranstalter am Donnerstagabend mit. Bund und Länder hatten sich am Mittwoch darauf geeinigt, Großveranstaltungen bis 31. August grundsätzlich zu untersagen.

Es sei unklar, ob die Grillmeisterschaften unter diese Regelung fielen, erklärten die Veranstalter. Man wolle aber "entschlossen und konstruktiv an der gesamtgesellschaftlichen Aufgabe mitwirken, die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Coronavirus zu verlangsamen", heißt es in der Mitteilung zur Absage der Veranstaltung. An der 24. Auflage des Bundeswettbewerbs hatte im vergangenen Jahr im Sommer in Fulda die Rekordzahl von 47 Teams teilgenommen.

+++ Sozialforscher: Corona-Verhaltensweisen stärker einüben +++

20.23 Uhr: Auf dem Weg hinaus aus den Corona-Beschränkungen muss nach Experteneinschätzung stärker auf die Verhaltensgewohnheiten der Menschen geachtet werden. Die allermeisten hätten inzwischen im Kopf, dass ein Abstand von eineinhalb Metern nötig sei, sagte der Marburger Sozialpsychologe Ulrich Wagner. "Aber kognitives Lernen allein reicht nicht, was fehlt sind Visualisierungen und Einübungen in solche Abstandsregelungen im Alltag."

Wo seien etwa TV-Spots, die Vorbilder dafür liefern könnten, wie man sich unter engen räumlichen Gegebenheiten angemessen verhält, fragte Wagner. Für Verkehrsverhalten oder Gewaltprävention gebe es entsprechende Spots, für physische Distanzwahrung fehlten sie.

+++ Tatort-Schauspieler ärgert sich über Frankfurter Theater +++

19.56 Uhr: Am Sonntag ermittelt Wolfram Koch wieder als Kommissar Brix, "Die Guten und die Bösen" heißt der neue hr-Tatort. Im Interview mit hessenschau.de verrät der Schauspieler, warum er die Corona-Krise noch nicht als belastend empfindet, sich aber trotzdem über das Verhalten der Theater in Frankfurt geärgert hat.

+++ Vorerst kein Stadtfest in Gießen +++

19.31 Uhr: Das Verbot von Großveranstaltungen bis Ende August wegen der Corona-Pandemie betrifft auch das Stadtfest in Gießen. Es könne nicht wie geplant vom 14. bis 16. August stattfinden, teilte die Gießen Marketing-Gesellschaft am Donnerstag mit. Es solle aber alles unternommen werden, "dass ein möglicher Nachholtermin auch realisiert werden kann", erklärte Bürgermeister Peter Neidel (CDU). "Wir werden alle Optionen prüfen und mit höchstem Einsatz eine Durchführung ermöglichen, wenn dies wieder gestattet und opportun ist."

+++ Milky Chance tritt bei Internet-Konzert zur Corona-Pandemie auf +++

19.13 Uhr: Die hessische Popband Milky Chance tritt bei einem internationalen Benefiz-Konzert im Internet für die Helfer in der Corona-Krise auf. Unter dem Motto "One World: Together at home" werde die Veranstaltung in der Nacht zum Sonntag live ab 2 Uhr im Netz zu sehen sein, teilte Universal Music am Donnerstag in Berlin mit. In einem Live-Stream über Youtube und Twitter bringe die Musikerin Lady Gaga Künstler aus aller Welt zusammen. Dabei soll dazu aufgerufen werden, den Solidaritätsfonds der Weltgesundheitsorganisation WHO zu unterstützen. Laut Universal Music sind die Bandmitglieder Philipp Dausch und Clemens Rehbein aus Kassel als einzige deutsche Künstler dabei.

+++ Corona-Regeln für getrennt lebende Eltern +++

18.55 Uhr: Väter und Mütter, die in Trennung leben, haben auch in Corona-Zeiten einen Anspruch darauf, ihr Kind ohne weitere Einschränkungen zu sehen. Wie die Bad Homburger Anwältin Birgit Meissner am Donnerstag im Corona-Update des hr betonte, zählen in diesem Fall auch mögliche neue Partner der beiden Elternteile als Familie. Die Höchstzahl von zwei Personen in der Öffentlichkeit dürfe deshalb überschritten werden. Kompliziert wird es aber, wenn Vater oder Mutter die Corona-Regeln nicht einhalten. "Man kann das schriftlich einfordern", so Meissner. Sollte keine schriftliche Bestätigung folgen, könne ein Familiengericht das Besuchsrecht vorübergehend aufheben.

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Coronavirus
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+++ Nahverkehr fährt in Frankfurt und Wiesbaden wieder häufiger +++

18.38 Uhr: Busse und Bahnen in Frankfurt fahren ab kommenden Montag wieder öfter. Sie werden dann montags bis freitags so verkehren wie in den Sommerferien, teilte die städtische Verkehrsgesellschaft VGF am Donnerstag mit. Samstags und sonntags gilt weiterhin der Sonntagsfahrplan. Der Nachtverkehr bleibe bis auf Weiteres eingestellt. Der Ferienfahrplan biete gegenüber dem normalen Fahrplan nur ein Minus von etwa fünf Prozent des Angebotes bei den U- und Straßenbahnen und von etwa sieben Prozent bei den Linienbussen, hieß es.

Auch Wiesbaden kehrt ab Montag wochentags auf den Ferienfahrplan für Wochentage zurück - bislang galt für die Busse der Samstagsplan. Das sei eine Reaktion auf steigende Fahrgastzahlen in der Woche nach Ostern und der zu erwartenden erhöhten Nachfrage, teilte die Stadt mit. Es würden weiter alle verfügbaren Gelenk-Busse eingesetzt, um die maximal möglichen Platzkapazitäten zu bieten.

+++ Definition von Großveranstaltungen noch unklar +++

18.20 Uhr: Hessen hat nach den Worten von Regierungschef Volker Bouffier (CDU) noch nicht festgelegt, was als Großveranstaltung gilt. Dazu sei man unter anderem mit den Kommunen im Gespräch, eine Entscheidung solle bis spätestens Ende nächster Woche getroffen werden, sagte Bouffier am Donnerstag in Wiesbaden. Bund und Länder hatten sich am Mittwoch darauf geeinigt, dass alle Großveranstaltungen wegen der Corona-Pandemie bis Ende August untersagt sind. Sie hatten aber nicht genau die Größenordnung definiert.

+++ Zahlreiche Frankfurter Veranstaltungen abgesagt +++

17.59 Uhr: Zahlreiche Veranstaltungen in Frankfurt sind wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden. Wie Kurt Stroscher, Veranstaltungsleiter der Frankfurter Feste, am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa sagte, bedeute der Ausfall einen enormen Verlust von Lebensqualität in der Stadt. Abgesagt werden müsse das Mainfest, das vom 31. Juli bis zum 3. August stattgefunden hätte. Auch das Museumsuferfest sei definitiv nicht durchführbar, sagte Stroscher. Die Veranstaltung hätte vom 28. bis 30. August über die Bühne gehen sollen. Das Apfelweinfest vom 7. bis 16. August könne zwar nicht wie ursprünglich geplant stattfinden, die Veranstalter überlegten aber, ob eine abgeänderte Version möglich sei, sagte Stroscher. Denkbar sei etwa ein Erzeugermarkt oder ein Verkaufsmarkt.

+++ World Club Dome in Frankfurt abgesagt +++

17.44 Uhr: Wegen der verlängerten Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie ist das Club-Festival "World Club Dome" (WCD) in Frankfurt abgesagt worden. "Gesundheit ist das wertvollste Gut, das wir haben. Wir müssen uns schützen, auf Abstand gehen, und das bis auf weiteres. Bis das Coronavirus besiegt wurde", sagte Veranstalter Bernd Breiter am Donnerstag. Zu dem dreitägigen Festival auf dem Gelände der Commerzbank-Arena waren vom 5. bis 7. Juni um die 180.000 Besucher erwartet worden. "Wir waren von Anfang an in stetigem Austausch mit den Behörden. Natürlich sind wir traurig, dass der WCD dieses Jahr nicht stattfinden kann", sagte Breiter.

+++ Klassen werden geteilt +++

17.30 Uhr: Auch nach der Rückkehr der Abschlussklassen an die hessischen Schulen wird es vorerst nur einen Notfallbetrieb geben, wie Hessens Kultusminister Alexander Lorz am Donnerstag betonte. Das heißt: Die normale Klassenstärke wird vorerst auf ein Corona-verträgliches Mindestmaß reduziert. "Laut Leopoldina liegt die Richtgröße bei 15 Schülern, wir hatten bei den Abitur-Prüfungen zehn Schüler. Der Idealfall liegt wohl irgendwo dazwischen", so Lorz.

+++ Bad Vilbeler Markt abgesagt +++

17.16 Uhr: Der diesjährige Bad Vilbeler Markt fällt wie andere Volksfeste in Hessen aufgrund der Corona-Maßnahmen aus. Die Gesundheit aller Bürger habe absoluten Vorrang, teilte Bürgermeister Thomas Stöhr (CDU) am Donnerstag mit. Die Konsequenz sei in diesem Jahr allerdings besonders bitter, da die Stadt Bad Vilbel 200 Jahre Marktrechte feiern wollte. Der Markt hätte vom 15. bis 18. August und vom 21. bis 23. August stattfinden sollen. Das Fest werde auf August 2021 verschoben. "Dann werden wir auch die 200 Jahre Marktrechte entsprechend würdigen und den Markt vor diesem Hintergrund gestalten", sagte Stöhr. "Wir hätten zwar alle lieber schon dieses Jahr unseren Jubiläumsmarkt gefeiert, aber wir nehmen es jetzt an und bereiten uns auf 2021 vor."

+++ Diese Klassen kehren am 27. April zurück in die Schulen +++

17.01 Uhr: Kultusminister Alexander Lorz (CDU) hat am Donnerstag noch einmal bestätigt, dass die hessischen Schulen am 27. April schrittweise ihre Türen wieder öffnen. Den Anfang machen die Klassen, die in diesem Jahr Abschlussprüfungen absolvieren oder sich darauf vorbereiten. Das sind: die 9. Klassen der Hauptschulen, die 10. Klassen der Realschulen und die 12. Klassen der Gymnasien sowie alle Viertklässler. "Bei den 4. Klassen geht es um den Übergang auf weiterführende Schulen. Deshalb haben sie eine besondere pädagogische Bedeutung", begründete Lorz. Der Abitur-Jahrgang, der die schriftlichen Prüfungen bereits hinter sich hat, muss nur noch für die Prüfungen zurück an die Schule.

+++ Geschäftsöffnungen: nur ein Kunde pro 20 Quadratmeter +++

16.51 Uhr: Ab dem Montag dürfen Geschäfte mit einer Größe bis 800 Quadratmeter wieder für ihre Kunden öffnen. Das bestätigte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Donnerstag. Der Unions-Politiker erklärte aber, dass nur ein Kunde pro 20 Quadratmeter Ladenfläche in die Geschäfte darf, um das Kontaktverbot aufrecht zu halten. Zudem empfahl Bouffier erneut deutlich, einen Mund- und Nasenschutz zu tragen.

+++ Land beschließt Notbetreuung für alleinerziehende Berufstätige +++

16.42 Uhr: Das Land Hessen will alleinerziehende Eltern in der Corona-Krise entlasten. Man werde die Notbetreuung für Kinder solcher Personen unabhängig von der Berufsgruppe ausbauen, bestätigte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Donnerstag in einer Pressekonferenz.

Bislang galt die Notbetreuung für Kita-Kinder sowie Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 6, wenn deren Eltern arbeiten gehen und bestimmten Berufsgruppen angehören. Dazu zählen etwa Polizisten, Altenpfleger oder Richter.

+++ Opel bereitet sich auf Produktionsstart vor +++

16.24 Uhr: Einen knappen Monat nach dem Produktionsstopp in seinen deutschen Werken bereitet der Autobauer Opel den Neustart vor. Einen konkreten Termin nannte die Tochter des französischen PSA-Konzerns am Donnerstag aber nicht. Für alle drei Standorte Rüsselsheim, Eisenach und Kaiserslautern seien in einer Betriebsvereinbarung mehr als hundert Gesundheits- und Hygienemaßnahmen verabredet worden, um die Mitarbeiter zu schützen.

Die Maßnahmen betreffen laut einer Mitteilung zum Beispiel Ausgabe und Nutzung von Schutzmasken, Abstandsregelungen sowie erweiterte Hygienevorschriften. Werkzeuge und Arbeitsflächen sollen häufig gereinigt und der Schichtwechsel so organisiert werden, dass direkte Kontakte zwischen den Mitarbeitern vermieden werden.

+++ Auch Fest "3 Tage Marburg" abgesagt +++

16.18 Uhr: Wegen der Corona-Maßnahmen fällt das Stadtfest "3 Tage Marburg" aus. Das teilte der Veranstalter am Donnerstag mit. Das Fest hätte vom 10. bis 12. Juli stattfinden sollen. Einen Nachholtermin werde es nicht geben. "Es wäre für uns nicht zu verantworten, da keiner zurzeit einschätzen kann, wie schnell die Corona-Pandemie eingedämmt werden kann", teilte der Veranstalter mit. Für das kommende Jahr sei das Stadtfest vom 9. bis 11. Juli 2021 geplant.

+++ Virtueller Rundgang durch Kunstforum der TU Darmstadt +++

16.13 Uhr: Ab dem heutigen Donnerstag können sich Interessierte auf einen virtuellen Rundgang durch das Kunstforum der TU Darmstadt begeben. In der Ausstellung "RADAR II. Aktuelle Projekte aus Kunsthochschulen" präsentiert die Universität die Arbeiten von Studierenden aus Hessen, Rheinland-Pfalz und Tschechien. Ergänzt wird der Rundgang durch die Ausstellungsräume mit Videoclips, Podcasts und Texten, wie die TU Darmstadt mitteilte.

+++ Frankfurt Spitzenreiter bei Frachtflughäfen +++

16.01 Uhr: Die deutschen Flughäfen mit größerem Frachtumschlag gehören in der Corona-Krise zu den verkehrsreichsten in Europa. Am Mittwoch war Frankfurt mit mehr als 200 Starts und Landungen Spitzenreiter, wie die Deutsche Flugsicherung am Donnerstag in Langen berichtete. Das ist allerdings weit vom Vorkrisen-Niveau mit rund 1.800 täglichen Flugbewegungen entfernt.

+++ Heinerfest in Darmstadt fällt aus +++ 

15.57 Uhr: Aufgrund der Corona-Maßnahmen fällt das diesjährige Darmstädter Heinerfest voraussichtlich aus. "Wir stehen alle unter Schock, es tut unglaublich weh", sagte Sabine Welsch, Geschäftsführerin des Heimatvereins Darmstädter Heiner, am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa. Das Stadtfest hätte vom 2. bis 6. Juli stattfinden und in diesem Jahr 70-jähriges Bestehen feiern sollen. Vor diesem Hintergrund sei die Absage besonders bedauerlich, sagte Welsch. Es sei die erste Absage in der Geschichte des Volksfestes. Eine Verschiebung hält Welsch für unwahrscheinlich. "Sollte sich aber eine Möglichkeit ergeben, ergreifen wir diese."

Karussell beim Heinerfest

+++ Hessische Freizeitunternehmen schlagen Alarm: Hilfen notwendig +++

15.53 Uhr: Dutzende hessische Freizeitunternehmen haben in einem offenen Brief an Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) eine wirtschaftliche Perspektive in der Corona-Krise gefordert. Wie die Initiative am Donnerstag mitteilte, geht es bei den Forderungen nicht nur um finanzielle Unterstützung, sondern auch um einen konkreten Ausstiegsplan aus den bestehenden Corona-Beschränkungen. "Von heute auf morgen wurden alle Freizeitaktivitäten ausnahmslos eingestellt und alle Betriebe zwangsgeschlossen, es fließen keinerlei Einnahmen mehr", heißt es in dem Brief.

Der Initiative gehören nach eigenen Angaben mehr als 30 Freizeitunternehmen von Bowling- und Trampolin-Centern bis hin zu Kletterwäldern und -parks an. Die Unterzeichner fordern demnach einen "schrittweisen Exitplan", ab wann Gäste, unter entsprechenden Schutzmaßnahmen, wieder zugelassen werden. Außerdem soll das Land bei der Finanzierung der Mieten unterstützen, hier schwebt den Unterzeichnern eine anteilige Beteiligung an den Mietkosten vor. Auch zusätzliche Subventionen sollten möglich gemacht werden, heißt es.

+++ Hessen baut Netz von Covid-19-Behandlungszentren auf +++

15.47 Uhr: Sozialminister Kai Klose (Grüne) hat den Aufbau eines landesweiten Netzes von Covid-19-Behandlungszentren angekündigt. Damit solle die ambulante Betreuung von Patienten auf neue Füße gestellt werden, sagte er am Donnerstag. "Dort sollen vor allem die Menschen behandelt werden können, die nur leichte oder milde Symptomatik zeigen, damit sie gar nicht erst in die stationäre Versorgung kommen, die wir für die schweren Fälle frei halten wollen." Nach den Worten von Klose ist die Phase der Corona-Testzentren, die es bislang gab, allmählich vorbei. An ihre Stelle träten die Behandlungszentren, von denen es mehr geben solle als die bislang 16 Testzentren. Im Moment werde gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung ausgewählt, wo diese Covid-19-Praxen sein könnten.

+++ Wieso es in einigen Landkreise so viele Corona-Fälle gibt +++

15.33 Uhr: Ausgerechnet in Hessens bevölkerungsärmstem Landkreis, dem Odenwaldkreis, wurden im Verhältnis zur Einwohnerzahl die meisten Coronavirus-Infektionen gemeldet. Auch der Schwalm-Eder-Kreis ist besonders stark betroffen. Doch warum ist das so? Welche Rolle der Zufall, die geografische Lage und Altenheime dabei spielen, lesen Sie in unserem Artikel.

+++ Verdi fordert Seelsorge für Altenpfleger +++

15.25 Uhr: Die Gewerkschaft Verdi Hessen fordert für alle Beschäftigten in der Altenpflege professionelle psychosoziale Unterstützung. Da die Belastung in Zeiten von Corona extrem gestiegen sei, müsse den Pflegern und Pflegerinnen ein Beratungsangebot zur Seite gestellt werde, hieß es in einer Mitteilung vom Donnerstag. "Der professionelle Umgang mit dem Sterben erreicht jetzt aufgrund der völlig neuen Herausforderungen und Bedingungen eine neue Dimension", fasste Verdi-Gesundheitsexpertin Saskia Jensch zusammen.

+++ Verband: Viele Friseure öffnen am 4. Mai +++

15.12 Uhr: Nach Einschätzung des Friseurhandwerks Hessen werden die meisten Friseure am 4. Mai ihre Arbeit wieder aufnehmen. "Wir rechnen damit unter der Voraussetzung, dass die Infektionszahlen nicht sprunghaft ansteigen", sagte René Hain, Geschäftsführer des Landesinnungsverbands, am Donnerstag. Unklar sei allerdings noch, unter welchen Hygiene-Vorschriften gearbeitet werden müsse. Das hessische Friseurhandwerk erarbeite eigene Vorschläge, wie Mitarbeiter und Kunden vor dem neuartigen Coronavirus geschützt werden können, ob zum Beispiel Gesichtsmasken getragen werden müssen. "Ich kann mir vorstellen, dass das eine Bedingung sein wird", erklärte Hain. Denkbar sei auch, dass bestimmte Arbeiten eng am Kunden nicht möglich seien.

+++ Warum die Zahl der Genesen nicht genau sein kann +++ 

15.06 Uhr: Die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Patienten gibt das hessische Sozialministerium jeden Tag bekannt. Die Zahl der Covid-19-Genesenen hingegen nicht. Diese könnnten auch nie ganz genau sein, gab die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek am Donnerstag zu bedenken. Man wisse zwar, wer stationär behandelt und hinterher geheilt wurde. Aber: "Wer milde Symptome hat, wird nicht nachverfolgt", so Ciesek. Bei diesen Infizierten werde kein PCR-Test erstellt. "Daher ist die Zahl der Genesenen schwer abzuschätzen", betonte Ciesek.

+++ Klose entschuldigt sich für "Fahrstuhl-Gate" +++

15.01 Uhr: Hessens Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) hat am Donnerstag noch einmal zum "Fahrstuhl-Gate" Stellung bezogen und kollektives Fehlverhalten eingeräumt. "Das war nicht gut", sagte er auf einer digitalen Pressekonferenz. Klose war am Dienstag dabei fotografiert worden, wie er mit mindestens zehn weiteren Personen, darunter zahlreiche hochrangige Politiker, in einem engen Fahrstuhl stand. "Das zeigt, dass trotz zahlreicher guter Vorsätze eine Unachtsamkeit zu solch einer Situation führen kann." Eine Anzeige wegen Verstoßes gegen die Corona-Abstandsregeln, die einige Personen erstattet haben sollen, sei bei ihm noch nicht eingegangen.

Voller Aufzug: Jens Spahn (2.vl), Helge Braun (5.vl), Volker Bouffier (6.vl), Michael Bußer (7.vl) und Kai Klose (rechts) im Aufzug.

+++ Opposition begrüßt Corona-Maßnahmen +++

14.42 Uhr: In einer gemeinsamen Stellungnahme haben die oppositionellen Landtagsfraktionen von SPD und FDP die geplanten ersten Lockerungen des Corona-Lockdowns in Hessen begrüßt. Wenn tatsächlich alle Abschlussklassen bereits am 27. April wieder in die Schule gehen sollen, müsse das Kultusministerium aber umgehend einen Gesundheitsplan für die Schulen vorlegen, sagte FDP-Fraktionschef René Rock. SPD-Fraktionschefin Nancy Faeser regte an, dieses Jahr bei Haupt- und Realschülern auf Abschlussprüfungen zu verzichten.

Wie Faeser verlangte auch die Linkspartei stärkere Bemühungen des Landes um mehr Schutzausrüstungen etwa für Altenpfleger und medizinisches Personal. Linken-Fraktionsvorsitzende Janine Wissler wünschte zudem, wegen der schwierigen Umstände alle Schüler zu versetzen: "Ein 'Sitzenbleiben' darf es in diesem Jahr nicht geben", schrieb sie. Die Fortführung der Kontaktsperre bis 3. Mai bezeichnete AfD-Fraktionschef Robert Lambrou als "sinnvollen Schritt". Es sei auch richtig, Großveranstaltungen noch länger zu untersagen.

+++ 6.590 Infizierte, 192 Tote +++

14.10 Uhr: Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus in Hessen ist bis Donnerstag auf 6.590 gestiegen. Das gab Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) auf einer digitalen Pressekonferenz bekannt. Im Vergleich zum Vortag bedeutet das einen Anstieg um 256 Fälle. Die Zahl der Todesfälle stieg nach Angaben des Sozialministeriums um 18 auf 192.

Die meisten Corona-Infizierten meldet nach wie vor die Stadt Frankfurt (935), gefolgt von den Landkreisen Main-Kinzig (402), Schwalm-Eder (387), Offenbach (368) und Groß-Gerau (332). Die meisten Todesfälle meldet der Odenwaldkreis (31).

Aktuell werden laut Klose 917 Covid-19-Patienten stationär behandelt. Die Zahl der Patienten, die beatmet werden müssen, sei im Vergleich zu Mittwoch um drei auf 253 gestiegen. Insgesamt seien in Hessen 11.418 Krankenhausbetten frei, davon haben 844 eine Beatmungsmöglichkeit, so Klose.

+++ Zoos und Museen weiter geschlossen +++

13.56 Uhr: Zoos, Botanische Gärten und Museen müssen in der Corona-Krise in Hessen zunächst weiter geschlossen bleiben. Die Verlängerung der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus war für den Direktor des Kronberger Opel-Zoos, Thomas Kauffels, ein herber Schlag. "Bis gestern Abend noch haben wir Vorbereitungen für eine Öffnung getroffen", sagte Kauffels am Donnerstag. Zunächst hatte noch ein mögliches Öffnungsdatum am 20. April im Raum gestanden, nun muss der Zoo weiter ohne Besucher-Einnahmen auskommen.

Auch Hessens Museen haben bisher kein konkretes Datum für die Wiederöffnung vor Augen. "Wir befinden uns noch in wartender Position", sagte die Sprecherin des Frankfurter Städel Museums, Pamela Rohde. Museen gehörten wie Schulen zu den Bildungseinrichtungen, hier stehe in Hessen eine schrittweise Öffnung ab dem 27. April auf dem Plan. "Wir würden uns natürlich freuen, wenn wir sobald wie möglich wieder aufmachen können", sagte Rohde.

Opel-Zoo wegen Corona geschlossen

+++ Hessen-CDU verschiebt Parteitag auf Ende September +++

13.48 Uhr: Die hessische CDU hat ihren für Ende Juni geplanten Parteitag in Willingen wegen der Corona-Pandemie um drei Monate verschoben. Geplant sei das Treffen mit Vorstandswahlen nun für den 26. September, teilte ein Parteisprecher am Donnerstag auf Anfrage mit. Bis Ende August sind Großveranstaltungen nach einer Übereinkunft von Bund und Ländern untersagt.

+++ PK mit Bouffier und Lorz im Livestream +++

13.36 Uhr: Neben der Pressekonferenz mit Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) um 14 Uhr wird es an diesem Donnerstag auch eine Pressekonferenz mit Ministerpräsident Volker Bouffier und Kultusminister Alexander Lorz (beide CDU) geben. Gemeinsam wollen sie um 16.30 Uhr über die Öffnung der Schulen und die erweiterte Notbetreuung informieren. Wir übertragen die Pressekonferenz live auf hessenschau.de sowie im Radio auf hr-iNFO.

+++ Keine Maskenpflicht in Darmstadt +++

13.20 Uhr: In Hanau herrscht ab dem kommenden Montag Maskenpflicht. Wer ein Geschäft betritt, muss den Schutz tragen. Eine solche Regelung wird es beispielsweise in Darmstadt nicht geben. "Eine Maskenpflicht ist in Darmstadt im Augenblick kein Thema", sagte ein Pressesprecher der Stadt auf hr-Anfrage. In ganz Hessen gilt ab dem Montag jedoch eine Empfehlung zum Tragen einer Maske in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr.

+++ Lufthansa streicht Rumpf-Flugplan weiter zusammen +++

13.09 Uhr: Die Lufthansa hat wegen der anhaltenden Corona-Krise ihren Rumpf-Flugplan verlängert und noch weiter gekürzt. Er ist nun zwei Wochen länger bis zum 17. Mai gültig, wie das Unternehmen am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Die Zahl der Langstreckenflüge ab Frankfurt sinkt mit der Streichung von drei Verbindungen nach Montreal auf 15 pro Woche. Angeflogen werden noch drei Mal wöchentlich die Flughäfen Chicago, Newark, Sao Paulo, Bangkok und Tokio. Dazu kommen 36 tägliche Europa-Verbindungen ab Frankfurt und ab dem 4. Mai auch wieder sechs tägliche Verbindungen zu innerdeutschen Zielen ab München.

+++ Eilantrag gegen Gießener Demo-Verbot zum Teil erfolgreich +++

12.46 Uhr: Das Bundesverfassungsgericht hat zum ersten Mal einem Eilantrag gegen ein wegen der Corona-Schutzmaßnahmen verhängtes Verbot teilweise stattgegeben. Dabei ging es um mehrere in Gießen geplante Demonstrationen unter dem Motto "Gesundheit stärken statt Grundrechte schwächen - Schutz vor Viren, nicht vor Menschen". Die Behörden hatten die Demos nicht erlaubt. Dabei waren sie davon ausgegangen, dass die hessische Corona-Verordnung Versammlungen von mehr als zwei Personen, die nicht zusammenleben, generell verbiete.

Tatsächlich bestehe zum Schutz der Versammlungsfreiheit aber ein Entscheidungsspielraum, teilte das Gericht in Karlsruhe am Donnerstag mit. Die Stadt Gießen muss nun neu entscheiden, ob die für Donnerstag- und Freitagnachmittag geplanten Demonstrationen unter Auflagen erlaubt oder trotzdem verboten werden.

+++ Auch Sport und Kunst gehören zum Homeschooling +++

12.40 Uhr: Kreativität und Bewegung dürfen auch in Zeiten von geschlossenen Schulen nicht zu kurz kommen. Laut Maike Wiedwald, der Landesvorsitzenden der Lehrergewerkschaft GEW, müssen die Homeschooling-Lehrpläne auch die Fächer Kunst und Sport abdecken. Und zwar "im gleichen Anteil wie Deutsch, Mathe oder Englisch", betonte Wiedwald am Donnerstag im Corona-Update des hr. Diese Ausgewogenheit sei wichtig, um Schüler und Eltern nicht zu überfordern. "Wir müssen uns da alle gut absprechen und Rückmeldung geben", so Wiedwald.

+++ FDP-Fraktionschef: Bald wieder Unterricht für 150.000 Schüler +++

12.30 Uhr: Der Unterricht an Hessens Schulen soll nach Angaben von FDP-Landtagsfraktionschef René Rock Ende April zunächst für rund 150.000 Schülerinnen und Schüler wieder losgehen. Starten sollen Abschlussklassen und vierte Klassen an Grundschulen, sagte Rock am Donnerstag bei einer digitalen Pressekonferenz und bezog sich dabei auf Informationen der schwarz-grünen Landesregierung. Die allgemeinbildenden Schulen im Land besuchen in diesem Schuljahr rund 630.000 Schülerinnen und Schüler, hinzu kommen rund 176.000 Jugendliche und junge Erwachsene an Berufsschulen.

+++ Klimaanlagen sind keine Virenschleudern +++

12.20 Uhr: Trotz der Corona-Krise muss niemand aus gesundheitlichen Gründen auf das Anwerfen der hauseigenen Klimaanlage verzichten. Wie der Kasseler Hygienearzt Markus Schimmelpfennig am Donnerstag im Corona-Update des hr klarstellte, geht von gut gewarteten Klimaanlagen keine Gefahr aus. Viren könnten durch die Belüftungsanlagen nicht verteilt werden, sagte er. Problematisch sei das lediglich in Krankenhäusern, die Covid-19-Patienten behandeln. "Diese Luft muss gefiltert nach außen abgegeben werden", so Schimmelpfennig. "Bei Gebäuden, die nicht zum Gesundheitswesen gehören, sehe ich aber kein Problem."

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+++ Zissel fällt vermutlich aus +++

12.13 Uhr: Das Volksfest Zissel in Kassel fällt aufgrund der Bestimmungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie vermutlich aus. "Eine Verschiebung scheint ausgeschlossen", sagte eine Sprecherin am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa. Das Fest sei auf sommerliche Temperaturen angewiesen, so dass eine Verlegung in den Herbst nicht möglich sei. Weitere Schritte sollten im Laufe des Tages besprochen werden. Der Zissel an der Fulda ist nach Angaben der Sprecherin mit etwa 200.000 Besuchern das größte Volks- und Wasserfest in Nordhessen und hätte vom 31. Juli bis 3. August stattfinden sollen.

Zissel-Festzug

+++ Gewerkschaft fordert Waschbecken und Seife für jeden Klassenraum +++

12.06 Uhr: Die Lehrergewerkschaft GEW in Hessen fordert angesichts der strengen Hygienevorgaben in der Corona-Krise Waschbecken mit warmem Wasser in jedem Klassenzimmer. Daneben müssten den Schülern Flüssigseife, Papierhandtücher und Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt werden, sagte die Landesvorsitzende Birgit Koch am Donnerstag. Viele Klassenzimmer hätten kein Waschbecken und in der Regel gebe es an den Schulen weder Flüssigseife noch Papierhandtücher.

"Zudem müssen die Schulträger sicherstellen, dass die Klassenräume und die Toilettenanlagen regelmäßig gereinigt werden", erklärte Koch. Vor allem die Toilettenanlagen seien auch baulich oft in einem maroden Zustand und müssten dringend saniert werden. "Wir brauchen dringend Hygienepläne für alle Schulen", betonte Koch. "Diese müssen mit den Gesundheitsämtern vor Ort abgestimmt und von diesen genehmigt werden."

+++ Gaststättenverband enttäuscht über andauernde Schließung +++

11.59 Uhr: Dass hessische Restaurants und Gaststätten in der Corona-Krise weiterhin geschlossen bleiben müssen, ist nach Ansicht des hessischen Hotel- und Gastronomieverbandes Dehoga ein Rückschlag. "Natürlich sind wir als Branche enttäuscht, dass wir heute kein konkretes Datum für das schrittweise Wiederhochfahren unserer Betriebe erfahren haben", sagte Präsident Gerald Kink. Gleichzeitig äußerte er aber Verständnis dafür, dass die geplanten schrittweisen Lockerungen der Corona-Beschränkungen bisher nicht für die Gastronomie gelten. "Es wäre fatal, wenn wir zu früh wieder für unsere Gäste öffnen und dann aufgrund dramatisch hochschnellender Infektionszahlen ein erneuter Shutdown drohen würde." Diese wäre laut Kink für die Branche "weitaus schlimmer".

Allerdings, so betonte Kink, müsse nun darauf geachtet werden, dass keine "diskriminierenden Vorgaben" gemacht würden. "Den Abstand zu wahren und die Schutzregeln einzuhalten", das sei auch in der Gastronomie machbar, sagte Kink und mahnte eine "Perspektive" für die Unternehmen an.

+++ Corona-Krise bringt Kommunen in finanzielle Nöte +++

11.52 Uhr: Den Städten und Kommunen brechen momentan wichtige Einnahmen weg, die Kosten dagegen laufen weiter. Alleine Frankfurt rechnet mit einem Einbruch an Gewerbeeinnahmen in Milliardenhöhe. Stadtkämmerer Uwe Becker (CDU) geht davon aus, dass Corona "sicherlich gravierendere Auswirkungen als die Finanzkrise" haben werde. Besonders hart trifft es Gemeinden wie Bad Karlshafen, die kaum oder gar keine Reserven haben. Mehr dazu lesen Sie in unserem Artikel.

+++ Frankfurter Messe hält an Großveranstaltungen im Herbst fest +++

11.44 Uhr: Die Frankfurter Messegesellschaft hält an ihren für den Herbst geplanten Großveranstaltungen fest. Die bis Ende August geplanten Kongresse, Konzerte und Veranstaltungen würden auf Grundlage der neuen Corona-Vorgaben natürlich abgesagt, erklärte ein Unternehmenssprecher am Donnerstag. Darunter fallen unter anderem verschiedene Job-Messen sowie Rock-Konzerte in der Festhalle mit Pearl Jam, Kiss, den Toten Hosen und Peter Maffay. Auch die für Anfang Juli geplante "Internationale Shisha-Messe" kann nicht wie geplant stattfinden.

Nicht betroffen sind aber die vom Frühjahr verschobene Baufachmesse "Light&Building", die "Automechanika" und die Buchmesse, die erst für September und Oktober auf dem Messekalender stehen. Man sei im ständigen Kontakt mit den jeweiligen Ausstellern und Fachverbänden, sagte der Sprecher. "Wir fahren da nach wie vor auf Sicht." Er könne daher auch noch keine Einzelheiten zu möglichen Vorsichtsmaßnahmen bei den ersten Veranstaltungen nach der Zwangspause nennen.

+++ Diese Regeln gelten beim Einkaufen +++

11.20 Uhr: Geschäfte des Einzelhandels dürfen ab kommenden Montag zwar wieder öffnen, eine Rückkehr zum alten Shopping-Gefühl ist das laut Volker Bouffier (CDU) aber noch lange nicht. "Das baut alles auf dem Gedanken auf, dass die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden", sagte der hessische Ministerpräsident am Donnerstag im Corona-Update des hr. Es dürften auch weiter nicht 30 Personen auf einmal einkaufen, sondern "einer nach dem anderen", wie Bouffier betonte. Das Tragen von Schutzmasken wird empfohlen, ist aber weiter keine Pflicht. "Wir haben nicht verboten, ohne Maske einkaufen zu gehen", so Bouffier.

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zum Video Bouffier erklärt neue Corona-Schritte

hessenschau vom 15.04.2020
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+++ Handelsverband: Öffnung nach Ladengröße verzerrt Wettbewerb +++

11.12 Uhr: Der hessische Einzelhandel sieht die angekündigten Bedingungen für eine Wiedereröffnung von Läden in der Corona-Krise kritisch. "Die schrittweise Rückkehr zum Geschäftsbetrieb sollte für den gesamten Einzelhandel und nicht nur für einen Teil davon ermöglicht werden", sagte Jochen Ruths, Präsident des Handelsverbands in Wiesbaden. Lockerungen sollten nicht nach Betriebsgröße, Verkaufsfläche oder Einzelhandelsbranchen differenzieren. Dies verursache Wettbewerbsverzerrungen und Rechtsunsicherheit.

"Alle Geschäfte sollten ihre Räume wieder öffnen dürfen, in denen die Anzahl der Kunden begrenzt und der Abstand von Personen gewährleistet werden können", erklärte Ruths. Gerade in großflächigen Betrieben könnten zum Beispiel Abstandsregeln einfacher eingehalten werden.

Ab Montag dürfen Läden mit einer Verkaufsfäche bis 800 Quadratmeter unter bestimmten Bedingungen wieder öffnen. Buchhandlungen, Kfz- und Fahrradhändler dürfen ihren Betrieb unabhängig von der Größe wiederaufnehmen.

+++ Droht Stadttauben der Hungertod? +++

10.55 Uhr: Die hessische Tierschutzbeauftragte fürchtet, dass viele Stadttauben infolge der Einschränkungen des öffentlichen Lebens verhungern könnten. Auch die Tierrechtsorganisation PETA ist besorgt und fordert eine Aufhebung von Fütterungsverboten, um die Tiere zu retten. Warum nicht alle Naturschützer diese düsteren Prognosen teilen, lesen Sie in unserem Artikel

+++ Helfer für Versorgung von Frankfurter Obdachlosen gesucht +++

10.40 Uhr: In Frankfurt haben sich mehrere Initiativen zusammengetan, um Obdachlosen und Drogenabhängigen, die auf der Straße leben, zu helfen. Das teilte die Bernd-Reisig-Stiftung am Donnerstag mit. Dafür werden noch Freiwillige gesucht, die an den Wochenenden Lebensmittel und Kleidung per Lastenrad zu den Bedürftigen bringen. Schutzausrüstung werde gestellt, registrieren kann man sich über die Internetseite der Initiative "Gemeinsam gegen einsam".

+++ Bouffier will Altenheim-Besuche möglich machen +++

10.25 Uhr: Trotz des anhaltenden Besuchsverbots in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen könnte es bald Ausnahmeregeln für Seniorenheime geben. Wie Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Donnerstag im Corona-Update des hr erklärte, arbeitet die Landesregierung an einer Möglichkeit des Besuchs von Altenheimen. "Wenn es dort einen Garten oder einen Park gibt, kann man da Begegnungen mit Verwandten organisieren", so Bouffier. Für alle nicht-mobilen Bewohner müssten die Betreiber ein Schutzkonzept vorlegen. "Ein Besuch alle zwei Wochen muss irgendwie möglich sein."

+++ Corona-Update zum Hören +++

09.40 Uhr: Dreimal täglich liefert der Hessische Rundfunk einen Überblick über die aktuelle Coronavirus-Situation in Hessen zum Hören. Neben dem aktuellen Informationsstand liefert das Audio auch Antworten auf die wichtigsten Fragen unserer Nutzerinnen und Nutzer zum Thema Coronavirus.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Corona-Update am 16. April, 9 Uhr

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+++ Klose informiert über aktuellen Stand +++

09.24 Uhr: Hessens Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) informiert am heutigen Donnerstag über den aktuellen Stand in der Corona-Pandemie. Gemeinsam mit Sandra Ciesek, Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie an der Uniklinik Frankfurt, wird der Minister gegen 14 Uhr eine digitale Pressekonferenz geben. Wir übertragen sie live auf hessenschau.de, im hr-fernsehen und auf hr-iNFO.

+++ Mehrere Anzeigen nach "Fahrstuhl-Gate" +++

08.40 Uhr: Am Dienstag hatte ein Foto aus dem Uniklinikum Gießen für Befremden und Aufregung gesorgt: Bundesgesundheitsminister Spahn, Ministerpräsident Bouffier (beide CDU) sowie weitere Politiker und Ärzte stehen dicht an dicht in einem Aufzug. Der Polizei Mittelhessen liegen nach dem "Fahrstuhl-Gate" Hinweise, Mitteilungen und Anzeigen vor, die gesammelt und an die Bußgeldstelle weitergegeben werden. Das teilte die Polizei auf Twitter mit.

Voller Aufzug: Jens Spahn (2.vl), Helge Braun (5.vl), Volker Bouffier (6.vl), Michael Bußer (7.vl) und Kai Klose (rechts) im Aufzug.

+++ Maskenpflicht in Hanau ab Montag +++

08.10 Uhr: Als erste Stadt in Hessen macht Hanau das Tragen von Masken in Geschäften zur Pflicht. "Die dringende Empfehlung der Bundes- und Landesregierung, sich mit einem Mund-Nasen-Schutz verantwortungsbewusst und rücksichtsvoll in der Öffentlichkeit zu verhalten, haben wir dahingehend erweitert, dass ab Montag in Hanau jeder, der ein Ladengeschäft betritt, eine solche Behelfs- oder Alltagsmaske tragen muss", teilte Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) mit. Die Maskenpflicht solle auch im Öffentlichen Nahverkehr gelten. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel.

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Hygiene schützt

Am besten schützen Sie sich vor einer Corona-Infektion, indem Sie

  • Abstand halten,
  • Hände regelmäßig und gründlich waschen (mind. 20 Sekunden mit Seife),
  • anderen bei der Begrüßung nicht die Hand geben,
  • beim Husten und in die Armbeuge niesen,
  • in beheizten Räumen oft stoßlüften.
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Im Verdachtsfall anrufen

Das hessische Sozialministerium hat eine landesweite Hotline für Fragen rund um das Coronavirus geschaltet. Sie ist täglich von 8 bis 20 Uhr erreichbar: 0800/5554666.

Sollten Sie den Verdacht haben, dass Sie sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, gehen Sie bitte nicht in die Praxis Ihres Hausarztes, sondern rufen Sie dort vorher an. So vermeiden Sie, möglicherweise andere Patienten im Wartezimmer anzustecken.

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