Das Coronavirus verbreitet sich in Hessen. Unser Ticker vom 2. April zum Nachlesen.

Corona in Hessen: Aktuelle Meldungen im Ticker

Die wichtigsten Meldungen:

Im Kampf gegen das Coronavirus hat die Landesregierung in den vergangenen Tagen bereits eine Reihe von Maßnahmen beschlossen. Den aktuellen Stand der Verordnungen finden Sie auf www.corona.hessen.de.

MELDUNGEN VOM DONNERSTAG, 2. APRIL

+++ Senioren-Versorgung mit Essen auf Rädern +++

20.40 Uhr: Wie wichtig verschiedene Berufe und Dienstleistungen sind, zeigt sich in Zeiten der Corona-Pandemie. Der Menüservice der Johanniter Unfallhilfe im Landkreis Darmstadt-Dieburg versorgt viele Senioren mit warmen Essen auf Rädern. Ein hessenschau-Bericht:

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hessenschau vom 02.04.2020
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+++ Oster-Urlaube in Deutschland müssen erstattet werden +++

20.05 Uhr: Reservierungen von Ferienhäusern oder Ferienwohnungen innerhalb Deutschlands müssen in den kommenden Wochen kostenfrei stornierbar sein. Da die Vermietung zu touristischen Zwecken laut Verordnung zur Bekämpfung des Coronavirus bis Ende April verboten ist, dürfen Reiseanbieter kein Geld einbehalten. "Der Vermieter kann Ihnen die Mietsache gar nicht mehr zur Verfügung stellen", begründete Anwalt Kai Motzkus im Corona-Update des hr am Donnerstag. "Der Vertrag kann gekündigt, der Mietpreis zurückverlangt werden."

+++ "Homeschooling" - so ist das Lernen zu Hause +++

19.52 Uhr: Kinderzimmer statt Klassenzimmer - seit zwei Wochen herrscht in vielen hessischen Familien Ausnahmezustand. Da die Schulen geschlossen sind, findet der Unterricht zu Hause statt. Mit unterschiedlichen Ergebnissen, wie die hessenschau zeigt.

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hessenschau vom 02.04.2020
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+++ Kurzarbeit bei der Eintracht +++

19.37 Uhr: Eintracht Frankfurt schickt seine Mitarbeiter aufgrund der Corona-Pandemie ab dem 1. April in Kurzarbeit. Ein entsprechender Bericht der Frankfurter Rundschau deckt sich mit den Informationen des hr. Der Club erhöht dabei den vom Staat bezahlten Anteil von 60 beziehungsweise 67 Prozent (für Mitarbeiter mit Kindern) noch. Laut FR-Bericht sollen auch die Frankfurter Spieler "spürbaren Verzicht üben". Offiziell hat sich die Eintracht zum Thema noch nicht geäußert.

+++ Hanauer OB: Corona verhindert kollektive Trauerarbeit nach Anschlag +++

19.20 Uhr: Hanau kann in der Corona-Krise keine angemessene kollektive Trauerarbeit nach dem Anschlag vom 19. Februar leisten. "Wir sind von einer Extremsituation direkt in die nächste gefallen. Auch wenn die Corona-Pandemie eine weltweite Krise ist, sind wir Teil davon, und die aktuellen Probleme überlagern alles andere in unserer Stadt", sagte Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) in einer Mitteilung vom Donnerstag. Das Kontaktverbot bedeute für die trauernden Familienangehörigen und Freunde der Opfer eine kaum nachzufühlende Herausforderung.

"Die Familien der Getöteten werden davon ungleich härter getroffen, denn ihnen fehlt jetzt die Chance des kollektiven Trauerns und damit der Trost, der sich aus körperlicher Nähe und persönlicher Anteilnahme ergibt", sagte Kaminsky weiter. Vertagt werden musste eine für April angesetzte Sitzung mit den Angehörigen der Opfer, bei der über eine Gedenkstätte gesprochen werden sollte. Wegen der Pandemie legen derzeit nur einzelne Menschen Blumen am Brüder-Grimm-Denkmal nieder oder halten für einige Minuten inne.

+++ Lebensmittel können bedenkenlos gekauft werden +++

19.03 Uhr: Die Wahrscheinlichkeit, sich über im Supermarkt gekaufte Lebensmittel mit dem Coronavirus zu infizieren, ist sehr gering. Laut dem Kasseler Hygienearzt Markus Schimmelpfennig könne zwar "alles, was zuvor jemand angefasst hat", das Virus tragen. Große Bedenken müsse man aber nicht haben, so der Mediziner. Im Gegensatz zu Türklinken oder Fahrstuhlknöpfen, die von mehreren Menschen mehrmals am Tag benutzt werden, komme es in Supermärkten nur selten vor, dass Menschen ein Produkt anfassen und dann wieder ins Regal zurücklegen. "Da muss man sagen: Alles, was originalverpackt aus dem Supermarkt kommt, ist keine greifbare Gefahr."

+++ Corona-Update zum Hören +++

18.48 Uhr: Dreimal täglich liefert der Hessische Rundfunk einen Überblick über die aktuelle Coronavirus-Situation in Hessen zum Hören. Neben dem aktuellen Informationsstand liefert das Audio auch Antworten auf die wichtigsten Fragen unserer Nutzerinnen und Nutzer zum Thema Coronavirus.

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Coronavirus
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+++ SVWW-Profis nach Quarantäne erleichtert +++

18.40 Uhr: Die Rückkehr aus der Isolation einer zweiwöchigen Quarantäne haben die Profis des SV Wehen Wiesbaden als Lichtblick in der Corona-Krise empfunden. "Es gibt eine große Erleichterung bei den Spielern, dass sie wieder draußen trainieren können. Individuelle Übungen zu Hause allein durchzuführen, ist eher schwierig", berichtete Nico Schäfer, Geschäftsführer des hessischen Fußball-Zweitligisten, in einem Gespräch der Nachrichtenagentur dpa. Seit Dienstag wird beim Aufsteiger wieder in Kleinstgruppen trainiert - wobei sich dies laut Schäfer etwas übertrieben anhört. "Es ist bisher mehr ein Einzeltraining unter Anleitung", sagte der 51-Jährige.

+++ Clown-Doktoren spielen vor Altenheimen +++

18.28 Uhr: Die Wiesbadener Clown-Doktoren finden auch während der Corona-Krise Wege, um jungen und alten Patienten ein wenig Abwechslung zu bescheren. Neben virtuellen Visiten per Videoschalte in Kinderkliniken werden die Clown-Doktoren in der kommenden Woche auch zwei Altenheime besuchen. Wie eine Sprecherin am Donnerstag mitteilte, sind zwei Auftritte vor Seniorenresidenzen in Idstein (Rhein-Taunus) und Rüsselsheim (Groß-Gerau) geplant. "Es ist jetzt besonders wichtig, den Bewohnern ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Das gelingt uns auch, wenn wir vor dem Haus auf der Wiese spielen", heißt es in der Mitteilung.

+++ Dill-Kliniken verlängern Aufnahmestopp +++

18.15 Uhr: Der Aufnahmestopp an den Dill-Kliniken in Dillenburg bleibt bis auf Weiteres bestehen. Das teilte eine Sprecherin der Kliniken am Donnerstag mit. Weil zwei Mitarbeiter an Corona erkrankt waren, wurden mehrere Mitarbeiter in häusliche Quarantäne geschickt. Medizinisch dringend notwendige Eingriffe würden deshalb weiterhin bevorzugt im Klinikum Wetzlar durchgeführt. Ursprünglich sollte der Betrieb in den Dill-Kliniken am Freitag wieder wie gewohnt laufen. Weil aber noch Testergebnisse bei Mitarbeitern ausstünden, sei dies nicht möglich, sagte Geschäftsführer Tobias Gottschalk: "Zum Schutz der Patienten und Mitarbeiter müssen wir die Ergebnisse abwarten. Wir danken unseren Patienten für ihr Verständnis."

+++ Geschäfte bleiben an Ostern geschlossen +++

18.05 Uhr: Obwohl Waren des täglichen Gebrauchs laut Vierter Ordnung zur Bekämpfung des Coronavirus auch an Sonn- und Feiertagen verkauft werden dürfen, müssen an Ostern alle Geschäfte geschlossen bleiben. Wie das Regierungspräsidium Kassel am Donnerstag mitteilte, wurde die Erlaubnis zwar bis zum 19. April verlängert. Sie gelte aber nicht für den Karfreitag, Ostersonntag und den Ostermontag. Am Gründonnerstag müssen zudem alle Läden um 20 Uhr schließen.

+++ McTrek aus Bruchköbel stellt Insolvenzantrag +++

17.58 Uhr: Der Betreiber der McTrek-Outdoorläden hat in der Corona-Krise Insolvenzantrag gestellt. Die YEAH! AG mit Sitz in Bruchköbel habe bereits am Mittwoch wegen drohender Zahlungsunfähigkeit einen entsprechenden Antrag beim Amtsgericht Hanau eingereicht. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter habe das Insolvenzgericht den Sanierungsexperten Thomas Rittmeister bestellt, wie die Kanzlei Reimer Rechtsanwälte am Donnerstag weiter mitteilte.

Er prüfe mit Steuer- und Wirtschaftsexperten die Lage des Unternehmens und die Sanierungsoptionen. Der Insolvenzbeschluss des Amtsgerichts Hanau lag der Nachrichtenagentur dpa in Frankfurt vor. Bei dem Unternehmen war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Zuvor hatten Fachblätter über den Insolvenzantrag berichtet.

+++ Damen-Slipeinlagen machen Masken sicherer +++

17.45 Uhr: Peter Walger von der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaus-Hygiene empfiehlt allen Hobby-Näherinnen und -Nähern beim Herstellen von Corona-Masken eine Damen-Slipeinlage als zusätzlichen Filter einzubauen. "Das ist wie eine Windel im Kleinformat: luftdurchlässig, kochbar, hält Feuchtigkeit ab", sagte Walger im Corona-Update des hr. Wichtig sei es zudem, feuchtgewordene Masken vor der nächsten Benutzung wieder zu trocknen und mögliche Viren zu töten. "Am besten erst fünf Minuten kochen, dann in den Backofen."

+++ "Lesen im Lockdown" mit Saskia Hennig von Lange +++

17.38 Uhr: In Teil 4 unserer Serie "Lesen im Lockdown" liest Saskia Hennig von Lange aus ihrem Buch "Hier beginnt der Wald". In dem 2018 erschienen Roman geht es um einen Mann, der vom Weg abkommt. Weil die Buchhandlungen geschlossen haben und öffentliche Lesungen ausfallen, hat der Hessische Rundfunk Autorinnen und Autoren gebeten, ein Kapitel aus ihrem aktuellen Roman zu lesen und sich dabei selbst zu filmen.

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Lesen im Lockdown: Saskia Hennig von Lange
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+++ Verdi: Soforthilfen schließen Freiberufler aus +++

17.27 Uhr: Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi schließen die Soforthilfen des Landes Solo-Selbstständige wie freiberufliche Künstler, Journalisten sowie Musik- oder Volkshochschullehrer, die auf Honorarbasis Kurse geben, aus. "Weil ihre selbstständige Tätigkeit einzige Einkommensquelle ist, stehen viele Solo-Selbstständige vor dem finanziellen Ruin und können ihren Lebensunterhalt nicht mehr bestreiten", sagte Volker Koehnen laut einer Mitteilung von Verdi Hessen. Die Corona-Krise treffe diesen Personenkreis mit am härtesten: "Auf Rücklagen können auf diese Weise prekär Beschäftigte nicht zurückgreifen."

Verdi Hessen fordert deshalb, Solo-Selbstständige im Haupterwerb in die Förderung aufzunehmen. Bei ihnen müsse die Soforthilfe auch dazu dienen, den eigenen Lebensunterhalt finanzieren zu können, ohne auf Hartz-IV angewiesen zu sein.

+++ Klopapier-Produktion läuft Tag und Nacht +++

17.13 Uhr: Die Essity-Klopapier-Fabrik in Witzenhausen (Werra-Meißner) produziert derzeit mehr Toilettenpapier denn je. In Zeiten von Corona, in denen sich die mehrlagigen Blättchen dank landesweiter Hamsterkäufe zu weißem Gold entwickelt haben, stehen die Maschinen nicht mehr still. "Wir produzieren 24 Stunden am Tag, jeden Tag, auch an Ostern", bestätigte Logistik-Chefin Karin Kieser dem hr. Ins Lager kommt keine einzige Rolle mehr, das Klopapier geht direkt in den Verkauf. Und das ist eine ganze Menge, wie auch Werksleiter Dieter Haschke betonte: "Wir stellen pro Tag knapp 760.000 Rollen her." Umgerechnet könnte also jeder Bürger Frankfurts jeden Tag eine neue Rolle haben. "Die Versorgung ist sichergestellt, niemand muss sich Sorgen machen."

+++ Schutzmasken und Handschuhe aus Auto geklaut +++

16:59 Uhr: Der Lieferengpass macht Schutzmasken zu einem wertvollen Gut – offenbar auch für Diebe: Aus einem geparkten Auto im Frankfurter Bahnhofsviertel sind in der Nacht zum Mittwoch Atemschutzmasken und Einweghandschuhe geklaut worden. Wie die Polizei jetzt mitteilte, hatte der Besitzer des Autos zuerst eine kaputte Seitenscheibe bemerkt. Als er nachschaute, was geklaut worden war, stellte er fest, dass ausschließlich zehn Masken und zehn Paar Handschuhe fehlten. Materieller Wert: 20 Euro.

+++ Forscher wollen sich interdisziplinär austauschen +++

16.42 Uhr: Mit einer Online-Plattform wollen Frankfurter Forscher eine interdisziplinäre Debatte über das Coronavirus eröffnen. Ziel der Plattform "Frankfurter interdisziplinäre Debatte" sei es, Vertreter verschiedener wissenschaftlicher Fachrichtungen zu gesellschaftspolitischen Themen, so wie aktuell zur Corona-Krise, miteinander ins Gespräch zu bringen, sagte Uwe Walz, stellvertretender wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für Finanzmarktforschung.

In der aktuellen Krisensituation sei die Expertise aus Virologie und Epidemiologie für die Politik von zentraler Bedeutung. "Ebenso wichtig ist es jedoch, ethische, rechtliche, ökonomische und weitere Prinzipien zu berücksichtigen, wie zum Beispiel Freiheit, Demokratie und Gerechtigkeit", sagte Walz. Deshalb brauche es dringend einen interdisziplinären Austausch.

+++ Abi-Feiern in Videokonferenzen statt im Park +++

16.27 Uhr: Der gemeinsame Appell von Kultusministerium, Polizei und Landesschülervertretung hatte wohl Erfolg: Bis zum Nachmittag vermeldete die Polizei keine unerlaubten Abi-Partys.

In Marburg war die traditionelle Abiparade durch die Stadt abgesagt worden, wie eine Sprecherin der Polizei sagte. Auch sonst habe es keine Meldungen über Feiern gegeben. Dies bestätigten die Sprecher anderer Polizeistationen im Land. Einem Sprecher der Kasseler Polizei zufolge ist der Goethepark, in dem sich sonst viele Abiturienten zum Feiern getroffen hätten, "sowieso gesperrt". In Frankfurt findet die größte Party mit hunderten Teilnehmern traditionell im Grüneburgpark statt. Der Polizei zufolge blieb es auch dort bis zum Nachmittag ruhig.

Ganz aufs Feiern zu verzichten, kommt laut Landesschulsprecher Paul Harder aber auch für die diesjährigen Abiturienten nicht infrage. Sie greifen zu einem in Zeiten von Kontaktbeschränkungen kreativen Mittel, wie der Landesschulsprecher erklärt: Gemeinsames Feiern und Trinken bei Videokonferenzen.

+++ Merck spendet 150.000 Liter Desinfektionsmittel +++

16.22 Uhr: Der Darmstädter Pharma-Konzern Merck spendet 150.000 Liter dringend benötigtes Desinfektionsmittel an das Land Hessen. Die Flüssigkeit aus eigenen Kapazitäten werde von Landesbehörden an Ärzte und Kliniken verteilt, erklärte das Unternehmen am Donnerstag. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) dankte Merck in einer gemeinsamen Mitteilung für die Hilfe in der Corona-Krise. "Das Desinfektionsmittel wird vor allem Ärztinnen und Ärzten und den Pflegerinnen und Pflegern helfen, die mit großem Einsatz Menschen versorgen und Leben retten", so Bouffier.

+++ Corona in Deutschland und der Welt +++

16.15 Uhr: Während wir Sie in unserem Corona-Ticker über die aktuelle Situation in Hessen informieren, halten unsere Kollegen bei tagesschau.de das weltweite Geschehen im Blick. Hier ein kleiner Auszug:

  • Großbritannien meldet einen rasanten Anstieg der Todesfälle – insgesamt sind dort bisher knapp 3.000 Menschen an den Folgen der Infektion gestorben.
  • In den USA haben sich in der vergangenen Woche mehr als sechseinhalb Millionen Menschen arbeitslos gemeldet.
  • Um drohende Ernteausfälle zu verhindern, sollen in diesem und im kommenden Monat jeweils 40.000 Saisonarbeiter nach Deutschland einreisen dürfen.

+++ Reduzierter Flugplan der Lufthansa gilt bis Anfang Mai +++

16.09 Uhr: Die Lufthansa verlängert ihren reduzierten Flugplan um zwei Wochen: Er gilt nun mindestens bis zum 3. Mai. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Der "Rumpf-Flugplan" beinhaltet nur noch 18 Interkontinentalflüge pro Woche von und nach Frankfurt sowie 50 tägliche Verbindungen zwischen deutschen und anderen europäischen Städten. Das entspreche rund fünf Prozent der üblichen Flugverbindungen.

Hinzu kommen Rückholflüge für Touristen: Seit dem 13. März habe die Lufthansa-Gruppe mit mehr als 300 Sonderflügen rund 60.000 Urlauber in ihre Heimatländer zurückgeholt. 45 weitere Sonderflüge würden vorbereitet. Auch 56 Fracht-Sonderflüge vor allem für Hilfsgüter wurden bereits geflogen oder sind noch geplant.

+++ Werra-Meißner-Kreis verteilt 22.000 Masken an Pflegeeinrichtungen +++

15.58 Uhr: Der Werra-Meißner-Kreis hat am Donnerstag damit begonnen, rund 22.000 OP-Masken an Alten- und Pflegeheime sowie Pflegedienste zu verteilen. In einer Pressemitteilung des Landkreises heißt es, dass nach einem Verteilschlüssel alle Einrichtungen in den kommenden Tagen Nachschub erhalten sollen. Die Masken stammen aus einer ersten Lieferung des Landes an alle Landkreise und kreisfreien Städte in Hessen. Für die nächste Zeit seien weitere Lieferungen von Bund und Land angekündigt, die nach Eintreffen sofort an die Einrichtungen weitergegeben würden.

Mitarbeiter des Werra-Meißner-Kreises packen 22.000 OP-Masken in Kisten.

+++ Selbstständige können Beiträge für Rentenversicherung aussetzen +++

15.51 Uhr: Selbstständige, die in der gesetzlichen Rentenversicherung versicherungspflichtig sind und durch die Corona-Krise in finanzielle Schwierigkeiten geraten, können auf Antrag ihre Beitragszahlung bis zum 31. Oktober 2020 aussetzen. Darauf wies die Deutsche Rentenversicherung Hessen am Donnerstag hin. Das gelte auch für Beiträge, die aufgrund einer Stundungsvereinbarung in Raten gezahlt werden.

Betroffene können sich unter Hinweis auf die Corona-Pandemie formlos an ihren Rentenversicherungsträger wenden und eine Aussetzung der Beiträge beantragen. Die Rentenversicherung werde die Höhe der Beiträge später rückwirkend den tatsächlichen Verhältnissen anpassen. Bei Fragen können sich Selbstständige an die Hotline der Rentenversicherung unter der Telefonnummer 0800/1000 4800 wenden.

+++ Linksammlung für Unternehmer, Selbständige und Arbeitnehmer +++

15.45 Uhr: Hessen bekämpft die akuten Folgen der Corona-Pandemie mit milliardenschweren Soforthilfen. Rund um die Angebote gibt es viele Fragen: An welchen Stellen können sich Selbstständige und Kleinunternehmer um Unterstützung oder Kredite bemühen? Wo können Steuererleichterungen beantragt werden? Wir haben für Sie eine Linksammlung rund um das Thema Corona und Finanzen zusammengestellt.

+++ Online-Plattform für Frankfurter Gastronomie +++

15.38 Uhr: Die Initiative Gastronomie Frankfurt e.V. plant eine Online-Plattform, um in Not geratene Restaurants, Bars und Clubs in der Stadt zu unterstützen. Der Launch ist für Mitte April geplant, dann sollen unter www.fffmly.org Crowdfunding-Aktionen für die Frankfurter Gastronomie laufen. Auch für Gäste soll die Plattform ausgefallene Kulturangebote ersetzen: Musiker und DJs können ihre Musik zum Streamen anbieten, Köche Online-Kochkurse geben. Außerdem soll es eine Jobbörse und eine Liste aller Frankfurter Lokale geben, die Essen und Getränke nach Hause liefern. Unterstützung erhält die IGF von der Stadt Frankfurt: Wirtschaftsdezernent Markus Frank übernimmt die Schirmherrschaft für das Projekt.

+++ Bis zu 5.000 Euro Strafe bei Verstoß gegen Corona-Verordnungen +++

15.18 Uhr: Ab Freitag drohen hohe Strafen bei Verstößen gegen die Verordnungen des Landes, die aufgrund der Corona-Pandemie beschlossen wurden. Das kündigten Sozialminister Kai Klose (Grüne) und Innenminister Peter Beuth (CDU) am Donnerstag in einer gemeinsamen Mitteilung an. Wer zum Beispiel entgegen des Besuchsverbots ein Krankenhaus oder Altenheim betritt, muss laut dem neuen Bußgeldkatalog mit einer Strafe von 200 Euro rechnen. Rückkehrer aus Risikogebieten, die sich nicht an die Anordnung der Quarantäne halten, können mit 500 Euro belangt werden. Gastronomen, die ihre Lokale weiter öffnen, müssen sogar bis zu 5.000 Euro zahlen.

Der überwiegende Teil der Bevölkerung halte sich an die Einschränkungen, so Klose und Beuth: "Leider gibt es aber immer noch einige Unbelehrbare, die den Ernst der Lage nicht erkennen wollen. Wer sich weiterhin so unsolidarisch verhält und sich zum Kicken im Park verabredet oder heimlich Corona-Partys feiert, gefährdet das Leben seiner Mitmenschen." Dieses Verhalten könne und werde man nicht akzeptieren. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Beitrag.

Ab morgen können in #Hessen Verstöße gegen die Verordnungen der @RegHessen zum Schutz der Bevölkerung vor dem #Coronavirus einheitlich mit Bußgeldern belegt werden. Je nach Schwere des Verstoßes sind #Bußgeldzahlungen zwischen 200 und 5.000 € vorgesehen: https://t.co/dkpwWXA2j1

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+++ Kurhessische Kirche sagt Frühjahrssynode ab +++

15.14 Uhr: Aufgrund der Corona-Krise hat die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) ihre vom 7. bis 9. Mai 2020 geplante Frühjahrstagung der Landessynode abgesagt. Die vorgesehenen Gesetze, Berichte und Diskussionen sollen soweit möglich auf der Herbsttagung der Landessynode verhandelt werden, teilte die EKKW am Donnerstag mit.

+++ Opel spendet 50.000 Schutzmasken +++

15.05 Uhr: Der Rüsselsheimer Autobauer Opel stellt Krankenhäusern und sozialen Einrichtungen deutschlandweit rund 50.000 Schutzmasken gegen das Coronavirus zur Verfügung. Laut einer Mitteilung vom Donnerstag gehen 12.000 Exemplare davon an das GPR-Klinikum in Rüsselsheim (Groß-Gerau). Diese sollen noch im Laufe des Tages übergeben werden

+++ Arbeitsagentur warnt vor gefälschten Mails zu Kurzarbeitergeld +++

14.55 Uhr: Die Arbeitsagentur Hessen warnt vor gefälschten E-Mails, die momentan an Arbeitgeber und Unternehmen versandt werden. "In der Mail wird der Arbeitgeber unter anderem aufgefordert, konkrete Angaben zur Person, zum Unternehmen und zu den Beschäftigten zu machen, um Kurzarbeitergeld zu erhalten", heißt es in einer Mitteilung vom Donnerstag. Absender sei die Adresse kurzarbeitergeld@arbeitsagentur-service.de. Empfänger der E-Mail sollten nicht auf die Nachricht antworten, sondern sie umgehend löschen.

+++ Limburg baut Bänke ab +++

14.41 Uhr: Die Stadt Limburg geht weiter gegen Grüppchenbildung in der Öffentlichkeit vor. Wie ein Stadtsprecher am Donnerstag mitteilte, wurden die Bänke auf dem Bahnhofsvorplatz und rund um den Springbrunnen "Pusteblume" abmontiert. "Wir hätten uns das anders gewünscht, doch leider haben sich auf den Bänken immer wieder Personengruppen eingefunden, die die Abstandsregeln nicht einhalten", wird Stadtrat Michael Stanke (CDU) in der Meldung zitiert. Damit zukünftig nicht die Umrandung des Brunnens als Sitzgelegenheit genutzt wird, soll dort bald noch ein Zaun aufgestellt werden. "Das ist keine Schikane, sondern dient dem Schutz der Allgemeinheit", so Stanke.

+++ Lorz: Kaum Zwischenfälle bei schriftlichen Abi-Prüfungen +++

14.33 Uhr: Nachdem die schriftlichen Abiturprüfungen am Donnerstag zu Ende gegangen sind, hat Kultusminister Alexander Lorz (CDU) mit Hinblick auf die besondere Situation durch die Corona-Krise ein positives Fazit gezogen: "In einer gemeinsamen Kraftanstrengung ist es uns gelungen, das Landesabitur ohne nennenswerte Zwischenfälle durchzuführen. Dafür danke ich unseren Schulen und allen Abiturientinnen und Abiturienten herzlich."

An den elf Prüfungstagen sind laut Kultusministerium insgesamt 70.000 schriftliche Prüfungen abgelegt worden. Die Teilnahmequote sei mit rund 96 Prozent etwas niedriger gewesen als üblich. Grund dafür sei, dass einige Schüler sich in Quarantäne befunden hätten oder wegen leichter Symptome nach Hause geschickt worden waren.

Lorz kritisierte, dass es zwischen den Schülern vereinzelt Umarmungen gegeben habe: "So nachvollziehbar und menschlich diese Geste auch ist, bedeutet sie doch ein unnötiges Risiko für die Prüflinge und ihre Angehörigen." Er appellierte an alle Nachschreiber, bei ihren Prüfungen darauf zu verzichten. "Damit zeigt Ihr, dass Ihr das Abitur nicht nur verdient, weil Ihr clever seid, sondern auch, weil Ihr über die nötige Reife verfügt."

+++ Hygienearzt verteidigt Kontaktsperren +++

14.23 Uhr: Der Kasseler Hygienearzt Markus Schimmelpfennig hat noch einmal an alle Bürger appelliert, sich an die von der Landesregierung beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus zu halten. Die umfangreichen Kontaktsperren und Schließungen vieler Geschäfte seien dringend notwendig, sagte Schimmelpfennig am  Donnerstag bei hr4. "Wir brauchen einen langen Atem, die gesetzlichen Auflagen sind sinnvoll." Man müsse sich zwar Gedanken über die wirtschaftlichen Folgen machen. "Wir können aber kein Menschenleben in Gefahr bringen, nur damit die Aktienkurse stimmen."

+++ 3.882 Infizierte, 33 Todesfälle +++

14.06 Uhr: Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Hessen ist auf 3.882 gestiegen. Das teilte das Sozialministerium am Donnerstagmittag mit. Damit sind seit dem Vortag 300 Infizierte hinzugekommen. Die mit Abstand meisten Fälle werden aus Frankfurt gemeldet (484), gefolgt von den Landkreisen Groß-Gerau (216), Darmstadt-Dieburg (207) und Offenbach (204).

Die Zahl der bestätigten Infektionen steigt in #Hessen heute um 8% auf 3.882. Die sog. "Verdopplungsgeschwindigkeit" bleibt mit 8,6 in etwa stabil. #coronavirus

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Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion ist laut der Mitteilung auf 31 gestiegen, am Mittwoch meldete das Ministerium noch 26 Todesfälle. In der Auflistung weiterhin nicht aufgeführt ist ein Toter aus dem Landkreis Limburg-Weilburg und ein zweiter Todesfall in Hanau (Main-Kinzig).

+++ Weshalb Corona die Wettervorhersage beeinflusst +++

14.00 Uhr: Wegen der Corona-Krise sind momentan deutlich weniger Flugzeuge am Himmel. Das hat nicht nur Folgen für Airlines und Flughafenbetreiber, sondern auch für die Wetterdienste. Denn normalerweise sammeln Passagierflugzeuge während des Flugs auch Wetterdaten - etwa zu Temperatur, Windgeschwindigkeit oder Luftfeuchtigkeit. Für Wetterprognosen sind diese Daten laut dem europäischen Zentrum für mittelfristige Vorhersagen (ECMWF) sogar die wichtigste Informationsquelle nach den Satellitendaten. Durch den weggebrochenen Flugverkehr gebe es eine Verschlechterung der Datenlage, beobachtet hr-Wetterexperte Tim Staeger. Damit werde die Prognose ungenauer.

+++ Marburger Tafel startet Notbetrieb +++

13.53 Uhr: Die Marburger Tafel hat an diesem Donnerstag ihren Notbetrieb aufgenommen. "Wir sind soweit!", teilte die Einrichtung auf Facebook mit. Helfer verteilen aus einem Zelt auf dem Gelände des Landratsamtes in Marburg Tüten mit Lebensmitteln. Um Ehrenamtliche und Kunden zu schützen, hatte die Tafel ab dem 13. März geschlossen. "Seit diesem Tag erhalten wir täglich Unterstützungsbekundungen aus der Bevölkerung, inzwischen an die 200 Menschen, vor allem jüngere, die uns helfen wollen", schreibt die Vorsitzende Rita Vaupel auf der Internetseite der Tafel.

Man habe alle Kunden schriftlich über den Notbetrieb informiert. Anfangs solle jeder Haushalt mindestens eine Tüte mit Lebensmitteln erhalten. Die Tafel befürchte, dass die Zahl der Bedürftigen in der jetzigen Krisenzeit ansteigen werde. Deshalb kaufe man zusätzlich Lebensmittel und stelle sich darauf ein, auch Bedürftige, die keine Kunden sind, zu unterstützen. Der Verein rechnet mit mehreren Zehntausend Euro an Extrakosten für den Notbetrieb.

Marburger Tafel Corona

+++ Homeoffice im Hotel +++ 

13.30 Uhr: Hotelbesitzer kommen in der Corona-Krise auf kreative Ideen: Da touristische Übernachtungen derzeit verboten sind, bieten Hotelbetreiber in Hessen - wie die Frankfurter Achat Hotelgruppe, die Tripp Inn Hotels oder die BWH Hotel Group Central Europe - ihre Zimmer inzwischen für unbeschwertes Homeoffice an. "Mangelnder Platz, schlechte Internetverbindungen oder auch herumtobende Kinder können ein konzentriertes und effektives Arbeiten erschweren", schreibt etwa die BWH Hotel Group in Eschborn. Für ihre Hotels werben die Hoteliers mit "großzügigen Schreibtischen, komfortablen Sitzmöglichkeiten und einer schnellen Internetverbindung". Andere Hotels locken dafür mit Laser-Druckern, Frühstück oder Lunch auf dem Zimmer und einem Feierabend-Bier.

+++ Frankfurter Flughafen schließt Terminal 2 +++

13.24 Uhr: Wegen ausbleibender Fluggäste in der Corona-Krise schließt der Frankfurter Flughafen einen seiner beiden Passagier-Terminals. Das Terminal 2 bleibe ab dem kommenden Dienstag samt Parkhaus vorläufig geschlossen, teilte die Betreibergesellschaft Fraport am Donnerstag mit. Die Abfertigung werde dann im Terminal 1 im Bereich B konzentriert. Fraport begründete die Sperrung mit der immer weiter sinkenden Nachfrage. "Mit dem absehbaren Auslaufen der Rückholflüge wird das Aufkommen am Standort bei einem Minus von etwa 95 Prozent liegen", sagte ein Sprecher.

+++ Stadt Frankfurt sagt Wäldchestag ab +++

13.11 Uhr: Die Stadt Frankfurt hat aufgrund der Corona-Pandemie den diesjährigen Wäldchestag abgesagt. Wie die Stadt am Donnerstag mitteilte, geschehe das, um die Schausteller und Besucher zu schützen. Das Volksfest im Frankfurter Stadtwald sollte eigentlich vom 30. Mai bis 2. Juni stattfinden.

+++ Corona-Update zum Hören +++

12.55 Uhr: Dreimal täglich liefert der Hessische Rundfunk einen Überblick über die aktuelle Coronavirus-Situation in Hessen zum Hören. Neben dem aktuellen Informationsstand liefert das Audio auch Antworten auf die wichtigsten Fragen unserer Nutzerinnen und Nutzer zum Thema Coronavirus.

Audiobeitrag

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Coronavirus
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+++ Frankfurter Studenten entwerfen Schutzmaske +++

12.50 Uhr: Studenten der Frankfurt University of Applied Sciences haben mit Hilfe einiger hessischer Unternehmen eine neuartige Corona-Schutzmaske entwickelt. Das Visier für Augen und Gesicht wird im Spritzgussverfahren hergestellt und ist damit wiederverwendbar und schnell reproduzierbar. Wie die Universität am Donnerstag mitteilte, sollen die Masken Menschen zur Verfügung gestellt werden, die in ihrem Job unweigerlich mit anderen in Kontakt kommen. "Ich bin begeistert von der Innovationskraft unserer Studierenden", kommentierte Präsident Frank Dievernich. Die Hochschule unterstützt das Projekt mit 15.000 Euro.

+++ Plattform "Hessen Helfen!" ist gestartet +++

12.37 Uhr: Manche brauchen in der Corona-Krise dringend Hilfe, andere wollen gern unterstützen: Um diese Menschen zusammenbringen, ist jetzt die Plattform "Hessen helfen!" gestartet. Auf der Internetseite können konkrete Hilfegesuche eingestellt werden, wie zum Beispiel "Ein Bauer bei Limburg benötigt Erntehelfer" oder "In Bensheim wird eine Einkaufshilfe benötigt".

Die Radiosender hr3 und YOU FM, die hessenschau, die HNA und VRN sind Medienpartner der Initiative des Landes. "In einer Zeit, in der wir die persönlichen Kontakte so weit wie möglich einschränken müssen, gilt es, das Miteinander umso mehr zu stärken und ein Zeichen für Menschlichkeit zu setzen", sagte Manfred Krupp, Intendant des Hessischen Rundfunks. "Viele Menschen in Hessen stehen zusammen, zeigen ihr großes Herz und wollen helfen. Wir wollen gemeinsam in Zusammenarbeit mit dem Land Hessen ein Zeichen für Menschlichkeit setzen."

+++ Polizei erinnert: Abifeiern müssen ausfallen +++

12.26 Uhr: Am Donnerstag schreiben die Abiturienten ihre letzte Prüfung, normalerweise wird danach ausgiebig gefeiert. Wegen der Corona-Auflagen müssen die öffentlichen Feiern in diesem Jahr aber ausfallen. Darauf hat die Polizei noch einmal bei Twitter hingewiesen. Auch der Oberbürgermeister von Wiesbaden, Gert-Uwe Mende (SPD), sagte am Mittwoch, es sei zwar schade, dass der Abschluss der Abiturprüfungen nicht gebührend gefeiert werden könne. Doch er bitte eindringlich, auf Feiern und Treffen zu verzichten. Damit sich auch wirklich alle Abiturienten an die Anordnung halten, wird die Polizei am Nachmittag Kontrollen durchführen.

Abiturjahrgang 2020 - es ist fast geschafft‼️🎊 Zur Erinnerung: ❌ Die öffentlichen Feiern danach sind Tradition, aber derzeit nicht erlaubt. Verzichtet auf die #Abiparty – gebt #Corona keine Chance. // #FlattenTheCurve #StayAtHome

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+++ Fluglotsen erwarten langsamen Anstieg des Luftverkehrs nach Corona +++

12.15 Uhr: Die Deutsche Flugsicherung in Langen (Offenbach) erwartet, dass der Luftverkehr über Deutschland nach der Corona-Krise nur langsam ansteigt. In diesem Jahr würden nach einem am Donnerstag vorgestellten Szenario im monatlichen Vergleich keine 80 Prozent des Vorjahresniveaus mehr erreicht. Derzeit kontrollieren die Lotsen wegen der zahlreichen Flug- und Einreisebeschränkungen nur rund 15 Prozent der üblichen Verkehrsmengen.

+++ Sauna schützt nur bedingt vor Corona +++

12.05 Uhr: Der Kasseler Hygienearzt Markus Schimmelpfennig empfiehlt auch in Zeiten von Corona den Gang in die Sauna – allerdings mit zwei entscheidenden Einschränkungen: Entweder alleine oder mit zwei Metern Abstand zum Nebenmann. "Es stimmt zwar, dass das Virus bei Temperaturen über 60 Grad abstirbt. Wenn sie sich gegenseitig anniesen oder anhusten, können Sie sich aber trotzdem anstecken", warnte Schimmelpfennig am Donnerstag im Gespräch mit hr4. Zur Stärkung des Immunsystems sei Saunieren sowieso immer zu empfehlen, die Zauberformel für Gesundheit lautet laut Schimmelpfennig aber wie folgt: ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf und eine gute Balance zwischen Ent- und Belastung.

+++ Polizei: Picknicks und Sonnen im Park verboten +++

11.55 Uhr: Angesichts der guten Wetteraussichten für das Wochenende appelliert die Polizei an alle Hessen, sich an die geltenden Corona-Auflagen zu halten. Es sei beispielsweise verboten, sich für längere Zeit in Parks niederzulassen, etwa für ein Picknick oder zum Sonnen. Spaziergänge mit der Familie, Radfahren oder Joggen sind dagegen weiterhin erlaubt. "Die Polizei und die Mitarbeiter der Ordnungsämter werden am Wochenende verstärkt auf die Einhaltung der Regeln achten und konsequent auf Verstöße reagieren", mahnte etwa das Polizeipräsidium Nordhessen. Man stehe zudem in engem Austausch mit den Kommunen, um beispielsweise Parkplätze beliebter Ausflugsziele zu sperren.

Zwei Teenie-Mädchen sitzen auf einer Parkbank neben einem abgesperrten Spielplatz nahe beieinander in der Sonne.

+++ Arbeitsrechtsexperte im Interview +++

11.48 Uhr: Ein geringeres Einkommen während der Kurzarbeit kann beim Abzahlen von Darlehen zum Problem werden. Doch eine zum 1. April in Kraft getretene Gesetzesänderung verschafft Kreditnehmern einen Aufschub, wie Peter Wedde von der Frankfurt University of Applied Sciences in hr-iNFO erklärte. Tilgung und Zins könnten für drei Monate bis Ende Juni ausgesetzt werden. "Das heißt, es wird einem nicht etwa geschenkt, sondern das Darlehen wird im Prinzip weiter verlängert." Damit sei relativ vielen Menschen geholfen, erwartet Wedde. Im Interview erklärt er außerdem, ob die Kurzarbeit sich auf die Unterhaltspflicht auswirkt und welche Bedingungen bei Soforthilfe-Anträgen gelten.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Arbeitsrechtsexperte Peter Wedde im hr-iNFO-Interview

Personen halten ein Sparschwein in der Hand
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+++ Frankfurt reagiert auf Drogenhilfe-Kritik +++

11.32 Uhr: Nach dem öffentlichen Hilfeschrei der Drogenhilfe-Mitarbeiter hat die Stadt Frankfurt reagiert und umfassende Hygiene- und Schutzmaßnahmen eingeleitet. Laut einer Mitteilung vom Mittwoch wurden Gesichtsmasken und Desinfektionsmittel an Einrichtungen im Bahnhofsviertel verteilt sowie Plexiglas-Scheiben eingesetzt. Zudem werde nach einer Unterkunft für drogenabhängige Corona-Patienten gesucht, versicherte Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne). Mitarbeiter der Drogenhilfe hatten am Montag in einem offenen Brief "unhaltbare Zustände" beklagt und Hilfe eingefordert.

+++ Linke fordert Aufstockung des Kurzarbeitergelds +++

11.12 Uhr: Die Linke in Hessen fordert Arbeitgeber auf, das Kurzarbeitergeld für alle Beschäftigten auf 90 Prozent des Nettogehalts aufzustocken. "Es ist völlig inakzeptabel, dass die Arbeitgeber neben Staatsgarantien in Milliardenhöhe nun auch noch einseitig von den Sozialbeiträgen beim Kurzarbeitergeld entlastet werden", sagte Petra Heimer, Landesvorsitzende der Partei. Für viele Beschäftigte sei das Kurzarbeitergeld "existenzbedrohend niedrig". Vorbild könnte laut Heimer die Einigung für den öffentlichen Dienst sein: Die kommunalen Arbeitgeber und die Gewerkschaft Verdi hatten am Mittwoch beschlossen, das Kurzarbeitergeld für ihre Angestellten auf 90 bis 95 Prozent des Nettolohns aufzustocken. Grundsätzlich erhalten Arbeitnehmer 60 Prozent (mit Kindern 67 Prozent) des ausgefallenen Nettolohns, wenn ihr Unternehmen Kurzarbeit beantragt.

+++ Corona-Krise wird zum Beziehungstest +++

11.01 Uhr: Die Intensivierung der Zweisamkeit, die Corona mit sich bringt, stellt viele Paare vor einen Beziehungstest, so die Kasseler Psychologie-Professorin Heidi Möller. Durch die ungewöhnlich viele Zeit, die viele Menschen nun miteinander verbringen, komme es mehr denn je darauf an, auch die Macken und Fehler des Partners oder der Partnerin zu akzeptieren. "Wir nenne das Ambiguitäts-Toleranz", sagte Möller am Donnerstag im Corona-Update des hr. Übersetzt heißt das: "Ich liebe dich trotz deiner Schweißfüße oder trotz des Schnarchens." Für all diejenigen, die damit nicht klar kommen, gibt es laut Möller nur eine Schlussfolgerung: "Dann ist das das Ende einer Täuschung."

+++ Virologe: Corona nicht mit Grippe vergleichen +++

10.40 Uhr: Der Gießener Virologe John Ziebuhr hat am Donnerstag noch einmal unterstrichen, dass man die "normale" Grippewelle nicht mit dem Coronavirus vergleichen darf. Zwar fordere auch die Influenza viele Todesopfer, die Verbreitungsgefahr sei aber deutlich geringer. "Viele haben zumindest eine partiell helfende Immunität, die den Verlauf mildert", sagte Ziebuhr im Corona-Update des hr.

Bei Corona ist das hingegen ganz anders: Da das Virus bislang völlig unbekannt war, kann es sich sehr schnell und auf alle Menschen verbreiten. "Die Gefahr ist, dass das Virus auf eine Bevölkerung trifft, die noch gar keine Immunität hat." Ohne die eindämmenden Maßnahmen müsse man damit rechnen, dass sich über kurz oder lang jeder mit dem Virus infiziere, so Ziebuhr.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Corona-Update am 2. April, 9 Uhr

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+++ Wie Corona langfristig den Flugverkehr verändern könnte +++

10.11 Uhr: Weltweit ist der Flugverkehr inzwischen fast zum Erliegen gekommen. Lufthansa, die größte europäische Fluggesellschaft, führt derzeit nur rund fünf Prozent ihrer geplanten Flüge durch. Die Frankfurter Luftfahrtexpertin Yvonne Ziegler erwartet, dass die Branche nach der Corona-Krise zu alter Stärke zurückfindet. Warum das gut für Kunden und schlecht für die Umwelt und so manche Fluggesellschaft sein dürfte, erklärt sie im Interview.

+++ Main-Taunus-Kreis richtet zentrale Corona-Praxis ein +++

9.48 Uhr: Im Main-Taunus-Kreis können sich Menschen mit Covid-19-Symptomen bald an eine zentrale Corona-Beratungsstelle wenden. Nach Angaben der Kreisverwaltung soll dort eine ambulante Schwerpunktpraxis für Verdachtsfälle eingerichtet werden. Ziel der Praxis sei es, dass Patienten Hausärzte meiden und somit die Ansteckungsgefahr reduzieren. Details zum Standort der neuen Corona-Praxis hat der Kreis noch nicht mitgeteilt.

+++ Ministerin: Auch Landwirte können Soforthilfe beantragen +++

9.15 Uhr: Die Soforthilfen des Landes Hessen für Betriebe, die wegen der Corona-Krise in Finanznot geraten sind, stehen auch Unternehmen der Land- und Forstwirtschaft zu. Darauf wies Landwirtschaftsministerin Priska Hinz (Grüne) am Donnerstag in Wiesbaden hin. "Dass die Saisonarbeitskräfte zurzeit nicht kommen können, ist eine zusätzliche Härte für die Bäuerinnen und Bauern", erklärte sie. "Es drohen Ernteausfälle und damit Einkommenseinbußen für die Landwirtschaftsbetriebe, die sich vor allem auf den Obst- und Gemüseanbau spezialisiert haben."

Auch die Forstwirtschaft stehe wegen der großen Waldschäden, mangelnden Saisonarbeitskräften und einem eingebrochenen Exportmarkt vor großen Herausforderungen. Nach einem ersten Ansturm auf die Online-Plattform zur Antragstellung beim Regierungspräsidium Kassel habe sich die Lage inzwischen deutlich entspannt. "Wir sind zuversichtlich, dass alle Anträge zügig bearbeitet werden und dass das Geld schnell bei den Land- und Forstwirtschaftsbetrieben ankommt", teilte Hinz mit.

+++ Schriftliche Abiturprüfungen enden +++

9.04 Uhr: Am Donnerstag enden die schriftlichen Abiturprüfungen, zum Abschluss stehen Arbeiten in den Leistungs- und Grundkursen in Biologie auf dem Plan. Kultusminister Alexander Lorz (CDU) will danach eine erste Zwischenbilanz über den Ablauf der Prüfungen ziehen. Wegen der Corona-Krise war es umstritten, ob sie wie geplant stattfinden sollen. Mit Blick auf die anstehenden mündlichen Prüfungen zeigte sich Lorz am Mitwoch gegenüber dem hr noch optimistisch, dass diese ohne Einschränkungen stattfinden können. Er fügte aber hinzu: "Das hängt letztlich von der Infektionslage ab."

+++ Krise trifft Schausteller hart +++

8.48 Uhr: Eigentlich sollte am heutigen Donnerstag die Jubiläumsausgabe der 675. Dippemess beginnen. Doch das Volksfest in Frankfurt ist gestrichen, wie so viele andere in ganz Hessen. "Dieser Stillstand geht vielen an die Substanz", sagt Christine Beutler-Lotz, die seit Jahrzehnten als Schaustellerseelsorgerin im Einsatz ist. "Schausteller sind es gewohnt, in Freiheit zu leben." Was ihnen fehle sei das Unterwegssein an der frischen Luft und das Reisen von Ort zu Ort.

Hinzu kommen finanzielle Sorgen. "Die Lage ist sehr prekär", zumal die meisten ihr letztes Geld auf den Weihnachtsmärkten im Dezember verdient hätten. Im Winter seien viele Investitionen getätigt oder Fahrgeschäfte gewartet worden. Nun fehlten die nötigen Einkünfte. "Erste Einkäufe für die Buden wurden gemacht. Jetzt sitzen sie auf ihren Teddys, aber die kann man nicht essen." Die Pfarrerin sagt aber auch: "Die Schausteller lassen sich nicht unterkriegen."

Fahrgeschäfte auf der Dippemess Frankfurt

+++ Corona-Krise behindert Kampf gegen Borkenkäfer +++

8.32 Uhr: Dürre, Hitze, Stürme und vor allem Schädlinge haben Hessens Wäldern in den vergangenen Jahren extrem zugesetzt. Trotz der Corona-Krise läuft die Aufforstung, drei Millionen Pflanzen sollen in diesem Jahr laut Hessen Forst ausgesetzt werden. Der Kampf gegen den Borkenkäfer leidet allerdings unter der Krise, erklärte eine Sprecherin: "Unseren Unternehmern fehlen die Arbeitskräfte, analog zur Landwirtschaft, und der Holzmarkt stagniert, auch weil der Absatz nach Fernost eingebrochen ist."

Totes Holz bietet den Käfern idealen Lebensraum. Nun soll zumindest das Holz entfernt werden, von dem eine Gefahr für den Wald ausgeht. Die Zeit drängt: Sobald die Temperaturen wieder über die 15-Grad-Marke klettern, rechne man mit hoher Borkenkäfer-Aktivität, sagte die Sprecherin.

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Hygiene schützt

Am besten schützen Sie sich vor einer Corona-Infektion, indem Sie

  • Hände regelmäßig und gründlich waschen (20 Sekunden mit Seife),
  • anderen bei der Begrüßung nicht die Hand geben,
  • Abstand halten beim Husten und in die Armbeuge niesen,
  • in beheizten Räumen oft stoßlüften.
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Im Verdachtsfall anrufen

Das hessische Sozialministerium hat eine landesweite Hotline für Fragen rund um das Coronavirus geschaltet. Sie ist täglich von 8 bis 20 Uhr erreichbar: 0800/5554666.

Sollten Sie den Verdacht haben, dass Sie sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, gehen Sie bitte nicht in die Praxis Ihres Hausarztes, sondern rufen Sie dort vorher an. So vermeiden Sie, möglicherweise andere Patienten im Wartezimmer anzustecken.

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