In unserem Ticker informieren wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Hessen. Unser Ticker von Samstag, 4. Juli, und Sonntag, 5. Juli, zum Nachlesen.

Coronavirus in Hessen: Aktuelle Meldungen im Ticker

Die wichtigsten Meldungen von Samstag, 4. Juli und Sonntag, 5. Juli:

MELDUNGEN VON SONNTAG, 5. JULI

+++ Corona in Deutschland und der Welt +++

14.42 Uhr: Während wir über die Corona-Pandemie und ihre Folgen in Hessen berichtet, haben die Kollegen von tagesschau.de die Entwicklung in Deutschland und der ganzen Welt im Blick. Heute lesen Sie dort unter anderem:

  • Diskussion um Maskenpflicht in Geschäften: Mecklenburg-Vorpommern will Anfang August die Vorschrift aufheben. Auch andere Bundesländer können sich vorstellen, dass man aufgrund der aktuell niedrigen Infektionszahlen im Handel bald keinen Mund-Nase-Schutz mehr tragen muss.
  • Seehofer für Massentests: Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hält Corona-Tests für alle Bundesbürger, ob mit oder ohne Symptome, für geboten. Sein Parteifreund, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, hat dies bereits für den Freistaat angekündigt. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält wenig von der Idee.
  • Corona in österreichischen Fleischbetrieben: Ähnlich wie in deutschen Fleischfabriken sind nun in drei Großbetrieben in Österreich Beschäftigte positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der zuständige Krisenstab berichtet am Sonntag von zwölf Fällen.
  • Verhaltene Feiern zum Unabhängigkeitstag: Die Infektionszahlen in den USA schnellen wieder in die Höhe. Die Feiern zum Unabhängigkeitstag am Samstag fielen entsprechend leise aus, wie Katharina Wilhelm aus Kalifornien berichtet: keine Picknicks am Strand, keine Straßenparaden, kein Feuerwerk.

+++ Draußen feiern? Ja, aber ... +++

10.40 Uhr: Clubs und Diskotheken haben zu, in Bars wollen viele nicht gehen. Wo also den Sommer genießen? Tausende treffen sich an Wochenenden auf öffentlichen Plätzen. Ans Abstandhalten oder Müllaufräumen vor dem Nachhauseweg denken viele von ihnen aber nicht. Das ruft in Frankfurt inzwischen regelmäßig die Stadtpolizei auf den Plan - warum eigentlich nicht die Landespolizei, fragen manche hessenschau.de-Nutzer und fordern Strafen für die jungen Feierlustigen. Andere äußern Verständnis für deren Bedürfnisse. Alle Nutzerkommentare zu unserem Bericht können Sie hier nachlesen.

+++ Kitas im Pandemie-Regelbetrieb +++

9.27 Uhr: Am Montag, 6. Juli, öffnen die Kinderkrippen und Kindergärten wieder für alle Kinder. Der eingeschränkte Regelbetrieb ist dann passé, Notbetreuung wird es auch nicht mehr geben. Aber ganz normal wird der Regelbetrieb unter Pandemie-Bedingungen in den Kitas auch nicht werden. Die Gewerkschaft Verdi sieht die Öffnung kritisch. Näheres dazu in unserem Bericht.

+++ Städtetag erwartet veränderte Innenstädte +++

8.01 Uhr: Das zunehmende Online-Shopping und die Folgen der Corona-Krise machen dem stationären Einzelhandel zu schaffen - mit möglichen Auswirkungen auf die Städte. "Wir müssen überlegen, wie wir Innenstädte künftig gestalten: als lebenswerte Orte, an denen man sich gerne aufhält", sagt Tanja Pflug vom Hessischen Städtetag: "Der Schwerpunkt wurde über Jahrzehnte zunehmend Richtung Handel verlagert. Doch das ist langsam nicht mehr zeitgemäß."

Pflug erwartet einen Strukturwandel hin zu Ortszentren, die als Arbeits-, Kultur- und Wohnorte dienen, ergänzt um Gastronomie, Grünflächen und Freizeitangebote. Der Handel spiele weiterhin eine wichtige Rolle, doch in einem veränderten Nutzungsmix. "Corona hat die Herausforderungen verschärft", sagt Pflug: "Das kann man aber auch als Chance sehen, um gewisse Dinge jetzt schneller und stärker anzugehen."

+++ 21 Neuinfektionen, ein weiterer Todesfall +++

7.25 Uhr: Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Hessen binnen 24 Stunden um 21 gestiegen. Das meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) mit Stand Sonntag, 0 Uhr. Die Zahl der Todesfälle stieg im Vergleich zum Samstag um eins. Die Gesamtzahl der an oder mit Covid-19 Gestorbenen in Hessen liegt damit bei 512.

Seit Beginn der Corona-Pandemie wurden in Hessen insgesamt 10.939 Ansteckungen gezählt. Davon gelten etwa 10.100 Fälle als genesen.

Bei den regionalen Fallzahlen sind die hessischen Kreise und kreisfreien Städte weiter deutlich von der Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen entfernt. Beim Erreichen dieser Marke drohen wieder Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Den höchsten Wert weist die Stadt Offenbach mit rund 10,9 Fällen auf. Eine Übersicht mit allen Kreisen und kreisfreien Städten finden Sie hier.

MELDUNGEN VOM SAMSTAG, 4. JULI

+++ MKK: Strengere Regeln für Angehörige von Rückkehrern aus Risikogebieten +++

15.35 Uhr: Der Main-Kinzig-Kreis hat strengere Regeln für Menschen beschlossen, die mit Rückkehrern aus Risikogebieten zusammenleben. Wie der Kreis am Freitag mitteilte, könnte die Reise der Eltern für Kinder ein vorübergehendes Betreuungs- oder Schulbesuchsverbot nach sich ziehen. Für Erzieher oder Lehrer, die mit einem Rückkehrer zusammenleben, könnte es zum zeitlich begrenzten Tätigkeitsverbot führen. Erst wenn ein Coronatest beim Reiserückkehrer negativ ausfällt, fallen demnach auch die Einschränkungen für alle anderen weg, so der Kreis.

"Uns geht es darum, die besonders sensiblen Einrichtungen, also Schulen, Kitas, Krankenhäuser und Pflegeheime, stärker zu schützen", begründete Landrat Thorsten Stolz den Schritt. "Wir brauchen einfach die größtmögliche Sicherheit, dass es in diesen Haushalten keinen Coronavirus-Infizierten gibt." Hintergrund der Entscheidung sind laut dem Kreis neue Corona-Fälle, die auf Rückkehrer aus Risikogebieten zurückgingen. Zuletzt musste in Biebergemünd eine komplette Schule geschlossen werden.

+++ Landtag beschließt historisches Corona-Finanzpaket +++

13.40 Uhr: Mit den Stimmen der schwarz-grünen Koalition hat der Landtag am Samstag die Bildung eines Sondervermögens zur Bekämpfung der Corona-Krise beschlossen und dafür zuvor die Schuldenbremse gelockert. Das gibt der Landesregierung um Finanzminister Michael Boddenberg (CDU) freie Hand, in den kommenden dreieinhalb Jahren bis zu zwölf Milliarden Euro an Krediten aufzunehmen und das Geld nach ihren Vorstellungen auszugeben. Die Schulden sollen nach 30 Jahren getilgt sein. Das Ausmaß des Finanzpakets ist historisch einmalig. Hier geht es zum kompletten Artikel.

Sondersitzung Landtag

+++ Corona zwingt "Bratwurst-Walter" am Eintracht-Stadion in die Knie +++

13.10 Uhr: Die von vielen Fans von Eintracht Frankfurt seit den 60er-Jahren geliebte und bei jedem Heimspiel besuchte Imbissbude "Bratwurst-Walter" ist Geschichte. Die Gründe für das Aus der Traditions-Wurstbude, die seit Beginn der Bundesliga Eintracht-Fans mit Gegrilltem und Gezapftem versorgte, liegen auf der Hand. "Geisterspiele und Corona", fasste Besitzer Stefan Schlegel die missliche Lage im Gespräch mit dem hr-sport zusammen. Den ganzen Artikel finden Sie hier.

Bratwurst Walter vorm Stadion von Eintracht Frankfurt

+++ Erste Staats-Milliarde bei Lufthansa eingetroffen +++

12.45 Uhr: Bei der Lufthansa sind erste Finanzmittel aus der deutschen Staatshilfe eingetroffen. Gut eine Woche nach Zustimmung der Hauptversammlung zu dem Corona-Rettungspaket hat der MDax-Konzern die erste Tranche von rund einer Milliarde Euro aus dem KfW-Kredit abgerufen, wie ein Sprecher am Samstag sagte. Der Zeitpunkt zum Abruf der zwei weiteren Milliarden aus dem Kredit der staatlichen Bank stehe noch nicht fest und könne von der Lufthansa bestimmt werden. Auch die besonders umstrittene Kapitalbeteiligung des Bundes von 20 Prozent sei auf dem Weg.

Zuvor hatte Lufthansa-Chef Carsten Spohr in einem Interview der "Neuen Zürcher Zeitung" betont, dass man voraussichtlich das gesamte Volumen der Staatshilfen über insgesamt 9 Milliarden Euro benötige - auch um in neue, umweltfreundlichere Flugzeuge zu investieren.

+++ Rund 2.000 Menschen auf Opernplatz in Frankfurt +++

10.53 Uhr: In Frankfurt haben sich am gestrigen Freitagabend laut Polizei etwa 2.000 Menschen versammelt. Die Stadtpolizei sei im Einsatz gewesen, besondere Vorkomnisse habe es nicht gegeben. Ein Sprecher des Ordnungsamts hatte zuvor Kontrollen angekündigt - etwa darauf, ob Abstands- und Abfallregeln eingehalten würden. Die Stadt hatte wegen eines deutlich erhöhten Müllaufkommens und Ignoranz gegenüber der Polizei bei den Partys im Freien Alarm geschlagen.

Freiluftpartys an der Alten Oper in Frankfurt

+++ Corona erschwert Vorbereitungen für Buchmesse +++

8.20 Uhr: In 100 Tagen beginnt die Frankfurter Buchmesse - falls die Corona-Pandemie dem nicht kurzfristig einen Strich durch die Rechnung macht. Viele Fragen sind drei Monate vor dem Termin Mitte Oktober noch offen - etwa was aus dem Ehrengast Kanada wird. Man sei "in Gesprächen", hieß es dazu bei der Buchmesse. Unklar ist auch , wie viele Verlage in den Messehallen ausstellen. Buchmesse-Direktor Juergen Boos rechnete Ende Mai mit rund einem Drittel der Teilnehmer. Aktuelle Zahlen gibt es nicht: Erst Mitte August will die Buchmesse eine erste Bilanz der Anmeldungen ziehen.

Vieles wird nur digital stattfinden, etwa die Events unter der Dachmarke "Bookfest". An den Besuchertagen hält die Buchmesse aber fest. Flankiert wird die Buchmesse wie üblich vom Deutschen Buchpreis am 12. Oktober und vom Friedenspreis am 20. Oktober. Beide Termine stehen nach Angaben des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels nicht in Frage. Beim Friedenspreis in der Paulskirche sind 100 Besucher zugelassen. Der Buchpreis wird ohne Publikum übergeben.

+++ Landtag stimmt über Corona-Sondervermögen ab +++

7.37 Uhr: Im hessischen Landtag sollen an diesem Samstagvormittag die milliardenschweren Corona-Finanzhilfen verabschiedet werden. Die Landesregierung will mit rund zwölf Milliarden Euro bis Ende 2023 die wirtschaftlichen Folgen der Viruspandemie bekämpfen. Dabei geht es etwa um den Ausgleich der dramatischen Steuerausfälle beim Land und bei den Kommunen. Um das kreditfinanzierte Sondervermögen hatte es im Landtag einen erbitterten Streit gegeben. Die Opposition wollte die Coronahilfen lieber in Nachtragshaushalten verankern.

+++ 24 Neuinfektionen, zwei neue Todesfälle +++

7.28 Uhr: Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Hessen binnen 24 Stunden um 24 gestiegen. Das meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) mit Stand Samstag, 0 Uhr. Die Zahl der Todesfälle stieg im Vergleich zum Freitag um zwei. Die Gesamtzahl der an oder mit Covid-19 Gestorbenen in Hessen liegt damit bei 511.

Seit Beginn der Corona-Pandemie wurden in Hessen insgesamt 10.918 Ansteckungen gezählt. Davon gelten etwa 10.100 Fälle als genesen.

Bei den regionalen Fallzahlen sind die hessischen Kreise und kreisfreien Städte weiter deutlich von der Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen entfernt. Beim Erreichen dieser Marke drohen wieder Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Den höchsten Wert weist die Stadt Offenbach mit rund 11,7 Fällen auf. Eine Übersicht mit allen Kreisen und kreisfreien Städten finden Sie hier.

Im Kampf gegen das Coronavirus hat die Landesregierung eine Reihe von Maßnahmen beschlossen. Den aktuellen Stand der Verordnungen finden Sie auf www.corona.hessen.de.

Weitere Informationen

Hygiene schützt

Am besten schützen Sie sich vor einer Corona-Infektion, indem Sie

  • Abstand halten,
  • Hände regelmäßig und gründlich waschen (mind. 20 Sekunden mit Seife),
  • anderen bei der Begrüßung nicht die Hand geben,
  • in die Armbeuge niesen oder husten, wenn kein Taschentuch griffbereit ist,
  • in beheizten Räumen oft stoßlüften.
Ende der weiteren Informationen
Weitere Informationen

Im Verdachtsfall anrufen

Das hessische Sozialministerium hat eine landesweite Hotline für Fragen rund um das Coronavirus geschaltet. Sie ist täglich von 8 bis 20 Uhr erreichbar: 0800/5554666.

Sollten Sie den Verdacht haben, dass Sie sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, gehen Sie bitte nicht in die Praxis Ihres Hausarztes, sondern rufen Sie dort vorher an. So vermeiden Sie, möglicherweise andere Patienten im Wartezimmer anzustecken.

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