In unserem Ticker informieren wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Hessen. Der Ticker von Dienstag, 30. Juni, zum Nachlesen.

Coronavirus in Hessen: Aktuelle Meldungen im Ticker

Die wichtigsten Meldungen von Dienstag, 30. Juni:

+++ Landtagsdebatte zu Corona-Hilfspaket +++

18.20 Uhr: Der Landtag hat am Dienstag über das milliardenschweren Corona-Hilfspaket des Landes debattiert. Finanzminister Michael Boddenberg (CDU) verteidigte den Weg der Landesregierung. Das geplante kreditfinanzierte Sondervermögen soll ein Volumen von zwölf Milliarden Euro haben. Schwarz-Grün begründet das Vorhaben mit längerfristiger Planungssicherheit.

Die Redner der Oppositionsfraktionen wiederholten ihre Kritik am Vorhaben und die Abschaffung der Zweidrittelmehrheit zur Aussetzung der Schuldenbremse. Stattdessen forderten sie Nachtragshaushalte des Landes zur Bekämpfung der Corona-Krise. Bei einer Sondersitzung des Landtags am 4. Juli ist die dritte abschließende Abstimmung vorgesehen.

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zum Video Landtag - Debatte um Schuldenbremse

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+++ GEW hält Regelbetrieb für gefährlich +++

17.02 Uhr: Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat die Wiederaufnahme des Regelbetriebs für alle Schüler und Lehrer nach den Sommerferien kitisiert Die GEW-Landesvorsitzende Birigit Koch sagte der hessenschau: "Solange wir im öffentlichen Raum, in der Straßenbahn oder im Geschäft Masken tragen sollen, halten wir einen Regelbetrieb unter ganz normalen Bedingungen mit vollen Klassen für sehr gefährlich."

Die Bezugnahme von Kultusminister Lorz auf die positiven Rückmeldungen nach der Aufhebung des Abstandsgebots an den Grundschulen seit dem 22. Juni bezeichnet Koch als "unseriös. Wir können frühestens in zehn bis vierzehn Tagen nach Schulende wissen, was los ist." Die GEW hätte sich den Schulstart mit kleinen Lerngruppen gewünscht.

+++ Jura-Prüfungen auch während des Lockdowns +++

15.07 Uhr: Hessen hat nach den Worten von Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) als einziges Bundesland die staatlichen juristischen Prüfungen auch während des Corona-Lockdowns komplett weiter abgenommen. Damit seien mögliche Lücken bei Nachwuchskräften etwa für Richter- oder Staatsanwaltsstellen vermieden worden, sagte sie in Wiesbaden.

Pro Jahr nehme das Land bei etwa 1.000 Absolventen das erste Staatsexamen und bei etwa 1.200 Kandidaten das zweite Staatsexamen ab, erläuterte der Präsident des Justizprüfungsamtes, Helmut Vogt. Von ihrem Sonderrücktrittsrecht wegen Corona hätten nur recht wenige Prüflinge Gebrauch gemacht, sagte er. Die Corona-Krise habe der hessischen Justiz insgesamt zu einem digitalen Schub verholfen, betonte Kühne-Hörmann. Das betreffe beispielsweise Verfahren im Betreuungsrecht, bei der Anhörungen per Videoschalte möglich geworden seien.

+++ Wieder gemeinsamer Schulunterrricht nach Sommerferien +++

12.02 Uhr: Die Schulen in Hessen kehren nach Ende der Sommerferien Mitte August zum gemeinsamen Präsenzunterricht für alle Kinder und Jugendlichen zurück. Das Abstandsgebot wegen der Corona-Pandemie gelte dann nicht mehr im Unterricht, kündigte Kultusminister Alexander Lorz (CDU) am Dienstag in Wiesbaden an. "Wir gehen diesen Schritt aus Überzeugung - wohlwissend, dass es ein Nullrisiko nicht geben kann und dass im Bedarfsfall lokal oder auch flächendeckend erneut Einschränkungen erforderlich werden können", erklärte der Minister. Er berief sich auf medizinische Empfehlungen und die Ergebnisse einer Konzeptgruppe, in der Vertreter von Schülern, Eltern, Lehrern, Ministerium und Schulämtern mitgearbeitet hätten.

+++ Arbeitsamt warnt vor Jobs unterhalb der eigenen Qualifikation +++

11.46 Uhr: Ein Job unterhalb der eigenen beruflichen Qualifikation kann nach Auffassung der Arbeitsagentur Hessen in der Corona-Krise zum Karrierekiller werden. Direktionschef Frank Martin wies am Dienstag darauf hin, dass sich gerade bei steigender Arbeitslosigkeit und wirtschaftlichen Krisen mehr Menschen unfreiwillig für eine unterwertige Beschäftigung entscheiden. Angesichts von Fachkräftemangel und demografischen Veränderungen sollten die Potenziale der Menschen besser genutzt werden.

+++ Zwölf weitere Jugendherbergen öffnen +++

10.56 Uhr: Die hessischen Jugendherbergen öffnen kurz vor Beginn der Sommerferien zwölf weitere Häuser, ab dem 1. Juli sind damit wieder 21 der insgesamt 30 Jugendherbergen für Gäste nutzbar. Laut einer Mitteilung vom Dienstag kann jedoch weiterhin nicht pauschal jeder anreisen, Interessierte müssen sich vorher bei den Einrichtungen melden und registrieren. "Wir müssen einfach tun, was wir können. Aktuell bereiten wir alle Häuser mit unserem Hygienekonzept, einfachen Umbauten, Einbahnstraßen, angepassten Essensausgaben und Mitarbeiterschulungen auf die Wiedereröffnung vor", sagte Hausleitersprecher Lilli Scheffke.

Luftaufnahme der Jugendherberge Hoherodskopf

+++ Hütter freut sich auf Zuschauer im Stadion +++

9.15 Uhr: Den wegen der Corona-Pandemie ohne Zuschauern ausgetragenen Bundesliga-Partien kann Adi Hütter, Trainer von Eintracht Frankfurt, nur wenig abgewinnen - auch wenn die Profis sich nach Meinung des Österreichers schnell an die Umstände gewöhnt haben. "Es waren richtig gute Spiele dabei, das Niveau hat sich gut entwickelt", sagte Hütter im Vereins-Interview. "Auf Dauer machen diese Verhältnisse aber keinen Spaß. Ich freue mich heute schon auf den Tag, wenn wir wieder vor Publikum auflaufen dürfen."

Trainer Adi Hütter feiert mit seiner Mannschaft den Klassenerhalt.

+++ Nächste Runde im Streit um Corona-Hilfspaket +++

8.17 Uhr: Der Streit um das hessische Corona-Hilfspaket geht an diesem Dienstag (14 Uhr) in seine nächste Runde. Dann soll es bei der Plenarsitzung im Landtag in Wiesbaden um die Pläne der Landesregierung gehen, die Regelungen für Ausnahmen von der Schuldenbremse zu lockern. Damit wäre das Land nicht mehr auf Stimmen der Landtagsopposition angewiesen, um sein zwölf Milliarden Euro schweres Corona-Sondervermögen zu verabschieden. Auf der Tagesordnung der Plenardebatte stehen zudem unter anderem auch die Corona-Hilfen für Kommunen.

+++ Lorz stellt Leitlinien für Schulbetrieb nach Ferien vor +++

7.48 Uhr: Wie sollen Hessens Schulen nach den Sommerferien ins neue Schuljahr starten? Kultusminister Alexander Lorz (CDU) wird am Dienstag in Wiesbaden dazu Corona-Leitlinien vorstellen. Das Konzept haben Experten des Ministeriums zusammen mit den Schulleitern aller Schulformen und aus allen Regionen im Land erarbeitet. Mit am Tisch saßen auch Vertreter der Eltern und Schüler. Erklärtes Ziel der Landesregierung ist es, dass möglichst alle Schüler in Hessen wieder an fünf Tagen in der Woche in die Schule gehen können.

+++ 33 Neuinfektionen, zwei weitere Todesfälle +++

7.03 Uhr: Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Hessen binnen 24 Stunden um 33 gestiegen. Das meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) mit Stand Dienstag, 0 Uhr. Es gab zwei weitere Todesfälle, so dass die Gesamtzahl der an oder mit Covid-19 Gestorbenen in Hessen nun bei 508 liegt.

Seit Beginn der Corona-Pandemie wurden in Hessen insgesamt 10.795 Ansteckungen gezählt. Davon gelten etwa 9.900 Fälle als genesen.

Bei den regionalen Fallzahlen sind die hessischen Kreise und kreisfreien Städte weiter deutlich von der Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen entfernt. Beim Erreichen dieser Marke drohen wieder Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Den höchsten Wert weist die Stadt Offenbach mit rund 11,7 Fällen auf. Eine Übersicht mit allen Kreisen und kreisfreien Städten finden Sie hier.

Im Kampf gegen das Coronavirus hat die Landesregierung eine Reihe von Maßnahmen beschlossen. Den aktuellen Stand der Verordnungen finden Sie auf www.corona.hessen.de.

Weitere Informationen

Hygiene schützt

Am besten schützen Sie sich vor einer Corona-Infektion, indem Sie

  • Abstand halten,
  • Hände regelmäßig und gründlich waschen (mind. 20 Sekunden mit Seife),
  • anderen bei der Begrüßung nicht die Hand geben,
  • in die Armbeuge niesen oder husten, wenn kein Taschentuch griffbereit ist,
  • in beheizten Räumen oft stoßlüften.
Ende der weiteren Informationen
Weitere Informationen

Im Verdachtsfall anrufen

Das hessische Sozialministerium hat eine landesweite Hotline für Fragen rund um das Coronavirus geschaltet. Sie ist täglich von 8 bis 20 Uhr erreichbar: 0800/5554666.

Sollten Sie den Verdacht haben, dass Sie sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, gehen Sie bitte nicht in die Praxis Ihres Hausarztes, sondern rufen Sie dort vorher an. So vermeiden Sie, möglicherweise andere Patienten im Wartezimmer anzustecken.

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