In unserem Ticker informieren wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Hessen. Unser Ticker zum Nachlesen vom Montag, 1. Juni 2020.

Coronavirus: Aktuelle Meldungen aus Hessen im Ticker

Die wichtigsten Meldungen:

MELDUNGEN VOM MONTAG, 1. JUNI

+++ Land nimmt Anträge auf Verdienstausfall entgegen +++

16.38 Uhr: Das Land Hessen kommt seiner gesetzlichen Pflicht nach und erstattet Menschen den Verdienstausfall, den sie während einer Corona-Quarantäne hatten. Entsprechenden Anträge könnten "jetzt gestellt werden", sagte Sozialminister Kai Klose (Grüne) laut einer Mitteilung seines Ministeriums vom Montag.

Das Infektionsschutzgesetz verpflichtet Arbeitgeber, ihren Beschäftigten das Gehalt weiterzuzahlen, wenn diese wegen einer Quarantäne-Anordnung oder der Schließung von Schulen und Kitas nicht arbeiten konnten. Dieses Geld wird den Arbeitgebern dann vom Land ersetzt, Selbstständige erhalten eine Direktzahlung. Die Anträge können den Angaben zufolge über die Internetplattform ifsg-online.de gestellt werden.

+++ Lufthansa-Aufsichtsrat stimmt Rettungspaket zu +++

16.32 Uhr: Der Aufsichtsrat der schwer angeschlagenen Lufthansa akzeptiert die von der EU-Kommission gestellten Auflagen für ein staatliches Rettungspaket. Das teilte die Fluggesellschaft am Montag nach einer Sitzung des Gremiums mit. Lufthansa muss Start- und Landerechte in Frankfurt und München abgeben. Die Hauptversammlung muss noch zustimmen.

+++ 900 Millionen Euro Soforthilfe an Betriebe ausgezahlt +++

13.05 Uhr: Im Rahmen des Corona-Soforthilfeprogramms sind in den vergangenen zwei Monaten rund 905 Millionen Euro an hessische Betriebe ausgezahlt worden. Das teilte das Wirtschaftsministerium am Montag mit. Rund 99.300 Unternehmer hätten demnach die Unterstützung erhalten. Etwa 134.500 Selbstständige und Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten hätten seit dem Start des Soforthilfe-Programms am 30. März einen Antrag gestellt. 116.000 Anträge seien bereits abschließend bearbeitet worden. Das Programm lief zum 31. Mai 2020 ab.

+++ Familienforscherin: Kita-Rückkehr für manche Kinder wie Neubeginn +++

11.40 Uhr: Vom "erweiterten Notbetrieb" fahren die hessischen Kitas ab Dienstag hoch auf "eingeschränkten Regelbetrieb". Für viele Kinder bedeutet das, dass sie nach Wochen der Corona-Zwangspause wieder zurück in ihre Kita gehen können, ihre Freunde und Erzieher wiedersehen. Wie haben Kinder und Eltern die wochenlangen Kita-Schließungen erlebt? Und wie kann ein Neustart gelingen? Welche Herausforderungen kommen auf Träger und Pädagogen zu? hessenschau.de hat darüber mit Familienforscherin Sabine Andresen gesprochen. Hier geht es zum Interview mit der Expertin.

+++ Verdi fordert hessischen Kita-Gipfel +++

10.53 Uhr: Der weiteren Öffnung der hessischen Kitas ab 2. Juni sieht die Gewerkschaft Verdi Hessen "mit gemischten Gefühlen entgegen". Eine echte Öffnung sei der sogenannte erweiterte Regelbetrieb nicht. "Wir sehen darin eher einen Notbetrieb mit neuen Kriterien", sagte Gewerkschaftssekretärin Kristin Ideler am Montag laut einer Mitteilung. Verdi befürchtet zudem, dass viele Träger, "angesichts der berechtigten Erwartungen der Eltern, dass ihre Kinder baldmöglichst wieder betreut werden, Maßnahmen zum Beschäftigten- und Infektionsschutz nachrangig behandeln." Weitere Schutzmaßgabenwie etwa eine entsprechende Gruppen- oder Raumgröße als begrenzenden Richtwert gebe es nicht.

Die Gewerkschaft fordert einen hessischen Kita-Gipfel, um die Weichen für die Kinderbetreuung auch nach Corona zu stellen: "Es müssen mehr Fachkräfte in die Einrichtungen und das Kita-System braucht mehr Geld", fordert Ideler.

+++ Kaum Corona-Verstöße am Pfingstwochenende +++

09.58 Uhr: Trotz Sonnenscheins und frühsommerlicher Temperaturen haben sich die Menschen in Hessen am Pfingstwochenende weitgehend an die geltenden Abstandsregelungen gehalten. Wie eine Sprecherin des Lagezentrums der Polizei am Montag in Wiesbaden sagte, seien "keine gravierenden Verstöße" gegen die Corona-Verordnungen registriert worden. In Frankfurt ermahnte die Polizei nach eigenen Angaben Menschen, die sich zu dicht auf den zentralen Plätzen aufhielten. Zwischenfälle gab es jedoch keine. "Bei dem Wetter zieht es die Leute einfach auf die Straße", sagte ein Sprecher.

+++ Umfrage: Jeder Zweite würde sich impfen lassen +++

09.50 Uhr: Jeder Zweite in Deutschland würde sich gegen das Corona-Virus impfen lassen, wenn es einen Impfstoff gäbe. Jeder Vierte würde dies vielleicht tun, wie aus der repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur hervorgeht. Jeder Fünfte der 2.056 Befragten lehnt eine Impfung ab. Männer würden sich eher impfen lassen als Frauen.

In der Frage nach einer Impfpflicht gegen das Coronavirus waren die Befragten gespalten: Während 44 Prozent dafür plädierten, sind 40 Prozent gegen ein Impflicht.

Eine klare Mehrheit sprach sich indes für die Maskenpflicht aus. So sagten 49 Prozent, die Vorgabe solle in der jetzigen Form beibehalten werden. 19 Prozent der Teilnehmer plädierten für eine Abschaffung.

+++ 14 Neuinfektionen, drei weitere Tote +++

07.31 Uhr: Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen mit Covid-19 ist in Hessen im Vergleich zum Vortag um 14 Fälle angestiegen. Das meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) mit Stand Montag, 0 Uhr. Es gab im selben Zeitraum drei weitere Todesfälle, so dass die Gesamtzahl der an oder mit Covid-19 Gestorbenen in Hessen auf 480 stieg. Seit Beginn der Corona-Pandemie wurden in Hessen insgesamt 10.047 Ansteckungen gezählt. Davon gelten rund 8.941 (rund 89 Prozent) als genesen.

Bei den regionalen Fallzahlen sind die hessischen Kreise und kreisfreien Städte weiterhin deutlich von der Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen entfernt. Beim Erreichen dieser Marke drohen wieder Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Der höchste Wert liegt nach RKI-Angaben von Montag bei 14,9 Fällen im Kreis Hersfeld-Rotenburg. Eine Übersicht mit allen Kreisen und kreisfreien Städten finden Sie hier.

Im Kampf gegen das Coronavirus hat die Landesregierung eine Reihe von Maßnahmen beschlossen. Den aktuellen Stand der Verordnungen finden Sie auf www.corona.hessen.de.

Weitere Informationen

Hygiene schützt

Am besten schützen Sie sich vor einer Corona-Infektion, indem Sie

  • Abstand halten,
  • Hände regelmäßig und gründlich waschen (mind. 20 Sekunden mit Seife),
  • anderen bei der Begrüßung nicht die Hand geben,
  • beim Husten und in die Armbeuge niesen,
  • in beheizten Räumen oft stoßlüften.
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Weitere Informationen

Im Verdachtsfall anrufen

Das hessische Sozialministerium hat eine landesweite Hotline für Fragen rund um das Coronavirus geschaltet. Sie ist täglich von 8 bis 20 Uhr erreichbar: 0800/5554666.

Sollten Sie den Verdacht haben, dass Sie sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, gehen Sie bitte nicht in die Praxis Ihres Hausarztes, sondern rufen Sie dort vorher an. So vermeiden Sie, möglicherweise andere Patienten im Wartezimmer anzustecken.

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