In unserem Ticker informieren wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Hessen. Unser Ticker zum Nachlesen vom Samstag, 6. Juni, und Sonntag, 7. Juni 2020.

Coronavirus: Aktuelle Meldungen aus Hessen im Ticker

Die wichtigsten Meldungen:

MELDUNGEN VOM SONNTAG, 7. JUNI

+++ Wohl bald Maskenpflicht am Flughafen +++

17.24 Uhr: An den deutschen Flughäfen könnte es nach Spiegel-Informationen bald einheitlich zu einer Maskenpflicht kommen. Bisher wird es offenbar noch etwas unterschiedlich gehandhabt. In den Terminal- und Abfertigungsgebäuden der größeren Flughäfen wie Stuttgart, München, Düsseldorf oder Berlin gibt es bereits eine Maskenpflicht. Beim Flughafen Frankfurt heißt es auf der Homepage, die seit dem 27. April hessenweit geltende Maskenpflicht in Fahrzeugen des öffentlichen Personennahverkehrs und den Publikumsbereichen von Geschäften, Bank- und Postfilialen "gilt auch für den Bus-Shuttle und die SkyLine, sowie Shops am Flughafen". Mit den Lockerungen im Reiseverkehr zumindest in Europa stellt sich also ohnehin die Frage, ob diese Maskenpflicht nicht für alle Flughäfen gelten sollte, so wie in anderen öffentlichen Verkehrsmitteln auch.

+++ Abi-Feier während der Corona-Krise +++

16.54 Uhr: Die hessischen Abiturienten hatten es in diesem Schuljahr aufgrund der Corona-Pandemie wirklich nicht leicht. Erst war nicht klar, ob und wie das Abitur abgelegt wird, dann fiel auch noch die klassische Party danach aus. Um den Schulabschluss aber dennoch ein wenig zu feiern, hat sich die August-Hermann-Francke-Schule in Gießen zur offiziellen Zeugnis-Übergabe etwas Besonderes ausgedacht: Feiern mit Kontaktregeln. Absolventen, Lehrer und die Familien kamen so in der Aula zusammen, rund 100 Personen machten das beste aus der aktuellen Corona-Lage. Einen Schnappschuss gab es hinterher auch, wie Sie hier sehen können:

Abi Feier Corona Abstand

+++ Lufthansa kündigt schnellere Rückerstattung an +++

13.08 Uhr: Wegen Verzögerungen bei der Rückerstattung stornierter Flugtickets hat sich Lufthansa-Chef Carsten Spohr bei den Passagieren der Fluggesellschaft entschuldigt. "Wir zahlen jedem Kunden seinen Ticketpreis zurück, ich kann die Kunden nur um Entschuldigung bitten", sagte er der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Die Ressourcen seien deutlich erhöht worden, um die Abwicklung zu beschleunigen. So gebe es mehr Personal in den Call-Centern. "In den nächsten sechs bis acht Wochen wollen wir den Rückzahlungsstau abgearbeitet haben. Nochmal: Ich entschuldige mich in aller Form für den Ärger", so Spohr. Zuletzt bezifferte die Lufthansa die Kundenforderungen infolge der Corona-bedingten Flugausfälle auf 1,8 Milliarden Euro.

+++ Mehr illegale Müllhalden im Wald +++

9.00 Uhr: Hessens Forstämter haben in den zurückliegenden Wochen mehr Müll im Wald registriert als sonst. Vor allem in der Nähe von Städten sei die Zahl illegaler Müllhalden deutlich gewachsen, sagte der Leiter von Hessen Forst, Michael Gerst: "Teilweise wurden ganze Lkw-Ladungen Bauschutt oder Altreifen an Waldwegen abgekippt." Gerst vermutet als Grund für den Anstieg die Corona-Regeln: "Die Bürger verbringen mehr Zeit zu Hause und nutzen die Gelegenheit, in Haus und Garten für Ordnung zu sorgen", erläuterte er. In manchen Fällen scheine auch kriminelle Energie mitzuspielen. Vielerorts sei die Arbeit der Recyclinghöfe wegen der Corona-Regeln eingeschränkt.

Der Abfall beeinträchtigt den Wald massiv. "Autoreifen, Farbeimer oder Benzinkanister setzen nicht selten giftige Stoffe frei, die den Boden und das Grundwasser verunreinigen", warnte Gerst.

+++ Heilbäderverband hofft auf Thermen-Öffnung +++

8.35 Uhr: Der Hessische Heilbäderverband hofft auf eine Öffnung der Thermen Ende Juni, erklärte Almut Boller, Geschäftsführerin des Verbands in Wiesbaden. Mitte des Monats erwarte man weitere Entscheidungen der Landesregierung. Das volle Angebot werde vermutlich nicht sofort zur Verfügung stehen, so Boller. 30 Heilbäder und Kurorte gibt es in Hessen. Die dortigen Thermen sind laut dem Verband in kommunaler Hand. Rund 600 direkte Arbeitsplätze hängen daran. Trotz der Corona-Sperre müsse ein Grundbetrieb aufrecht erhalten werden, so Boller. So summierten sich die laufenden Kosten bis Ende des Monats auf elf Millionen Euro. Hinzu kämen Millionenausfälle durch weniger Kurtaxe.

+++ Corona-Krise erschwert Weg aus Sucht +++

8.23 Uhr: Die Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie erschweren Süchtigen den Weg aus der Abhängigkeit. "Die höheren Belastungen haben zu mehr Rückfällen geführt", sagte der Leiter des Zentrums für Jugendberatung und Suchthilfe im Main-Taunus-Kreis, Wolfgang Mazur. Die Pandemie habe bei Abhängigen die Unsicherheit verstärkt und Ängste ausgelöst. Die Krise habe bisher aber nicht zu einer Welle an neuen Klienten geführt, sondern die getroffen, die bereits in Behandlung und Beratung gewesen seien. Die Arbeit der Suchhelfer war in den vergangenen Wochen nur stark eingeschränkt möglich.

+++ 32 Neuinfektionen, ein weiterer Todesfall +++

7.25 Uhr: Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Hessen im Vergleich zum Vortag um 32 Fälle angestiegen. Das meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) mit Stand Sonntag, 0 Uhr. Es gab einen weiteren Todesfall, so dass die Gesamtzahl der an oder mit Covid-19 Gestorbenen in Hessen bei 484 liegt. Seit Beginn der Corona-Pandemie wurden in Hessen insgesamt 10.203 Ansteckungen gezählt. Davon gelten etwa 9.200 (rund 90 Prozent) als genesen.

Bei den regionalen Fallzahlen sind die hessischen Kreise und kreisfreien Städte weiterhin deutlich von der Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen entfernt. Beim Erreichen dieser Marke drohen wieder Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Der höchste Wert liegt nach RKI-Angaben vom Sonntag bei 12,6 Fällen in Fulda. Eine Übersicht mit allen Kreisen und kreisfreien Städten finden Sie hier.

MELDUNGEN VOM SAMSTAG, 6. JUNI

+++ Lufthansa-Chef kündigt "Rückflug-Garantie" an +++

21.05 Uhr: Mit einer "Rückflug-Garantie" will die Lufthansa Sorgen vor Reisen in der Corona-Krise entgegentreten. Man führe eine "Home-Coming-Garantie" ein, sagte Konzernchef Carsten Spohr der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. "Wer zurück will nach Deutschland, den bringen wir zurück. Sei es, weil er wegen erhöhter Temperatur am Zielort nicht einreisen darf, er dort in Quarantäne müsste oder weil im Gastland das Virus ausbricht – für alle diese Fälle wird es eine abgesicherte Rückflug-Garantie geben." Weitere Details nannte er nicht. Spohr äußerte sich zuversichtlich, dass die Nachfrage nach Privatreisen sehr schnell zurückkommen werde.

+++ Demos in Hessen: Sicherheitsabstand wird zum Problem +++

Demo Demonstration Frankfurt George Floyd Römer

17.21 Uhr: Mehr als 10.000 Menschen haben sich am Samstag in ganz Hessen versammelt, um gegen Rassismus und Polizeigewalt zu demonstrieren. Alleine 8.000 davon in Frankfurt. "Bisher ist alles friedlich", sagte ein Polizeisprecher am Nachmittag. Auch die Hygiene- und Mundschutzregeln auf den sogenannten Silent Demos würden eingehalten, sagte der Sprecher.

Auf dem Römerberg war ein Abstand am Nachmittag aber nicht mehr einzuhalten. Sehr viele Menschen standen auch auf dem Paulsplatz und in den Nebenstraßen bis zum Mainufer. Sie hielten Schilder mit dem Motto der Bewegung "Black Lives Matter" (Schwarze Leben zählen) hoch und riefen "No justice, no peace" (Keine Gerechtigkeit, kein Frieden). Redner erinnerten daran, dass Rassismus nicht nur in den USA existiere, sondern auch hier ein Problem sei.

+++ Bürgermeisterwahlen erst wieder ab 1. November +++

9.17 Uhr: Die Landesregierung hält trotz gelockerter Corona-Regeln an ihrer Entscheidung fest, Bürgermeisterwahlen erst wieder ab dem 1. November zuzulassen. Ziel sei nach wie vor der bestmögliche Gesundheitsschutz für alle Bürger, Wahlhelfer und kommunalen Mitarbeiter, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Die spätere Terminierung ermögliche es, dass Wahlvorschläge mit den Bewerbern noch bis zum 24. August beim Wahlleiter eingereicht werden können.

Die Mitglieder- und Vertreterversammlungen, die über die Kandidaten entscheiden, könnten so nach den Sommerferien für die Aufstellung zusammenkommen, erläuterte der Sprecher. "Diese Zusammenkünfte können somit zu einem Zeitpunkt erfolgen, der unter Gesundheitsaspekten vertretbar ist." Wegen der Corona-Pandemie wurden knapp 50 Bürgermeisterwahlen verschoben. Die Abstimmungen waren ursprünglich zwischen dem 26. April und 25. Oktober geplant.

+++ Trotz Corona mehr Organspender - aber nicht in Hessen +++

9.06 Uhr: Trotz der Corona-Pandemie ist die Bereitschaft zur Organspende in Deutschland nicht gesunken, wohl aber in Hessen. Das berichtete die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) zum Tag der Organspende am Samstag. Von Januar bis Ende April 2020 gab es nach vorläufigen Zahlen bundesweit 330 postmortale Organspender. 2019 waren es im selben Zeitraum 296. "Damit weicht die Entwicklung von der in vielen anderen europäischen Ländern ab", teilte die DSO mit.

In Hessen ist der Trend anders: In den ersten vier Monaten dieses Jahres zählte die DSO bisher 17 Spender. 2019 waren es im gleichen Zeitraum 20, 2018 sogar 30. Die Zahl der gespendeten Organe ging sogar noch stärker zurück: Januar bis April bis 2020 wurden in Hessen nur 54 Organe zur Transplantation freigegeben, 2019 waren es 64, 2018 sogar 104.

+++ Neuer Bahn-Ansager aus Dreieich mit Hygiene-Hinweisen +++

8.34 Uhr: Mit einer Durchsage zur Corona-Pandemie hat der neue Bahn-Ansager Heiko Grauel seinen ersten großen Auftritt: Ab diesem Wochenende ist die Stimme des professionellen Sprechers aus Dreieich (Offenbach) an Bahnhöfen bundesweit mit Hygiene-Hinweisen zu hören. "Schützen Sie sich und andere", ruft der 46-Jährige auf und bittet die Fahrgäste, den Mindestabstand einzuhalten, die Mund-und-Nasen-Bedeckung im gesamten Bahnhof zu tragen und die gesamte Zuglänge zum Ein- und Aussteigen zu nutzen. "Bleiben Sie gesund", heißt es zum Schluss.

Die Durchsage werde viermal pro Stunde an den ersten Bahnhöfen zu hören sein, ab Montag an bundesweit rund 500, teilte die Bahn mit. Darunter seien vor allem die großen Bahnhöfe wie Frankfurt, Kassel, Gießen und Fulda.

+++ Acht Neuinfektionen, ein weiterer Todesfall +++

7.29 Uhr: Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Hessen im Vergleich zum Vortag um acht Fälle angestiegen. Das meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) mit Stand Samstag, 0 Uhr. Es gab einen weiteren Todesfall, so dass die Gesamtzahl der an oder mit Covid-19 Gestorbenen in Hessen bei 483 liegt. Seit Beginn der Corona-Pandemie wurden in Hessen insgesamt 10.171 Ansteckungen gezählt. Davon gelten etwa 9.200 (rund 90 Prozent) als genesen.

Bei den regionalen Fallzahlen sind die hessischen Kreise und kreisfreien Städte weiterhin deutlich von der Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen entfernt. Beim Erreichen dieser Marke drohen wieder Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Der höchste Wert liegt nach RKI-Angaben vom Samstag bei zwölf Fällen im Kreis Hersfeld-Rotenburg. Eine Übersicht mit allen Kreisen und kreisfreien Städten finden Sie hier.

Im Kampf gegen das Coronavirus hat die Landesregierung eine Reihe von Maßnahmen beschlossen. Den aktuellen Stand der Verordnungen finden Sie auf www.corona.hessen.de.

Weitere Informationen

Hygiene schützt

Am besten schützen Sie sich vor einer Corona-Infektion, indem Sie

  • Abstand halten,
  • Hände regelmäßig und gründlich waschen (mind. 20 Sekunden mit Seife),
  • anderen bei der Begrüßung nicht die Hand geben,
  • beim Husten und in die Armbeuge niesen,
  • in beheizten Räumen oft stoßlüften.
Ende der weiteren Informationen
Weitere Informationen

Im Verdachtsfall anrufen

Das hessische Sozialministerium hat eine landesweite Hotline für Fragen rund um das Coronavirus geschaltet. Sie ist täglich von 8 bis 20 Uhr erreichbar: 0800/5554666.

Sollten Sie den Verdacht haben, dass Sie sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, gehen Sie bitte nicht in die Praxis Ihres Hausarztes, sondern rufen Sie dort vorher an. So vermeiden Sie, möglicherweise andere Patienten im Wartezimmer anzustecken.

Ende der weiteren Informationen
Formular

Corona-Newsletter von hessenschau.de

Liebe Nutzerin, lieber Nutzer,

hier können Sie sich für unseren Corona-Newsletter anmelden.

Der Newsletter wird Ihnen kostenlos und unverbindlich zugestellt, bis Sie ihn wieder abbestellen. Wenn Sie unseren Newsletter per E-Mail beziehen möchten, tragen Sie sich bitte in unseren Verteiler ein. Sie bekommen eine E-Mail mit der Bitte, Ihre Aufnahme in den Verteiler noch einmal zu bestätigen.
Bitte auswählen:*

* Pflichtfeld

Ende des Formulars