In unserem Ticker informieren wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Hessen.

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    Lufthansa legt 125 Maschinen erneut still

    Die Lufthansa will angesichts verschärfter weltweiter Reisebeschränkungen die Kosten noch stärker drücken. Dazu soll die Flotte verkleinert und weitere Flugzeuge stillgelegt werden, heißt es in einem Brief des Lufthansa-Vorstandes an die Mitarbeiter vom Sonntag. Unter anderem sollen 125 Flugzeuge erneut stillgelegt werden, die für den Einsatz im Winterflugplan vorgesehen gewesen seien. "Unseren ursprünglichen Plan, zum Jahresende wieder auf 50 Prozent der angebotenen Kapazität zu kommen, können wir nicht mehr einhalten", schreibt der Vorstand.

    Im anstehenden Winterflugbetrieb könnten die Airlines der Gruppe demnach maximal ein Viertel ihrer Vorjahreskapazität anbieten, die Zahl der Fluggäste werde voraussichtlich bei weniger als einem Fünftel des Vorjahreswertes liegen. "Wir müssen daher unsere bisherigen Anstrengungen, die Kosten weiter herunterzubringen, noch einmal verstärken", heißt es in dem Schreiben. Nach den ersten neun Monaten habe ein Verlust von 4,1 Milliarden Euro zu Buche geschlagen. "Dieser Fehlbetrag wird sich im vierten Quartal noch deutlich erhöhen."

    Maschinen der Fluggesellschaft Lufthansa stehen auf dem Areal des Hauptstadtflughafens Berlin-Brandenburg (BER) abseits der Start- und Landebahn.
  • Hier müssen Sie in Darmstadt Maske tragen

    Auch in Darmstadt steigen die Infektionszahlen drastisch an, die Inzidenz liegt aktuell bei 141,3. Bereits am Wochenende hat die Stadt die Corona-Regeln verschärft. So müssen Besucher der Darmstädter Innenstadt seit Samstag zwischen 8 und 22 Uhr auch im Freien Maske tragen. Das gilt für den markierten Bereich:

    Maskenpflicht in der Darmstädter Innenstadt

    Hier finden Sie die aktuell gültigen Regeln für Darmstadt.

  • Top-Thema

    Kein Präsenzunterricht an Pohlheimer Schule - 620 Schüler zu Hause

    Wegen zwei bestätigter Corona-Infektionen und einiger Verdachtsfälle fällt der Unterricht an der Adolf-Reichwein-Schule in Pohlheim (Gießen) seit Freitag für zunächst eine Woche für alle Schüler aus. Das Gesundheitsamt habe Distanzunterricht angeordnet, teilte die Schulleitung mit. Die Schüler sollen online Arbeitsaufträge erhalten.

    Zwei Schüler aus der Jahrgangsstufe neun der Integrierten Gesamtschule waren positiv getestet worden. Das Gesundheitsamt werde im Laufe der Woche Tests für Schüler und Lehrkräfte anbieten. Den Angaben zufolge infizierten sich in Pohlheim zuletzt so viele Menschen mit dem Coronavirus wie in keiner anderen Gemeinde im Kreis.

  • Top-Thema

    625 Neuinfektionen, zwei weitere Todesfälle

    Das Robert Koch-Institut (RKI) hat für Montag 625 neue Fälle bestätigter Corona-Infektionen in Hessen gemeldet. Erfahrungsgemäß sind die Fallzahlen an Sonntagen und Montagen niedriger, weil nicht alle Ämter Daten übermitteln und an Wochenenden weniger getestet wird.

    Seit Beginn der Pandemie wurden in Hessen 32.852 Menschen positiv getestet, wie das RKI mitteilte (Stand 0 Uhr). Davon gelten rund 22.100 als genesen. Es wurden zwei weitere Todesfälle gemeldet. Insgesamt sind in Hessen damit 611 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben.

    Hessenweit hat Frankfurt mit 202,5 den höchsten Wert von registrierten Infektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen, gefolgt von der Stadt Offenbach (181,0), dem Kreis Groß-Gerau (147,5) und Darmstadt (141,3). Deutlich über 100 lagen die Sieben-Tage-Inzidenzen auch im Odenwaldkreis (130,2), im Kreis Marburg-Biedenkopf (122,8) und in Wiesbaden (120,4). Hier finden Sie einen Überblick über die Verbreitung des Virus in Hessen.

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    Patienten und Mitarbeiter in Kreisklinik Groß-Umstadt infiziert

    In der Geriatrie an der Kreisklinik Groß-Umstadt (Darmstadt-Dieburg) ist es am Wochenende zu einem Corona-Ausbruch gekommen. Nach den neuesten Testergebnissen seien inzwischen 17 Patienten und sechs Mitarbeiter positiv auf Covid-19 getestet worden, wie die Klinik mitteilte. Am Samstag hatte die Klinik zwölf infizierte Patienten und vier infizierte Mitarbeiter gemeldet.

    Was zu dem Ausbruch in der Geriatrie geführt hat, ermittele die Klinik noch, hieß es am Samstag in der Mitteilung. Andere Bereiche seien nicht betroffen. Die geriatrische Klinik sei mit Blick auf die Patienten vergleichbar mit einem Alten-und Pflegeheim, hieß es weiter. Seit Donnerstag bestehe ein generelles Besuchsverbot. Landrat Klaus-Peter Schellhaas (SPD) sagte: "Das, was jetzt in unserer Geriatrie passiert ist, zeigt, in welcher Phase der Pandemie wir angekommen sind."

    Die Klinik wurde wegen der Corona-Fälle bis einschließlich Mittwoch für Neuaufnahmen abgemeldet. Aus Gründen der Vorsicht und aus Verantwortung für Patienten und Mitarbeiter sei die Rettungsleitstelle gebeten worden, Notfälle bevorzugt in anderen Häusern unterzubringen.

  • Höhere Inzidenzen durch fehlende Daten

    Die vom Robert-Koch-Institut (RKI) für Sonntag gemeldete Zahl der Neuinfektionen von 1.099 Fällen dürfte in Hessen noch weitaus höher liegen. So wurden in mehreren Städten und Kreisen – wie bereits häufiger an Wochenenden – keine oder fehlerhafte Daten an das RKI weitergereicht. Die Stadt Offenbach etwa meldete am Sonntag in einer Mitteilung 92 weitere Corona-Infektionen und eine weiter steigende 7-Tage-Inzidenz von 181,9. Das RKI hatte zuvor bei 0 gemeldeten Neufällen einen Wert von 131,3 pro 100.000 Einwohner angegeben.

    Auch die Kreise Werra-Meißner, Waldeck-Frankenberg, Lahn-Dill, Main-Taunus und Bergstraße übermittelten offensichtlich keine aktuellen Tagesdaten an das RKI. Der Kreis Marburg-Biedenkopf gab seine Inzidenz am Sonntag mit 184,2 statt zunächst 113,9 an. Die fehlenden Fälle dürften sich damit erst in den kommenden Tagen in der RKI-Statistik niederschlagen.  

  • Frankfurts OB Feldmann will Corona "die rote Karte zeigen"

    Mit einem dringlichen Appell hat Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) die Bevölkerung zur Einhaltung der jetzt auf weitere Stadtteile ausgedehnten Maskenpflicht aufgerufen. "Der Virus hasst Masken, er scheitert an diesem Stückchen Stoff", sagte Feldmann am Sonntag vor der Paulskirche. "Ich bin mir sicher, dass wir in Frankfurt stärker sind als der Virus und dass wir ihm die rote Karte zeigen können."

    Wegen des Anstiegs der Infektionszahlen hatte der Verwaltungsstab der Stadt am Samstagabend in einer kurzfristig angesetzten Sondersitzung eine Verschärfung der bisherigen Corona-Maßnahmen beschlossen. So wurde für das gesamte Stadtgebiet der Konsum von Alkohol im öffentlichen Raum ab 23 Uhr verboten. Die Maskenpflicht wurde auf den kompletten Bereich innerhalb des Alleenrings und nördlich der Bahnlinie in Sachsenhausen ausgeweitet. "Wenn das nicht reicht, werden wir die Maskenpflicht auf das gesamte Stadtgebiet ausweiten", sagte Feldmann. Im öffentlichen Raum dürfen sich jetzt maximal fünf statt bisher zehn Menschen oder alternativ die Angehörigen von zwei Hausständen treffen.

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    zum Video Sieben-Tage-Inzidenz in Frankfurt steigt weiter rapide an

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    Strengere Regeln an Offenbacher Schulen

    Angesichts weiter steigender Corona-Zahlen verschärft die Stadt Offenbach die Maßnahmen an den Schulen. Unterricht soll ab Dienstag wieder größtenteils im festen Klassenverband organisiert werden, wie die Kommune am Sonntag mitteilte. Damit soll eine Vermischung größerer Schülergruppen vermieden werden. Ausgenommen von dieser Regelung seien der Religions- und Ethikunterricht. Sportunterricht dürfe bis auf Weiteres nur kontaktlos und im Freien stattfinden.

    Die Rückkehr zum eingeschränkten Regelbetrieb sehe zudem ab der 5. Klasse eine generelle Maskenpflicht für Schüler und Lehrer im Unterricht vor. An Grundschulen gilt diese bei Fächern außerhalb des festen Klassenverbands. Alle 20 Minuten sollen die Klassenräume gelüftet werden, so die Vorgaben der Stadt. Eltern haben ein Zutrittsverbot an Schulen.  

  • 1.099 Neufälle, zwei weitere Tote

    Das Robert Koch-Institut (RKI) hat für Sonntag 1.099 neue Fälle bestätigter Corona-Infektionen in Hessen gemeldet. Damit wurden seit Beginn der Pandemie 32.227 Menschen positiv getestet, wie das RKI mitteilte (Stand 0 Uhr). Davon gelten rund 21.700 als genesen. Es wurden zwei weitere Todesfälle gemeldet. Insgesamt sind in Hessen damit 609 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben.

    Der Wert von registrierten Infektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen stieg in Frankfurt auf 207,8, gefolgt vom Kreis Groß-Gerau (147,2), der Stadt Offenbach (131,3) und Darmstadt (123,1). Deutlich über 100 lagen die Sieben-Tage-Inzidenzen auch im Odenwaldkreis (122,9), in Wiesbaden (114,2) und im Kreis Marburg-Biedenkopf (113,9). Hier finden Sie einen Überblick über die Verbreitung des Virus in Hessen.

  • Wie Darmstädter auf die Corona-Auflagen reagieren

    Im gesamten Innenstadtbereich in Darmstadt gelten seit Samstag neue, schärfere Corona-Maßnahmen. Die Einkaufsstraßen sind an dem Tag voll. Viele wussten nicht, um welche Maßnahmen es sich genau handelt und dass sie ab diesem Tag gelten. Doch die Akzeptanz scheint bei vielen Bürgern groß.

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    Frankfurt: Weihnachtsmarkt abgesagt, Kontaktbeschränkungen auf fünf Personen

    Die Stadt Frankfurt hat am Samstag noch einmal ihre Corona-Auflagen verschärft, das teilte sie am Abend in einer Pressemitteilung mit. Nach einer Sondersitzung des Verwaltungsstabs hat man sich auf folgende Maßnahmen geeinigt:

    • Deutlichere Kontaktbeschränkungen: Aufenthalte im öffentlichen Raum sind nur alleine, in Gruppen von höchstens fünf Personen oder mit Angehörigen aus maximal zwei Haushalten gestattet.
    • Erweiterung der Maskenpflicht: Maskenpflicht bei allen öffentlichen Veranstaltungen und in öffentlichen Einrichtungen. Zudem wird die Zone erweitert auf das gesamte Gebiet innerhalb des Alleenrings und nördlich der Bahnlinie in Sachsenhausen. Im sonstigen Stadtgebiet wird das Tragen empfohlen
    • Absage des Weihnachtsmarktes
    • Alkoholkonsumverbot: Innerhalb der Sperrstunde von 23 bis 6 Uhr darf im gesamten öffentlichen Raum im Stadtgebiet kein Alkohol mehr getrunken werden. Auf den besonders ausgewiesenen Plätzen gilt das weiterhin ganztags.

    Die Maßnahmen gelten laut einem Sprecher der Stadt ab Anfang der Woche und sind zunächst befristet bis einschließlich Samstag, 31. Oktober.

  • Kreis Hersfeld-Rotenburg verschärft Corona-Maßnahmen

    Aufgrund der weiter steigenden Zahl der Corona-Infektionen hat der Landkreis Hersfeld-Rotenburg am Samstag eine Allgemeinverfügung erlassen. Der Landkreis orientiert sich darin am Präventions- und Eskalationskonzept der Hessischen Landesregierung: Bei privaten Zusammenkünften und Feierlichkeiten in öffentlichen oder angemieteten Räumen (Familienfeiern, Hochzeiten, Betriebsfeiern) ist die Zahl der Teilnehmenden ab Montag auf 25 begrenzt. Über 25 Personen dürfen es nur dann sein, wenn sie höchstens zwei Hausständen angehören. Bei öffentlichen Veranstaltungen müssen Besucher zudem eine Mund-Nase-Bedeckung tragen, außer am eigenen Sitzplatz.

  • 600 Menschen bei Demo gegen Corona-Maßnahmen in Frankfurt

    Bei einer Demonstration der Initiative "Querdenken" sind am Samstag in Frankfurt etwa 600 Menschen zusammengekommen. Nach Angaben eines Polizeisprechers sind die Menschen am Goetheplatz zunächst friedlich zusammengekommen. Aus Sicht der Veranstalter sind die Regeln zum Schutz vor einem weiteren Anstieg der Corona-Infektionen unverhältnismäßig. Von allen Teilnehmern werde die strikte Einhaltung aller Hygiene- und Infektionsschutzregeln erwartet, sagte der Polizeisprecher.

    In Frankfurt lag der Wert von registrierten Infektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen am Samstag bei 176,1. Am Vortag betrug dieser Wert 134,9. Der Krisenstab will daher noch am Samstag über eine Verschärfung der Corona-Regeln beraten, wie ein Sprecher der Stadt mitteilte. Ursprünglich war die Sitzung für kommenden Dienstag geplant.

    Die Teilnehmenden der Querdenken Anti-Coronamaßnahmen-Demo in Frankfurt am Goetheplatz - Masken und Abstand sind Fehlanzeige
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    Frankfurter Krisenstab zieht Sitzung vor

    Frankfurt reagiert auf die stark angestiegene Sieben-Tage-Inzidenz von aktuell 176,1: Die ursprünglich für Dienstag geplante Sitzung des Krisenstabs wird schon am Samstag stattfinden. Das sagte Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) dem hr. Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) hatte kurz zuvor in einer Pressemitteilung an die Kommunen appelliert, die von der Landesregierung beschlossenen Maßnahmen unverzüglich umzusetzen. Die Verantwortlichen des Frankfurter Krisenstabs werden laut Majer am Nachmittag über eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen nach dem Eskalationskonzept des Landes Hessen entscheiden. Dazu gehören laut Sozialministerium eine Einschränkung von Kontakten auf maximal fünf Personen oder zwei Haushalte.

    Außerdem sollen Veranstaltungen weiter eingeschränkt und die Maskenpflicht ausgeweitet werden. Oberstes Ziel sei es, die Schulen und die Wirtschaft in der Stadt zu schützen und einen drohenden Lockdown zu verhindern, so Majer. Bei der Nachverfolgung von Infektionsketten werden sich die Mitarbeiter des Gesundheitsamts in Zukunft auf gefährdete Personen und die kritische Infrastruktur konzentrieren.

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    Klose fordert rasches Handeln von Kommunen

    Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) hat alle Kreise und kreisfreien Städte aufgefordert, die von der Landesregierung beschlossenen Maßnahmen unverzüglich umzusetzen. "Das Präventions- und Eskalationsstufenkonzept ist eine rechtsverbindliche Weisung an die Kommunen, um die Bevölkerung zu schützen und eine Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden", sagte Klose laut einer Mitteilung vom Samstag.

    Einige Kommunen hätten umgehend und vorbildlich gehandelt, andere noch nicht entsprechend entschieden. "Wir erwarten angesichts der Dynamik der Situation von allen Städten und Landkreisen, dass die Maßnahmen des Eskalationsstufenkonzepts jeweils umgehend in geltendes Recht umgesetzt werden und auch für deren Einhaltung gesorgt wird", mahnte Klose. Das betreffe insbesondere die Einschränkungen von Kontakten (maximal fünf Personen oder zwei Hausstände), die Einschränkung von Veranstaltungen und eine restriktive Auslegung der Ausnahmegenehmigungen sowie die Ausweitung der Maskenpflicht.

    An die Bevölkerung appellierte Klose, sich aktiv an der Bekämpfung des Virus zu beteiligen. "Das Virus kann ohne uns nicht existieren und sich verbreiten. Deshalb ist unser Verhalten der Schlüssel zur Bekämpfung der Pandemie." Er bat darum, die Kontakte auf das Nötigste zu reduzieren, unabhängig davon, was erlaubt sei.

  • Kaum Verstöße bei Gaststätten-Kontrollen im Ried

    Die Polizei hat in der Nacht zum Samstag im Hessischen Ried kontrolliert, ob in Gaststätten und Spielotheken die Corona-Regeln eingehalten werden. Der Großteil der Betreiber halte sich an sämtliche Vorschriften, teilte die Polizei am Samstag mit. Negativ fielen nur eine Gaststätte in Heppenheim und eine Spielhalle in Lorsch (beide Bergstraße) auf. Dort wurden laut Polizei sämtliche Regeln zu Abstand, Maske oder Sperrstunde gebrochen. Bei der Spielhalle fehlten außerdem noch die vorgeschriebenen Trennwände zwischen den Automaten. Die beiden Lokalitäten müssen nun mit einem Ordnungswidrigkeitsverfahren rechnen.

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    Technische Panne beim RKI

    Der sprunghafte Anstieg der Corona-Neuinfektionen in Hessen dürfte im Zusammenhang mit einer technischen Panne beim Robert-Koch-Institut (RKI) stehen. In die Zahl vom Samstag sind Infektionen eingerechnet, die am Vortag aufgrund einer technischen Panne bei der Übermittlung der Daten noch nicht erfasst worden waren, wie das RKI mitteilt.

    Hintergrund ist, dass es laut RKI durch einen Serverausfall bereits am Donnerstagnachmittag drei Stunden lang zu Störungen bei den Übermittlungen der Zahlen von den Behörden kam. Anschließend habe der Server aber wieder funktioniert. Die fehlenden Daten sollten am Freitag automatisch im Laufe des Tages übermittelt worden sein und somit in die vom Samstagmorgen miteinfließen. Die Größe der Datenlücke, die auch andere Teile Deutschlands betraf, war zunächst nicht bekannt.

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    Weitere Kommunen verschärfen Corona-Regeln

    Wegen der stark steigenden Zahl an Corona-Neuinfektionen verschärfen immer mehr Kommunen in Hessen die Regeln. So gilt etwa in Darmstadt von Samstag an eine Maskenpflicht in der Fußgängerzone, im Vogelsbergkreis sind für Veranstaltungen nur noch maximal 150 Teilnehmer zugelassen, und der Werra-Meißner-Kreis führt am Sonntag eine Sperrstunde.

    Anderswo wurden bereits schärfere Regeln umgesetzt, so gilt etwa in Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt schon eine Sperrzeit für die Gastronomie ab 23 Uhr, in Frankfurt muss zudem in weiten Teilen der Innenstadt ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Gegen die im Landkreis Gießen eingeführte Sperrstunde hat sich eine Unternehmerin juristisch erfolgreich gewehrt. Der Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel erklärte die entsprechende bis zum 1. November geltende Allgemeinverfügung des Kreises für nicht verhältnismäßig und damit für rechtswidrig.

    In zahlreichen Kreisen und Städten in Hessen ist die wichtige Kennziffer von 75 Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tage überschritten und damit zugleich die höchste Corona-Warnstufe erreicht worden. Um eine weitere Ausbreitung der Pandemie einzudämmen, haben die betroffenen Kommunen wieder stärkere Einschränkungen erlassen.

  • 1.730 Neuinfektionen, sieben weitere Tote

    Die Zahl der registrierten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Hessen ist binnen 24 Stunden erstmals um mehr als 1.500 gestiegen: 1.730 neue Fälle wurden erfasst, 772 mehr als am Vortag. Zudem wurden sieben weitere Todesfälle gemeldet, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Samstag mit Stand 0 Uhr mitteilte. Insgesamt sind in Hessen 607 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. Die Gesamtzahl der Infektionen liegt aktuell bei 31.128, davon gelten rund 21.500 als genesen.

    Der sprunghafte Anstieg der Corona-Neuinfektionen dürfte allerdings im Zusammenhang mit einer technischen Panne beim Robert-Koch-Institut (RKI) stehen. Dort hatte es durch einen Serverausfall Probleme beider Übermittlung der Daten gegeben. Die durch die Panne verspätet erfassten Zahlen flossen demnach in die Zahlen vom Samstagmorgen ein.

    Die Sieben-Tage-Inzidenzen liegen in 16 von 27 Kreisen und kreisfreien Städten deutlich über der höchsten Warnstufe ab 75 Neuinfektionen. In Frankfurt stieg der Wert auf 176,1 - deutlich höher als am Vortag (134,9), gefolgt von Offenbach (143,0) und dem Kreis Groß-Gerau (137,7). Ebenfalls deutlich über 100 neue Fälle pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tage wurden auch im Kreis Marburg-Biedenkopf (120,0), in Darmstadt (114,3) und Wiesbaden (106,3) registriert. Hier finden Sie einen Überblick über die Verbreitung des Virus in Hessen.

  • Hessischer Badminton-Verband unterbricht Saison

    Wegen der stark ansteigenden Corona-Infektionszahlen hat das Präsidium des Hessischen Badminton-Verbands entschieden, den Spielbetrieb in allen Spielklassen ab dem 24. Oktober bis vorerst zum 15. Januar 2021 zu unterbrechen. Das habe das Präsidium mit den Bezirken abgestimmt, schreibt es am Freitag auf der Webseite des Verbandes. Bislang seien die Corona-Maßnahmen des Verbandes sehr verantwortungsbewusst akzeptiert worden. "Trotzdem sind wir einvernehmlich der Meinung, dass eine zeitweise Unterbrechung der Runde für den gesamthessischen Spielbetrieb nötig ist", so der Verband.

  • Frankfurt schiebt Weihnachtsmarkt-Absage noch mal auf

    Der Frankfurter Magistrat will nun erst am Dienstag entscheiden, ob der Weihnachtsmarkt stattfindet. Aber alles deutet auf eine Absage hin. Grund sind die steigenden Corona-Infektionszahlen. "Mit Blick auf das Infektionsgeschehen ist derzeit schwer vorstellbar, dass ein Weihnachtsmarkt genehmigt werden könnte", sagte Olaf Schiel, Sprecher von Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD).

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    Auch Landkreis Fulda verschärft Corona-Maßnahmen

    Nachdem der Landkreis Fulda den Corona-Inzidenzwert von 50 überschritten hat, gibt nun auch dort verschärfte Corona-Maßnahmen. Das gab der Landkreis an diesem Freitag bekannt. Demnach gilt ab Sonntag wie in vielen Kreisen und Städten Hessens auch eine Obergrenze für Teilnehmer bei öffentlichen Zusammenkünften. Diese liegt nun bei 100 Menschen. Bei privaten Zusammenkünften in öffentlichen oder eigens angemieteten Räumen gilt eine Grenze von zehn Teilnehmern. In der Gastronomie gilt für die Gäste eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in allen Bereichen - außer am Sitzplatz. Auch bei allen öffentlichen Veranstaltungen, in Vergnügungsstätten oder in Kirchen gilt die Maskenpflicht. Zudem gibt es im öffentlichen Raum von 23 bis 6 Uhr ein Alkoholverbot. Die Verfügung gilt erst einmal bis zum 15. November.

  • Majer warnt vor zweitem Lockdown

    Der Frankfurter Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) hat vor einem zweiten Lockdown gewarnt. "Die Drohung steht im Raum", betonte er am Freitag im Gespräch mit hr-iNFO. "Wir haben aber immer noch die Chance, dass wir es abwenden können", so Majer. Dazu bräuchte es aber "die Wende in den Köpfen. Nur wenn alle mitziehen, haben wir eine Chance." Ein zweiter Lockdown, so Majer, wäre außerordentlich problematisch - besonders für die Wirtschaft. "Die Folgen dort werden sowieso schon ungeheuerlich sein."

    Stefan Majer
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    Darmstädter Schulen dürfen Maskenverweigerer rausschmeißen

    Schulen und Kitas in Darmstadt dürfen ab sofort Maskenverweigerern, die sich auf dem Schulgelände aufhalten, einen Platzverweis aussprechen. Das teilte Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) am Freitag mit. Grund für den Erlass sind Geschehnisse vom Mittwoch, als sogenannte Querdenker und Maskengegner in das Schulgelände der Georg-Büchner-Schule vordrangen und anfingen, Schüler zu bedrängen und belästigen. "Das ist nicht hinnehmbar", betonte Partsch. "Die Herausforderung durch die Covid-19-Pandemie ist insbesondere für die Schulgemeinden schwierig genug, Störungen und Belästigungen dürfen und werden wir daher nicht zulassen."

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    Weitere Fälle nach Masseninfektion in Flüchtlingsunterkunft

    Nach einer Masseninfektion mit dem Coronavirus in einer Flüchtlingsunterkunft in Kassel sind weitere Fälle aufgetreten. Insgesamt seien 30 weitere Bewohner sowie ein Beschäftigter der Einrichtung positiv getestet worden, sagte ein Sprecher des zuständigen Regierungspräsidiums Gießen am Freitag. Dabei habe es auch einen erneuten Corona-Ausbruch unter Bewohnern gegeben, die zuvor in andere Einrichtungen verlegt worden waren. Diese seien nun in die Flüchtlingsunterkunft zurückgebracht worden. Ursprünglich waren 109 von 301 Bewohnern der Erstaufnahme in Kassel-Niederzwehren positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Nach Kritik an der Unterbringung der Flüchtlinge durch Mediziner vor Ort verlegte das Regierungspräsidium 86 Menschen vorübergehend in andere isolierte Gebäude in Stadt und Landkreis Kassel. Eine zweite Testreihe ergab aber: Unter den verlegten Bewohnern sind 26 infiziert. Auch in der Erstaufnahme ergaben Tests neue Infektionen bei vier Bewohnern und einem Mitarbeiter.