In unserem Ticker informieren wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Hessen.

  • Rund 1.600 Masken-Verstöße in Frankfurt

    In den vergangenen zwei Wochen hat die Stadtpolizei in Frankfurt rund 1.600 Masken-Verstöße bei mehr als 11.000 Kontrollen festgestellt, wie Ordnungsdezernent Markus Frank (CDU) am Freitag mitteilte. Die müsse besser werden, so Frank, auch um einen zweiten Lockdown, der für die Frankfurter Wirtschaft "eine Katastrophe" sei, zu vermeiden. Kontrollen wurden in diesem Zeitraum auch in der Gastronomie durchgeführt - insgesamt 17.000. Dabei lagen die Verstöße nur bei 1,8 Prozent. Laut Frank ein vorbildliches Ergebnis.

    Weggeworfene Maske
  • Demo in Marburg: Maskengegner müssen Maske tragen

    Die Teilnehmer einer für Samstag angemeldeten Demo von Maskengegnern in Marburg müssen nach einem Beschluss des Verwaltungsgerichts Gießen einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Damit gab es der Stadt Recht, die neben dem Infektionsschutz auch die sprunghaft angestiegenen Infektionszahlen im Landkreis als Grund für die Vorgaben genannt hatte. Die Demo findet passenderweise unter dem Motto "Gesicht zeigen gegen Rassismus, unverhältnismäßige Grundrechtseinschränkungen und für ein Ende der epidemischen Lage nationaler Tragweite" statt. Die Entscheidung des Verwaltungsgerichts ist noch nicht rechtskräftig. Eine Beschwerde beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel ist möglich.

  • Top-Thema

    Sperrstunde im Landkreis Gießen aufgehoben

    Der Hessische Verwaltungsgerichtshof hat die Sperrstunde im Landkreis Gießen aufgehoben. Das Gericht gab der Beschwerde eines Unternehmens Recht, das eine Gaststätte in Gießen betreibt. Damit hoben die Richter eine vorausgegangene, anders lautende Entscheidung des Verwaltungsgerichts Gießen auf. Der Verwaltungsgerichtshof teilte zur Begründung mit, die entsprechende Verfügung des Kreises sei nicht verhältnismäßig. Die Gaststättenbetreiber würden in der Ausübung ihrer Berufsfreiheit in unangemessener Weise eingeschränkt. Der Beschluss ist nicht anfechtbar.

  • Herborn erhält 4,4 Millionen Euro

    Als Ausgleich für entgangene Gewerbesteuer-Einnahmen hat die Stadt Herborn (Lahn-Dill) einen Bescheid in Höhe von 4,4 Millionen Euro erhalten. Man bekomme dadurch "etwas mehr Planungssicherheit für das kommende Haushaltsjahr", teilte Bürgermeisterin Katja Gronau (parteilos) mit. Den Bescheid hatte sie am Freitag aus den Händen von Staatsministerin Priska Hinz (Grüne) erhalten. Insgesamt stellen Bund und Land rund 1,2 Milliarden Euro als Ausgleich für die 422 hessischen Kommunen bereit.

  • Neues Covid-19-Testzentrum in Marburg eröffnet

    In Marburg wird ein neues Covid-19-Testzentrum eröffnet. Auf dem Messeplatz am Afföller betreibt die Kassenärztliche Vereinigung (KV) ab kommendem Montag einen Drive-in für Corona-Patienten. Das bisherige Testzentrum sei nicht winterfest gewesen, teilte die KV mit.

  • FDP fordert Sonntagsöffnung von Geschäften

    Die FDP-Fraktion im Landtag unterstützt einen Vorstoß des Bundeswirtschaftsministeriums zur Sonntagsöffnung von Geschäften in der Vorweihnachtszeit. "Normalerweise sollten Geschäfte an den Adventssonntagen geschlossen bleiben. In diesem Jahr halten wir eine Öffnung aufgrund der besonderen Situation in der Corona-Krise jedoch für vertretbar und sinnvoll, schließlich ist das eine Ausnahmesituation", erklärte Stefan Naas, wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion. Die Sonntagsöffnung könne helfen, die Kundenströme an den häufig überlaufenen Adventssamstagen zu entzerren. Das diene auch dem Einhalten der gebotenen Abstände.

    Ein "Geschlossen"-Schild an einer Buchhandlung in Kassel
  • Trotz Corona-Infektion zum Dienst - Altenpfleger angeklagt

    Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat Anklage gegen einen Altenpfleger erhoben, der trotz eines positiven Corona-Tests mehrfach zum Dienst in einem Pflegeheim gekommen ist. Er stehe im Verdacht, mit dem Verstoß gegen das Infektionsschutzgesetz eine Straftat begangen zu haben, sagte Oberstaatsanwältin Nadja Niesen am Freitag. Dem 61-Jährigen war vom Kreisgesundheitsamt des Main-Taunus-Kreises eine Quarantäne und ein Test auferlegt worden, nachdem es im April dieses Jahres in dem Pflegeheim im Kreis zu Infektionen gekommen war. Der Test fiel positiv aus, dennoch kam der Mann noch drei Mal in das Heim und brachte laut Anklage auch seine Tochter mit dem Auto zur Schule. Ein solcher Verstoß kann Niesen zufolge mit bis zu zwei Jahren Haft sanktioniert werden. Wann das Amtsgericht Frankfurt den Fall verhandelt, ist noch unklar.

  • Top-Thema

    Werra-Meißner-Kreis verschärft Corona-Regeln

    Der Werra-Meißner-Kreis hat an diesem Freitag zum ersten Mal einen Inzidenzwert über 35 erreicht. Wie der Kreis mitteilte, liegt die Inzidenz nun bei 36, weswegen die Corona-Regeln verschärft werden müssten. Zum einen gibt es nun ab dem Sonntag eine Sperrzeit für die Gastronomie, die um 23 Uhr beginnt. Diese Verfügung gilt zunächst bis zum 7. November. Zudem werden Feiern und weitere Zusammenkünfte ebenfalls ab dem Sonntag beschränkt. Private Zusammenkünfte wie Hochzeiten oder Geburtstage sind nur noch mit höchstens 25 Personen gestattet. Bei Feierlichkeiten im privaten Räumen empfiehlt der Kreis zudem dringend, die Teilnehmerzahl auf 15 Personen zu beschränken. Zu Veranstaltungen wie Konzerten oder Theater-Vorführungen dürfen nur noch 150 Teilnehmer erscheinen - wenn die zuständige Behörde nicht eine höhere Zahl genehmigt. Auch im Sport gelten weitere Beschränkungen. Für Training oder Wettkämpfe in geschlossenen Räumen gilt eine Obergrenze von 50 Zuschauern, im Freien von 150. All diese Regelungen gelten ebenfalls zunächst bis zum 7. November.

  • Klose warnt vor Personalengpass auf Intensivstationen

    Wegen befürchteter Personal-Engpässe bei der Betreuung schwer betroffener Covid-19-Patienten hat Sozialminister Kai Klose (Grüne) Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) um Hilfe gebeten. Zuvor hatte die Frankfurter Allgemeine Zeitung darüber berichtet. Dabei geht es um eine Verordnung, die festlegt, wie viel Personal in bestimmten Klinikbereichen mindestens vorgehalten werden muss. Können die Vorgaben nicht eingehalten werden, darf das Krankenhaus keine neuen Patienten aufnehmen.

    Als die Infektionszahlen stiegen, wurde die Verordnung ausgesetzt. Inzwischen ist sie wieder in Kraft. Dies müsse "aufgrund der in den letzten Tagen zu beobachtenden erheblichen Dynamik des Infektionsgeschehens nach meiner Überzeugung dringend überdacht werden", schrieb Klose an Spahn: "Die erfolgreiche Ausweitung der Intensivkapazität hängt inzwischen allein von der Verfügbarkeit des Personals ab." Anders als im Frühjahr seien Schutzausrüstung oder Beatmungsgeräte nicht mehr die limitierenden Faktoren.

    Minister Klose
  • Top-Thema

    Rechtsstreit um Sperrstunde für Gastronomie geht weiter

    Der Rechtsstreit um die Verlängerung der Sperrstunde für Gastronomen im Kreis Marburg-Biedenkopf geht weiter. Der Kreis kündigte am Freitag in einer Mitteilung an, gegen eine vorangegangene Entscheidung des Verwaltungsgerichts Gießen Beschwerde einzulegen. Der Kreis hatte Anfang der Woche wegen steigender Corona-Infektionen angeordnet, dass Restaurants und Kneipen bereits ab 23 Uhr schließen müssen, dagegen hatte sich eine Betreiberin eines Marburger Lokals per Eilantrag erfolgreich zur Wehr gesetzt.

    Konkret befand das Verwaltungsgericht Gießen die Allgemeinverfügung des Kreises für rechtswidrig. Der Kreis bemängelte nun, das Gericht habe sich bei seiner Entscheidung auf Zahlen des Robert Koch-Instituts von Anfang August bezogen. Seitdem habe sich das Infektionsgeschehen aber dramatisch verändert. Den Vorgaben des Landes zufolge sei eine Sperrstunde schon bei einer weitaus niedrigeren Inzidenz vorgesehen. Die Verlängerung der Sperrstunde sei nicht als Zeichen des Misstrauens gegenüber der Gastronomie zu sehen, betonte der Kreis. Es gehe um ein "weiteres Werkzeug zum präventiven Schutz der Menschen".

    In einer Tür steht ein Stuhl mit Schild "Geschlossen"
  • Top-Thema

    Eilantrag gegen Maskenpflicht an Schulen gescheitert

    Zwei Schülerinnen aus einer fünften und einer sechsten Klasse aus dem Main-Kinzig-Kreis sind mit einem Eilantrag gegen die Maskenpflicht an Schulen gescheitert. Das Verwaltungsgericht Frankfurt hat diesen Antrag am Freitag abgelehnt. Die beiden Schülerinnen hatten bemängelt, dass mehrere Studien belegt hätten, dass Kinder am Infektionsgeschehen so gut wie keine Teilhabe hätten. Zudem sei das Tragen einer Maske bei Kindern gesundheitsschädlich. Das Verwaltungsgericht entschied auch deswegen dagegen, da nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts Bildungseinrichtungen einer der Orte seien, die eine Rolle im Infektionsgeschehen spielten. Gegen den Entschluss können die Schülerinnen noch Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof in Kassel einlegen.

    Auch das Verwaltungsgericht Wiesbaden lehnte am Donnerstag den Eilantrag eines Schülers gegen die Maskenpflicht ab. Seit den Herbstferien habe sich das Infektionsgeschehen in der Landeshauptstadt äußerst dynamisch entwickelt, was nach dem Infektionsschutzgesetz eine höhere Gefahrenlage - und damit auch eine Maskenpflicht - begründe, teilte das Gericht mit. Das Tragen einer Maske sei ein wirksames Mittel, um die Verbreitung des Virus in den oftmals beengten Klassenräumen zu verhindern. Der Schüler hat bereits Beschwerde eingelegt.

  • Streit um Corona-Tests an Frankfurter Uniklinik

    An der Frankfurter Uniklinik streiten Leitung und Personalrat über Corona-Tests. Weil nur Mitarbeiter getestet würden, die schon Symptome zeigten, baten rund 300 Mitarbeiter Eintracht Frankfurt in einem offenen Brief um Spenden für Corona-Tests. Diese Behauptung sei falsch, den Mitarbeitern würden auch ohne konkreten Anlass Tests angeboten, hielt die Klinikleitung dagegen. Jetzt landet der Fall vor Gericht.

  • Top-Thema

    Frankfurter Gesundheitsamt verfolgt nicht mehr alle Kontakte

    Das Frankfurter Gesundheitsamt kann angesichts der Vielzahl der Fälle nicht mehr jede Infektionskette nachvollziehen. "Jedem Fall genau nachzugehen, das gelingt nicht mehr", sagte der Leiter René Gottschalk am Freitag im ZDF-Morgenmagazin. In Frankfurt kämen derzeit zwischen 100 und 200 Fälle pro Tag dazu. "Eine solche Fülle kann man nicht mehr im Detail abarbeiten."

    Das Frankfurter Gesundheitsamt wird von der Bundeswehr unterstützt. 60 Soldaten helfen bei der Nachverfolgung. Dafür sei man dankbar, sagte Gottschalk, es reiche aber nicht aus. Die Mitarbeiter müssten inzwischen die Fälle priorisieren. Genauer nachzufragen lohne sich beispielsweise bei Infizierten, die enge Kontakte mit Risikogruppen haben - anders als bei einem Ausbruch in einer jungen Familie.

  • Bundesumweltministerium hält an Castor-Transport fest

    Trotz der Bitte Niedersachsens, den Castor-Transport nach Biblis (Bergstraße) wegen der Corona-Pandemie aufzuschieben, hält das Bundesumweltministerium weiter an den Plänen fest. Nach Kenntnis des Ministeriums beobachteten die zuständigen Innenbehörden die Pandemielage sehr genau, sagte ein Sprecher von Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. Die Beteiligten hätten ein gesondertes Hygienekonzept erstellt.

    Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) hatte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) gebeten, den für Anfang November erwarteten Transport von Atommüll aus dem britischen Sellafield quer durch Niedersachsen zum Zwischenlager in Hessen erneut zu verschieben. Zur Begründung nannte Pistorius unter anderem Sicherheitsbedenken wegen zu erwartender Proteste gegen den Transport. Die Corona-Pandemie erschwere eine Sicherung des Transports, weil ein Hygienekonzept eingehalten werden müsse.

  • Bundespolizei kontrolliert Maskenpflicht in Darmstadt

    Die Bundespolizei ist eigentlich für Grenzen, Flughäfen und Bahnhöfe zuständig. In Darmstadt soll sie jetzt auch die Einhaltung der Corona-Regeln überwachen. Ab Samstag gilt in der Fußgängerzone nämlich eine Maskenpflicht, auch unter freiem Himmel. Außerdem dürfen sich nur noch fünf Menschen oder zwei Haushalte in der Öffentlichkeit treffen. Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) sagte, es gehe darum, einen Lockdown zu verhindern und Infektionsketten zu durchbrechen. Aktuell liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 107,6. Unsere Karte zeigt, wo die Maskenpflicht ab Samstag gilt:

    In diesem Innenstadt-Bereich herrscht in Darmstadt tagsüber Maskenpflicht.
  • Frankfurter Weihnachtsmarkt vor Absage?

    Der Frankfurter Weihnachtsmarkt steht offenbar vor der Absage. Die Frankfurter Rundschau berichtete am Freitag, dass die Fraktionen von CDU, SPD und Grünen das bunte Markttreiben angesichts der steigenden Infektionszahlen für nicht mehr verantwortbar hielten. "Eine solche Veranstaltung wäre jetzt das absolut falsche Signal für die Bevölkerung", zitierte die FR den Grünen-Fraktionsvorsitzenden Sebastian Popp. Man könne nicht von Clubbetreibern und Gastronomen Opfer verlangen und gleichzeitig ein solches Markttreiben organisieren. Für die Veranstalter bräuchte es laut des Berichts innerhalb von wenigen Tagen eine Entscheidung. Bereits kommende Woche sollten die Vorarbeiten für den Weihnachtsmarkt beginnen.

    Frankfurter Weihnachtsmarkt
  • Top-Thema

    Groß-Gerau schränkt Kontakte weiter ein

    Im Kreis Groß-Gerau gilt ab heute eine weitere Kontaktbegrenzung. Maximal fünf Menschen oder zwei Haushalte dürfen sich in der Öffentlichkeit treffen. "Aufgrund der derzeit hohen Infektionszahlen ist es bei einer Inzidenz von weit über 75 unumgänglich, auch die sozialen Kontakte weiter einzuschränken", begründeten Landrat Thomas Will (SPD) und der Erste Kreisbeigeordnete Walter Astheimer (Grüne) diese Entscheidung. Private Kontakte seien die häufigste Infektionsquelle. Am Freitag lag die Inzidenz bei 122,2.

    Außerdem gilt in Groß-Gerau eine Maskenpflicht bei öffentlichen Veranstaltungen, in öffentlichen Einrichtungen und Glaubensgemeinschaften. Private Feiern sind auf zehn Menschen begrenzt. Zwischen 23 und 6 Uhr wurde eine Sperrstunde in der Gastronomie eingeführt. Sport darf nur noch kontaktlos und ohne Zuschauer ausgeübt werden. Menschen in Alten- oder Pflegeheimen dürfen nur noch dreimal in der Woche für jeweils eine Stunde Besuch bekommen. Der Kreis setzt damit weitgehend die Regelungen um, die auch andernorts im Rhein-Main-Gebiet gelten.

  • Top-Thema

    958 Neuinfektionen, sieben Tote

    Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus steigt in Hessen weiter stark an. Mit 958 registrierten Fällen binnen 24 Stunden liegt die Zahl nun wieder unter der Eintausend-Marke. Es wurden sieben weitere Todesfälle gezählt, wie das Robert-Koch-Institut am Freitag mit Stand 0 Uhr mitteilte. Insgesamt sind in Hessen 600 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. Die Gesamtzahl der Infektionen liegt aktuell bei 29.398, davon gelten rund 21.100 als genesen.

    Die Inzidenzen in den Kreisen und kreisfreien Städten liegen weiterhin teils deutlich über der höchsten Warnstufe ab 75 Neuinfektionen. In Frankfurt wurden 134,9 Infektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen registriert - etwas weniger als am Vortag. In den Kreisen Groß-Gerau (122,2) und Marburg-Biedenkopf (108,9) sowie in Darmstadt (107,6) sind die Werte dagegen weiter gestiegen, in Offenbach leicht auf 112,1 gesunken. Es folgt der Main-Taunus-Kreis (93,5). 

    Hier finden Sie einen Überblick über die Verbreitung des Virus in Hessen. Warum die Zahlen in manchen Kreisen wie Marburg-Biedenkopf im Vergleich zum Vortag sprunghaft gestiegen sind, lesen Sie hier.

  • 150 Bewohner einer Gemeinschaftsunterkunft in Quarantäne

    Im südhessischen Münster-Breitefeld stehen rund 150 Bewohner einer Gemeinschaftsunterkunft unter Quarantäne. Nach Angaben des Landkreises Darmstadt-Dieburg vom Donnerstag wurden zuvor 23 Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet. Sie seien isoliert worden.

    Alle Betroffenen befänden sich bei guter Gesundheit. Die übrigen Bewohner würden am Freitag auf das Coronavirus getestet. Die Bewohner sind laut dem Landkreis bei einem fleischverarbeitenden Betrieb beschäftigt.

  • Top-Thema

    Warum RKI-Zahlen manchmal stark von denen in den Kreisen abweichen

    Welche Corona-Maßnahmen die Kommunen ergreifen, hängt viel von der Inzidenz ab. Veröffentlicht wird sie vom Robert-Koch-Institut. Die Kreise haben aber manchmal ganz andere Zahlen. Besonders stark war die Abweichung jetzt im Kreis Marburg-Biedenkopf. Wie kann das sein?

  • Lilien-Comeback ohne Fans

    Fußball-Zweitligist SV Darmstadt 98 beendet am Samstag die Corona-bedingte Zwangspause und trifft auf den FC St. Pauli. Die Akkus sind nach drei Wochen ohne Wettkampf voll, die Tribünen müssen aber leer bleiben. "Das Heimspiel findet aufgrund der Entwicklung des Infektionsgeschehens ohne Zuschauer statt", teilten die Darmstädter am Donnerstag mit. Fans müssen draußen bleiben.

    Entscheidend dafür ist die Anzahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Sobald dieser Wert die Marke von 35 überschreitet, heißt es für alle Fans: Wir müssen draußen bleiben. Aktueller Stand in Darmstadt: 88,8.

  • Top-Thema

    Frankfurt zieht Gäste-Obergrenze für Feiern zuhause zurück

    Die Stadt Frankfurt hat eine Gäste-Obergrenze für Feiern in Privatwohnungen zurückgezogen. Anlass ist eine Eilentscheidung des Verwaltungsgerichts Frankfurt von Donnerstag, wie die Stadt am Abend mitteilte. An dem Gericht war eine Klage gegen diese Corona-Verordnung eingegangen. In Frankfurt waren seit Montag Feiern im privaten Raum mit mehr als zehn Personen oder Personen aus mehr als zwei Haushalten verboten. Diese Regel sollte vorerst bis zum 31. Oktober gelten. Nun empfiehlt die Stadt lediglich maximal zehn Teilnehmer oder Teilnehmer aus höchstens zwei Haushalten.

    Die Landesregierung empfiehlt aktuell bei mehr als 75 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen (Inzidenz) bei privaten Feiern zuhause eine maximale Teilnehmerzahl von zehn Personen oder zwei Hausständen. In Frankfurt lag diese Inzidenz am Donnerstag laut Robert-Koch-Institut bei 143,8.

    Eine behördliche Kontrolle von Teilnehmerzahlen bei privaten Feiern in Wohnungen ist ohnehin schwierig. Die Unverletzlichkeit der Wohnung ist ein Grundrecht und in Artikel 13 des Grundgesetzes geregelt.

  • Wieder mehr Intensivbetten für Corona-Patienten gebraucht

    Wegen steigender Zahlen von Corona-Infizierten werden in Kliniken wieder mehr Intensivbetten benötigt. Allerdings haben Kliniken in den vergangenen Wochen ihre Intensivbetten häufiger wieder mit anderen Fällen belegt. So sind beispielsweise zurzeit alle 19 Intensivbetten in Groß-Gerau belegt, aber nur drei mit Covid-19-Patienten.

    Videobeitrag

    Video

    zum Video Steigende Auslastung der Intensivbetten

    hk
    Ende des Videobeitrags
  • Neuer Antigen-Schnelltest im Einsatz

    Bisher dauert das Ergebnis bei einem Sars-Cov-2-Test mindestens 24 Stunden. Mit neuen Corona-Antigen-Schnelltests soll es jetzt viel schneller gehen. Eine Frankfurter Arztpraxis hat die neuen Schnelltests bereits seit zwei Wochen im Einsatz.

    Videobeitrag

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    zum Video Neuer Antigen-Schnelltest im Einsatz

    hk
    Ende des Videobeitrags
  • Eintracht Frankfurt verschiebt Mitgliederversammlung

    Das Präsidium von Eintracht Frankfurt hat die Mitgliederversammlung aufgrund der derzeitigen Corona-Lage "auf unbestimmte Zeit" verschoben. Dies teilte der hessische Sportverein am Donnerstagabend mit. "Gemäß Vereinssatzung hat die Einberufung der Versammlung mindestens zehn Wochen vor dem Zeitpunkt zu erfolgen, an dem die Versammlung stattfinden soll", hieß es vom Verein. 

    Die Versammlung hätte eigentlich im Januar 2021 stattfinden sollen. Es sei nicht absehbar, wie sich die Pandemie und die Verordnungslage bis dahin entwickeln. Man prüfe zwar auch eine digitale Versammlung, dies sei bei mehr als 90.000 Mitgliedern aber kaum möglich. Das Eintracht-Präsidium teilte mit, die Veranstaltung könne bei einer entspannteren Lage und einer Lockerung von Auflage für Großveranstaltungen womöglich im Frühjahr oder Frühsommer 2021 nachgeholt werden.