In unserem Ticker informieren wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Hessen. Unser Ticker vom Montag, 15. Juni, zum Nachlesen.

Coronavirus in Hessen: Aktuelle Meldungen im Ticker

Die wichtigsten Meldungen:


+++ Lufthansa mit Details zu Stellenüberhang +++

22.28 Uhr: Die Lufthansa hat am Montag weitere Details zu ihrem Stellenüberhang mitgeteilt. Demnach zählt der Konzern vor allem im Flugbetrieb 5.000 überschüssige Arbeitsplätze. Davon entfallen 2.600 auf Flugbegleiter, 1.500 auf Bodenpersonal und rund 600 auf Piloten. Betroffen sind den Angaben zufolge außerdem weitere 1.400 Stellen in der Zentrale und bei anderen Konzerngesellschaften in der Administration.

Bereits vergangene Woche hatte das Unternehmen den rechnerischen Überhang auf 22.000 Vollzeitstellen im Konzern beziffert, die Hälfte davon in Deutschland. Die Lufthansa ist in schwere Turbulenzen geraten, nachdem infolge der Corona-Krise das Passagiergeschäft eingebrochen war. Personalvorstand Michael Niggemann sagte, man wolle möglichst viele Mitarbeiter über die Krise hinweg an Bord halten und betriebsbedingte Kündigungen vermeiden.

+++ Flüchtlingsunterkunft unter Quarantäne +++

19.40 Uhr: Eine Flüchtlingsunterkunft in Eschwege (Werra-Meißner) ist unter Quarantäne gestellt worden. Zwei Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft seien zuvor positiv auf Covid-19 getestet worden, sagte ein Sprecher des Kreises am Montag. Man habe aus Vorsorge- und Sicherheitsgründen entschieden, alle Bewohner unter Quarantäne zu stellen. Von der Maßnahme seien insgesamt 119 Bewohner betroffen. Diese sollen nun ebenfalls auf das Coronavirus getestet werden.

+++ Kirchen schließen sich "Allianz" gegen Sonntagsöffnung an +++

18.00 Uhr: Die Verbände der katholischen und evangelischen Kirchen in Hessen haben sich der Klage der Gewerkschaft Verdi gegen die verlängerte Corona-Ausnahmegenehmigung zur Öffnung von Geschäften an Sonntagen angeschlossen. Zusammen klagen sie als "Allianz für den freien Sonntag in Hessen" vor dem Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel gegen das Land Hessen.

Die Ausnahmeregelung diene "praktisch nur für Möbelhäuser", sagte der Verdi-Landesbezirksleiter Jürgen Bothner und bestätigte damit hr-Recherchen. Damit laufe die ursprüngliche Begründung der Sonntagsöffnung, nämlich das Entzerren der Kundenströme im Lebensmitteleinzelhandel, völlig ins Leere.

+++ SPD zögert weiter beim Corona-Sondervermögen +++

SPD-Chefin Nancy Faeser steht vor großen Herausforderungen.

17.46 Uhr: Die Pläne der schwarz-grünen Landesregierung für ein milliardenschweres Corona-Sondervermögen stoßen bei der SPD-Landtagsfraktion nach wie vor auf Widerstand. "Im Moment halte ich es für nicht zustimmungsfähig", erneuerte die Fraktionsvorsitzende Nancy Faeser in Wiesbaden ihre Kritik an dem bis zu 12 Milliarden Euro schweren Programm, für das CDU und Grüne eine Zwei-Drittel-Mehrheit und damit die Rückendeckung der SPD benötigen.

Der haushaltspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Marius Weiß, sagte, einem zweiten Nachtragshaushalt ständen die Sozialdemokraten dagegen offen gegenüber. Über ein mögliches Sondervermögen könne dann im Herbst gesprochen werden, wenn die nächste Steuerschätzung vorliege. Seine Fraktion sehe den Bedarf für Mehrausgaben in diesem Jahr, etwa beim Gesundheitsschutz. Das geplante milliardenschwere Sondervermögen zur Bewältigung der Corona-Krise soll am Dienstag erstmals im Plenum beraten werden.

+++ Freibadsaison in Hessen gestartet +++

17.07 Uhr: Trotz strömenden Regens ging in mehreren hessischen Freibädern am Montagmorgen die Badesaison los. In Laubach seien immerhin fünf Badegäste gekommen, sagte Betriebsleiter Daniel Heil. Er freue sich, dass es nun überhaupt wieder losgehe. Die Besucherzahl wurde wegen der Corona-Pandemie auf 500 Personen begrenzt, ins Wasser dürfen wegen des Abstandsgebots maximal 125 Menschen gleichzeitig. Im Wasser hält der Schwimmmeister die Gefahr einer Ansteckung für gering: "Experten sind sich einig, dass das Virus durch das Chlor abgetötet wird," sagt Heil. Mehr über die Öffnung der Schwimmbäder erfahren Sie in unserem Artikel.

+++ Flieger mit ersten Mallorca-Urlaubern abgehoben +++

16.44 Uhr: Nach wochenlanger Corona-Pause ist am Frankfurter Flughafen erstmals wieder ein Flugzeug mit Urlaubern nach Mallorca aufgebrochen. Am Montagnachmittag hob der Flieger der Airline Tui fly planmäßig ab, wie ein Tui-Sprecher der Nachrichtenagentur dpa sagte. Die Maschine war mit 185 Passagieren fast voll besetzt. Die Reisenden mussten an Bord Schutzmasken tragen.

Deutsche Urlauber dürfen seit Montag wieder auf die Balearen-Inseln Mallorca, Ibiza, Menorca und Formentera reisen. In einem ersten Kontingent sind maximal 10.900 Reisende erlaubt. Die Flüge sind Teil eines Pilotprojekts, bei dem Sicherheitsmaßnahmen gegen Covid-19 getestet werden. Diese sollen in ganz Spanien zum Einsatz kommen, wenn sich das Land am 21. Juni wieder für den Tourismus aus den Ländern des Schengenraums öffnet. Der erste Ferienflieger aus Deutschland nach Mallorca war am Morgen von Düsseldorf aus gestartet.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Welche Auflagen gelten für Mallorca-Urlauber?

Georg Käsbach (M) aus Lindlar bei Köln, der zusammen mit seiner Frau Diana (r) zu den ersten Reisenden gehört, spricht auf dem Flughafen von Palma de Mallorca mit einer TUI-Mitarbeiterin.
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+++ Corona in Deutschland und der Welt +++

16.24 Uhr: Und hier wie gewohnt der Blick über die Landesgrenzen hinaus und auf die Corona-Meldungen des Tages von tagesschau.de:

  • Der Bund will in diesem Jahr Rekordschulden von rund 218,5 Milliarden Euro aufnehmen. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) plant nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios einen zweiten Nachtragshaushalt in Höhe von 62,5 Milliarden Euro.
  • Die aktuellen Reisebestimmungen der EU-Länder können Reisende künftig auf der Website "Re-open EU" der EU-Kommission nachlesen. Dort werden Informationen über Grenzverfahren, Verkehrsmittel und Gesundheitsmaßnahmen wie Quarantänepflichten, Abstandsregeln und das Tragen von Gesichtsmasken zusammengefasst.
  • Die Grenzen zwischen Deutschland und seinen Nachbarländern sind seit Mitternacht wieder geöffnet, es gibt keine Grenzkontrollen mehr. Am Vormittag sind außerdem die ersten deutschen Urlauber auf Mallorca angekommen. Sie nehmen an einem Pilotprojekt teil.
  • Infolge des Corona-Ausbruchs auf einem Großmarkt in Peking haben die Behörden inzwischen 49 neue Infektionen registriert. Zehn weitere Wohnblöcke wurden abgeriegelt, der Markt und eine nahe gelegene Schule geschlossen.

+++ Gesundheitsamt Marburg-Biedenkopf erhält Masken-Spende +++

15.59 Uhr: Mehr als 6.500 Atemschutzmasken der Schutzstufe FFP2 hat die Alfred Pracht Lichttechnik GmbH aus Dautphetal an das Gesundheitsamt des Landkreises Marburg-Biedenkopf gespendet. Eingesetzt würden die Schutzmasken in Einrichtungen der ambulanten und stationären Pflege, teilte der Kreis am Montag mit. Eine zu Beginn der Corona-Krise eingerichtete Task Force organisiere die Verteilung. "Wir verfügen über einige gute Verbindungen nach Fernost und sind auch regelmäßig vor Ort. Mit Aufkommen der Krise war für uns klar, dass wir diese Kontakte nutzen wollten, um einen kleinen Beitrag zur Versorgung mit Schutzausrüstung zu leisten", sagte der Geschäftsführer des Unternehmens Jonathan Pracht.

Der Geschäftsführer der Alfred Pracht Lichttechnik GmbH aus Dautphetal, Jonathan Pracht (links), übergab die Maskenspende an Dieter Rossbach und Andrea Schroer vom Gesundheitsamt Marburg-Biedenkopf.

+++ Nachbarländer für Sommerurlaub besonders gefragt +++

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Reisepläne der Hessen

Reise, Familie, Koffer
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15.28 Uhr: Wegen der Corona-Pandemie schien der Sommerurlaub zunächst ganz auszufallen, nun hat das Auswärtige Amt seine Reisewarnung zumindest für zahlreiche europäische Reiseländer aufgehoben. Trotzdem scheinen die Hessen bei der Urlaubsplanung in diesem Jahr auf Nummer sicher zu gehen, meint die Inhaberin des Reisebüros Persic und Weber in Frankfurt-Sachsenhausen, Marcelina Strobach: "Viele wollen in die Nähe von Deutschland, so dass man im Notfall auch schnell wieder zurückkommen würde." Besonders beliebte Ziele seien Österreich, Italien oder Spanien. "Die meisten wollen etwas Naheliegendes haben, was sie schon kennen. Keine exotischen Ziele."

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Und wie halten Sie es mit der Urlaubsplanung?

+++ Verdi klagt gegen Sonntagsöffnung +++

14.21 Uhr: Die Arbeitnehmergewerkschaft Verdi klagt vor dem Hessischen Verwaltungsgerichtshof gegen die Sonntagsöffnung von Geschäften. Durch die fortlaufende Verlängerung der corona-bedingten Ausnahmegenehmigung sehe die Gewerkschaft den grundsätzlichen Sonntagsschutz gefährdet, heißt es in einer Mitteilung von Verdi. Die Landesregierung hatte die Genehmigung zuletzt bis zum 16. August verlängert.

"Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir die Ausnahmegenehmigungen kritisch beobachten und keinesfalls eine Aushöhlung von Recht akzeptieren würden", sagte Landesbezirksleiter Jürgen Bothner. Verdi habe die Sonntagsöffnung von Verkaufsstellen wegen der Pandemie zunächst mitgetragen. "Es hat sich aber schnell gezeigt, dass insbesondere der Lebensmitteleinzelhandel überhaupt keinen Gebrauch von der Sonntagsöffnung macht. Sie dient jetzt praktisch nur für Möbelhäuser." Damit laufe die ursprüngliche Begründung der Sonntagsöffnung, nämlich das Entzerren der Kundenströme, völlig ins Leere.

+++ Bücherbus fährt wieder durch Wiesbaden +++

13.59 Uhr: Der Bücherbus der Wiesbadener Fahrbibliothek geht ab sofort wieder auf Tour. Wie die Stadt am Montag mitteilte, müssen die Leser allerdings einige Einschränkungen in Kauf nehmen: Der Bus kann nicht betreten werden. Bücher, Hörbücher und Filme müssen telefonisch unter 0611 / 317535 oder per E-Mail an fahrbibliothek-biebrich@wiesbaden.de unter Angabe der Leseausweisnummer bestellt werden. Die bestellten Medien werden kontaktlos ausgegeben. Das Angebot der Fahrbibliothek kann online recherchiert werden. Corona-bedingt können nicht alle Haltestellen angefahren werden. Es gilt ein Sonderfahrplan.

+++ Riesiges Interesse an Corona-Hilfen für Kleinstunternehmen +++

13.10 Uhr: Die Nachfrage gerade von kleinen Firmen nach Hilfsangeboten der WIBank in der Corona-Krise ist gewaltig. Mehr als 4.500 Unternehmer hat das Förderinstitut des Landes in den vergangenen Wochen unterstützt, wie die Wirtschafts- und Infrastrukturbank (WIBank) mitteilte. Insgesamt seien bislang 141,4 Millionen Euro zugesagt worden, um die wirtschaftlichen Folgen der Virus-Pandemie abzumildern. Den Großteil der Anträge gab es für die "Hessen-Mikroliquidität". Hier bewilligte die WIBank in 4.436 Fällen zusammen bisher 133,4 Millionen Euro. Gut 250 weitere Anträge sind noch in der Bearbeitung.

Das seit Anfang April laufende Programm richtet sich an Unternehmen mit höchstens 50 Vollzeitstellen sowie Solo-Selbstständige. Diese können bei dem Förderinstitut ein zu 100 Prozent vom Land Hessen verbürgtes Direktdarlehen beantragen. Pro Fall gibt es 3.000 bis 35.000 Euro als Überbrückungskredit mit sieben Jahre Laufzeit. Befristet ist das Programm bislang bis Ende dieses Jahres.

+++ CSD Frankfurt findet statt - aber anders als sonst +++

12.06 Uhr: Der Frankfurter "Christopher Street Day" (CSD) wird in diesem Jahr online und in Form einer Demonstration stattfinden. Das kündigte das Organisationsteam am Montag an. Weltweit demonstrieren jedes Jahr tausende Menschen mit Straßenparaden gegen Diskriminierung und Ausgrenzung der queeren Community. Corona-bedingt soll der Frankfurter CSD vom 17. bis 19. Juli aber hauptsächlich ins Netz verlagert werden: Auf YouTube, der CSD-Homepage, Instagram und Facebook wird es Videos von Künstlern, Szene-Veranstalterinnen und Promis geben. Sechs Drag Queens führen durch das Programm. Für den 18. Juli ist auch auf Frankfurts Straßen eine Demonstration geplant, allerdings in Form eines Autokorsos. Die sonst übliche laute Musik wird in diesem Jahr nicht aufgedreht, um Partys am Straßenrand zu vermeiden. Wer am Autokorso teilnehmen will, muss sich außerdem online anmelden.

CSD in Frankfurt

+++ Heilquellen sprudeln wieder +++

11.46 Uhr: Bad Hersfeld ist seit mehr als hundert Jahren für sein Heilwasser bekannt. Es soll gegen Magen- und Darmbeschwerden helfen. Wegen der Corona-Pandemie waren die beiden Quellen wochenlang abgedreht. Seit dem heutigen Montag sprudeln sie wieder - allerdings nur unter Aufsicht. Ein Helfer schenkt das Wasser aus der Quelle wochentags von 9 bis 10 Uhr in Pappbechern aus. Der Quellpavillon bleibt ganz geschlossen. Die Kurgäste müssen Mund- und Nasenschutz tragen und Abstand halten. Das Heilwasser in eigene Gefäße abzufüllen ist nicht erlaubt.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Kann ich jetzt wieder wie gewohnt Heilwasser abfüllen?

Besucher des "Kurparks der Jahreszeiten" im osthessischen Bad Hersfeld gehen durch den Sprühnebel der "Magischen Quelle". Sie soll die Heilquellen der Bäderstadt symbolisieren.
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+++ Trotz Corona weniger Insolvenzen +++

11.19 Uhr: Trotz Corona sind in diesem Jahr bisher weniger hessische Firmen in die Pleite gerutscht als in der ersten Jahreshälfte 2019. Mit 48 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen lag Hessen zudem unter dem Bundesschnitt von 54, wie die Wirtschaftsauskunftei Creditreform am Montag mitteilte. In den ersten sechs Monaten 2019 hatte es Creditreform zufolge 55 Firmen je 10.000 Unternehmen getroffen.

Allerdings hat der Gesetzgeber Unternehmen, die wegen der Corona-Krise zahlungsunfähig werden, vorübergehend von der Pflicht zum Insolvenzantrag befreit. Zudem kann die Bearbeitung von Anträgen in manchen Gerichten derzeit länger dauern, weil auch dort der Betrieb teils nur eingeschränkt läuft. Amtliche Insolvenzzahlen des Statistischen Bundesamtes für das erste Halbjahr liegen noch nicht vor. Etliche Ökonomen rechnen für das Gesamtjahr mit einem spürbaren Anstieg der Firmenpleiten - auch, weil zahlungsunfähige Unternehmen ab September wieder verpflichtet sind, Insolvenzanträge zu stellen.

+++ Erste Touri-Flieger starten wieder +++

10.50 Uhr: Die Bundesregierung hat am Montag die Reisewarnung für 27 europäische Länder aufgehoben. Auch vom Frankfurter Flughafen können Touristen seit heute wieder ins Ausland reisen. Der Betrieb war am Morgen aber zunächst noch überschaubar, klassische Urlaubsziele wurden bisher kaum angeflogen. Der Flughafen rechnet im Laufe des Tages mit bis zu 24.000 Reisenden - das ist nur ein Zehntel der Spitzenwerte, die vor Corona erreicht wurden.

Für Spanien, Norwegen, Finnland und Schweden gilt die Reisewarnung zunächst weiter. Auch von Reisen nach Großbritannien, Irland und Malta rät das Auswärtige Amt dringend ab, weil Einreisende aus dem Ausland dort zwei Wochen in Quarantäne müssen. Die Tourismusbranche fordert nun auch eine schnelle Aufhebung der Reisewarnungen für Nicht-EU-Länder.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Auslandsreisen sind wieder möglich

Anzeigetafel am Frankfurter Flughafen
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+++ Tourismus im April eingebrochen +++

10.32 Uhr: Die Zahl der Übernachtungsgäste ist im April aufgrund der Corona-Beschränkungen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 92 Prozent auf 96.500 zurückgegangen. Das teilte das Statistische Landesamt am Montag mit. Die Zahl der Übernachtungen sei im selben Zeitraum um 84 Prozent auf 456.000 gesunken. Aus dem Ausland seien 90 Prozent weniger Übernachtungsgäste nach Hessen gereist. Im April war die Einreise nach Deutschland stark eingeschränkt, das Auswärtige Amt riet generell von Reisen ab. Ab dem 18. März waren in Hessen Übernachtungen in Hotels nur noch zu notwendigen, nicht aber zu touristischen Zwecken erlaubt. Fast die Hälfte der Beherbergungsbetriebe hatte im gesamten April geschlossen.

+++ Trennscheiben für Frankfurts Busse +++

10.10 Uhr: Die Frankfurter Stadtbusse werden in den kommenden Wochen mit Trennscheiben ausgestattet. Sie sollen die Fahrer und Fahrgäste vor einer gegenseitigen Ansteckung mit dem Coronavirus schützen, teilte die Verkehrsgesellschaft Traffiq mit. Seit Beginn der Corona-Pandemie im März waren in Linienbussen die vorderen Türen gesperrt, die Fahrer durften keine Tickets verkaufen. Dies soll dank der Trennscheiben dann wieder möglich sein. Bis alle der über 350 im Frankfurter Linienverkehr eingesetzten Busse umgebaut sind, wird es aber voraussichtlich bis in den Herbst hinein dauern. Das liegt laut Traffiq an den unterschiedlichen Bustypen und den langen Lieferzeiten für die Trennscheiben. Sobald eine größere Anzahl von Fahrzeugen ausgestattet sei, werde es auch wieder verstärkt Fahrscheinprüfungen in den Bussen geben.

+++ Schwimmbäder dürfen wieder öffnen +++

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Reportage: Schwimmbadöffnung am Darmstädter Woog

Großer Woog
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9.37 Uhr: Im Wasser plantschen, am Badesee liegen oder in der Sauna schwitzen - das alles ist seit dem heutigen Montag wieder erlaubt. Allerdings gilt nach wie vor: Sowohl außerhalb als auch im Wasser muss ein Abstand von 1,5 Metern eingehalten werden. Volle Liegewiesen und Becken wird es also nicht geben. Warteschlangen sollen vermieden werden, deshalb verkaufen viele Bäder ihre Tickets nun online.

Die Betreiber der Bäder dürfen der Verordnung zufolge nur öffnen, wenn sie "ein anlagenbezogenes Infektionsschutz- und Zugangskonzept" vorlegen. Bei manchen Kommunen könne das noch dauern, heißt es beim Hessischen Städte- und Gemeindebund, schließlich seien die Gegebenheiten vor Ort sehr unterschiedlich. Mitglieder von Schwimmvereinen in Hessen durften bereits seit dem 1. Juni wieder ins Wasser, auch Schwimmkurse waren seitdem wieder möglich. Welche Bäder in den Städten nun wieder für alle Badegäste öffnen, erfahren Sie in unserem Artikel.

+++ Auch im Mai deutlich weniger Passagiere am Frankfurter Flughafen +++

8.58 Uhr: Infolge der Corona-Pandemie hat der Flughafenbetreiber Fraport auch im Mai stark rückläufige Geschäftszahlen gemeldet. Allerdings gibt es wieder etwas mehr Fluggäste: Waren es im April nur 188.000 und damit 97 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, lag die Zahl der Passagiere im Mai immerhin bei knapp 273.000. Das sind aber immer noch 95,6 Prozent weniger als im Mai 2019. Weil die weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amtes inzwischen teilweise aufgehoben ist, rechnet das Unternehmen für die kommenden Monate mit steigenden Passagierzahlen.

Passagiere am Frankfurter Flughafen tragen Maske

+++ Arbeitgeber beteiligen sich nicht am Pflegebonus +++

8.44 Uhr: Bei dem geplanten aufgestockten Pflegebonus in Hessen muss das Land auf die finanzielle Unterstützung der Arbeitgeber verzichten. Die Träger der Pflegeeinrichtungen hätten mitgeteilt, sich nicht an der Corona-Prämie für Pflegekräfte zu beteiligen, erklärte das Sozialministerium auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa. Der Aufstockungsbetrag muss nun aus dem Landeshaushalt bezahlt werden. Dafür seien etwa 35 Millionen Euro im zweiten Nachtragshaushalt angemeldet.

Hessen will die Corona-Prämie des Bundes mit einem Zusatzbetrag erhöhen. Vom Bund sind bis zu 1.000 Euro geplant - je nach Funktion und Arbeitszeit. Der gestaffelte Aufstockungsbetrag in Hessen soll bis zu 500 Euro betragen. Laut Sozialministerium werden den Pflegebonus rund 80.000 Beschäftigte in 2.600 Einrichtungen erhalten. Das Geld soll ab Juli gezahlt werden.

+++ Grüne Berufe wollen von Corona profitieren +++

7.21 Uhr: Der Landesbetrieb Landwirtschaft sieht in der Corona-Krise eine mögliche Chance für mehr Nachwuchskräfte auf den Höfen. "Die Attraktivität der grünen Berufe könnte nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie einen Aufschwung erfahren", erklärte der Sprecher Karl-Josef Walmanns in Kassel. Das Bewusstsein in der Bevölkerung für die Nahrungsmittelproduktion und die Verfügbarkeit regionaler Lebensmittel könnte durch die Pandemie wachsen.

In der hessischen Landwirtschaft gab es Ende vergangenen Jahres 1.612 Auszubildende. Davon lernen beispielsweise 785 den Beruf des Gärtners, 423 wollen Landwirt und 137 Gartenbauhelfer werden, wie aus einer Antwort des Landwirtschaftsministeriums auf eine SPD-Anfrage hervorgeht. Die Ausbildungszahlen in den landwirtschaftlichen Berufen seien in den vergangenen Jahren relativ stabil gewesen, erläuterte Walmanns

+++ Keine Neuinfektionen gemeldet - technische Schwierigkeiten +++

Update 16 Uhr: Das Sozialministerium hat inzwischen mitgeteilt, dass die Zahlen für Montag aufgrund technischer Schwierigkeiten nicht aussagekräftig seien. Wir werden Sie wie gewohnt morgen früh über den neuen Infektionsstand informieren.

6.49 Uhr: Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Hessen im Vergleich zum Vortag erstmals seit dem akuten Ausbruch der Krankheit nicht gestiegen. Das meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) mit Stand Montag, 0 Uhr. Es gab auch keine weiteren Todesfälle, so dass die Gesamtzahl der an oder mit Covid-19 Gestorbenen in Hessen bei 491 blieb.

Ob es sich dabei um eine gute Nachricht handelt, ist noch unklar. Auf Nachfrage teilte das RKI mit, aus Hessen seien in den vergangenen 24 Stunden keine Zahlen übermittelt worden. Möglicherweise handelt es sich also um einen Übertragungsfehler. Seit Beginn der Corona-Pandemie wurden in Hessen insgesamt 10.324 Ansteckungen gezählt. Davon gelten etwa 9.600 (93 Prozent) als genesen.

Bei den regionalen Fallzahlen sind die hessischen Kreise und kreisfreien Städte weiterhin deutlich von der Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen entfernt. Beim Erreichen dieser Marke drohen wieder Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Den mit Abstand höchsten Wert weist der Kreis Hersfeld-Rotenburg mit knapp 20 Fällen auf. In Frankfurt liegt die Zahl bei 2,0. Eine Übersicht mit allen Kreisen und kreisfreien Städten finden Sie hier.

Im Kampf gegen das Coronavirus hat die Landesregierung eine Reihe von Maßnahmen beschlossen. Den aktuellen Stand der Verordnungen finden Sie auf www.corona.hessen.de.

Weitere Informationen

Hygiene schützt

Am besten schützen Sie sich vor einer Corona-Infektion, indem Sie

  • Abstand halten,
  • Hände regelmäßig und gründlich waschen (mind. 20 Sekunden mit Seife),
  • anderen bei der Begrüßung nicht die Hand geben,
  • beim Husten und in die Armbeuge niesen,
  • in beheizten Räumen oft stoßlüften.
Ende der weiteren Informationen
Weitere Informationen

Im Verdachtsfall anrufen

Das hessische Sozialministerium hat eine landesweite Hotline für Fragen rund um das Coronavirus geschaltet. Sie ist täglich von 8 bis 20 Uhr erreichbar: 0800/5554666.

Sollten Sie den Verdacht haben, dass Sie sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, gehen Sie bitte nicht in die Praxis Ihres Hausarztes, sondern rufen Sie dort vorher an. So vermeiden Sie, möglicherweise andere Patienten im Wartezimmer anzustecken.

Ende der weiteren Informationen
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