In unserem Ticker informieren wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Hessen.

  • Übernachtungszahlen brechen fast um die Hälfte ein

    Die Corona-Pandemie hat weiter erhebliche Auswirkungen auf den hessischen Tourismus. Die Beherbergungsbetriebe zählten im August 45 Prozent weniger Gäste und 37 Prozent weniger Übernachtungen als noch im gleichen Monat 2019, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte.

    36 Prozent weniger Inlandsgäste blieben über Nacht, aus dem Ausland reisten sogar 71 Prozent weniger Gäste an. Die geöffneten Betriebe hätten wegen der Corona-Pandemie zahlreiche Auflagen erfüllen müssen, erklärte das Landesamt. "Dadurch reduzierte sich das Bettenangebot gegenüber August 2019 um ein Zehntel, die durchschnittliche Auslastung sank um ein Drittel auf 26 Prozent." Die Beherbergungsbetriebe registrierten im August 816 300 Gäste und rund 2,15 Millionen Übernachtungen.

    Die stärksten Rückgänge der Übernachtungszahlen mussten Betriebe in Frankfurt (minus 62 Prozent) und im Landkreis Groß-Gerau (minus 59 Prozent) hinnehmen. Am wenigsten waren die Landkreise Waldeck-Frankenberg (minus 8 Prozent), Schwalm-Eder-Kreis (minus 11 Prozent) und Limburg-Weilburg (minus 13 Prozent) betroffen.

  • Corona lässt Gewerbeanmeldungen einbrechen

    Während des Corona-Shutdowns im Frühjahr haben sich in Hessen deutlich weniger Menschen getraut, ein Gewerbe anzumelden. Im zweiten Quartal des Jahres lag die Zahl der Anmeldungen mit knapp 12.000 um 15 Prozent unter dem Vorjahresniveau, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag in Wiesbaden berichtete. Besonders deutlich waren die Einbrüche zwischen April und Juni in den Bereichen "Kunst, Unterhaltung und Erholung" (-46,4 Prozent) sowie im Gastgewerbe (-35,1 Prozent). Diese Branchen sind von der Corona-Krise besonders betroffen. Weitgehend stabil blieben hingegen die Anmeldungen im Gesundheits- und Sozialwesen, in der Energie- und Wasserversorgung sowie bei Verkehr und Lagerei.

  • Gastronomen kämpfen gegen Sperrstunde in Frankfurt

    Die anhaltend hohe Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner in Frankfurt dürfte dazu führen, dass die vor einer Woche eingeführten Corona-Beschränkungen heute verlängert werden. Der Verwaltungsstab der Stadt berät am Mittag über das weitere Vorgehen bei der Bekämpfung der Pandemie. Bisher gilt Sperrstunde ab 23 Uhr, Maskenpflicht auf Einkaufsstraßen und Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen. Nach hr-Informationen werden die Beschränkungen zum einen wohl verlängert, zum anderen könnten sie auch verschärft werden.

    Das dürfte vor allem bei den von der Krise gebeutelten Gastronomen auf wenig Begeisterung treffen. Diese leiden bereits unter der eingeführten Sperrstunde. Das machten Interessenvertreter bei einem Gipfeltreffen mit Vertretern der Stadt in dieser Woche noch einmal deutlich. Als Alternative zur Sperrstunde schlägt der Gastronomie-Dachverband Dehoga Hessen Kompromisse vor, unter anderem die Beschränkung des Alkoholausschanks für sitzende Gäste oder ein Verbot von Take-Away-Verkauf für alkoholische Getränke.

  • Bouffier begrüßt geplante Regel-Verschärfung

    Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat die von Bund und Ländern beschlossene Verschärfung der Corona-Regeln begrüßt. "Über die konkrete Umsetzung der Beschlüsse in Hessen wird zeitnah das hessische Corona-Kabinett beraten", teilte er am Donnerstag in Wiesbaden mit. "Wir müssen jetzt gemeinsam die richtigen Maßnahmen treffen, damit wir unsere Schulen und Kitas offen und unsere Wirtschaft am Laufen halten können."

    Am Mittwoch hatten sich Bund und Länder darauf geeinigt, die Schwelle für strengere Maßnahmen in deutschen Corona-Hochburgen zu senken. So soll die Maskenpflicht ausgeweitet, die Gästezahl bei privaten Feiern weiter begrenzt und eine lokale Sperrstunde für die Gastronomie eingeführt werden. Die Regelungen sollen teilweise bereits ab 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen greifen statt bisher bei 50. Bouffier nannte diese einheitlichen Beschlüsse "immens wichtig, damit wir dem Infektionsgeschehen am Ende nicht hinterher laufen".

  • Ärzte kritisieren Zustände in Kasseler Flüchtlingsheim

    Die Zahl der Corona-Fälle in Kassel ist sprunghaft angestiegen, Grund dafür sind 112 Fälle in einer Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge. Nun erhebt das Ärzteteam der Unterkunft schwere Vorwürfe gegen das zuständie Regierungspräsidium Gießen: Bereits Anfang Oktober, als die ersten Infektionen in der Einrichtung bekannt wurden, hätten die Ärzte eine schnellstmögliche Isolierung der Betroffenen gefordert, sagte der Leiter des Ärzteteams, Helmuth Greger, dem hr.

    Doch die Zustände vor Ort machten das unmöglich. Abstandsregeln und die Maskenpflicht seien extrem schwierig durchzuführen. "Und die Isolierungsbedingungen entsprechen nicht den Qualitätsstandards, wie wir es erwartet haben", sagte Greger.

    Die Missstände seien dem RP Gießen im Vorfeld bekannt gewesen. "Wir haben gemahnt: Wehe, wenn sowas passiert", so Greger. Für Ärzte und Bewohner hat der Ausbruch nun Konsequenzen. Die Mediziner können nur noch in Notfällen in die Einrichtung. Ansonsten bleibe eine Telefonsprechstunde - wie die allerdings mit Sprachbarrieren funktionieren soll, sei unklar, .

  • Top-Thema

    Rekord-Anstieg bei Neuinfektionen

    Mit 662 erfassten Neuinfektionen binnen 24 Stunden verzeichnet Hessen den höchsten Anstieg an Corona-Fällen seit Beginn der Pandemie im März. Zwei weitere Todesfälle wurden im Zusammenhang mit der Krankheit registriert, wie das Robert-Koch-Institut am Donnerstag mit Stand 0 Uhr mitteilte. Die Gesamtzahl der an oder mit Covid-19 Gestorbenen stieg damit auf 569. Seit Beginn der Pandemie wurden 23.481 bestätigte Fälle in Hessen erfasst. Davon gelten rund 19.000 als genesen.

    Unter den Kreisen und kreisfreien Städten weist Kassel nach einem Ausbruch in einer Flüchtlingsunterkunft die höchste Zahl an Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner auf. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz liegt dort bei 97,5. Bei den Städten folgen Offenbach (89,8) und Frankfurt (69,2).

    Unter den Landkreisen liegen zudem Groß-Gerau (71,4) und Main-Taunus (54,9) über der Warnstufe von 50 Neuinfektionen. Nur knapp darunter sind der Hochtaunuskreis (48,5) und der Landkreis Offenbach (48,1). Eine Übersicht finden Sie hier.

  • Top-Thema

    Strengere Kontaktbeschränkungen in Hotspots

    In Corona-Hotspots mit Inzidenzwerten von mehr als 50 sollen sich künftig nur noch maximal zehn Personen im öffentlichen Raum treffen dürfen. Und sollten die neuen Maßnahmen den Anstieg nicht zum Stillstand bringen, sollen sich nur noch bis zu fünf Personen oder die Angehörigen zweier Hausstände im öffentlichen Raum treffen dürfen. Darauf verständigten sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch in Berlin, wie die Nachrichtenagentur dpa aus Teilnehmerkreisen erfuhr. Der finale Beschluss des gesamten Konzepts stand am Abend aber noch aus.

    Den Informationen der dpa zufolge verständigten sich Bund und Länder auch darauf, eine Sperrstunde ab 23 Uhr für die Gastronomie in solchen Hotspots durchzusetzen. In Frankfurt ist das bereits der Fall. Gleiches gilt für eine angedachte Maskenpflicht in Hotspots dort, wo viele Menschen zusammenkommen. Auch hierzu gibt es in Frankfurt entsprechende Regeln auf Einkaufsstraßen wie etwa der Zeil.

  • Top-Thema

    Kassel könnte Risikogebiet werden

    In Kassel sind die Corona-Fälle stark angestiegen: In einer Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge waren am Wochenende 301 Bewohner unter Quarantäne gestellt worden, nachdem offenbar eine ehrenamtliche Helferin zunächst vier Bewohner infiziert hatte. Daraufhin wurden alle Bewohner am Dienstag auf Corona getestet, 111 waren positiv, teilte die Stadt am Mittwochnachmittag mit. Die aktuelle Sieben-Tage-Inzidenz liegt damit unter Berücksichtigung des Ausbruchs in der Erstaufnahmeeinrichtung bei 94,2 - ohne Berücksichtigung bei 42,1.

    Ob Kassel damit auch zum Risikogebiet wird, war am Mittwochnachmittag nicht klar. Das entscheide nicht die Stadt, sagte ein Sprecher dem hr. Die Entscheidung darüber wird für den am Donnerstag erwartet.

    Die Stadt reagierte umgehend mit einem Verbot von Veranstaltungen mit mehr als 250 Teilnehmern. Ab Donnerstag werden Feiern mit mehr als 25 Gästen untersagt, in Privatwohnungen sollten sich nicht mehr als zehn Menschen treffen. Am Mittwochmorgen hatte die Sieben-Tage-Inzidenz von Kassel noch bei 37,1 gelegen mit 75 neuen Fällen.

  • Gericht bestätigt Frankfurter Sperrstunde ab 23 Uhr

    Das Verwaltungsgericht Frankfurt hat die Eilanträge dreier Disko- und Gaststättenbetreiber gegen die ab 23 Uhr gültige Sperrstunde in der Stadt abgelehnt. Sie hatten argumentiert, die Sperrstunde in der jetzigen Form helfe nicht gegen die Ausbreitung des Virus, sondern stelle vielmehr eine Gefährdung dar: Die Menschen würden nun eher in privaten Räumen und ohne Hygienekonzept feiern. Die Gastronomie sei aus wissenschaftlicher Sicht hingegen kein relevanter Risikofaktor. Das Gericht entgegnete, mit Erreichen der Eskalationsstufe 4 (Alarmstufe Rot) sei die derzeitige Sperrzeitregelung uneingeschränkt zu bejahen. Bereits am Vortag hatte das Verwaltungsgericht einen ähnlichen Eilantrag in Frankfurt abgelehnt.

  • Besuchsstopp an Kliniken Frankfurt-Main-Taunus

    Angesichts der kontinuierlich steigenden Covid-Infektionen in Frankfurt und dem Main-Taunus-Kreis haben sich die Kliniken Frankfurt-Main-Taunus zu einem neuen Besuchsstopp entschieden. Das teilte der Betreiber am Mittwoch mit. Betroffen sind die das Klinikum Frankfurt-Höchst, die Krankenhäuser Bad Soden und Hofheim sowie die Seniorenresidenz Eppstein. Der Besuchsstopp gilt ab Donnerstag (15. Oktober). Lediglich in besonderen Situationen, wie bei palliativen Patienten gelten Sonderregelungen, die durch den behandelnden Arzt genehmigt werden können.

    Werdende Mütter dürfen laut Klinikbetreiber wie bisher während der Geburt von einer Person begleitet werden. Diese Person darf Mutter und Neugeborenes an den folgenden Tagen einmal am Tag besuchen.

  • Top-Thema

    Zahl der Intensivpatienten hat sich seit September verdoppelt

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    Nicht nur die Zahl der gemeldeten Corona-Fälle ist in den letzten Wochen angestiegen - auch die Zahl derer, die wegen Corona ins Krankenhaus müssen, steigt wieder an. Auch die Zahl der Intensivpatienten hat sich seit Anfang September mehr als verdoppelt - auch wenn insgesamt keinerlei Überlastung der Intensivstationen droht.

  • Landesärztekammer will Grippe-Impfung nur für Risikogruppen

    Die Landesärztekammer Hessen und das Gesundheitsamt Frankfurt haben den Vorstoß einiger Krankenkassen kritisiert, die Grippeschutzimpfung für jeden kostenlos anzubieten. "Es gibt klare Indikationsempfehlungen der Ständigen Impfkommission beim RKI, dass insbesondere Menschen über 60 Jahren sowie Personen mit Vorerkrankung und gefährdete Berufsgruppen wie medizinisches Personal geimpft werden sollten, an die wir uns halten sollten", sagte Landesärztekammerpräsident Edgar Pinkowski.

    In diesem Jahr stehen der Kammer zufolge rund 30 Prozent mehr Impfstoff zur Verfügung als sonst. Das dürfe jedoch nicht zu der falschen Annahme verleiten, dass der Impfstoff für die gesamte Bevölkerung ausreiche, warnte Pinkowski.

  • Top-Thema

    2,1 Millionen Euro Soforthilfe für Tagespflegeeinrichtungen

    Das Land unterstützt Tages- und Kurzzeitpflegeeinrichtungen mit einer Soforthilfe von insgesamt 2,1 Millionen Euro. Sie seien "ein unverzichtbarer Teil der Infrastruktur, insbesondere zur Unterstützung und Entlastung von pflegenden Angehörigen", wie Sozialminister Kai Klose (Grüne) am Mittwoch sagte. Die Einrichtungen waren während der Pandemie bislang besonders stark von Maßnahmen betroffen, die verhindern sollten, dass sich das Corona-Virus ausbreitet.

    Ab sofort können Träger einen Antrag auf die Finanzierung ihrer Investitionsaufwendungen für die Monate März bis September stellen. Die Anträge können bis spätestens 1. November beim Regierungspräsidium Gießen eingereicht werden.

  • Verkehrsverbünde: Corona frisst ein Viertel der Einnahmen

    Wegen der Corona-Pandemie verzeichnen die hessischen Verkehrsverbünde hohe Einbußen. Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) rechnet laut RMV-Geschäftsführer Knut Ringat für dieses Jahr mit einem Verlust von etwa 250 Millionen. Das Minus bei den Einnahmen betrüge etwa 25 Prozent. Auch der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) bekommt die Pandemie zu spüren: Bei ihm liegen die Fahrgastzahlen und Einnahmen bei nur etwa 75 bis 80 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

  • Top-Thema

    Infektionsquellen oft nicht mehr zu ermitteln

    Hessens Gesundheitsämter können einen erheblichen Teil der neuen Corona-Infektionen nicht mehr bis zu ihrem Ursprung zurückverfolgen. Die Quote der nicht mehr nachvollziehbaren Ansteckungen lag in den vergangenen 14 Tagen je nach Kommune zwischen 29 und 76 Prozent, wie Stichproben der Deutschen Presse-Agentur bei Städten und Kreisen mit erhöhten Infektionszahlen zeigen.

    Wird eine Corona-Infektion festgestellt, versuchen die Ämter die Infektionskette nachzuvollziehen und zu unterbrechen. Doch angesichts steigender Infiziertenzahlen arbeiten die Behörden vielerorts am Limit. Der Verband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes kritisiert die bisherige Strategie: "Die Frage ist: Ist es sinnvoll, allen Verdachtsfällen nachzujagen oder wenden wir uns den kranken Leuten zu? Verbrennen wir weiter Laborkapazitäten oder schalten wir langsam in den Modus medizinischer Vernunft um und kümmern uns um die Infizierten/Kranken und Schutzbedürftigen?", sagte Vorstand Jürgen Krahn.

  • Top-Thema

    Mehr als 500 Neuinfektionen, 5 Tote

    Die Corona-Pandemie in Hessen nimmt an Dynamik weiter zu: Binnen 24 Stunden stieg die Zahl der Neuinfektionen um 509. Am Vortag waren 271 Fälle gemeldet worden - allerdings fehlten da 97 Fälle aus Frankfurt. Im Zusammenhang mit Corona wurde fünf weitere Todesfälle registriert, wie das Robert-Koch-Institut am Mittwoch mit Stand 0 Uhr mitteilte. Die Gesamtzahl der an oder mit Covid-19 Gestorbenen stieg damit auf 567. Seit Beginn der Pandemie wurden 22.819 bestätigte Fälle in Hessen erfasst. Davon gelten rund 18.800 als genesen.

    Unter den Kreisen und kreisfreien Städten weisen weiter Offenbach und Frankfurt die meisten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen auf. Die sogenannte Inzidenz stieg in Offenbach deutlich auf 84,4, in Frankfurt liegt sie bei 71.

    Mit dem Kreis Groß-Gerau (61,7) und dem Main-Taunus-Kreis (53,7) liegen zwei weitere Kreise über der Warnstufe von 50 Neuinfektionen.

  • Kreis Groß-Gerau führt Maskenpflicht ab Klasse fünf ein

    Der Kreis Groß-Gerau führt nach dem Ende der Herbstferien für den Unterricht ab Klasse fünf wegen weiter steigender Infektionszahlen die Maskenpflicht im Präsenzunterricht ein. "Wir müssen die Pandemie im Kreis noch ein Stück ernster nehmen", sagte Landrat Thomas Will (SPD). Dies gelte zunächst bis zum 1. November. Schulen seien Orte der Begegnung und daher auch ein besonders geeigneter Bereich, in dem sich Infektionen ausbreiten können, begründete der Kreis die Maßnahme. Die 7-Tage-Inzidenz im Kreis lag zuletzt bei 55,1.

  • Top-Thema

    Bundeswehr hilft Frankfurt bei Kontaktverfolgung

    Nach Offenbach greift nun auch Frankfurt in der Bekämpfung der Corona-Pandemie auf die Hilfe der Bundeswehr zurück. 60 Soldaten sollen von Mittwoch an die Stadt bei der Kontaktverfolgung unterstützen. Grund ist der weiter starke Anstieg der Infektionszahlen. Die 7-Tage-Inzidenz lag am Dienstagmorgen in Frankfurt bei 74,8 Fällen pro 100.000 Einwohner. Ab 75 übernimmt laut Eskalationskonzept der Landesregierung das Sozialministerium die Steuerung der Lage.

    Der Leiter des Frankfurter Gesundheitsamts, René Gottschalk, begrüßt die Hilfe der Bundeswehr. Bei zum Teil mehr als 70 Fällen am Tag sei die Kontaktverfolgung ohne Verstärkung nicht mehr zu leisten, sagte er. Am Donnerstag trifft sich der Verwaltungsstab der Stadt, um über weitere Maßnahmen zu beraten. Im Raum stehen etwa ein nächtliches Alkohol-Verkaufsverbot sowie eine Maskenpflicht im Unterricht an weiterführenden Schulen.

  • Top-Thema

    Hessen gegen veränderte Schulferien

    Das Land Hessen ist dagegen, dass die Ferien im laufenden Schuljahr wegen der Corona-Pandemie verändert werden. Ein Sprecher des hessischen Kultusministeriums sagte dem hr, Eltern seien auf verlässliche Ferienzeiten angewiesen und bräuchten Planungssicherheit für die Betreuung ihrer Kinder. Zudem müsse die Vorbereitung auf Abschlussprüfungen gewährleistet werden. Außerdem entwickle sich das Infektionsgeschehen zu dynamisch, um derzeit schon eine Vorhersage für die Weihnachtszeit treffen zu können.

    Die Unions-Bundestagsfraktion hatte vorgeschlagen, die Weihnachtsferien zu verlängern, um eine Infektionswelle an Schulen zu verhindern. Im Gegenzug sollen die Oster- oder Sommerferien dann verkürzt werden.

  • Hessische Landesbahn rechnet auch in kommenden Jahren mit weniger Fahrgästen

    Die Fahrgastzahlen im öffentlichen Nahverkehr werden sich nach Einschätzung der Hessischen Landesbahn (HLB) frühestens in einigen Jahren erholen. HLB-Geschäftsführer Veit Salzmann sagte, die Auslastung sei zwischenzeitlich auf 40 Prozent gesunken und liege mittlerweile im Schnitt bei 75 Prozent. Immer mehr Kunden mit Monats- oder Jahreskarten verzichteten auf eine Verlängerung ihres Abonnements. Dies werde die Branche in den kommenden beiden Jahren bundesweit belasten.

    Hier müsse es neue Tarifstrukturen geben, um weiter attraktive Angebote machen zu können, auch wenn ein oder zwei Tage pro Woche im Homeoffice gearbeitet werde, sagte Salzmann. Klagen von Fahrgästen über volle Züge und Busse könne er nachvollziehen, sagte Salzmann. Den Verkehrsunternehmen seien aber die Hände gebunden, sie könnten wegen langer Lieferzeiten nicht ohne weiteres neue Züge oder Busse beschaffen.

  • Metall- und Elektroindustrie fordert Entlastungen

    Zur Bewältigung der Corona-Krise verlangt die hessische Metall- und Elektroindustrie Entlastungen vom Staat und von der Gewerkschaft IG Metall. Die Tarifpolitik dürfe nicht den Druck auf betriebsbedingte Kündigungen erhöhen, erklärte Hessenmetall-Hauptgeschäftsführer Dirk Pollert. Vom Staat verlangte er Steuersenkungen und dauerhafte Sozialversicherungsbeiträge unter 40 Prozent des Bruttolohns.

    Nach einem historisch schlechten Halbjahr rechneten 20 Prozent der Unternehmen laut einer Verbandsumfrage frühestens Ende 2021 mit einer Rückkehr zur Normalität. 45 Prozent könnten noch überhaupt nicht absehen, wann die Produktion wieder den Vorkrisenstand erreiche. Von den rund 210.000 Beschäftigten seien aktuell noch rund 45.000 in Kurzarbeit.

  • Reihentests in Erstaufnahmeeinrichtung in Kassel

    Nach mehreren Corona-Fällen in einer Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in Kassel-Niederzwehren sind die ersten Bewohner getestet worden. "Die ersten Ergebnisse erwarten wir im Laufe des morgigen Tages", sagte ein Sprecher des Regierungspräsidiums Gießen. Alle 301 Bewohner der Einrichtung sollten am Dienstag getestet werden. Vor Beginn der Tests war bei vier Bewohnern und einem ehrenamtlichen Mitarbeiter eine Corona-Infektion nachgewiesen worden. Am Freitag stellte das Gesundheitsamt die gesamte Einrichtung unter Quarantäne.

  • Top-Thema

    Inzidenz in Frankfurt steigt deutlich

    Die Zahl der Corona-Neuansteckungen steigt in Frankfurt weiter kräftig an. Wie das städtische Gesundheitsamt auf Nachfrage mitteilte, kamen binnen 24 Stunden weitere 99 positive Testergebnisse hinzu. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt damit mit 74,8 Fällen pro 100.000 Einwohner nur noch knapp unter der höchsten hessischen Warnstufe von 75. Am Vortag lag der Wert noch bei 65,4.

    Wegen eines offensichtlichen Übermittlungsfehlers meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) am Dienstagfrüh lediglich zwei Neuinfektionen innerhalb eines Tages für Frankfurt. Diese Zahl korrigierte die Stadt nun nach oben. Damit erhöht sich auch die vom RKI ursprünglich angegebene Tageszahl von 271 hessenweiten Neuansteckungen deutlich.

  • SPD und FDP fordern Ende des Beherbergungsverbots

    Die Fraktionen von SPD und FDP im Landtag fordern, das Beherbergungsverbot für Menschen aus innerdeutschen Risikogebieten aufzuheben. Das Verbot sei "falsch und unverhältnismäßig", sagte SPD-Vorsitzende Nancy Faeser. Es gebe keine Belege dafür, dass Reisen innerhalb Deutschlands zum derzeitigen Anstieg der Corona-Fallzahlen beigetragen hätten. Die unterschiedlichen Regelungen in den Bundesländern führten zu einem "rechtlichen Wirrwarr", das alle Beteiligten verunsichere und letztlich auch zu einer geringeren Akzeptanz der sinnvollen Corona-Maßnahmen führe.

    Der FDP-Fraktionsvorsitzende René Rock teilte mit, der Wohnsitz sage nichts über das persönliche Risikoverhalten aus. Zudem verschärfe das Beherbergungsverbot die Existenzsorgen der Branche. "Bevor Gerichte über diese Maßnahme entscheiden, wäre es angezeigt, diesen Irrweg schnell zu beenden", so Rock. Am Mittwoch beraten die Ministerpräsidenten der Länder und Bundeskanzlerin Angela Merkel erneut über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie. Dabei wird es auch um das Beherbergungsverbot gehen.

  • Top-Thema

    Main-Taunus-Kreis führt Sperrstunde ein

    Im Main-Taunus-Kreis sind am Dienstag weitere Corona-Beschränkungen in Kraft getreten. So gelte unter anderem eine Sperrstunde ab 23 Uhr und eine Maskenpflicht in Gaststätten, teilte die Kreisverwaltung mit. Zudem dürfen sich unter anderem im öffentlichen Raum nur maximal fünf Personen oder zwei Hausstände treffen. Für öffentliche Vor- und Aufführungen gilt eine Personenobergrenze von 100. Bei privaten Feiern in öffentlichen oder gemieteten Räumen gilt eine Grenze von maximal 25.

    Bereits am Montag überschritt der Kreis den als kritisch geltenden Schwellenwert von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Die Inzidenz lag nach seinen Angaben bei 59. Einen Schwerpunkt von Infektionen habe es in den vergangenen Tagen in einer Behinderteneinrichtung und in einem Pflegeheim gegeben. Der Main-Taunus-Kreis ist die vierte Region, die aktuell in Hessen die Inzidenz von 50 überschreitet.