In unserem Ticker informieren wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Hessen. Finden Sie hier den Ticker zum Nachlesen vom 9. April 2020.

Im Kampf gegen das Coronavirus hat die Landesregierung in den vergangenen Tagen bereits eine Reihe von Maßnahmen beschlossen. Den aktuellen Stand der Verordnungen finden Sie auf www.corona.hessen.de.

Die wichtigsten Meldungen:

+++ Was an Ostern überhaupt noch erlaubt ist +++

20.43 Uhr: Osterzeit ist Familien- und Ausflugszeit. Doch in diesem Jahr ist von Karfreitag bis Ostermontag aufgrund der Corona-Pandemie alles anders. Picknicken, Ostereiersuche, Familienbesuche: Wir geben in unserem Artikel einen Überblick, was in Hessen derzeit noch erlaubt ist - und was nicht.

+++ Herzinfarkt-Patienten trauen sich nicht zum Arzt +++

20.28 Uhr: Die Corona-Pandemie hat einen auffälligen Nebeneffekt: Die Zahl der anderen medizinischen Notfälle sinkt – sogar die der Herzinfarkt-Patienten. Was erfreulich scheint, ist besorgniserregend, da sich diese nicht mehr zum Arzt trauen, wie sie in unserem Artikel nachlesen können.

+++ Zugang zur Notbetreuung für weitere Berufsfelder +++

20.16 Uhr: Die hessische Landesregierung hat den Kreis der Berufsgruppen, die die Notbetreuung in Schulen und Kitas nutzen kann, am Donnerstag erweitert. Hinzu kommen laut Angaben Personen, die hauptberuflich Beratungsdienste der psychosozialen Notfallversorgung sicherstellen, Mitarbeiter von Schutzeinrichtungen für Betroffene geschlechtsspezifischer Gewalt, Psychotherapeuten sowie Personen, die Beratungen in anerkannten Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen durchführen. Ebenfalls Zugang zur Notbetreuung haben ab 10. April auch Kinder von Beschäftigen in Einrichtungen der Jugendhilfe. Dazu zählen Einrichtungen der Erziehungshilfe, aber auch Internate und Schüler- oder Auszubildendenwohnheime, wie das Sozialministerium mitteilte.

+++ Schulen könnten im Schichtbetrieb starten +++

20.03 Uhr: Wie geht es nach den Osterferien in Hessens Schulen weiter? Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat die ersten Gedankenspiele dazu skizziert. Auch ein möglicher Schicht-Unterricht spielt dabei eine Rolle. Die Eltern der schulpflichtigen Kinder vermissen derweil eine klare Ansage zum Home-Schooling, die Lehrer eine Handhabe. In unserem Artikel finden Sie eine Übersicht zur aktuellen Lage.

+++ Lufthansa spendet Osterschokolade an Kliniken +++

19.49 Uhr: Der Lufthansa-Konzern zeigt sich in schwierigen Corona-Zeiten spendabel und spendet Osterschokolade an Kliniken und Tafeln. Die Süßigkeiten seien eigentlich für Flugpassagiere an den Festtagen gedacht gewesen, teilte die Airline am Mittwoch mit. Über 300.000 Osterhasen aus Schokolade würden an soziale Einrichtungen und Krankenhäuser in Deutschland gespendet. Zu den Empfängern gehören den Angaben zufolge auch Krankenhäuser in Frankfurt.

+++ Einige Kliniken in Corona-Krise kaum belegt +++

19.34 Uhr: Auf den Intensivstationen in Hessen liegen zwar einige Covid-19 Patienten, aber viele Betten sind trotzdem noch frei. Einige Kliniken stellt das vor finanzielle Probleme – da keine geplanten Operationen mehr stattfinden können:

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+++ GDL-Chef: Reservierungspflicht in Fernzügen einführen +++

19.15 Uhr: Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer, Claus Weselsky, hat angesichts der Coronavirus-Pandemie eine vorübergehende Reservierungspflicht für Fernzüge vorgeschlagen. Der GDL-Chef sagte am Donnerstag hr-iNFO: Wenn eine Reservierungspflicht in dieser Corona-Krisenzeit eingeführt würde, könnte darüber gesteuert werden, dass die nötigen Sitzabstände zwischen den Reisenden eingehalten würden. "Das wäre eine durchaus zulässige Methode", sagte Weselsky. Im Nahverkehr sei dies dagegen nicht so leicht umsetzbar. Dort müsse man "mit klugen Methoden" darauf achten, dass die Abstände zwischen den Reisenden groß genug seien.

+++ Vorsicht bei Antikörper-Schnelltest +++

18.56 Uhr: Der Kasseler Infektionsmediziner Marcus Thomé rät derzeit noch von Antikörper-Schnelltests ab. Die in Apotheken erwerbbaren Tests seien zwar zertifiziert und mit einer hohen Sensitivität ausgestattet. "Gesunde werden sehr genau als gesund und Kranke sehr genau als krank identifiziert." Aufgrund der momentan noch sehr geringen Durchseuchung sei aber das Problem, dass "es noch sehr viele falsche positive Ergebnisse" gibt, so Thomé. Bei einem positiven Testergebnis sei ein professioneller Gegentest deshalb unabdingbar. "Ich würde da momentan noch nicht drauf vertrauen." In sechs Monaten könne das jedoch anders aussehen.

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Coronavirus
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+++ "Lesen im Lockdown" mit Nele Pollatschek +++

18.33 Uhr: Wer oder was ist eigentlich "Oxbridge"? Und wie kommt man von "Oxbridge" zum "Brexit"? Nele Pollatschek hat einen wütenden Liebesbrief an England geschrieben. Sie schimpft und analysiert die Machteliten der Insel. Was bedeutet das, wenn sich Bildung, politischer Einfluss und Reichtum an zwei Eliteunis ballt? Nele Pollatschek liest in Teil elf unserer Serie "Lesen im Lockdown" vor ihrem Bücherregal im Schlafanzug mit Paspel - das ist englisch und hat Stil.

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Lesen im Lockdown: Nele Pollatschek
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+++ Eintracht verzichtet auf 20 Prozent Gehalt +++

18.11 Uhr: Um sich der Corona-Krise entgegenzustemmen, verzichten bei Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt der Vorstand, die sportliche Leitung, die Mannschaft, das Trainerteam und die Bereichsleiter im April, Mai und Juni auf je 20 Prozent ihres Gehalts. Das gab der Club am Donnerstag bekannt. "Die Gespräche mit den Spielern waren sehr positiv. Alle haben ein großes Verständnis und Gefühl für ihre Rolle und ihre Verantwortung", erklärte Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic.

Auch das Präsidium, die Geschäftsführung und die Leitung des Leistungszentrums der Eintracht zeigen sich solidarisch. Ein Drittel der Beschäftigen von AG und Verein wird in Kurzarbeit geschickt. Laut Finanzvorstand Oliver Frankenbach könne durch diese und ergänzende Maßnahmen die "Lücke von mindestens 15 Millionen Euro" gefüllt werden, die entstehen wird, sollte die Bundesliga-Saison ohne Zuschauer zu Ende gespielt werden.

+++ Konzerne veranstalten virtuelle Hauptversammlungen +++

17.50 Uhr: Die Deutsche Bank und die Lufthansa halten ihre Aktionärstreffen wegen der Coronavirus-Krise rein virtuell ab. Das Finanzinstitut wird seine Hauptversammlung am 20. Mai durchführen, die Airline hält ihr Treffen per Livestream bereits am 5. Mai ab, wie beide Unternehmen am Donnerstag mitteilten. Anteilseigner könnten Fragen und Stellungnahmen vorab über die Hauptversammlungswebsite miteinander teilen, hieß es weiter. "Der Gesetzgeber hat ermöglicht, dass Hauptversammlungen unter bestimmten Voraussetzungen ohne physische Präsenz der Aktionäre durchgeführt werden können", teilte die Lufthansa in Frankfurt mit.

+++ Zusammenschluss will Helfern helfen +++

17.33 Uhr: Ein Zusammenschluss aus Psychologen, Therapeuten und Coaches hat eine Online-Hilfe für Helfer aus systemrelevanter Berufen ins Leben gerufen. Wie die beiden Initiatorinnen Wiebke Marschner aus Michelstadt (Odenwald) und Jeanine Sinai aus Frankfurt am Donnerstag mitteilten, will die Initiative "Wir helfen Helfern-Online" emotionale Unterstützung liefern. "Für uns bedeutet Solidarität nicht nur Beifall klatschen, sondern auch das leisten, was andere leisten", heißt es in der Meldung. Die rund 150 ehrenamtlich teilnehmenden Kollegen bieten unter anderem psychologische Begleitung, Burn-Out-Prävention oder Trauma-Begleitung. Verfügbar ist der Service in Deutschland, Österreich, Frankreich und der Schweiz.

+++ Keine weiteren Infektionen in Haiger Pflegeheim +++

17.16 Uhr: Das Altenpflegeheim in Haiger (Lahn-Dill), das vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) betrieben wird, hat seine zweiwöchige Quarantänezeit ohne weitere Infektion überstanden. Das gab der Lahn-Dill-Kreis am Donnerstag bekannt. Nachdem zwei Pflegerinnen positiv auf das neuartige Coronavirus getestet wurden, mussten alle Heimbewohner in Isolation. "Es freut uns, zu sehen, dass die Maßnahmen greifen", betonte Landrat Wolfgang Schuster (SPD) nach der Aufhebung der Quarantäne.

+++ Stada aus Bad Vilbel steigert Arznei-Produktion auf Rekord +++

16.59 Uhr: Der Pharmakonzern Stada hat in der Corona-Krise so viele Medikamente hergestellt wie noch nie. Im März habe das Produktionsvolumen um mehr als 10 Prozent über dem typischen Niveau gelegen und mehr als 63 Millionen Arzneipackungen erreicht, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Bad Vilbel mit. Das sei ein Höchststand in der 125-jährigen Firmengeschichte. Mit Vorrang produziert würden derzeit Arzneimittel, die in Zeiten der Pandemie besonders gefragt seien - etwa Mittel gegen Infektionskrankheiten sowie Immunstimulanzien und Schmerzmittel. Auch die Versorgung mit lebenswichtigen Medikamenten, zum Beispiel in der Krebstherapie, sei ein Schwerpunkt. Stada habe die Lagerbestände an Rohstoffen ebenso wie an fertig dosierten Arzneimitteln aufgestockt.

+++ Gelnhausen verschiebt 850. Geburtstag +++

16.44 Uhr: Die Stadt Gelnhausen (Main-Kinzig) muss ihre Feier zum 850-jährigen Bestehen wegen der Corona-Pandemie verschieben. Laut einer Mitteilung vom Donnerstag soll das große Fest im Juni 2021 nachgeholt werden. Das Konzept bleibe bestehen, die Eintrittskarten behielten ihre Gültigkeit, teilten die Veranstalter mit.

+++ Gießener Basketballer verzichten auf Training +++

16.23 Uhr: Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Profisportmannschaften in Deutschland lehnt der Basketball-Bundesligist Gießen 46ers einen mittlerweile in vielen Regionen genehmigten eingeschränkten Trainingsbetrieb derzeit ab. "Hinsichtlich der rigorosen Einschränkungen der Bevölkerung sehen wir das als falsches Signal", sagte Geschäftsführer Michael Koch.

Sein Klub, so der langjährige Nationalspieler und Europameister von 1993, sei einer der ersten Vereine gewesen, der wegen der Corona-Krise schon frühzeitig Mitte März jegliches Training eingestellt habe. "Das Robert-Koch-Institut meldet weiter steigende Infektionsraten. Für uns steht weiterhin die Gesundheit unserer Spieler, Trainer und Betreuer an erster Stelle", erklärte der Gießener Geschäftsführer.

+++ Schon rund 1.000 Verstöße gegen Corona-Regeln +++

16.03 Uhr: Seit knapp einer Woche werden in Hessen Verstöße gegen das Kontaktverbot, das aufgrund der Corona-Krise in Kraft ist, von der Polizei mit Bußgeldern bestraft. Bislang wurden dabei bereits 919 Fälle registriert, die geahndet wurden. Das gab das hessische Innenministerium am Donnerstag bekannt. Dazu kamen laut Mitteilung noch 79 Verstöße gegen die Schließung von Restaurants, Bars, Sport- oder Freizeiteinrichtungen. Auch hier wurden von der Polizei Bußgelder ausgestellt.

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+++ Spenden sollen Wiesbadener Schlachthof retten +++

15.39 Uhr: Das Kulturzentrum Schlachthof in Wiesbaden ist eigenen Angaben zufolge dringend auf finanzielle Hilfe angewiesen. Laut einer Mitteilung vom Donnerstag hat die Coronakrise zu einer "existenziell bedrohlichen" Situation geführt. "Unsere Einnahmen sind auf Monate fast komplett weggebrochen", heißt es in der Meldung, in der um Spenden gebeten wird. Potenzielle Unterstützer können bis zum 20. Mai Geld überweisen, zehn Prozent der Erlöse gehen anteilig an die Seebrücke und "Frauen helfen Frauen".

+++ Corona-Infos in der richtigen Dosierung +++

15.22 Uhr: Das richtige Maß an Informationen über das Thema Corona ist wichtig. Das betont der Frankfurter Psychologen Ulrich Stangier in hr-info "Das Interview". Dabei komme es vor allem auf Relevanz der Information und die richtige Dosis an. "Zu viel Wissen kann Stress verursachen. Zu wenig Wissen kann dazu führen, dass die Bedrohung unkontrollierbar erscheint." Menschen, die sich nicht ausreichend informieren, seien zudem anfälliger für Verschwörungstheorien. Wer solche Theorien aufstellt und an sie glaubt, versuche damit letztlich nur, die psychische Belastung zu reduzieren.

+++ Verhaltensregeln für Wiesbadener Wälder +++

15.08 Uhr: Die Stadt Wiesbaden bittet alle Naturfreunde, auch in Corona-Zeiten Rücksicht auf Tiere und Pflanzen zu nehmen. Wie das Umweltamt am Donnerstag mitteilte, sollten die Wege in den Waldwiesentälern Rabengrund, Goldsteintal, Kellersbachtal und Weilburger Tal möglichst nicht verlassen werden. Aufgrund der Kontaktsperre seien derzeit viele Menschen außerhalb der vorgesehenen Pfade unterwegs und störten so die seltenen Pflanzen und die wildlebenden Tiere, hieß es. Hunde sind an der Leine zu führen.

+++ Konsti-Markt bietet Lieferservice +++

14.56 Uhr: Der Verbrauchermarkt an der Konstablerwache in der Frankfurter Innenstadt testet rund um die Osterfeiertage einen klimaneutralen Lieferservice. Wie auf der Webseite des Wochenmarktes zu lesen ist, stehen an Gründonnerstag und am Ostersamstag drei Lasten-Fahrräder, zwei Velo-Taxis und eine Kutsche bereit, um bestellte Waren auszuliefern. Die Bestellungen speziell zusammengestellter Pakete werden telefonisch entgegengenommen.

+++ Zwei Wochen Quarantäne nach Auslandsreisen Pflicht +++

14.41 Uhr: Alle Menschen, die nach mehrtägigen Aufenthalten im Ausland nach Deutschland zurück reisen, müssen sich nach Angaben des Bundesinnenministeriums vom Donnerstag dort künftig zwei Wochen in häusliche Quarantäne begeben. Die Regelungen in den Bundesländern sollen schon zum Osterreiseverkehr wirken. Grundsätzlich dürfen nur noch Deutsche und andere Europäer mit Aufenthaltstitel derzeit nach Deutschland einreisen.

Hessen hat bereits die Umsetzung auf den Weg gebracht. Eine Verordnung ergänze die neuen Einreisebestimmungen in die Bundesrepublik und trage dazu bei, "dass keine neuen Infektionsherde durch Ein- und Rückreisende entstehen", teilte das Sozialministerium in Wiesbaden am Donnerstag mit.

+++ Oster-Gottesdienste auf der Couch statt in der Kirche +++

14.25 Uhr: Die Kirchen leer, die Gebete einsam? Wegen der Corona-Krise wird Ostern in diesem Jahr anders. Die Kirchen betonen: Wir sind da! Die Gemeinden wollen statt in den Gotteshäusern nun über die Medien möglichst viele Menschen zu Hause erreichen und zum Mitmachen animieren. Der hr bietet alle Radiosendungen zum Thema Kirche an Ostern zusätzlich online an. Und auch Kirchenglocken spielen eine wichtige Rolle. Bei einem Balkon-Osterjubel können alle mitmachen.

+++ 5.384 Infizierte, 103 Tote +++

14.11 Uhr: Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Hessen ist am Donnerstag auf 5.384 gestiegen. Wie das Sozialministerium am Donnerstag mitteilte, sind somit innerhalb eines Tages 270 Neuinfektionen hinzugekommen. Die Zahl der Todesfälle im gleichen Zeitraum stieg in Hessen um 11 auf 103. Damit überstieg die Zahl der Todesfälle erstmals die 100.

Die meisten Covid-19-Infizierten meldete erneut die Stadt Frankfurt (730), gefolgt vom Schwalm-Eder-Kreis (306), dem Main-Kinzig-Kreis (294), dem Landkreis Offenbach (289) und dem Landkreis Groß-Gerau (271).

+++ Mediziner rät von Oster-Besuchen ab +++

13.47 Uhr: Der Kasseler Infektionsmediziner Marcus Thomé appelliert an alle Bürger, in diesem Jahr von traditionellen Oster-Besuchen abzusehen. Eine Zusammenkunft verschiedener Generationen sei in der jetzigen Zeit nicht zu empfehlen, betonte Thomé am Donnerstag im Corona-Update des hr. "Kontakte müssen weiter minimiert werden." Derzeit bestünde zwar Hoffnung auf eine Verbesserung der Corona-Lage, das Problem sei aber noch lange nicht aus der Welt. "Wir haben nur Grund zur Hoffnung, weil wir uns seit vier Wochen richtig verhalten." Sollten die Beschränkungen gelockert oder die Verhaltensweisen verändert werden, befürchtet Thomé eine erneute Verschlechterung.

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Coronavirus
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+++ Corona-Testmobil in Frankfurt +++

13.29 Uhr: In Frankfurt wurde an diesem Donnerstag das am Dienstag angekündigte Corona-Testmobil vorgestellt. Dabei handelt es sich um einen umgebauten Linienbus, der rund 50 Alten- und Pflegeheime in der Stadt ansteuern und das dortige Personal und die Heimbewohner auf eine mögliche Infektion mit Covid-19 testen soll. Verantwortlich für das Corona-Testmobil ist das Deutsche Rote Kreuz (DRK).

In dem Bus gibt es einen barrierefreien Zugang, an Bord sind lediglich der Fahrer, ein Arzt und ein Assistent. Die Ergebnisse der Untersuchungen sollen nach 24 bis 72 Stunden vorliegen. "Erfahrungen aus anderen Städten mit teils dramatisch hohen Fallzahlen zeigen, wie immens wichtig es ist, gerade die Bewohner und das Pflegepersonal in Alten- und Pflegeheimen so schnell wie möglich auf eine eventuelle Corona-Infektion zu testen", erklärte Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD).

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hsk
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+++ Bouffier: "Sind auf dem richtigen Weg" +++

13.15 Uhr: Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat den Hessen in der Corona-Krise Mut gemacht. "Unser Alltag steht in der Corona-Krise Kopf. Ich weiß, wie schwierig und belastend das für viele ist", versicherte der Regierungschef am Donnerstag in Wiesbaden. "Deshalb ist es mir wichtig, Ihnen auf diesem Weg Mut zu machen", erklärte Bouffier in einer Videobotschaft anlässlich der Osterfeiertage. "Wir sind mit unseren Maßnahmen auf dem richtigen Weg. Das zeigt unter anderem die Entwicklung der Fallzahlen."

Trotzdem sei es nach wie vor wichtig, die Ausbreitung des Virus noch weiter zu reduzieren, mahnte der Ministerpräsident. Deshalb sei es auch nötig, die Einschränkungen mindestens bis zum Ende der Osterferien aufrecht zu erhalten. "Nur wenn wir alle unseren Teil dazu beitragen und unsere persönlichen Kontakte auf ein absolutes Minimum beschränken, gelingt es uns, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen."

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hessenschau vom 08.04.2020
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+++ Vielfalt auf Balkonen - Fotowettbewerb in Corona-Zeiten +++

13.03 Uhr: Kontaktbeschränkungen als künstlerische Herausforderung: In Zeiten der Conora-Pandemie hat Darmstadt Hobby-Fotografen zu einem Wettbewerb aufgerufen. Mit Handy oder Kamera soll die biologische Vielfalt auf dem Fensterbrett, auf Balkonen und in Gärten festgehalten werden, wie die Verwaltung am Donnerstag mitteilte. Die Menschen in Darmstadt sollen voraussichtlich bis Ende Juni jede Woche ein Bild aus den Kategorien "Pflanze", "Tier" und "Pflanze mit Tier" küren. Die Fotos sollen wöchentlich auf der Homepage der Stadt veröffentlicht werden. Zu gewinnen gibt es Gutscheine für einheimische Pflanzen und Saatgut.

+++ KfW-Schnellkredite für den Mittelstand +++

12.41 Uhr: Kleine und mittlere Unternehmen können ab kommendem Dienstag (14.4.) Schnellkredite beantragen. Wie Wolfram Schweickhardt von der KfW-Bank in Frankfurt am Donnerstag im Corona-Update des hr erklärte, kann die Finanzspritze bei der jeweiligen Hausbank angefragt werden, die KfW-Bank garantiert den Geldinstituten eine Befreiung vom Kreditrisiko. "Die Firmen erhalten bis zu 25 Prozent des Jahresumsatzes von 2019", so Schweickhardt. Bei kleinen Unternehmen bis 50 Mitarbeiter liege die Grenze bei einer halben Million Euro, mittelgroße Unternehmen bis 249 Mitarbeiter haben Anrecht auf 800.000 Euro. Das Geld sollte innerhalb von zwei bis drei Tagen auf dem Konto sein.

+++ Patienten schieben Herzinfarkt-Behandlungen auf +++

12.14 Uhr: Die Notruf-Nummer 112 verzeichnet seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie weniger Anrufe und in die Krankenhäuser kommen weniger Herzinfarkt-Patienten. Das bestätigen auf hr-Anfrage die Rettungsleitstellen von Frankfurt und Darmstadt sowie mehrere Krankenhäuser in Hessen. Zum Teil würden sich Herzinfarktpatienten nun mit Verspätung vorstellen, sagt der Chefarzt der Kardiologie der Diakonie-Kliniken in Kassel, Ole Breithardt. Durch das Aufschieben habe sich in manchen Fällen die Erkrankung verschlimmert. Breithardt vermutet, dass viele Patienten derzeit aus Angst vor der Corona-Infektion nicht zum Arzt oder ins Krankenhaus gehen.

+++ GEW: "Hygiene in Schulen muss Chefsache werden" +++

12.00 Uhr: Für den Fall, dass die Schulen nach Ostern wieder geöffnet werden sollten, hat die Lehrergewerkschaft GEW eine deutliche Verbesserung der hygienischen Zustände gefordert: Waschbecken, Seife, Desinfektionsmittel und Papierhandtücher in möglichst allen Klassen- und Gemeinschaftsräumen, ausreichend funktionierende Toiletten und deren Reinigung seien essentiell. "Es ist höchste Zeit, das Thema Hygiene an Schulen zur Chefsache in Politik, Behörden und bei den Trägern zu machen. Ein 'Weiter so' wäre unverantwortlich", sagte die Vorsitzende der GEW Hessen, Maike Wiedwald.

+++ Hilfe bei Gewalt auch in Corona-Zeiten +++

11.48 Uhr: Durch die Coronavirus-Pandemie und die damit verbundenen erheblichen Einschränkungen wie Kontaktverbote oder Quarantäne könnten Konflikte innerhalb von Familien zunehmen oder aus dem Ruder laufen. Das betonte Justizministerin Eva Kühne-Hörmann. Vornehmlich Leidtragende dürften Kinder und Frauen sein. "Wir wissen nicht, was hinter vielen geschlossenen Türen passiert und können dem nur mit besonderer Achtsamkeit und Sensibilität begegnen", so die Ministerin. Hilfen gebe es auch in Corona-Zeiten von der Polizei, beim Familiengericht oder bei Beratungsstellen und Frauenhäusern, deren telefonische und online Erreichbarkeit gestärkt werde. (Frauenhäuser, Frauennotrufe und Beratungsstellen bei häuslicher Gewalt/Misshandlung und sexueller Gewalt - nach Region geordnet) Das bundesweite Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" unter der kostenfreien Nummer 08000 116 016 leistet Erst- und Krisenunterstützung.

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zum Video Jugendhilfe in Zeiten von Corona

hsk
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+++ Festspiel-Entscheidung erst nach Ostern +++

11.00 Uhr: Eine Entscheidung über die mögliche Absage der diesjährigen Bad Hersfelder Festspiele wegen der Corona-Krise wird nach Angaben der Stadt erst am kommenden Dienstag nach Ostern (14.4.) feststehen. Der Grund dafür ist, dass sich die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses, der anstelle der Stadtverordnetenversammlung tagt, telefonisch zusammenschalten. "Sollte das Gremium zu den Festspielen 2020 bestimmte Entscheidungen beraten, können diese noch nicht heute veröffentlicht werden", teilte ein Sprecher der Stadt am Donnerstag mit. Zunächst stand eine frühere Entscheidung im Raum.

+++ Feriendomizile am Edersee bleiben tabu +++

10.55 Uhr: Besitzer von Feriendomizilen rund um den Edersee (Waldeck-Frankenberg) dürfen diese wegen der Corona-Pandemie weiter nicht nutzen. Das Verwaltungsgericht (VG) Kassel bestätigte am Donnerstag ein Verbot des Landkreises. Die Richter lehnten den Eilantrag eines Mannes aus Nordrhein-Westfalen ab, der sein Wochenendhaus nutzen wollte. Man habe keinen Zweifel, dass das Nutzungsverbot derzeit ein "geeignetes, notwendiges und angemessenes Mittel" darstelle, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, erklärte ein VG-Sprecher. (Aktenzeichen: 5 L 661/20.KS)

+++ Zwei-Personen-Regel gilt auch an Ostern +++

10.45 Uhr: Regierungssprecher Michael Bußer hat im Gespräch mit dem Hessischen Rundfunk im Hinblick auf die Ostertage noch einmal betont, wie wichtig es ist, dass sich alle Hessen an die Regeln halten. "Die Verordnungen haben wir gemacht, um die sozialen Kontakte und damit ein Gesundheitsrisiko zu minimieren. Eigentlich sollen die Leute zu Hause bleiben." In der Öffentlichkeit gelte weiterhin die zwei-Personen-Regel und auch im privaten Bereich seien Ansammlungen zu unterlassen. "Die Polizei hat den Auftrag Streife zu gehen und zu prüfen, ob das eingehalten wird."

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Regierungssprecher: "Das Risiko muss minimiert werden."

Zwei Teenie-Mädchen sitzen auf einer Parkbank neben einem abgesperrten Spielplatz nahe beieinander in der Sonne.
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+++ Kliniken können dringende Osterbesuche erlauben +++

10.28 Uhr: Hessens Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) hat noch einmal an das generelle Besuchsverbot in Krankenhäusern und Pflegeheimen erinnert, dabei aber eine Hintertür offengelassen. In besonderen Fällen, das betonte Klose im Corona-Update zum Nachhören, könnten die Kliniken oder Einrichtungen Ausnahmen erlauben. "Grundlegend gilt: Besuche sind verboten. Kliniken können aber entscheiden, weitere Personen zuzulassen." Als Beispiel nannte Klose den Vater bei Geburten oder Abschiedsbesuche bei Sterbenden.

+++ Doktoranden bekommen Corona-Aufschub +++

10.26 Uhr: Hessens Wissenschaftsminister Angela Dorn hatte im Corona-Update zum Nachhören gute Nachrichten für alle Promovierenden im Gepäck. Wie die Grünen-Politikerin erklärte, bekommen befristete Zeitverträge von wissenschaftlichen Mitarbeitern oder Doktoranden an Universitäten Corona-bedingte Zusatzzeit. "Forschungsprojekte werden verlängert, die Befristungen gelockert." Die von der Bundesregierung angestoßene Regelung sehe eine Verlängerung der Verträge von sechs Monaten vor, so Dorn.

+++ Corona-Update zum Nachhören +++

09.55 Uhr: Dreimal täglich liefert der Hessische Rundfunk einen Überblick über die aktuelle Coronavirus-Situation in Hessen zum Hören. Neben dem aktuellen Informationsstand liefert das Audio auch Antworten auf die wichtigsten Fragen unserer Nutzerinnen und Nutzer zum Thema Coronavirus:

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Corona-Update am 9. April, 9 Uhr

Coronavirus
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+++ Viele Kontaktverstöße bei Polizei gemeldet +++

8.47 Uhr: Bei Hessens Polizeidienststellen gehen nach Behördenauskunft zahlreiche Hinweise auf mögliche Verstöße gegen die Beschränkungen des öffentlichen Lebens in der Corona-Krise ein. Immer wieder meldeten Anrufer Menschenansammlungen oder private Treffen. Bürgerrechtler sehen die Entwicklung kritisch. "Gegenseitige Bespitzelung hat in einem freiheitlichen Land nichts zu suchen", sagte Franz-Josef Hanke, zweiter Landesvorsitzender der Humanistischen Union Hessen.

+++ Bad Hersfeld berät über Festspiele +++

8.15 Uhr: Die Stadt Bad Hersfeld berät heute Abend darüber, ob die Festspiele in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden müssen. Eigentlich sollte die 70. Auflage vom 26. Juni an über die Bühne gehen. Im vergangenen Jahr waren knapp 100.000 Menschen zu den Aufführungen gekommen. In diesem Jahr stand die Uraufführung der Inszenierung "Club der toten Dichter" von Intendant Jörn Hinkel auf dem Programm.

+++ Tourismusbranche rechnet mit drastischen Einbußen +++

6.50 Uhr: Hessens Tourismusbranche bereitet sich auf weitere harte Monate wegen der Corona-Krise vor. Laut einer Umfrage der Hessen Agentur wird die aktuelle Geschäftslage als sehr schlecht bewertet. Die Erwartungen für die nächsten drei Monate sind ebenfalls sehr gering. Die Umsatzeinbußen der Branche würden im erste Quartal des laufenden Jahres bei einem Minus von 30 Prozent liegen, teilte die Hessen Agentur mit. Für die nächsten drei Monate rechneten die Betriebe mit einem Rückgang der Erlöse von 75 Prozent. Die Stornierungsquote im Freizeitreisebereich liege knapp über 70 Prozent, im Geschäftsreisebereich leicht darunter.

+++ Dill-Kliniken heben Aufnahmestopp auf +++

6.30 Uhr: Die Lahn-Dill-Kliniken in Dillenburg haben ihren vorübergehenden Aufnahmestopp aufgehoben. Wie das Betreiberunternehmen mitteilte, sollen ab sofort wieder alle medizinisch notwendigen Eingriffe durchgeführt und Notfälle versorgt werden. Das Klinikum war vorübergehend für Neuaufnahmen geschlossen worden, nachdem bei Personal zwei Fälle von Covid-19 aufgetreten waren. Da die Corona-Test bei weiteren Mitarbeitern jedoch negativ ausfielen, konnte die Klinik wieder geöffnet werden.

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Hygiene schützt

Am besten schützen Sie sich vor einer Corona-Infektion, indem Sie

  • Abstand halten,
  • Hände regelmäßig und gründlich waschen (mind. 20 Sekunden mit Seife),
  • anderen bei der Begrüßung nicht die Hand geben,
  • beim Husten und in die Armbeuge niesen,
  • in beheizten Räumen oft stoßlüften.
Ende der weiteren Informationen
Weitere Informationen

Im Verdachtsfall anrufen

Das hessische Sozialministerium hat eine landesweite Hotline für Fragen rund um das Coronavirus geschaltet. Sie ist täglich von 8 bis 20 Uhr erreichbar: 0800/5554666.

Sollten Sie den Verdacht haben, dass Sie sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, gehen Sie bitte nicht in die Praxis Ihres Hausarztes, sondern rufen Sie dort vorher an. So vermeiden Sie, möglicherweise andere Patienten im Wartezimmer anzustecken.

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