Corona Coronavirus Sujet

In unserem Ticker informieren wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Hessen. Binnen 24 Stunden gab es hessenweit acht Neuinfektionen und keine neuen Todesfälle.

Die wichtigsten Meldungen:

+++ Immer mehr Ärzte setzen auf Videosprechstunden +++

13.56 Uhr: Arzttermine per Videokonferenz waren für viele Hessen unvorstellbar. Dann kam die Corona-Pandemie und plötzlich verlagerten sich viele Lebensbereiche ins Digitale. Auch das virtuelle Wartezimmer klingt heute nicht mehr nach Science Fiction. Rund 2.400 Praxen bieten laut Kassenärztlicher Vereinigung Hessen inzwischen Videosprechstunden an. Wie das konkret in zwei Praxen funktioniert, erfahren Sie in unserem Beitrag.

+++ Digitaler Ersatz für den evangelischen Jugendkirchentag +++

13.37 Uhr: Eigentlich sollte der evangelische Jugendkirchentag in diesem Jahr in Wiesbaden stattfinden. Wegen der Corona-Pandemie wurde er nun aber ins Netz verlagert. Auf dem YouTube-Kanal "Jugendkirchentag der EKHN" werden am 13. und 14. Juni zwei Gottesdienste gestreamt, außerdem Konzerte, Live-Talks und ein virtueller Flashmob. Ursprünglich waren vier- bis fünftausend junge Gäste zu dem Kirchentag erwartet worden. Der Jugendkirchentag wird alle zwei Jahre in einer anderen Stadt veranstaltet. Die Teilnehmenden sollen die evangelische Kirche neu entdecken können und neben Sport, Partys und Spielen über Gott und die Welt diskutieren.

+++ Wiesbaden tanzt erst wieder 2021 +++

12.57 Uhr: Die Stadt Wiesbaden hat das jährliche Festival "Wiesbaden tanzt" für 2020 abgesagt. Es sollte am 18. und 19. September an verschiedenen Orten und öffentlichen Plätzen in Wiesbaden stattfinden. "Tanz ist nur in wenigen Varianten ohne Körperkontakt und Nähe möglich. Viele Einrichtungen hatten aus diesem Grund und wegen des erhöhten Aufwands durch die Sicherheitsvorkehrungen vorab schon ihre Teilnahme zurückgezogen", begründete Kulturdezernent Axel Imholz (SPD) die Entscheidung. Auch Präsentationen bei freiem Publikumsverkehr seien im Moment aus Sicherheitsgründen ausgeschlossen. In den vergangenen Jahren kamen zu dem Tanzfestival tausende Besucher.

+++ Probleme bei der Rückreise der Erntehelfer +++

12.44 Uhr: Erst hatten die Spargelbauern in dieser Saison zu wenige Erntehelfer - jetzt wissen sie nicht, wie sie sie wieder nach Hause bringen sollen. Denn die Einreisebedingungen der Heimatländer ändern sich ständig. Vor der Corona-Pandemie haben die meisten Spargelbauern die Hin- und Rückreise für ihre Erntehelfer aus Rumänien bezahlt. Doch die angeheuerten Busunternehmen fordern nun mehr Geld pro Helfer, weil sie die Busse nur noch halb besetzen können. Außerdem müssen die Busfahrer, ebenso wie die Erntehelfer, nach der Rückreise zwei Wochen in Quarantäne - das wollen viele jedoch nicht. Einfach nach Hause fliegen ist zwar möglich, allerdings auch kompliziert, denn die Spargelbauern müssten den Helfern dann auch den Transport vom Flughafen nach Hause organisieren.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Heimreise der Erntehelfer wegen Corona kompliziert

Erntehelfer auf einem Spargelfeld in Weiterstadt
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+++ Offenbar Einigung auf Staatshilfen für Lufthansa +++

11.48 Uhr: Die Bundesregierung und das Lufthansa-Management haben sich offenbar auf milliardenschwere Staatshilfen für die angeschlagene Fluggesellschaft geeinigt. Das berichtet die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf Regierungskreise. Demnach müssen aber noch der Lenkungsausschuss des staatlichen Wirtschaftsstabilisierungsfonds, die Gremien der Lufthansa sowie die EU-Kommission zustimmen. Die Einigung sei "im Rahmen" des von der Bundesregierung vorgesehenen Rettungsplans, habe es am Montag in Regierungskreisen geheißen.

Das Volumen der Hilfen liegt laut dpa-Bericht bei neun Milliarden Euro. Der Bund wolle sich vorerst mit 20 Prozent direkt an der Lufthansa beteiligen. Dies läge unterhalb der Sperrminorität, mit der wichtige Entscheidungen blockiert werden könnten. Die Lufthansa und das Bundeswirtschaftsministerium wollten sich gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters zu dem Bericht zunächst nicht äußern. Bundesregierung und Lufthansa verhandeln seit Wochen über Staatshilfen für die Airline. Die Lufthansa war infolge der Reisebeschränkungen unter Druck geraten. Zehntausende Arbeitsplätze stehen auf der Kippe.

Stillgelegte Passagiermaschinen der Lufthansa stehen auf dem leeren Rollfeld des Flughafen Frankfurt.

+++ 50 Ermittlungsverfahren wegen Betrugs bei Soforthilfen +++

11.17 Uhr: Die Strafverfolgungsbehörden ermitteln in rund 50 Fällen wegen Betrugsverdachts bei der Beantragung von Corona-Soforthilfen. Das teilte die koordinierende Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Montag mit. Die bisherigen Ermittlungen hätten jedoch "keine Anhaltspunkte auf systematisch agierende, zusammenhängende Tätergruppierungen ergeben". Insgesamt gebe es bislang etwa 150 bis 200 Verdachtsfälle, sagte ein Sprecher der Behörde. Beispielsweise existierten Unternehmen, für die Hilfsgelder beantragt werden, gar nicht oder die Mitarbeiterzahl würde im Antrag höher angegeben.

Seit dem 30. März können Unternehmen einen Antrag auf Soforthilfe auf der Website des Regierungspräsidiums Kassel stellen, wenn sie wegen der Corona-Krise Einnahmeausfälle haben. Bislang sind den Angaben zufolge 127.530 Anträge eingegangen, von denen 88 Prozent geprüft worden seien. Gemessen an diesen Gesamtzahlen bewegt sich die Betrugsrate nach Einschätzung der Ermittler auf niedrigem Niveau.

+++ 62.000 Euro Spenden für den Tierpark Sababurg +++

11.02 Uhr: Corona-bedingt sind Hessens ältestem Tierpark Sababurg (Kassel) sechs Wochen lang alle Einnahmen durch Eintrittsgelder weggebrochen. Die Mitarbeiter starteten daraufhin einen Spendenaufruf - mit Erfolg: 30.000 Euro sammelten sie während der Corona-Pause, hinzu kamen zahlreiche neue Patenschaften, die dem Tierpark ebenfalls rund 32.000 Euro eingebracht haben. Seit dem 6. Mai ist der Park unter Auflagen wieder für Besucher geöffnet.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Spenden für den Tierpark Sababurg

Pinguine und Pfleger alleine im Tierpark Sababurg
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+++ Briefe-Aktion für Kinder +++

10.22 Uhr: Im Mai öffnet in Marburg und Frankenberg normalerweise die Teddyklinik. Das Krankenhaus für Kuscheltiere soll Kindern spielerisch die Angst vor dem Arztbesuch nehmen. Weil die Teddyklinik in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden kann, bieten die "TeddyDocs" eine Alternative an. Noch bis Mittwoch (27. Mai) können Kinder Briefe mit ihren Fragen rund um das Coronavirus schreiben:

Warum durfte ich so lange nicht in die Kita? Was hat es mit diesen Masken auf sich? Was ist ein Virus überhaupt und warum ist Händewaschen gerade so wichtig? Und wie verarzte ich meinen Teddy selbst, wenn ich ihn dieses Jahr nicht in die Teddyklinik bringen kann? Auf diese und andere Fragen antworten die Marburger Medizinstudierenden. Die Postadresse lautet: Fachschaft Medizin Marburg, z. H. Teddyklinik Marburg e.V., Baldingerstraße, 35032 Marburg.

Ein Brief wird in einen Briefkasten geworfen

+++ Vereinssport in Gießen und Marburg wieder möglich +++

9.47 Uhr: Ab diesem Montag öffnen in Gießen und Marburg wieder die meisten Sporthallen und Außensportanlagen für den Vereinssport. Die Sportler müssen sich dabei aber an strenge Auflagen halten. Es darf nur kontaktfrei mit einem Mindestabstand von 1,5 Metern trainiert werden, das heißt: Das Zuspielen von Bällen ist nicht erlaubt. Umkleidekabinen und Duschen bleiben geschlossen und die Vereine müssen eine Anwesenheitsliste führen. Bei einigen Sportarten wie Tischtennis oder Badminton lassen sich die Regeln leichter einhalten als beispielsweise beim Basketball oder Handball, wo das Training nur sehr eingeschränkt möglich ist. Alle Vereine mussten den Sportämtern detaillierte Hygienekonzepte vorlegen. In anderen Städten und Landkreisen - wie Wiesbaden und dem Vogelsbergkreis - hat das Training schon wieder begonnen.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Sporthallen in Gießen und Marburg öffnen wieder

Tischtennisplatte mit zwei Schlägern
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+++ Verbraucherzentrale: Keine Gefahr durch unverpackte Lebensmittel +++

8.49 Uhr: Auch in der Corona-Krise rät die Verbraucherzentrale Hessen, überflüssigen Verpackungsmüll zu vermeiden. Derzeit gebe es keine Hinweise darauf, dass das Virus über rohe Lebensmittel, zubereitete Speisen oder deren Verpackungen übertragen werde. Laut Robert Koch-Institut sei kein Fall einer Infektion durch verunreinigte Lebensmittel bekannt. "Der Griff zu verpacktem Obst und Gemüse bietet keinen zusätzlichen Schutz. Er ist außerdem keine Alternative zu einer guten Küchen- und Handhygiene", sagte Wiebke Franz von der Verbraucherzentrale.

Vor dem Verzehr sollten frisches Obst und Gemüse sowie die Hände immer gründlich unter fließendem Wasser gewaschen werden. Das gelte auch für Früchte, deren Schale nicht mitgegessen werde, wie zum Beispiel Orangen oder Bananen. Zusätzliches Schälen oder Erhitzen der Lebensmittel, auch tiefgekühlter, könne außerdem dazu beitragen, ein sehr geringes Infektionsrisiko zu beseitigen.

+++ Acht Neuinfektionen, keine weiteren Todesfälle +++

7.18 Uhr: Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Hessen binnen 24 Stunden um acht Fälle angestiegen. Das meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) mit Stand Montag, 0 Uhr. Weitere Todesfälle wurden zunächst nicht gemeldet, die Zahl blieb bei 460. Seit Beginn der Corona-Pandemie wurden in Hessen insgesamt 9.770 Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt. Davon gelten laut RKI etwa 87 Prozent als genesen.

Bei den regionalen Fallzahlen sind die hessischen Kreise und kreisfreien Städte weiterhin weit von der Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen entfernt. Beim Erreichen dieser Marke drohen wieder Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Die höchsten Werte liegen nach RKI-Angaben vom Montag bei umgerechnet 13 Fällen im Main-Taunus-Kreis, rund zwölf Fällen in Wiesbaden und Frankfurt sowie elf Fällen in der Stadt Offenbach. Keine neuen Infektionen gab es im Vogelsbergkreis. Eine Übersicht mit allen Kreisen und kreisfreien Städten finden Sie hier.

Anm. d. Red.: Bei den Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen haben wir am Montagmorgen versehentlich veraltete Werte für die Landkreise wiedergegeben. Wir haben die Werte korrigiert und bitten, diesen Fehler zu entschuldigen.

+++ Mehr Mittel für den Radverkehr +++

6.35 Uhr: In Hessen sollen bis zum Jahr 2024 insgesamt 244 Millionen Euro in die Verbesserung des Fuß- und Radverkehrs investiert werden. Die Corona-Pandemie habe die Wirtschaft hart getroffen, erklärte Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) in Wiesbaden. Umso wichtiger sei es, dass das Land weiter in die Infrastruktur investiere und damit nicht nur den Radverkehr stärke, sondern auch die Wirtschaft stütze.

Zwischen 2014 und 2019 seien für den Bau von Radwegen an Landes- und Bundesstraßen sowie für die Förderung der Nahmobilität in Städten und Gemeinden insgesamt 111 Millionen Euro ausgegeben worden, teilte der Verkehrsminister mit. In den kommenden Jahren sollen alleine Landesmittel in Höhe von 176,5 Millionen Euro an Bau- und Fördermitteln zur Verfügung stehen. Hinzu kämen weitere 67,5 Millionen Euro an Bundesmitteln für Radwege an Bundesstraßen, die verbaut werden sollen.

+++ Viele Hochzeiten trotz Pandemie +++

5.56 Uhr: Die Corona-Pandemie hat Hessens Hochzeitspaare offenbar nicht vom Heiraten abgehalten. In vielen Städten war und ist die Nachfrage nach Trauterminen kaum gebremst, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa unter Kommunen ergab. In Städten wie Darmstadt, Wiesbaden und Gießen veränderte sich die Zahl der Trauungen kaum, in Frankfurt und Kassel ging sie etwas zurück. Allerdings geht aufgrund der Hygiene-Vorgaben der Trend eher zur standesamtlichen Trauung in kleinem Kreis. Die Hochzeitsbranche hat weiter das Nachsehen.

"Wir sehen die Saison 2020 als sehr schwierig an und hoffen, dass vielleicht zum Ende der Sommersaison wieder etwas mehr Freiheit möglich ist", sagte Svenja Schirk, Pressesprecherin des Bundes deutscher Hochzeitsplaner. Große private Feiern sind weiter kaum möglich und auch in den Standesämtern gibt es Auflagen. In Frankfurt beispielsweise sind bei der standesamtlichen Trauung nun zehn Teilnehmer inklusive Hochzeitspaar zugelassen, in Fulda sechs Gäste plus Fotograf.

Hochzeit

Im Kampf gegen das Coronavirus hat die Landesregierung eine Reihe von Maßnahmen beschlossen. Den aktuellen Stand der Verordnungen finden Sie auf www.corona.hessen.de.

Weitere Informationen

Hygiene schützt

Am besten schützen Sie sich vor einer Corona-Infektion, indem Sie

  • Abstand halten,
  • Hände regelmäßig und gründlich waschen (mind. 20 Sekunden mit Seife),
  • anderen bei der Begrüßung nicht die Hand geben,
  • beim Husten und in die Armbeuge niesen,
  • in beheizten Räumen oft stoßlüften.
Ende der weiteren Informationen
Weitere Informationen

Im Verdachtsfall anrufen

Das hessische Sozialministerium hat eine landesweite Hotline für Fragen rund um das Coronavirus geschaltet. Sie ist täglich von 8 bis 20 Uhr erreichbar: 0800/5554666.

Sollten Sie den Verdacht haben, dass Sie sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, gehen Sie bitte nicht in die Praxis Ihres Hausarztes, sondern rufen Sie dort vorher an. So vermeiden Sie, möglicherweise andere Patienten im Wartezimmer anzustecken.

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