In unserem Ticker informieren wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Hessen. Unser Ticker zum Nachlesen vom Freitag, 10. Juli 2020.

Coronavirus: Aktuelle Meldungen aus Hessen

Die wichtigsten Meldungen:

+++ Gießener Professor kritisiert RKI +++

19.38 Uhr: Erst Anfang April, Wochen nach Beginn des Lockdown, empfahl das Robert-Koch-Institut (RKI), in der Öffentlichkeit einen Mund-Nase-Schutz zu tragen. Einem Bericht von tagesschau.de zufolge kritisieren Experten den Zeitpunkt der Entscheidung als viel zu spät.

Einer davon ist der Gießener Professor Klaus-Dieter Zastrow, der an der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) Hygiene lehrt und bis 1995 selbst am RKI gearbeitet hat. "Mit Masken für alle wäre die Pandemie im Keim erstickt worden", sagte Zastrow demnach. "Es ist ein Skandal, dass sich WHO (Weltgesundheitsorganisation) und RKI dagegen gestellt haben. Stattdessen hätte die Botschaft sein müssen: Ziehen Sie sich irgendetwas über Mund und Nase, alles ist besser als nichts." Er hält die Kommunikation des RKI für "katastrophal".

Weitere Informationen

Corona-Liveblog

Über Corona-relevante Ereignisse jenseits von Hessen berichtet tagesschau.de in einem Liveblog. Themen an diesem Freitag sind unter anderem ein weltweiter Rekord an Neu-Infektionen, ein tödlicher Angriff auf einen Busfahrer in Frankreich und ein mögliches Bußgeld von 600.000 Euro auf Mallorca.

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+++ 260 Personen aus Seniorenheim in Idstein werden getestet +++

15.11 Uhr: Zirka 260 Menschen werden in einem Idsteiner Seniorenheim Am Schloßteich noch am heutigen Freitag auf das neuartige Coronavirus getestet, das teilte der Rheingau-Taunus-Kreis am Freitag mit. Anlass ist ein Covid-19 Fall in der Einrichtung. Ein 80-Jähriger war bereits zu Beginn der Woche erkrankt. Er wurde in ein Krankenhaus verlegt. Danach hatten laut Angaben des Kreises die Vorbereitungen zur Testung des gesamten Heims samt der Mitarbeiter begonnen.

In der Wohngruppe des Corona-Patienten seien 36 Mitbewohner registriert sowie 20 Beschäftigte. Hinzu kommen im gesamten Haus noch 100 Mitarbeiter und 107 Bewohner, die auch alle auf das Corona-Virus getestet werden. Wegen des positiven COVID-19-Falles hat die Heimleitung ein Besuchsverbot für die Einrichtung ausgesprochen.

+++ Wegen Corona: Leichtathletik-DM nicht in Kassel +++

11.57 Uhr: Die deutschen Leichtathletik-Meisterschaften finden 2021 in Braunschweig und nicht in Kassel statt. Dies teilte der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) am Freitag in Darmstadt mit und verwies auf den geänderten Kalender in der Corona-Pandemie. Wenn 2021 wie derzeit geplant die Olympischen Spiele über die Bühne gehen, dann wäre Braunschweig der entscheidende Qualifikations-Wettkampf für Tokio.

+++ Zweites Hessenpokal-Halbfinale Mitte August +++

11.34 Uhr: Das zweite Halbfinale im Hessenpokal zwischen dem FC Gießen und dem TSV Steinbach Haiger findet nach der Corona-Pause im Amateur-Fußball am 15. August statt. Anpfiff der Partie ist um 15.30 Uhr. Offen ist nach Angaben des Hessischen Fußball-Verbandes noch der Austragungsort. Zwar genießt der FC Gießen offiziell Heimrecht, wegen der besseren Voraussetzungen bezüglich des Hygienekonzepts und der Zuschauerkapazität im Stadion des Rivalen könnte das Spiel aber auch in Steinbach Haiger ausgetragen werden. Die Klärung dieser Frage obliegt beiden Vereinen, wobei die Gießener die Entscheidungshoheit besitzen. Der Sieger der Partie trifft im Endspiel am 22. August auf den bereits qualifizierten FSV Frankfurt.

+++ Museen kämpfen mit Besucherrückgang +++

8.23 Uhr: Die Museen in Hessen verzeichnen wegen der Corona-Pandemie einen deutlichen Rückgang der Besucherzahlen. Die Gäste kämen nach dem Ende des Lockdowns nur sehr zögerlich wieder in die Häuser, sagte Birgit Kümmel, die Vorsitzende des hessischen Museumsverbands, Birgit Kümmel, im Interview der Deutschen Presse-Agentur in Bad Arolsen (Waldeck-Frankenberg). Dazu komme, dass in vielen Orten die Touristen ausblieben und auch keine Schulklassen kommen. "Und wir stellen fest, dass die älteren Besucher, die ja in vielen Museen zu den Stammgästen gehören, Sorge haben, die Museen zu besuchen."“ Mit einem Ausbau der digitalen Angebote und einer Profilierung der Museumslandschaft soll gegengesteuert werden.

+++ Clubbesitzer bieten Zusammenarbeit an +++

8.15 Uhr: Die Probleme mit Partys auf öffentlichen Plätzen in Hessen sind laut dem Verein "Clubs am Main" eine Folge der Corona-Politik. "Das ist ein Folgeproblem der nach wie vor ohne Öffnungsperspektive geschlossenen Clubs", sagte der Vorsitzende des Netzwerks für Veranstaltungs- und Clubkultur in Frankfurt und Rhein-Main, Matthias Morgenstern. In Frankfurt verteilten sich normalerweise 50.000 Menschen auf die Clubs. "Die sind jetzt woanders, auf der Straße und suchen sich ihre eigenen Freiräume."

Statt gegen die Feiern mit Verboten und Ordnungskräften vorzugehen, schlägt Morgenstern vor, dass Städte gemeinsam mit Clubbesitzern über alternative Angebote nachzudenken, beispielsweise, "wie man öffentliche Plätze bespielt" unter Einhaltung der Corona-Regeln.

In hessischen Städten gibt es seit Wochen Probleme mit Partys unter freiem Himmel. Besonders der Frankfurter Opernplatz und die Kasseler Friedrich-Ebert-Straße sind Hotspots. Clubs und Diskos sind seit Monaten wegen Corona-Pandemie geschlossen.

+++ 42 Neuinfektionen, kein weiterer Toter +++

6.28 Uhr: Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Hessen binnen 24 Stunden um 42 gestiegen. Das meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) mit Stand Freitag, 0 Uhr. Es gab keine weiteren Todesfälle. Die Gesamtzahl der an oder mit Covid-19 Gestorbenen in Hessen liegt damit weiterhin bei 514.

Seit Beginn der Corona-Pandemie wurden in Hessen insgesamt 11.104 Ansteckungen gezählt. Davon gelten etwa 10.200 Fälle als genesen.

Bei den regionalen Fallzahlen sind die hessischen Kreise und kreisfreien Städte weiter deutlich von der Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen entfernt. Beim Erreichen dieser Marke drohen wieder Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Den höchsten Wert weist der Kreis Hersfeld-Rotenburg mit 11,6 Fällen auf. Eine Übersicht mit allen Kreisen und kreisfreien Städten finden Sie hier.

Im Kampf gegen das Coronavirus hat die Landesregierung eine Reihe von Maßnahmen beschlossen. Den aktuellen Stand der Verordnungen finden Sie auf www.corona.hessen.de.

Weitere Informationen

Hygiene schützt

Am besten schützen Sie sich vor einer Corona-Infektion, indem Sie

  • Abstand halten,
  • Hände regelmäßig und gründlich waschen (mind. 20 Sekunden mit Seife),
  • anderen bei der Begrüßung nicht die Hand geben,
  • in die Armbeuge niesen oder husten, wenn kein Taschentuch griffbereit ist,
  • in beheizten Räumen oft stoßlüften.
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Weitere Informationen

Im Verdachtsfall anrufen

Das hessische Sozialministerium hat eine landesweite Hotline für Fragen rund um das Coronavirus geschaltet. Sie ist täglich von 8 bis 20 Uhr erreichbar: 0800/5554666.

Sollten Sie den Verdacht haben, dass Sie sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, gehen Sie bitte nicht in die Praxis Ihres Hausarztes, sondern rufen Sie dort vorher an. So vermeiden Sie, möglicherweise andere Patienten im Wartezimmer anzustecken.

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