Das Coronavirus verbreitet sich in Hessen. Unser Ticker zum Nachlesen vom 25. März 2020.

Corona in Hessen: Aktuelle Meldungen im Ticker

Die wichtigsten Meldungen:

Im Kampf gegen das Coronavirus hat die Landesregierung in den vergangenen Tagen bereits eine Reihe von Maßnahmen beschlossen. Den aktuellen Stand der Verordnungen finden Sie auf www.corona.hessen.de.

MELDUNGEN VOM MITTWOCH, 25. MÄRZ

+++ Kommt eine Quarantäne für Passagiere aus Drittstaaten? +++

22.30 Uhr: Am Frankfurter Flughafen soll es offenbar strengere Bestimmungen für Passagiere geben, deren Flüge außerhalb der EU gestartet sind. Nach Berichten der Funke Mediengruppe gibt es innerhalb der Bundesregierung die Forderung, dass Passagiere aus Drittstaaten bei der Ankunft an einem der internationalen Flughäfen in Deutschland umgehend in eine 14-tägige Quarantäne gehen. Eine Entscheidung über diese mögliche Maßnahme werde für Donnerstag erwartet. Da für die meisten Nicht-EU-Bürger derzeit ein Einreiseverbot gilt, würde dies im Wesentlichen Deutsche und Ausländer mit Aufenthaltserlaubnis und Wohnort in Deutschland betreffen - und außerdem Transitreisende.

Flughafen Corona

+++ Beratungsstellen für Schwangere und Eltern +++

21.27 Uhr: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus bleiben nicht nur Schulen und Kitas zu, sondern es sind auch viele Anlaufstellen geschlossen, bei denen Eltern sonst Unterstützung finden. Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen in der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat deshalb auf seiner Website Adressen und Telefonnummern gesammelt, die trotz der Corona-Pandemie bei Fragen und Sorgen rund um die Familie erreichbar sind. Das Angebot richtet sich an Schwangere sowie an Eltern von Kleinkindern bis drei Jahre.

+++ Einreisestopp für Erntehelfer: "Für uns Bauern ist das ganz bitter +++

20.30 Uhr: Erntehelfer und andere Saisonarbeiter dürfen seit Mittwoch, 17 Uhr, nicht mehr nach Deutschland einreisen. Tausende von ihnen haben den hessischen Bauern wegen der Corona-Krise ohnehin schon gefehlt. Jetzt verschärft sich die Lage.

Nicht jeder Betroffene hat Verständnis: "Das ist eine Katastrophe, ein einziges Chaos", ruft Landwirt Rolf Meinhardt aus Weiterstadt (Darmstadt-Dieburg) aufgebracht ins Telefon. Auch der Bauernverband schlägt Alarm. Unseren Artikel dazu finden Sie hier.

Sie wollen die Landwirte unterstützen? Informationen finden Sie auf der Webseite: Das Land hilft.

Erntehelfer auf einem Spargelfeld in Weiterstadt

+++ Corona-Update zum Hören +++

19.10 Uhr: Dreimal täglich liefert der Hessische Rundfunk einen Überblick über die aktuelle Coronavirus-Situation in Hessen zum Hören. Neben dem aktuellen Informationsstand liefert das Audio auch Antworten auf die wichtigsten Fragen unserer Nutzerinnen und Nutzer zum Thema Coronavirus.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Corona-Update am 25. März, 18 Uhr

Coronavirus
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+++ Kunden streiten um Abstand im Supermarkt - Mann verletzt +++

19.00 Uhr: In einem Supermarkt in Raunheim (Groß-Gerau) sind Kunden in einen heftigen Streit über den richtigen Abstand zueinander geraten. Nach ersten Ermittlungen der Polizei hatte ein 47-jähriger Mann am Mittwoch den Eindruck, dass der Abstand zwischen ihm und zwei weiteren Kunden im Kassenbereich zu gering war. Zwei von ihm angesprochene 19-Jährige sollen in dem zunächst verbal ausgetragenen Streit auf den Älteren losgegangen sei, wie die Polizei mitteilte.

Der 47-Jährige wurde leicht verletzt. Die Polizei leitete gegen die jungen Männer ein Verfahren wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ein. Zum Schutz vor Infektionen mit dem Coronavirus wird ein Abstand von eineinhalb bis zwei Metern empfohlen.

Das Gebot der Zeit: Abstand halten. Gesehen von Jürgen Eimer in einer Apotheke in Frankfurt-Bornheim.

+++ Al-Wazir zur Corona-Soforthilfe: "Wird am Anfang ruckeln" +++

18.55 Uhr: Ab Montag können hessische Unternehmen, die unter der Corona-Krise leiden und in eine finanzielle Notlage geraten sind, online einen Antrag auf Soforthilfe stellen. Aktuell arbeitet die Landesregierung daran, dass zur neuen Woche alles reibungslos über das Regierungspräsidium Kassel abgewickelt werden kann. Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) bittet im Gespräch mit dem hr bereits jetzt um Nachsicht, sollte bei dem Online-Verfahren nicht alles einwandfrei funktionieren. Es werde ein großer Andrang erwartet.

"Das ist ein Verfahren, das es so noch nie gegeben hat", so Al-Wazir am Mittwoch. "Es wird am Anfang ein wenig ruckeln." Die Regierung wolle aber genügend Serverkapazitäten und Personal bereitstellen, betonte der Grünen-Politiker. Nach dem fertigen Antrag soll das Geld direkt bei den Unternehmen landen. "Wir gehen davon aus, dass sehr schnell ausgezahlt werden kann", so Al-Wazir.

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zum Video So will Hessen mehr als 200.000 Betrieben helfen

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+++ Ärztin Hänel zu Abtreibungen: "Manche der Frauen sind suizidgefährdet" +++

18.40 Uhr: Viele Arztpraxen sind überlastet, die Krankenkassen zumeist geschlossen: Die Corona-Krise verändert auch die Lage für schwangere Frauen, die einen Abbruch machen möchten. Die Gießener Ärztin Kristina Hänel spricht von einer "existentiellen Situation" für die Betroffenen. Die 63-Jährige kämpft seit Jahren dafür, den Zugang zu Abtreibungen zu vereinfachen. Das ganze Interview mit Ärztin Hänel finden Sie hier.

Kristina Hänel.

+++ Fraport will doch keine Dividende zahlen +++

18.11 Uhr: Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport will nun doch keine Dividende an seine Aktionäre auszahlen. Der Konzern kassierte am Mittwoch seine anders lautende Entscheidung vom 13. März, als noch 2 Euro pro Anteil geplant waren. Vorstandschef Stefan Schulte begründete die Kehrtwende mit der dramatischen Entwicklung der Corona-Krise.

Bodenmarkierungen im Wartebereich vor den Check-In-Schaltern: Auch wenn mittlerweile deutlich weniger Passagiere am Frankfurter Flughafen starten und landen, treffen hier noch deutlich mehr Menschen aufeinander als andernorts. Auch Flugreisende Reisenden sollen mindestens eineinhalb Meter Abstand voneinander halten.

"Noch vor wenigen Wochen lagen die Verkehrsrückgänge in Frankfurt bei 50 Prozent, was aus damaliger Sicht schon sehr hoch war. Mittlerweile sind wir bei bis zu 95 Prozent angelangt. Im Monat April werden wir insgesamt etwa so viele Passagiere in Frankfurt haben wie sonst an einem einzigen Spitzentag im Sommer." Man begegne der Krise mit einem großangelegten Sparprogramm und Kurzarbeit.

+++ Uni Frankfurt bietet Corona-Krisen-Telefon an +++

17.54 Uhr: Das Zentrum für Psychotherapie an der Universität Frankfurt bietet ab Montag, 30. März, ein Corona-Krisentelefon unter der Nummer: 069-79 84 66 66 an. Wie die Uni am Mittwoch mitteilte, soll damit eine Krisenberatung für Personen eingerichtet werden, die unter den psychischen Folgen der Corona-Pandemie leiden. "Mit diesem kostenlosen Angebot möchten wir Menschen helfen, die Rat suchen, um mit der belastenden Situation besser umgehen zu können", erklärte Ulrich Stangier von der Universität Frankfurt.

Erreichbar ist die Krisenberatung unter der Woche von 15 bis 21 Uhr und am Wochenende von 16 bis 20 Uhr. Vormittags können sich Kinder, Jugendliche und Eltern in familären Angelegenheiten an die Beratung wenden.

+++ Erster positiver Corona-Fall bei Frankfurts Fußball-Frauen +++

17.05 Uhr: Der Frauenfußball-Bundesligist 1. FFC Frankfurt meldet den ersten Coronavirus-Fall in seinen Reihen. Eine Spielerin des Tabellensechsten habe sich mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert, teilten die Hessen am Mittwoch mit. "Die Spielerin zeigt leichte Symptome, ihr geht es den Umständen aber entsprechend gut. Mit der schnellen Verbreitung von Covid-19 war klar, dass auch der FFC früher oder später von Corona-Fällen betroffen sein würde", sagte FFC-Manager Siegfried Dietrich.

Da der zeitliche Rahmen der Ansteckung außerhalb einer direkten Team-Präsenz der betroffenen Spielerin liege und die Ansteckung im persönlichen Umfeld stattgefunden habe, sei aktuell kein Corona-Test für die komplette Mannschaft und das Trainer- sowie Betreuerteam vorgesehen. Das Mannschaftstraining beim deutschen Rekordmeister ist vorerst bis zum 6. April ausgesetzt.

+++ Vereinigung Cockpit will Zuzahlungen für Piloten +++

16.55 Uhr: In den Verhandlungen um Kurzarbeit für die Piloten der verschiedenen Fluggesellschaften will die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) möglichst hohe Zuzahlungen erreichen. Das müsse sich natürlich an der Wirtschaftskraft der einzelnen Unternehmen ausrichten, sagte VC-Sprecher Janis Schmitt. So sei bei der kleinen German Airways weniger Substanz vorhanden als bei der Lufthansa.

Abschlüsse gebe es noch für keine Airline, hieß es am Mittwoch am Rande einer VC-Vorstandssitzung in Frankfurt. Angesichts von Milliarden-Gewinnen in der Vergangenheit und Rücklagen sei es beim Dax-Konzern Lufthansa nicht einzusehen, dass die Beschäftigten alleine die Nachteile aus der Corona-Krise tragen sollten, erklärte Schmitt. Der VC-Sprecher wies daraufhin, dass gerade den sonst gut bezahlten Piloten bei Kurzarbeit besonders hohe Einbußen drohten, weil die Lohnersatzleistung nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze berechnet wird.

Lufthansa hat bereits Kurzarbeit für Beschäftigte in der Kabine und am Boden eingereicht, weil wegen der Corona-Pandemie derzeit nur noch rund jeder 20. Flug stattfindet. Zuzahlungen hat das Management bislang abgelehnt, um möglichst viele Beschäftigte in die Programme zu bekommen. Die noch ausstehende Einigung mit den Piloten wird aber noch für diese Woche erwartet.

+++ Melsungens Handballer verzichten auf 25 Prozent ihres Gehalts +++

16.47 Uhr: Die Bundesliga-Handballer der MT Melsungen verzichten wegen der finanziellen Auswirkungen der Corona-Krise vorerst auf 25 Prozent ihres Gehalts. "Für uns Spieler ist es selbstverständlich, dass auch wir in dieser Krisensituation einen Beitrag leisten müssen. Da gab es in der gesamten Mannschaft keine Diskussionen, den Verzicht haben wir einstimmig beschlossen", sagte Routinier Michael Allendorf am Mittwoch.

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie ist die Bundesligasaison vorerst bis zum 22. April ausgesetzt. Neben dem Bundesligateam werden auch die Vereinsangestellten im Rahmen ihrer Möglichkeiten auf Teile ihres Gehalts verzichten. Zudem wollen Dienstleister Abstriche machen. "In der Corona-Krise wird noch sehr viel deutlicher, was Zusammengehörigkeitsgefühl bei uns heißt", lobte MT-Vorstand Axel Geerken.

Gemeinsam stark: Die MT Melsungen reist mit ihren Fans im Flieger nach Piräus.

+++ Corona-Informationen für Menschen ohne Internet +++

16.28 Uhr: Ohne Internet ist es mitunter schwierig, an aktuelle Informationen über das Coronavirus und seine Folgen zu gelangen. Ein IT-Experte aus Runkel (Limburg-Weilburg) hat aus diesem Grund eine kostenlose Hotline eingerichtet: Unter der Nummer 0800-000 42 27 können zum Beispiel ältere Menschen per Telefon Aktuelles zum Coronavirus erfahren. Dabei geht es vor allem um Informationen der Landesregierung rund um die Corona-Pandemie.

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+++ Hessens Sport baut auf Schutzschirm: "Gutes Signal" +++

16.07 Uhr: Als ein "gutes Signal" für die 7.600 Sportvereine hat der Landessportbund (LSBH) den Nachtragshaushalt des Landes Hessen bezeichnet. Dies lasse den Fortbestand des Sportsystems während und nach der Corona-Krise erwarten, sagte LSBH-Präsident Rolf Müller am Mittwoch. Der Schutzschirm der Landesregierung umfasst mindestens 8,5 Milliarden Euro, mit Leistungen daraus werden auch die hessischen Vereine unterstützt.  

"Die Folgen der Corona-Krise sind derzeit auch für den organisierten Sport unabsehbar. Unsere Vereine müssen nach wie vor ihre Sportstätten unterhalten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bezahlen und andere laufende Kosten bedienen. Das lässt sich ohne Hilfe nicht bewältigen", sagte Müller weiter.  

Derweil haben der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und seine 16 Landessportbünde an die Politik appelliert, die Sportvereine und -verbände in der Corona-Krise schnell mit einem Schutzschirm zu sichern. Im deutschen Sport sind 27 Millionen Mitglieder in 90 Vereinen organisiert.

+++ Marburg erlässt Betreuungsgebühren +++

16.00 Uhr: Die Stadt Marburg hat entschieden, für die Dauer der Schließungszeit in der Corona-Krise keine Betreuungsgebühren für die Kindergärten und Schulen zu erheben. Wie die Stadt am Mittwoch mitteilte, gilt das auch für Eltern, deren Kinder in der Notbetreuung weiter betreut werden. Die Stadt wolle die Familien in der aktuellen Situation nicht zusätzlich finanziell belasten, hieß es.

Zuvor hatte schon der Landkreis Kassel angekündigt, dass Eltern, die Betreuungsangebote aktuell nicht nutzen können, bis auf Weiteres keine Gebühren bezahlen müssen. Dies gilt jedoch nur für die Regelbetreuung in den Grundschulen. 

+++ Deutlich weniger Verkehr +++

15.54 Uhr: Momentan sind die Straßen in Hessen deutlich leerer als sonst: Die Verkehrsbehörde Hessen Mobil registrierte rund 40 Prozent weniger Autoverkehr als in normalen Zeiten. Staus gibt es kaum und auch die Zahl an Unfällen ist zurückgegangen. Trotzdem fährt die Autobahnpolizei weiter Streife - nicht nur, weil Raser die freien Straßen für sich nutzen. Mehr dazu in unserem Beitrag.

+++ Wegen Corona-Fall: Beide Apotheken in Wehrheim geschlossen +++

15.43 Uhr: Die beiden einzigen Apotheken in Wehrheim (Hochtaunuskreis) sind aktuell aufgrund eines Corona-Falls geschlossen. Wie der Besitzer der Apotheke dem hr am Mittwoch bestätigte, befinden sich alle Mitarbeiter der zwei Orts-Apotheken in Quarantäne. Bis zum 4. April sind daher beide Geschäfte nicht geöffnet. Medikament, für die bis zum 24. März Rezepte eingereicht wurden, werden noch geliefert. Seit diesem Mittwoch werden die Rezepte jedoch zurück in die Praxen geschickt. Kunden sollen sich daher ab sofort an Apotheken in den umliegenden Kommunen wenden.

+++ Taxifahren mit Corona-Schutz +++

15.30 Uhr: Plexiglas hat in Zeiten der Corona-Krise Hochkonjunktur: Nicht nur in Supermärkten und Apotheken werden Schutzscheiben aus dem Material nachgerüstet, sondern auch in Taxis. Bei der Firma "Scheibendoktor" in Offenbach stehen Taxifahrer momentan Schlange, um sich die Trennscheiben zwischen Vorder- und Rücksitz montieren zu lassen. Sie sollen sowohl die Fahrgäste als auch den Fahrer selbst vor einer Infektion mit dem Coronavirus schützen.

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+++ Kosten für Betreuung an Grundschulen im Landkreis Kassel ausgesetzt +++

15.22 Uhr: Im Landkreis Kassel müssen Eltern, die Betreuungsangebote seit dem 16. März aufgrund der Corona-Pandemie nicht nutzen können, bis auf Weiteres keine Gebühren bezahlen. Dies gilt laut Pressestelle des Landkreises jedoch nur für die Regelbetreuung in den Grundschulen von 11.30 bis 13.30 Uhr – und nicht für Kindertagesstätten, Horte, Krippen oder in der Kindertagespflege. Durch eine vorige Pressemitteilung sei ein falscher Eindruck entstanden, entschuldigte sich der Landkreis. 

+++ Privatkunden dürfen wieder auf RMD-Wertstoffhöfe +++

15.13 Uhr: Die Wertstoffhöfe Wicker und Brandholz (Neu-Anspach), die für Privatkunden aufgrund der Corona-Krise eigentlich bis auf Weiteres geschlossen sind, werden teilweise wieder geöffnet. Das teilte die Rhein-Main-Deponie GmbH (RMD) am Mittwoch mit. Bei "notwendigen, nicht verschiebbaren Entsorgungsanliegen", wie es in der Mitteilung heißt, können sich Kunden per Mail oder Telefon melden und einen Anliefertermin vereinbaren.

Zuvor hatte es auf den Wertstoffhöfen einen massiven Andrang gegeben, da laut RMD im Zuge der Ausgangsbeschränkungen viele Menschen ihre Abfälle entsorgen wollten. Um das Risiko einer Corona-Infektion gering zu halten, wurde daher Privatkunden der Zutritt zunächst verweigert. "Jetzt hat sich die Situation auf den Wertstoffhöfen glücklicherweise wieder entspannt", so RMD-Geschäftsführer Heino von Winning.

+++ Wiesbadener Klinik bereitet sich auf Corona-Patienten vor +++

15.09 Uhr: Die Horst-Schmidt-Kliniken in Wiesbaden bereiten sich auf einen möglichen größeren Zustrom an Covid-19-Patienten vor. Seit Mittwoch sei ein neuer, zentraler Einlass-Counter in Betrieb, teilte der Klinikbetreiber Helios mit. Ziel sei es, schon am Eingang Patienten mit Atemwegsinfekten zu separieren. Gleichzeitig könnten so Besuchsverbote und Ausnahmen für Begleitpersonen konsequent umgesetzt werden. Zum Schutz der Mitarbeiter werde ein separater Mitarbeitereingang geschaffen. Die HSK zählen zu sechs Krankenhäusern in Hessen, die in der Corona-Krise die regionale Versorgung koordinieren.

+++ Kaum Corona-Infektionen in Pflegeheimen +++

15.03 Uhr: Pflegeheime für Senioren und ambulante Pflegedienste stemmen sich nach eigenen Angaben bisher erfolgreich gegen eine Verbreitung des Coronavirus. "Aktuell wurde uns nur eine Handvoll Fälle angezeigt, sowohl ambulant als auch stationär", sagte Michael Greiner, Geschäftsstellenleiter Mitte des Landesverbands Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen (bad) am Mittwoch in Frankfurt. Betreiber von hessischen Pflegeeinrichtungen wie das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und die Evangelische Altenhilfe Gesundbrunnen registrierten ebenfalls nur wenige oder gar keine Infektionen.

Allerdings sind in vielen Einrichtungen die Besuchsmöglichkeiten mittlerweile stark geschränkt. Nur in Ausnahmefällen wie bei Sterbebegleitung kämen Besucher noch zu den Bewohnern. Nach Angaben des Statistischen Landesamts waren zuletzt 206.000 Menschen in privaten Haushalten pflegebedürftig. 55.700 leben in Pflegeheimen. Die Zahl der Covid-19-Infektionen in stationären Pflegeeinrichtungen wird nicht gesondert vom Land erfasst.

+++ Abiturprüfungen gehen weiter +++

14.58 Uhr: Die Abiturprüfungen werden trotz der Corona-Epidemie fortgesetzt. Darauf haben sich die Kultusminister der Bundesländer geeinigt, wie die Nachrichtenagentur AFP am Mittwochnachmittag meldete. Für die Prüfungen in Hessen gelten weiter Sonderregelungen zum Schutz von Schülern und Lehrern.

+++ Landrat Köberle in selbstgewählter Quarantäne +++

14.52 Uhr: Der Landrat des Kreises Limburg-Weilburg, Michael Köberle (CDU), hat sich vorsorglich und freiwillig für zwei Wochen in häusliche Quarantäne begeben. Er habe sich mit einem inzwischen positiv auf das Coronavirus getesteten Menschen in einem Raum befunden, teilte der Landkreis am Mittwoch mit. Dieser gehöre nicht zu den Mitarbeitern der Kreisverwaltung. Köberle werde die Amtsgeschäfte nun von zu Hause aus führen. Ihm gehe es gut, er zeige keine Krankheitssymptome.

+++ Zahl der Infektionen auf 1.909 gestiegen +++

14.36 Uhr: In Hessen haben sich weitere Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Die Zahl der bestätigten Fälle lag am Mittwoch bei 1.909, wie das Sozialministerium in Wiesbaden mitteilte. Damit gab es 292 mehr Infizierte als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle, die auf den Erreger Sars-CoV-2 zurückgeführt werden, stieg auf sechs. Die Stadt Frankfurt meldete mit 212 Fällen die meisten Infizierten, gefolgt vom Landreis Groß-Gerau (118) sowie den Kreisen Limburg-Weilburg und Fulda (beide 110). Die wenigsten Fälle - zehn - wurden bislang im Werra-Meißner-Kreis registriert.

+++ Erntehelfer dürfen nicht mehr einreisen - Hinz kündigt Hilfe an +++

14.17 Uhr: Die Spargelernte beginnt, anderes Gemüse muss jetzt im Frühling ausgesät werden. Normalerweise machen das Saisonarbeitskräfte, die meist aus Polen oder Bulgarien kommen. Doch ab heute dürfen Erntehelfer und andere Saisonarbeitskräfte nicht mehr einreisen. Mehr dazu finden Sie bei tagesschau.de.

In Hessen sollen die Regeln für Saisonarbeiter, die schon im Einsatz sind, derweil erleichtert werden, wie Landwirtschaftsministerin Priska Hinz (Grüne) dem hr sagte."Diejenigen, die schon hier sind, dürfen eigentlich nur 70 Tage bleiben. Das wurde jetzt ausgeweitet auf 115 Tage", so Hinz. Zudem soll auch Arbeitnehmern unter die Arme gegriffen werden, die aufgrund der Corona-Krise nur Kurzarbeitergeld erhalten und bei der Spargelernte aushelfen wollen. "Es ist wichtig, dass wir Solidarität auch wirklich zeigen und da anpacken, wo es Not tut", sagte Hinz.

Sie wollen sich engagieren? Informationen finden Sie auf der Webseite: Das Land hilft

Ein Erntehelfer packt den frisch gestochenen Spargel zusammen.

+++ Selbstgenähte Schutzmasken gegen Coronavirus +++

14.09 Uhr: Unter anderem bei der Frankfurter Caritas wird derzeit fleißig genäht, um den Mangel an Atemschutzmasken zur Verhinderung einer Infektion mit dem Coronavirus zu lindern. Sozialpädagoginnen, die normalerweise beim "Cariteam" mit Langzeitarbeitslosen oder Geflüchteten arbeiten, sind seit Anfang der Woche am Werk, wie Fachanleiterin Kerstin Jentschke am Mittwoch sagte. Pro Tag schafften sie bis zu 40 Masken. Zu den Abnehmern gehört beispielsweise die Wohnungslosenhilfe.

Die Masken seien eine Notlösung, da andere nicht mehr zu bekommen seien, sagte Jentschke: "Sie können Tröpfchen abhalten, die das Virus übertragen." Die Masken aus bunten Stoffen seien bei hohen Temperaturen waschbar und somit wiederverwendbar. Auch zahlreiche weitere Caritaseinrichtungen in Deutschland beteiligten sich. In den sozialen Netzwerken gibt es zahlreiche Aufrufe und Anleitungen, wie sich solche Masken nähen lassen.

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+++ Wiesbadener backt Pizza für Bedürftige +++

13.45 Uhr: Der Wiesbadener Gastronom Vincenzo Ingenito backt für jeden, der sich in finanzieller Not befindet, eine kostenlose Pizza. "Man sollte Hilfe anbieten, bevor jemand darum bittet", sagte er am Mittwoch. "Mit meiner Aktion will ich ein Gefühl von Mitmenschlichkeit und Zusammengehörigkeit wecken." Bislang kämen nur eine Handvoll Menschen am Tag und fragten in der kleinen To-Go-Pizzeria in der Altstadt nach dem Angebot. "Wir organisieren gerade einen Lieferservice, um Hilfsbedürftigen auch eine Pizza nach Hause bringen zu können", sagte Ingenito.

Dass sein kostenloses Angebot missbraucht werden könnte - davor hat der Italiener keine Angst. Armut könne jeden treffen, etwa Selbstständige, die wegen der Corona-Krise von heute auf morgen keine Einnahmen mehr hätten. Bislang kann er die Hilfsaktion finanzieren, sein Geschäft ist geöffnet. "Auf eine Pizza mehr oder weniger kommt es nicht an." Ingenito ruft andere Kollegen, die das derzeit leisten könnten, dazu auf, sich an der Aktion zu beteiligen.

+++ Landtagspräsident: Politik bleibt handlungsfähig +++

13.35 Uhr: In einem offenen Brief an die Bürger Hessens hat Landtagspräsident Boris Rhein (CDU) versichert, dass das Parlament auch in der schwierigen Zeit der Corona-Krise handlungsfähig bleibe. Es sei berührend und gebe Zuversicht, in welch besonders hohem Maße die Menschen nun Hilfsbereitschaft und Kreativität zeigten – und das trotz aller Unsicherheit und Ungewissheit. Seine Hochachtung und tief empfundene Dankbarkeit gelte vor allem denen, "die bereits heute am Limit arbeiten", sagte Rhein unter Hinweis auf Beschäftigte vom Gesundheitssektor bis zur Landwirtschaft. "Seien Sie versichert, dass auch die Politik unermüdlich daran arbeitet, die Folgen dieser Pandemie so gut wie möglich abzufedern."

+++ 179 Verstöße gegen Corona-Kontaktregeln +++

13.32 Uhr: Die Polizei hat in den vergangenen zwei Tagen 179 Verstöße gegen die strengeren Kontaktregeln im Kampf gegen die Corona-Pandemie registriert. In diesen Fällen seien Menschengruppen mit mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit angetroffen worden, die nicht zu einem Hausstand zählen oder geschäftlich unterwegs sein müssen, wie das Innenministerium am Mittwoch auf Anfrage mitteilte. Die strengeren Regeln gelten seit Montag. Fast alle Betroffenen hätten verständnisvoll reagiert.

Sieben Menschen mussten den Angaben zufolge zeitweise in Gewahrsam genommen werden, weil sie zum Beispiel Widerstand gegen die Anweisungen der Beamten leisteten. Binnen zwei Tagen registrierte die Polizei zudem 197 Verstöße gegen die Schließungen zum Beispiel von Restaurants, Bars, Sport- oder Freizeiteinrichtungen. Auch hier hätten nahezu alle Betroffenen sofort reagiert und seien den Anweisungen der Polizei nachgekommen.

+++ Existenzkampf: Skyliners Frankfurt beantragen Kurzarbeit +++

13.24 Uhr: Der Frankfurter Basketball-Bundesligist Fraport Skyliners hat für alle Trainer und Mitarbeiter des Vereins Kurzarbeit beantragt. "Die Lage ist für uns extrem, wir kämpfen ums Überleben", sagte der geschäftsführende Gesellschafter Gunnar Wöbke am Mittwoch. "In Krisensituationen wird immer deutlich, auf wen man sich verlassen kann. Ich freue mich daher sehr darüber, wie schnell und offen unsere Belegschaft auf die neuen Maßnahmen reagiert hat." Die Verträge mit den Spielern haben die Skyliners bisher nicht aufgelöst. Fünf US-Profis sind zu ihren Familien nach Übersee geflogen, halten sich dort aber zur weiteren Verfügung.

+++ Unternehmen können Soforthilfe spätestens ab Montag online beantragen +++

13.18 Uhr: Die Landesregierung hat Details zur wirtschaftlichen Hilfe für kleine Unternehmen vorgestellt. "Wir haben als Land ein Programm vor, das die Bundesmittel nutzt und sie aufstockt", sagte Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) in einer Pressekonferenz am Mittwoch. Die Hilfe für kleine Unternehmen und Selbständige werde rund 2 Milliarden Euro kosten. Es handelt sich laut Al-Wazir um einen Zuschuss, nicht um einen Kredit.

"Wir wollen das über das Regierungspräsidium Kassel machen, und zwar nur online. Es soll nur ein Antrag erforderlich sein für die Bundes- und Landesmittel", so Al-Wazir. Die Handwerkskammern und Industrie- und Handelskammern unterstützen Unternehmen dabei. Allerspätestens am Montag sollen Freiberufler und kleine Unternehmen die Anträge stellen können, die Internetadresse werde noch bekanntgegeben. Das Geld soll so schnell wie es geht fließen. Es soll eine Frage von Tagen, nicht von Wochen sein, so Al-Wazir. Bei den Hausbanken können ab Donnerstag zudem Liquiditätshilfen beantragt werden.

Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) rechnet mit weit über 200.000 Betrieben in Hessen, die wegen der Corona-Krise die Hilfsprogramme beantragen werden. Die Zahl der potenziellen Antragsteller liege insgesamt bei rund 250.000 Firmen in Hessen, sagte der Minister. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hatte zuvor im Landtag angekündigt, dass das Land die finanzielle Unterstützung gerade für kleine und Kleinstunternehmer, Angehörige freier Berufe und Selbstständige mit einer geringen Zahl von Beschäftigten deutlich aufstocken werde.

Ein "Geschlossen"-Schild an einer Buchhandlung in Kassel

+++ Hessen Agentur bündelt Hilfsangebote für Wirtschaft +++

13.13 Uhr: Die Hessen Agentur hat für die Betriebe im Land die wichtigsten Hilfsangebote in der Corona-Krise auf einer Internetseite gebündelt. Die Seite soll ständig aktualisiert und mit weiterführenden Links versehen werden, erklärte Geschäftsführer Rainer Waldschmidt am Mittwoch in Wiesbaden. Neben den Möglichkeiten für eine finanzielle Förderung bietet die Internetseite auch Beschaffungsplattformen, Hinweise auf Aktionen, Kampagnen und Bündnisse aus der Wirtschaft sowie allgemeine Informationen zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus. Die Hessen Agentur ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft des Landes. Sie versteht sich als Schnittstelle zwischen Land, Kommunen, Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaft und Politik.

+++ Ärzte im Ruhestand wollen unterstützen +++

13.05 Uhr: Auch aus dem Ruhestand bieten Ärzte in Hessen ihren Kollegen derzeit Unterstützung im Kampf gegen die Corona-Pandemie an. "Wir erhalten täglich viele freundliche Angebote", sagte eine Sprecherin der Hessischen Landesärztekammer. In Absprache mit dem Sozialministerium und anderen Partnern baue die Kammer seit Montag eine Datenbank auf, um darin die eingehenden Unterstützungsangebote systematisch zu erfassen und den "aktiven" Kolleginnen und Kollegen bedarfsgerecht zur Verfügung zu stellen, hieß es.

Das könne das Angebot aktiver ärztlicher Tätigkeit oder auch telefonischer Beratung sein. Auch Angebote, die derzeit bei der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH) und der Hessischen Krankenhausgesellschaft (HKG) eingehen, sollen in dieser Datenbank abgefragt werden können. So solle sichergestellt werden, dass Hessen zur Bewältigung der Corona-Pandemie bestmöglich aufgestellt ist und die hessischen Ärztinnen und Ärzte die größtmögliche Unterstützung erhalten.

+++ Konferenz zu Hilfen für die Wirtschaft +++

12.50 Uhr: Die Landesregierung stellt heute um 13 Uhr Details zu ihrem Hilfsprogramm für die hessische Wirtschaft vor. Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) und Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) werden in einer Videokonferenz über ihre Gespräche mit Verantwortlichen aus der Wirtschaft informieren.

+++ Corona-Update zum Hören +++

12.40 Uhr: Dreimal täglich liefert der Hessische Rundfunk einen Überblick über die aktuelle Coronavirus-Situation in Hessen zum Hören. Neben dem aktuellen Informationsstand liefert das Audio auch Antworten auf die wichtigsten Fragen unserer Nutzerinnen und Nutzer zum Thema Coronavirus.

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+++ Nach Spendenaufruf: Mitgefühl und Häme für Jutta Ditfurth +++

12.15 Uhr: Die Publizistin und Frankfurter Ex-Grüne Jutta Ditfurth hat ihre Corona-Erkrankung auf Twitter öffentlich gemacht - und um Spenden gebeten. "Ich schaff's nicht ohne Eure Hilfe. Erst wochenlang grippekrank, jetzt 3. Tag Covid19. Durch Corona alle 15 Jobs bis Juni verloren (Vorträge, Lesungen)", schrieb sie und veröffentlichte sogar ihre Kontonummer. Die Reaktionen sind enorm: Da ist die Welle aus Hilfsbereitschaft - und ein noch viel größerer Sturm aus Schadenfreude und Häme. Denn für ihren Spendenaufruf in eigener Sache wird Ditfurth teils heftig angegangen. Wie sie damit umgeht, lesen Sie in unserem Beitrag.

+++ Kündigungsstopp für Mieter auch bei Nassauischen Heimstätten +++

12.00 Uhr: Nach der Frankfurter ABG Holding kommen auch die Nassauischen Heimstätten (NH) ihren Mietern entgegen und verzichten auf Kündigungen und Räumungen im Zusammenhang mit der Corona-Krise. "Als Landesunternehmen mit überwiegend öffentlichem Auftrag haben wir eine Vorbildfunktion und eine besondere gesellschaftliche Verantwortung", sagte der Leitende Geschäftsführer Thomas Hain am Mittwoch. Sollten Mieter selbst gekündigt haben, aber aktuell nicht umziehen können, dürfen sie weiter in ihren Wohnungen bleiben, wenn diese nicht bereits neu vermietet sind.

Alle noch nicht ausgesprochenen Mieterhöhungen würden auf das vierte Quartal verschoben. Wer aufgrund der aktuellen Situation seine Miete nicht zahlen kann, solle sich möglichst frühzeitig melden, teilte die NH mit - dann werde "eine individuelle Lösung" gesucht. Gewerblichen Mietern, die wegen ausbleibender Umsätze Zahlungsschwierigkeiten haben, will die NH "gegen Nachweis des Verdienstausfalls zunächst für einen Monat" die Miete erlassen. Ein Serviceteam bietet zudem an, für ältere Mieter einkaufen zu gehen. Der Unternehmensgruppe mit Sitz in Frankfurt und Kassel gehören rund 59.000 Mietwohnungen in 140 Städten Hessens.

+++ Tischtennis-Star Boll will keinen Starbonus +++

11.55 Uhr: Tischtennis-Starspieler Timo Boll will in Zeiten der Corona-Krise keine Sonderrolle und verzichtet auf ein Hallentraining. "Alle Sportanlagen sind geschlossen. Ich müsste theoretisch den Bürgermeister um eine Sondergenehmigung anbetteln, was vielleicht auch durchginge." Er wolle aber ein Vorbild sein und sich an die Regelungen halten, sagte der Odenwälder in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Nun überlegt er, sich eine Tischtennisplatte ins Wohnzimmer zu stellen. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Beitrag.

+++ Minister beruhigt Eltern: Stoff nicht auf Teufel komm raus nachlernen +++

11.42 Uhr: Kultusminister Alexander Lorz (CDU) sieht Eltern in Corona-Zeiten nicht als Ersatzlehrer. Nach Berichten über eine Flut von Hausaufgaben für Schülerinnen und Schülern beruhigte der Minister am Mittwoch Mütter und Väter. "Es geht nicht darum, den Unterricht jetzt irgendwie zu ersetzen", sagte Lorz dem hr. "Es geht auch nicht darum, dass jetzt irgendwelcher Stoff auf Teufel komm raus nachgelernt werden müsste."

Ziel der Aufgaben sei es, den Kindern ein Stück Normalität zu ermöglichen und den Kontakt zur Schule zu halten. Sollten die Eltern den Eindruck haben, es gebe zu viele Aufgaben, sollten sie sich an die Lehrer wenden und ein Signal senden. Auch die Lehrer hätten ja keine Übung darin, Unterricht in Hausaufgaben zu übersetzen. Die Bildungsstandards und Curricula seien flexibel genug, die Stoffschwankungen aufzufangen, sagte Lorz.

+++ Regierungssprecher beantwortet Fragen zur Kontaktbeschränkung +++

11.34 Uhr: Die neuen Maßnahmen der Regierung - allen voran die Beschränkung des Kontakts - werfen bei vielen Hessen Fragen auf. Manche Paare, die nicht zusammeleben, sind verunsichert – genauso wie getrenntlebende Eltern. In hr-iNFO hat Michael Bußer, Sprecher der Hessischen Landesregierung, die Fragen der Hörer beantwortet. Das Interview können Sie hier nachhören.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Regierungssprecher Michael Bußer im hr-iNFO-Interview

Corona: Menschen auf Abstand in Frankfurter Park
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+++ Sieben Abiturienten in Neu-Anspach müssen Prüfungen unterbrechen +++

11.23 Uhr: An der Adolf-Reichwein-Schule in Neu-Anspach müssen sieben Abiturienten die Prüfung unterbrechen. Wie der zuständige Hochtaunuskreis am Mittwoch mitteilte, zeigte eine Schülerin typische Corona-Symptome. Sie habe in Kontakt mit einer inzwischen positiv getesteten Person gestanden. Die sieben Prüflinge, inklusive der erkrankten Schülerin, müssen nun in häusliche Quarantäne. Auch vier Lehrkräfte, die bei den Klausuren die Aufsicht geführt haben, werden isoliert. Alle anderen Abiturienten schreiben ihre Prüfungen normal weiter. Die sieben isolierten Schülerinnen und Schüler sollen ihre Klausuren nach Ostern nachschreiben. Ein genauer Termin stehe derzeit noch nicht fest.

+++ Schnapsbrenner produzieren Desinfektionsmittel +++

10.49 Uhr: Die Kornbrennerei Schlitz (Vogelsberg) beliefert Apotheken ab sofort mit reinem Alkohol, damit diese daraus Desinfektionsmittel zaubern können. Noch weiter geht eine kleine Schnapsbrennerei - das Spirituosenwerk in Rimbach: Es produziert das Desinfektionsmittel für Krankenhäuser, Seniorenheime und andere Einrichtungen selber.

+++ Sechster Todesfall in Hessen +++

10.15 Uhr: Ein 84-jähriger Mann aus Rodgau ist am Dienstag an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Das teilte der Kreis Offenbach mit. Insgesamt steigt die Zahl der Corona-Todesfälle in Hessen damit auf sechs: In Wiesbaden, Darmstadt, Flörsheim und der Stadt Offenbach starb jeweils ein Mensch, im Kreis Offenbach sind zwei Patienten an den Folgen der Infektion gestorben.

+++ Homeoffice als Sicherheitsrisiko +++

9.56 Uhr: Für viele Unternehmen heißt die Lösung in der Corona-Krise Homeoffice. Die Mitarbeiter sollen zuhause bleiben, sind aber übers Internet mit dem Firmennetz verbunden. Ein scheinbar bequemer Weg, tatsächlich aber auch ein ziemlich riskanter: Denn nicht nur Mitarbeiter wollen von außerhalb zugreifen, sondern auch Hacker. In unserem Beitrag finden Sie Sicherheitstipps von Experten.

+++ Kultusminister Lorz zu Abiturprüfungen +++

9.45 Uhr: Allein am Mittwoch müssen in Hessen 20.000 Abiturienten antreten und ihre Prüfungen in Mathematik schreiben. Für die Entscheidung, die Abiturprüfungen nicht zu verschieben, hat Kultusminister Alexander Lorz (CDU) viel Kritik geerntet. In hr-iNFO verteidigte er das Vorgehen am Mittwoch. Er habe es den Schülerinnen und Schülern nicht antun wollen, sie in eine Art "Warteschleife" zu setzen und neu gesetzte Termine möglicherweise wieder zu verschieben. "Ich glaube, das wäre viel nervenzerfetzender als die Prüfungen jetzt wie vorgesehen hinter sich zu bringen."

Für den Fall, dass das Abitur doch noch abgebrochen werden sollte, sicherte Lorz den Prüflingen zu: "Alle diese Leistungen, die sie jetzt erbracht haben oder in den nächsten Tagen noch erbringen werden, werden fürs Abitur zählen - auf jeden Fall in dem Sinne, dass sie positiv zugunsten der Abiturienten gewertet werden." Am Mittwochmittag wollen die Kultusminister aller Bundesländer darüber beraten, wie sie weiter mit den Prüfungen umgehen. Einige Länder haben sich bereits für eine Verschiebung entschieden.

+++ Corona-Update zum Hören +++

9.30 Uhr: Dreimal täglich liefert der Hessische Rundfunk einen Überblick über die aktuelle Coronavirus-Situation in Hessen zum Hören. Neben dem aktuellen Informationsstand liefert das Audio auch Antworten auf die wichtigsten Fragen unserer Nutzerinnen und Nutzer zum Thema Coronavirus.

Audiobeitrag

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Corona-Update am 25.03.2020 um 9.00 Uhr

Coronavirus
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+++ Autokino-Jubiläum ohne Feier +++

8.59 Uhr: Vor 60 Jahren wurde in Gravenbruch bei Frankfurt das erste Autokino Deutschlands eröffnet, die große Jubiläumsfeier fällt wegen der Corona-Krise aber vorerst aus. "Anfang letzter Woche mussten wir schließen", sagt Theaterleiter Heiko Desch. Am 31. März 1960 hatte das Autokino seinen Betrieb aufgenommen. Ursprünglich wollte Desch ab Ende des Monats sechs Film-Klassiker aus jeweils einem Jahrzehnt zeigen, beispielsweise das "Dschungelbuch" oder "Harry Potter". Auch ein großes Familienfest mit Live-Musik war geplant. "Wir hoffen, dass wir das später nachholen können", so Desch.

+++ Auch Kronberg und Pohlheim verschieben Bürgermeisterwahlen +++

8.33 Uhr: Am Dienstag haben wir gemeldet, dass in Hessen 36 Bürgermeisterwahlen wegen der Corona-Pandemie auf frühestens 1. November verschoben werden. Das hatte das Innenministerium bekanntgegeben. Zwei Städte fehlten in der Aufzählung allerdings, wie ein Sprecher des Ministeriums dem hr am Mittwoch bestätigte: Auch in Kronberg und Pohlheim werden die Abstimmungen verschoben.

+++ Drei Corona-Fälle in Erstaufnahme-Einrichtung +++

8.16 Uhr: Auch in der Erstaufnahme-Einrichtung für Flüchtlinge in Gießen gibt es die ersten Corona-Fälle. Bislang seien drei Bewohner positiv getestet worden, hieß es beim Regierungspräsidium Gießen. "Alle drei Personen sind umgehend isoliert und versorgt worden und zeigen bisher nur leichte Symptome." Auch Kontaktpersonen seien von den übrigen Bewohnern getrennt worden. Am Standort Gießen sind rund 1.400 Geflüchtete untergebracht.

+++ Minister informieren über Hilfen für die Wirtschaft +++

8.02 Uhr: Die Landesregierung will am heutigen Mittwoch um 13 Uhr Details zu ihrem Hilfsprogramm für die hessische Wirtschaft vorstellen. Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) und Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) werden in einer Videokonferenz über ihre Gespräche mit Verantwortlichen aus der Wirtschaft informieren. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hatte zuvor im hessischen Landtag angekündigt, dass das Land die finanzielle Unterstützung gerade für kleine und Kleinstunternehmer, Angehörige freier Berufe und Selbstständige mit einer geringen Zahl von Beschäftigten deutlich aufstocken werde.

Corona-Meldungen im Ticker zum Nachlesen (24. März 2020):
+++ Fünfter Todesfall +++ Zahl der Infizierten auf 1.617 gestiegen +++ Landtag macht Weg frei für Rettungsschirm +++

Corona-Meldungen im Ticker zum Nachlesen (23. März 2020):
+++ Virologin erwartet bald Schnelltests +++ Vierter Todesfall in Hessen +++ 1.352 bestätitigte Corona-Infektionen +++

Corona-Meldungen im Ticker zum Nachlesen (22. März 2020):
+++ Kontaktverbot für mehr als zwei Personen gilt sofort +++ Abitur findet weiter statt +++ 1.267 bestätigte Fälle in Hessen +++

Corona-Meldungen im Ticker zum Nachlesen (21. März 2020):
+++ Harsche Kritik an Spahn-Plänen +++ Zweiter Eintracht-Spieler positiv +++ 1.166 Infizierte in Hessen +++

Corona-Meldungen im Ticker zum Nachlesen (20. März 2020):
+++ Infizierter tot in Wohnung gefunden +++ 962 Infizierte in Hessen +++ Restaurants ab Samstagmittag geschlossen +++

Corona-Meldungen im Ticker zum Nachlesen (19. März 2020):
+++ 89-Jährige im Kreis Offenbach gestorben +++ 740 bestätigte Fälle +++ Lufthansa und Tui kämpfen um Existenz +++

Corona-Meldungen im Ticker zum Nachlesen (18. März 2020):
+++ Abiturprüfungen finden statt +++ Strengere Corona-Maßnahmen gelten ab heute +++ 547 Infizierte in Hessen +++

Corona-Meldungen im Ticker zum Nachlesen (17. März 2020):
+++ Erster Todesfall in Hessen +++ Einreisestopp für Nicht-EU-Bürger am Frankfurter Flughafen +++ 381 Corona-Fälle +++

Corona-Meldungen im Ticker zum Nachlesen (16. März 2020):
+++ Weitere Maßnahmen ab Mittwoch +++ Eine Milliarde Euro Soforthilfe +++ 342 Fälle in Hessen +++

Corona-Meldungen im Ticker zum Nachlesen (14. und 15. März 2020):
+++ Fallzahlen steigen um 50 Prozent +++ Gottesdienste abgesagt +++ Veranstaltungen ab 100 Personen verboten +++

Corona-Meldungen im Ticker zum Nachlesen (13. März 2020):
+++ Kein Unterricht ab Montag, Kitas zu +++ Krankenhäuser verhängen Besuchsverbote +++ Kirchen sagen Gottesdienste ab +++

Corona-Meldungen im Ticker zum Nachlesen (10. März bis 12. März 2020):
+++ Abiturienten vom Unterricht freigestellt +++ Absage von Großveranstaltungen bis 10. April +++ Kassel schließt Theater und Kinos +++

Corona-Meldungen im Ticker zum Nachlesen (6. März bis 9. März 2020):
+++ Arzt-Praxis unter Quarantäne +++ Deutsche Bank sagt 150-Jahrfeier ab +++ Blutreserven halten 2,2 Tage +++

Corona-Meldungen im Ticker zum Nachlesen (28. Februar bis 5. März 2020):
+++ 99 Schüler in Quarantäne +++ Lufthansa streicht Israel-Flüge +++ 1.000 Anrufe bei Hotline +++

Weitere Informationen

Hygiene schützt

Am besten schützen Sie sich vor einer Corona-Infektion, indem Sie

  • Hände regelmäßig und gründlich waschen (20 Sekunden mit Seife),
  • anderen bei der Begrüßung nicht die Hand geben,
  • Abstand halten beim Husten und in die Armbeuge niesen,
  • in beheizten Räumen oft stoßlüften.
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Weitere Informationen

Im Verdachtsfall anrufen

Das hessische Sozialministerium hat eine landesweite Hotline für Fragen rund um das Coronavirus geschaltet. Sie ist täglich von 8 bis 20 Uhr erreichbar: 0800/5554666.

Sollten Sie den Verdacht haben, dass Sie sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, gehen Sie bitte nicht in die Praxis Ihres Hausarztes, sondern rufen Sie dort vorher an. So vermeiden Sie, möglicherweise andere Patienten im Wartezimmer anzustecken.

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