In unserem Ticker informieren wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Hessen.

  • Top-Thema

    Bouffier schließt Ausgangssperre nicht aus

    Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) schließt nicht aus, dass es auch in Hessen zu Ausgangsbeschränkungen wie im Berchtesgardener Land in Bayern kommen kann. Den Zeitungen der Funke-Mediengruppe sagte er, die Lage sei ernst, das Infektionsgeschehen "äußerst dynamisch". Deshalb sollten die Maßnahmen auch weiterhin lokal und nicht bundesweit beschlossen werden.

    Im Berchtesgadener Land liegt die Sieben-Tage-Inzidenz derzeit bei 262,4 - der höchste Wert in ganz Deutschland. Deshalb greifen die Behörden dort zu drastischen Maßnahmen: Schulen und Kitas mussten schließen, ebenso Restaurants, Veranstaltungen sind komplett abgesagt und es gelten zwei Wochen lang Ausgangsbeschränkungen. Die eigene Wohnung darf nur noch zum Arbeiten, Einkaufen oder für Sport im Freien verlassen werden.

  • Nordhessische Schule probt bereits für Homeschooling

    Die Infektionszahlen steigen weiter, doch noch findet in den hessischen Schulen Präsenzunterricht statt. Eine nordhessische Gesamtschule bereitet sich jedoch bereits wieder auf Homeschooling vor: Alle 620 Schüler der Brüder-Grimm-Schule in Eschwege bleiben heute zu Hause und werden von ihren Lehrern per Video-Konferenz unterrichtet.

    Sollte der Unterricht in den Klassenräumen irgendwann nicht mehr möglich sein, will man in Eschwege vorbereitet sein. Die Lehrer haben dafür in den zurückliegenden Wochen bereits trainiert. Heute müsse aber noch nicht alles perfekt laufen, sagte die Schulleitung. Bei diesem hessenweit einzigartigen Test ginge es auch darum, Schwachstellen zu entdecken und dann auszubessern.

    Symbolbilder - Coronavirus - 29.03.2020 Schule / Lernen / Homeschooling / Hausaufgaben
  • Top-Thema

    749 Neuinfektionen, sechs weitere Todesfälle

    Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus bleibt in Hessen auf hohem Niveau. Binnen 24 Stunden wurden 749 Fälle registriert, wie das Robert-Koch-Institut am Mittwoch mit Stand 0 Uhr mitteilte. Zudem wurden sechs weitere Todesfälle gezählt. Insgesamt sind damit 590 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. Die Gesamtzahl der registrierten Infektionen liegt jetzt bei 27.307, wovon rund 20.500 als genesen gelten.

    In Offenbach ist die Inzidenz auf aktuell 129,0 gestiegen. Damit weist die Stadt unter den Kreisen und kreisfreien Städten die meisten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen auf. Auch in Frankfurt ist der Wert mit 124,4 auf einen neuen Höchststand gestiegen. Es folgen die Stadt Kassel (107,8) und der Kreis Groß-Gerau (99,7). Insgesamt gilt in sieben Kreisen oder kreisfreien Städte die höchste Warnstufe, die bei einem Wert von 75 in Kraft tritt. Das Pandemie-Konzept des Landes sieht dann vor, dass das Sozialministerium die Kontrolle über die Maßnahmen in den betroffenen Gebieten übernimmt. Hier finden Sie einen Überblick über die Verbreitung des Virus in Hessen.

  • Kritik an Corona-Warn-App

    Videobeitrag

    Video

    zum Video Kritik an Corona-Warn-App

    hessenschau vom 20.10.2020
    Ende des Videobeitrags

    Neben den Hygiene- und Abstandsregeln wird auch empfohlen, die Corona-App zu benutzen. Doch an der App gibt es Kritik. Ein Nutzer berichtet, dass er sein positivem Testergebnis nicht eintragen konnte. Wissenschaftler kritisieren zudem, dass gar nicht klar sei, wie effektiv die App sei.

  • Top-Thema

    Lufthansa meldet Milliarden-Verlust

    Der Einbruch des Flugverkehrs in der Corona-Krise hat der Lufthansa auch im Sommer einen Milliardenverlust eingebrockt. Trotz der Ausweitung des Flugangebots im Juli und August belief sich der bereinigte Verlust vor Zinsen und Steuern im dritten Quartal auf 1,26 Milliarden Euro, wie der in der Krise vom Staat gerettete Konzern überraschend am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Im zweiten Quartal hatte sich das Minus allerdings noch auf 1,7 Milliarden Euro belaufen.

    Dank der Staatshilfen zeigte sich das Management zuversichtlich, dass der Lufthansa-Konzern auch weiteren Belastungen durch die Corona-Pandemie standhalten kann. Ende September verfügte der Konzern den Angaben zufolge über flüssige Mittel von 10,1 Milliarden Euro.

    Drei Lufthansa-Maschinen
  • Maskenpflicht und Bordelle beschäftigen Gerichte

    Hessens Verwaltungsrichter haben wegen der Corona-Pandemie weiterhin viel zu tun. Insgesamt 16 Verfahren sind allein vor dem Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel anhängig, die mit der Pandemie und den daraus resultierenden Beschränkungen zusammenhängen. "Die Eilanträge richten sich im Wesentlichen gegen die sogenannte Maskenpflicht und die Schließung der Bordelle", sagte ein VGH-Sprecher.

    Die meisten Fälle bearbeite der für das Infektionsschutzrecht zuständige Senat. Dort seien zwölf Eilverfahren anhängig, die meisten mit Bezug auf die Maskenpflicht und Bordelle. Der für das Gaststättenrecht zuständige Senat bearbeite drei Beschwerdeverfahren aus Frankfurt und Gießen, in denen es um coronabedingte Sperrzeitverlängerungen gehen. Beim Versammlungsrecht gab es zu Beginn der Pandemie einige Eilverfahren. Aktuell wird hier weniger gestritten: Es sei ein Verfahren anhängig, bei dem Corona-Auflagen zudem nur eine Nebenrolle spielten.

  • FDP verlangt mehr Beteiligung des Landtags

    Übertreibt es die Regierung mit dem Durchregieren in der Corona-Pandemie? Die Kritik wird gerade nicht nur im Bundestag laut. Die FDP im Landtag fordert auch von der Landesregierung mehr Transparenz und eine stärkere Beteiligung des Parlaments bei Entscheidungen zur Corona-Krise. Der Landtag müsse "über den besten Weg zur Eindämmung der Pandemie diskutieren", sagte Fraktionschef René Rock. Nur das schaffe auch die nötige Akzeptanz in der Bevölkerung. Rock kündigte einen entsprechenden Gesetzesentwurf an, für den man auf die anderen Fraktionen zugehen wolle.

  • Neue Verordnung bereits in Kraft

    Die am Montag von Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) verkündeten Änderungen der Corona-Bestimmungen in Hessen, darunter die Aufhebung des Beherbergungsverbots, sind bereits mit Beginn der Woche in Kraft getreten. Das teilte die Staatskanzlei auf Nachfrage mit. Bouffier hatte auf der Pressekonferenz keinen konkreten Zeitpunkt genannt.

  • Top-Thema

    Al-Wazir und Klose negativ getestet

    Die Corona-Tests der beiden Minister Tarek Al-Wazir und Kai Klose (beide Grüne) sind negativ ausgefallen. Das teilte das Wirtschaftsministerium am Dienstag auf Nachfrage des hr mit. Beide befänden sich aber vorerst noch in häuslicher Isolation, weil sie Kontakt mit der positiv getesteten Kunstministerin Angela Dorn (Grüne) hatten. Nach Aussage des Regierungssprechers Michael Bußer dauert diese Isolation noch bis kommenden Montag. In der Zwischenzeit würden die Minister aus dem Homeoffice weiterarbeiten. Alle öffentlichen Termine seien in dieser Woche abgesagt worden. Der Verlauf von Dorns Erkrankung ist den Angaben zufolge milde.

  • Top-Thema

    Hinz: Klopapier-Versorgung in Hessen gesichert

    Angesichts stark steigender Corona-Zahlen hat Verbraucherschutzministerin Priska Hinz (Grüne) am Dienstag appelliert, Klopapier nicht für drei Monate zu bunkern. "Es gibt genügend Klopapier für alle und jeden - und das an jedem Tag", sagte sie im Gespräch mit hr3. Die Lager seien voll. "Es ist auch den Läden möglich, digital sofort nachzubestellen, die Lieferkette steht, die Grenzen sind offen."

    Es drohe "überhaupt keine Gefahr", betonte Hinz. Das Problem sei eher ein psychologisches. "Viele Leute hören, die Infiziertenzahlen steigen, aber es macht überhaupt keinen Sinn, jetzt loszulaufen und Hefe oder Nudeln oder Mehl im Übermaß zu kaufen." Sobald eine Lücke im Regal sei, habe das Wirkung auf jeden anderen, der einkaufen geht, sagte die Ministerin. Sie appellierte an die Verbraucher, normal einzukaufen.

  • Top-Thema

    782 Neuinfektionen, acht Todesfälle

    Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen hat in Hessen wieder deutlich zugelegt. Binnen 24 Stunden wurden 782 Fälle registriert, wie das Robert-Koch-Institut am Dienstag mit Stand 0 Uhr mitteilte. Mit acht weiteren Todesfällen wurde zudem der höchste Wert seit Anfang Mai erreicht. Die Gesamtzahl der an oder mit Covid-19 Gestorbenen liegt damit bei 584. Seit Beginn der Pandemie wurden 26.558 bestätigte Fälle in Hessen erfasst. Davon gelten rund 20.200 als genesen.

    Unter den Kreisen und kreisfreien Städten weist weiterhin die Stadt Offenbach die meisten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen auf. Die sogenannte Inzidenz beträgt dort 127,4. Auch in Frankfurt stieg der Wert erneut auf 122,0. Kassel (107,8) und Groß-Gerau (82,0) liegen ebenfalls deutlich über der fünften und letzten Warnstufe von 75 Fällen. Elf weitere Kreise und Städten liegen über der 50er-Marke. Eine Übersicht finden Sie hier.

  • Bald 60 Soldaten im Frankfurter Gesundheitsamt

    Insgesamt 60 Bundeswehrsoldaten sollen in Frankfurt das Gesundheitsamt bei der Nachverfolgung von Corona-Infektionsketten unterstützen. Die Zahl der Helfer soll am Donnerstag erreicht sein, wie die Stadt am Montag mitteilte. Ab Freitag soll dann ein Zwei-Schicht-Betrieb anlaufen.

    Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) und Gesundheitsamtsleiter René Gottschalk lobten die Unterstützung. Man gehe auch davon aus, dass die Bundeswehr über das vorläufig geplante Einsatzende Mitte November hinaus in Frankfurt bleibe. Am Montag lag die Sieben-Tage-Inzidenz in Frankfurt bei 117,9.

  • Überlastete Gesundheitsämter: Kontrollverlust mit Ansage

    Noch immer setzen RKI und die Behörden auf Kontaktnachverfolgung als wichtigste Waffe im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Doch nicht nur in Hessen stoßen die Gesundheitsämter an ihre Grenzen, in fast allen Bundesländern können viele Fälle nicht mehr ausreichend bearbeitet werden. An vielen Stellen helfen schon Soldaten aus. Experten fordern deshalb einen Strategiewechsel. Mehr erfahren Sie im Beitrag auf tagesschau.de.

    Soldaten der Bundeswehr helfen in Hannover bei der Kontaktnachverfolgung.
  • Top-Thema

    Lorz verteidigt Präsenzunterricht

    Auf der Pressekonferenz am Montag haben Ministerpräsident Volker Bouffier und Kultusminister Alexander Lorz (beide CDU) einstimmig betont, dass es in Hessen oberste Priorität habe, dass Schulen und Kitas offen bleiben. "Wir wollen den Präsenzunterricht soweit wie möglich aufrecht erhalten", sagte Bouffier am Montag.

    Die Schulen seien nach den Sommerferien nicht zu Hotspots geworden, betonte Lorz. Sie seien keine Treiber der Pandemie. Lorz verteidigte dabei auch die Strategie des Stoßlüftens, sie sei auch nach Meinung von Experten der Königsweg. Das Land bleibe zudem bei der Strategie, Entscheidungen in enger Zusammenarbeit mit den lokalen Gesundheistämtern zu treffen und somit vor Ort auf auftretende Infektionen reagieren zu können. Eine Maskenpflicht für Grundschüler stehe nicht zur Debatte.

  • Top-Thema

    Hessen verschärft die Regeln für Feiern und Veranstaltungen

    In einer Pressekonferenz hat Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Montag über die neuen Corona-Regeln informiert, die zum großen Teil aus den Ergebnissen der Gespräche der Länder mit der Bundeskanzlerin resultieren. Wie bereits zuvor bekannt, hat Hessen das Beherbergungsverbot aufgehoben. "Es hat sich nicht als zielführend erwiesen", sagte Bouffier. Etwas komplizierter wird es bei den Einschränkungen des alltäglichen Lebens abhängig von den Inzidenzen. Folgende Änderungen wurden beschlossen:

    • Unter einer Inzidenz von 35 gelten weiterhin die alten hessischen Regeln. Bei Veranstaltungen sind bis zu 250 Teilnehmer zugelassen, bei privaten Feiern bis zu 50.
    • Ab einer Inzidenz von 35 verschärfen sich die Vorgaben: Bei öffentlichen Veranstaltungen sind dann nur noch 150 Teilnehmer zugelassen, bei privaten Feiern noch 25 Personen. Dringend empfohlen wird jedoch eine Höchstzahl von 15.
    • Ab einer Inzidenz von 50 dürfen maximal 100 Personen an öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen, an privaten Feiern noch 10. Zudem gilt dann eine Sperrstunde von 23 Uhr bis 6 Uhr morgens, ebenso ein Ausschankverbot für Alkohol.

    Das Land gibt diese Regelungen als Handlungsempfehlung an die Kommunen heraus, die dann für die Umsetzung zuständig sind. Die Kommunen dürfen die Regeln verschärfen, jedoch nicht abschwächen.

  • Ministerin Dorn mit Coronavirus infiziert

    Die Hessische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Angela Dorn (Grüne), hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) und der hessische Minister für Soziales und Integration Kai Klose (Grüne) befinden sich derzeit als Kontaktpersonen in einer selbstverordneten Quarantäne. Das teilte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Montag bei einer Pressekonferenz mit.

  • Coronatest statt Pressekonferenz für Ministerin

    Sicher ist sicher: Hessens Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Angela Dorn (Grüne), hat sich am Montagvormittag bei der Pressekonferenz zur Neueröffnung des Jüdischen Museums in Frankfurt entschuldigen lassen. Wegen Erkältungssymptomen blieb Dorn der Veranstaltung lieber fern. Sie wartet nun das Ergebnis eines Coronatests ab, wie ein Sprecher sagte. Das Museum wird am Mittwoch nach fünfjähriger Umbauzeit wiedereröffnet.

  • Corona-Newsletter für Hessen

    Die Corona-Krise hat in den letzten Wochen wieder deutlich an Dynamik gewonnen. Deswegen verschicken wir ab sofort unseren beliebten Corona-Newsletter wieder zwei Mal pro Woche. Darin fassen wir die wichtigsten Entwicklungen in Hessen für Sie zusammen und liefern sie Ihnen regelmäßig direkt ins Postfach. Hier können Sie sich registrieren.

    Formular

    Corona-Newsletter von hessenschau.de

    Liebe Nutzerin, lieber Nutzer,

    hier können Sie sich für unseren Corona-Newsletter anmelden.

    Der Newsletter wird Ihnen kostenlos und unverbindlich zugestellt, bis Sie ihn wieder abbestellen. Wenn Sie unseren Newsletter per E-Mail beziehen möchten, tragen Sie sich bitte in unseren Verteiler ein. Sie bekommen eine E-Mail mit der Bitte, Ihre Aufnahme in den Verteiler noch einmal zu bestätigen.
    Bitte auswählen:*

    * Pflichtfeld

    Ende des Formulars
  • Einzelhandel beobachtet noch keine Hamsterkäufe

    Die gestiegenen Corona-Fallzahlen haben in Hessen nach Einschätzung des Einzelhandelsverbandes noch nicht zu verbreiteten Hamsterkäufen geführt. "Derzeit beobachten wir keine flächendeckenden Veränderungen des Einkaufsverhaltens der Kundinnen und Kunden", erklärte Verbandspräsident Jochen Ruths am Montag laut einer Mitteilung. Die Nachfrage in den Lebensmittelgeschäften gehe aktuell nicht über den normalen Bedarf hinaus. Niemand müsse leere Regale fürchten.

    Die Warenversorgung sei stabil und es gebe keinen Grund, zusätzliche Vorräte anzulegen, berichtete der Handelsverband Hessen. Ruths appellierte an die Verbraucher: "Wenn jeder nur das kauft, was er braucht, ist auch genug für alle da." Fotos in den sozialen Medien hatten in den vergangenen Tagen wieder häufiger leere Regale insbesondere für Klopapier gezeigt. Erste Politiker haben an die Bürger appelliert, sich nur für den tatsächlichen Bedarf einzudecken.

    Menschen tragen Atemschutzmasken und stehen vor einem Supermarkt in einer Schlange.
  • Strengere Regeln ab heute

    Das Corona-Kabinett der Landesregierung will am Nachmittag neue Vorgaben für Hessen festzurren und verkünden. Unabhängig davon treten heute bereits einige bereits beschlossene strengere Regeln in Kraft. So darf privat nur noch mit maximal 50 Personen gefeiert werden, egal ob in gemieteten oder öffentlichen Räumen. In Corona-Hotspots sind sogar deutlich weniger Leute zugelassen. Öffentliche Veranstaltungen mit einem klaren Hygienekonzept bleiben auf 250 Teilnehmer beschränkt. Für Schwimmbäder, Theater, Lokale und Geschäfte gelten aber nur noch die allgemeinen Abstandsregeln. Die bisherige Vorgabe, dass für jede Person drei Quadratmeter Platz sein muss, entfällt.

    Neu ist außerdem: Gastronomen müssen die Angaben auf den Gästelisten in Zukunft genauer prüfen und dürfen dafür die Vorlage des Personalausweises verlangen. Das Corona-Kabinett der Landesregierung will heute über weitere Maßnahmen entscheiden.

  • Top-Thema

    Krankschreibung wieder per Telefon möglich

    Wegen der verschärften Corona-Lage können Patienten mit Erkältungsbeschwerden sich jetzt wieder bundesweit telefonisch eine Krankschreibung besorgen. Die Sonderregelung trat am Montag in Kraft und gilt vorerst bis zum Jahresende - das hatte der Gemeinsame Bundesausschuss im Gesundheitswesen am Donnerstag beschlossen. Patienten mit leichten Atemwegserkrankungen müssen somit nicht in eine Praxis gehen, nur weil sie eine Krankschreibung benötigen. Das soll helfen, volle Wartezimmer und Ansteckungsrisiken zu vermeiden.

    Die entsprechenden Krankschreibungen gibt es jeweils für sieben Tage. Die Ärzte müssen dazu die Patienten persönlich am Telefon zu ihrem Zustand befragen. Eine einmalige Verlängerung der Krankschreibung kann telefonisch für weitere sieben Kalendertage ausgestellt werden.

    Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung
  • Top-Thema

    336 Neuinfektionen, Inzidenz in Frankfurt steigend

    Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen stieg binnen 24 Stunden um 336. Es wurden drei weitere Todesfälle registriert, wie das Robert-Koch-Institut am Montag mit Stand 0 Uhr mitteilte. Die Gesamtzahl der an oder mit Covid-19 Gestorbenen liegt damit bei 576. Seit Beginn der Pandemie wurden 25.776 bestätigte Fälle in Hessen erfasst. Davon gelten rund 19.900 als genesen.

    Unter den Kreisen und kreisfreien Städten weist Offenbach die meisten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen auf. Die sogenannte Inzidenz beträgt dort 119,7. Dicht dahinter folgt Frankfurt mit einem weiterhin stark steigenden Wert von 118,0. Auch Kassel (106,9) und Groß-Gerau (85,2) liegen deutlich über der fünften und letzten Warnstufe von 75 Fällen. Eine Übersicht aller Kreise und kreisfreien Städte finden Sie hier.

  • Corona-Demonstrationen in Fulda

    Rund 300 Menschen haben sich am Sonntag in Fulda zu einer Anti-Corona-Demo und einer Gegendemonstration versammelt. Dabei sei es zu gegenseitigen verbalen Anfeindungen gekommen, teilte die Polizei mit. Beamte hätten immer wieder bei den Teilnehmern, die gegen die Maskenpflicht demonstrierten, auf das Tragen einer Mund-Nasenbedeckung einwirken müssen.                           

  • Top-Thema

    Quarantäne nicht akzeptiert: 86 Flüchtlinge verlegt

    Nach dem Corona-Ausbruch in einem Flüchtlingsheim in Kassel-Niederzwehren sind 86 negative getestete Bewohner vorerst in zwei Ausweichquartiere verlegt worden. Das teilte das zuständige Regierungspräsidium Gießen am Sonntag mit. Ziel der Maßnahme sei es, positiv und negativ getestete Personen räumlich soweit wie möglich zu trennen. In der kommenden Woche sollen weitere Tests durchgeführt werden.

    "Wir mussten leider am Freitag feststellen, dass zahlreiche der auch positiv getesteten Bewohnerinnen und Bewohner kein Verständnis für die Quarantäne-Maßnahmen zum Schutz aller haben", berichtet Manfred Becker, Abteilungsleiter im Regierungspräsidium. Im Laufe des späten Vormittags hatte es eine Auseinandersetzung in der Einrichtung gegeben, die von der Polizei geschlichtet werden musste. "Das Hauptproblem ist, dass viele der Betroffenen den Sinn der Quarantäneverfügung nicht verstehen und akzeptieren, da sie sich völlig gesund fühlen und auch symptomfrei sind." Vorausgegangen war ein Covid-19-Ausbruch mit 112 positiv getesteten Bewohnern und Bewohnerinnen der Erstaufnahmeeinrichtung.

  • Top-Thema

    Land gibt am Montag neue Corona-Vorgaben bekannt

    Am Montag will das Corona-Kabinett der Landesregierung neue Corona-Vorgaben beschließen. Gegen 13.30 Uhr wollen Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und Sozialminister Kai Klose (Grüne) dann in der Staatskanzlei in Wiesbaden die Ergebnisse vorstellen. Schon vorab wurde bekannt, dass Hessen das Beherbergungsverbot für Reisende aus innerdeutschen Corona-Hotspots abschaffen will.

    Das Gremium will außerdem über die konkrete Umsetzung der Beschlüsse der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vergangene Woche beraten. Bund und Länder hatten sich darauf geeinigt, die Schwelle für strengere Maßnahmen in deutschen Corona-Hochburgen zu senken. Diese sollen bereits ab 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen greifen statt bisher bei 50. So soll dort die Maskenpflicht ausgeweitet werden, die Gästezahl bei privaten Feiern weiter begrenzt und eine Sperrstunde für die Gastronomie eingeführt werden.