Corona Coronavirus Sujet

In unserem Ticker informieren wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Hessen. Unser Ticker zum Nachlesen vom Freitag, 22. Mai 2020.

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MELDUNGEN VOM FREITAG, 22. MAI

Die wichtigsten Meldungen:

+++ Pflege- und Altenheime fordern mehr Personal +++

21.03 Uhr: Zwei Arbeitstage hatten die Alten- und Pflegeheime in Hessen Zeit, sich auf die neuen Corona-Besuchsregeln einzustellen. Bis zu 200 Besuche in der Woche hätten die Beschäftigten der Darmstädter Emilia-Seniorenresidenz plötzlich organisieren müssen. Das beanspruche pro Besuch etwa fünf Mitarbeiter, erklärte die Leiterin der Emilia-Seniorenresidenz Karin Gaida. Von der Politik fordern die Einrichtungen deswegen mehr Unterstützung.

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hessenschau vom 22.05.2020
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+++ Camping als Corona-Urlaubstrend +++

20.47 Uhr: Der Campingurlaub erlebt in Zeiten von Corona einen Aufschwung. Der Grund: Mit dem eigenen Haus auf Rollen sind Camper nicht angewiesen auf geöffnete Hotels oder freie Ferienwohnungen. Seit dem 15. Mai dürfen die Campingplätze in Hessen wieder öffnen. Doch auch für Camper läuft einiges derzeit anders. Toilettenpapier und Trockentücher müssen beispielsweise auf dem Campingplatz Wallenstein in Knüllwald (Schwalm-Eder-Kreis) mitgebracht werden. Wie Camping unter Corona-Umständen aussieht, sehen Sie im hessenschau-Beitrag.

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hessenschau vom 22.05.2020
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+++ Taschen-Hersteller Picard droht Insolvenz +++

19.34 Uhr: Vielen Unternehmen setzt die Corona-Krise stark zu. Davon betroffen ist auch der Laderwarenhersteller Picard aus Obertshausen (Landkreis Offenbach). Das weltweit tätige Familienunternehmen mit knapp 100-jähriger Geschichte steht vor der Insolvenz. Der Verkauf sei nach eigenen Angaben um 90 Prozent eingebrochen. Der Taschenhersteller hat beim Amtsgericht Offenbach ein vorläufiges Schutzschirmverfahren angemeldet, rund 200 Arbeitsplätze sind in Gefahr. Die hessenschau kompakt hat das Unternehmen besucht.

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hsk
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+++ SVWW-Spiel startet mit Schweigeminute +++

19.02 Uhr: Das Zweitliga-Duell SV Wehen Wiesbaden gegen den 1. FC Heidenheim ist am Freitagabend mit einer Schweigeminute für die Corona-Opfer eröffnet worden. Auch beim anderen Zweitliga-Spiel 1. FC Nürnberg gegen Erzgebirge Aue rief der Stadionsprecher die wenigen Personen im Stadion zur Ruhe auf. Am kompletten Bundesliga-Wochenende und in der folgenden Englischen Woche wird es Gedenkminuten geben, zudem tragen die Profis Trauerflor. "Der deutsche Profifußball möchte an den nächsten beiden Spieltagen geschlossen seine Anteilnahme zum Ausdruck bringen", hatte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert dazu gesagt.

FC Heidenheim gegen den SV Wehen Wiesbaden Corona Schweigeminute

+++ Corona in Deutschland und der Welt +++

18.39 Uhr: Während wir Sie in unserem Ticker über die Entwicklung des Coronavirus in Hessen auf dem Laufenden halten, informieren unsere Kollegen von tagesschau.de in ihrem Liveblog über das weltweite Geschehen. Hier ein kleiner Auszug, was am Freitag wichtig war:

  • Wegen der annähernd 100.000 Todesfälle in den USA hingen am Freitag überall im Land die Flaggen auf halbmast. An allen öffentlichen Gebäuden und Nationaldenkmälern sollen die Flaggen für insgesamt drei Tage auf halbmast gesetzt werden.
  • In Brasilien hat die Zahl der Todesfälle die Schwelle von 20.000 überschritten. Mit einem neuen Rekord von 1.188 gemeldeten Todesfällen binnen 24 Stunden wuchs die Zahl der Todesopfer auf 20.047.
  • Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) will die Kaufkraft nach der Corona-Krise einem "Spiegel"-Bericht zufolge mit einem Familienbonus stärken. Eltern sollten für jedes Kind einmalig 300 Euro bekommen. In Nordrhein-Westfalen hat die Landesregierung einen Bonus von 600 Euro pro Kind vorgeschlagen.

+++ Corona-Reha-Station in Bad Nauheim +++

17.48 Uhr: Eine Reha-Behandlung nach einer Corona-Erkrankung: Das bietet die Median-Klinik in Bad Nauheim (Wetteraukreis) geheilten Infizierten mit einem besonders langwierigen Corona-Krankheitsverlauf. Die Patienten verzeichneten nach der Krankheit besonders Atemprobleme, insgesamt einen Rückgang der Fitness und Ausdauer sowie einen starken Muskelabbau, erklärte Ben Friederichs, Chefarzt der Klinik, im Corona-Update des hr. Ein Team aus Ärzten, Psychologen und Physiotherapeuten behandeln die Reha-Patienten auf der Station. Die Therapie lehne sich dabei an die Reha-Behandlung nach anderen Herz- und Lungenkrankheiten an. "Letztlich sind Herz und Lunge die beiden Zielorgane, also die Hauptproblempunkte, und da haben wir natürlich viel Erfahrung", erklärte Friederichs.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Corona-Update am 22. Mai, 16 Uhr

Coronavirus
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+++ Opposition will Klarheit über Corona-Ausgaben +++

17.20 Uhr: Die Fraktionschefs von SPD und FDP, Nancy Faeser und René Rock, fordern von der Landesregierung bessere Informationen über den Einsatz der Haushaltsmittel in der Corona-Krise. Die Landesregierung habe über die bisherige Verwendung des Geldes nur sehr eingeschränkt informiert und Nachfragen oft nur unkonkret beantwortet, hieß es in einem einem am Freitag veröffentlichten gemeinsamen Brief an Finanzminister Michael Boddenberg (CDU). Weitere "Blankoschecks" würden nicht ausgestellt werden, mahnten SPD und FDP mit Blick auf den weiteren Nachtragshaushalt, der vom Finanzminister bereits angekündigt wurde. Erwartet werde zudem, dass die Regierung auch den laufenden regulären Etat sowie künftige Haushalte im Blick habe und sage, wo gespart werden solle.

+++ Bad Hersfelder Festspiele 2021 in "light"-Version? +++

16.46 Uhr: Die 70. Bad Hersfelder Festspiel-Saison sollte in diesem Jahr stattfinden, doch daraus wird aus bekannten Gründen nichts. Der Intendant der Bad Hersfelder Festspiele denkt wegen der Folgen der Krise wohl bereits über ein abgespecktes Programm für die Spiele im Sommer 2021 nach. Mehr dazu lesen Sie in unserem Artikel.

+++ Bordellbetreiber wehren sich gegen Schließung +++

16.33 Uhr: Frankfurter Bordellbetreiber wehren sich in einem Eilverfahren dagegen, dass ihre Bordelle weiterhin geschlossen bleiben sollen. Ein entsprechender Antrag gegen die Corona-Verordnung des Landes Hessen ging am Mittwoch beim Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel ein. Geltend machen wollen die elf Bordellbetreiber insbesondere einen Verstoß gegen die Berufsfreiheit. Das Land Hessen könne nun zu dem Eilantrag Stellung nehmen, wie ein VGH-Sprecher erklärte. Die Bordellbetreiber haben dem VGH zufolge auch ein Hygienekonzept für die Wiedereröffnung vorgelegt. Eine Gruppe von Bundestagsabgeordneten von Union und SPD hatten zuletzt angesichts der Corona-Krise ein Sexkaufverbot und Ausstiegsprogramme für Prostituierte gefordert.

+++ hr startet Instagram-Projekt #zeitfürfragen +++

16.19 Uhr: Freunde treffen, zum Sport oder zur Musikschule gehen - all das ist zur Zeit nur eingeschränkt möglich. Was für viele Kinder eine neue Erfahrung ist, haben andere Generationen bereits erlebt, beispielsweise im Krieg. Das hr-Projekt #zeitfürfragen bringt Schülerinnen und Schüler mit GesprächspartnerInnen aus ihrem unmittelbaren Umfeld zusammen. In Form einer Instagram-Story können sie Interviews rund um das Thema Freiheit präsentieren. Besonders kreative oder spannende Stories werden über die hr-Instagramkanäle @hrfernsehen oder @hessenschau veröffentlicht. Tipps geben die Social-Media-Redakteure Christiane Schulmayer und Marvin Mendel auf der Homepage des Projekts.

+++ Friedberger Platz in Frankfurt wegen Andrangs gesperrt +++

15.56 Uhr: Aufgrund wiederholter Verstöße gegen die Abstandsregel hat die Stadt Frankfurt den Friedberger Platz gesperrt. Die Sperrung gelte nur am Freitag während des Wochenmarktes. Auch für den angrenzenden Matthias-Beltz- und Luisenplatz halte man sich entsprechende Maßnahmen offen.

Wegen Verstößen gegen das Abstandsgebot: Am Friedberger Platz müssen heute die Grünfläche und die angrenzenden Mauern gesperrt werden. Der Friedberger Markt bleibt davon unberührt. Die benachbarten Plätze bleiben unter Beobachtung. Mehr Infos ➡️ https://t.co/yLcyTqnK9F

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+++ Verfassungsrechtler im Gespräch: Grundgesetz und Pandemie +++

15.40 Uhr: Seit Wochen setzt die Landesregierung eine Corona-Verordnung nach der nächsten um, ohne sich zuvor mit dem Landtag abzustimmen. Unterlaufen die Landesverordnungen also die klassische Aufgabenverteilung zwischen Exekutive und Legislative? "Viele Beschränkungen sind von Referenten der Regierung ausgehandelt und auch umgesetzt worden, das ist verfahrensrechtlich problematisch", sagt der Frankfurter Rechtswissenschaftler Uwe Volkmann im Gespräch mit hr-iNFO. Ob die Corona-Verordnungen mit unserem Grundgesetz und den Grundrechten vereinbar sind, erfahren Sie im Audio.

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Eine Frau hält während eines Protestzuges durch die Frankfurter Innenstadt ein Plakat mit der Aufschrift "Freiheit Demokratie #Grundgesetz" hoch
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+++ Sportstätten öffnen nach und nach +++

15.09 Uhr: Seit einer Lockerung der Corona-Beschränkungen am 9. Mai dürfen Freizeit- und Breitensportler wieder Sportstätten benutzen. Über die Öffnung ihrer Hallen und Plätze entscheiden die einzelnen Städte und Kreise aber selbst:

  • Die Sporthallen und Außensportanlagen des Landkreises Marburg-Biedenkopf und der Stadt Marburg stehen den Hobby-Sportlern ab kommenden Montag (25. Mai) wieder offen – vorausgesetzt, sie halten sich an Mindestabstand und Hygienemaßnahmen. Das Georg-Gassmann-Stadion ist ab sofort auch am Wochenende und an Feiertagen geöffnet.
  • Auch die Stadt Gießen hat angekündigt, die meisten Sportstätten am Montag wieder für den Trainingsbetrieb der Vereine zu öffnen. Einschränkungen gebe es nur bei einer Doppelbelegung von Hallen-​ und Bühnenfläche, eine zeitgleiche Nutzung sei nicht möglich. Jeder Verein, der die städtischen Sportanlagen wieder nutzen will, muss dem Sportamt ein entsprechendes Hygiene-​Konzept vorlegen.
  • In Wiesbaden dürfen die Vereine ihre Sportstätten bereits seit dem vergangenen Montag (18. Mai) wieder nutzen. Auch dort müssen Vereine schriftlich bestätigen, dass sie die Corona-Auflagen der Stadt einhalten. Im Vogelsbergkreis sind die Sportanlagen für Vereine seit etwa einer Woche wieder geöffnet.
  • Die Stadt Frankfurt hat bislang nur ihre Sportstätten im Freien pauschal wieder geöffnet. Die Öffnung der Sporthallen werde im Einzelfall geprüft, heißt es auf der Website der Stadt.
  • Der Landrat des Kreises Limburg-Weilburg, Michael Köberle (CDU), sprach sich dagegen für ein behutsames Vorgehen bei der Öffnung der Sporthallen aus. Er wolle zunächst die Rückkehr der verbleibenden Schulklassen am 2. Juni abwarten. "Erst wenn dies sauber und ordentlich durchgeführt worden ist, können wir auch über eine weitergehende Nutzung der Sporthallen für außerschulische Aktivitäten reden", sagte Köberle.

++++ Corona-Krise führt zur Renaissance der Kleingärten +++

14.36 Uhr: Reisebeschränkungen, Social Distancing und das sonnige Wetter - in ganz Hessen hat diese Kombination die Menschen in den vergangenen Wochen in die Natur getrieben. Das merken auch die Kleingärtnervereine. In der Corona-Krise sei die Nachfrage nach einem eigenen Garten gestiegen, erklärte der hessische Landesverband der Kleingärtner. Beim Kleingartenverein Goldstein in Frankfurt habe es zuletzt täglich acht bis zehn Bewerbungen um eine Gartenparzelle gegeben.

"Das nahm Überhand. Ich konnte die Anfragen schon gar nicht mehr beantworten", erklärt die Vereinsvorsitzende Hannelore Dörr. "Nun können wir natürlich aussuchen, wen wir brauchen: Das sind Handwerker oder Leute, die längerfristig einen Garten suchen und nicht nur die Corona-Zeit im Garten ausnutzen wollen." Auch habe sich das Gesamtbild in den Kleingärten in den vergangenen Wochen verbessert. Die Leute hätten nun mehr Zeit, sich um ihre Gärten zu kümmern.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Kleingärten boomen in der Corona-Krise

Kleingärten
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+++ Oper Frankfurt nimmt Spielbetrieb wieder auf +++

14.14 Uhr: Nach der Lockerung der Hygiene-Auflagen will die Oper Frankfurt kommende Woche wieder live vor Publikum spielen, teilte sie am Freitag mit. Beginnen will sie mit einem Lieder- und Arienabend am 29. Mai um 19.30 Uhr. Star des Abends ist die schwedische Sopranistin Maria Bengtsson, auf dem Programm stehen Werke von Richard Strauss. Zur Veranstaltung sind 100 Zuschauer zugelassen, die bekannten Abstands- und Handhygiene-Regeln gelten, eine Maske ist Pflicht bis der Sitzplatz erreicht ist. Mehr Informationen gibt es auch unter oper-frankfurt.de.

+++ Weitere Infektionen in Unterkunft für Geflüchtete +++

13.35 Uhr: Nach dem Corona-Ausbruch in einer Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete in Frankfurt-Bockenheim sind sieben weitere Bewohner positiv getestet worden. Das teilte eine Sprecherin des Gesundheitsdezernats am Freitag mit. Zuvor war bei 65 Menschen eine Infektion nachgewiesen worden. Die Infizierten werden nach Angaben des Sozialdezernats in drei verschiedenen Hotels untergebracht, eine Person kam ins Krankenhaus. Alle rund 300 nicht-infizierten Bewohner der Unterkunft sollen in der kommenden Woche erneut getestet werden.

Wie sich die Geflüchteten angesteckt haben, lasse sich nicht genau zurückverfolgen, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsdezernats. Ob bei einem Gespräch auf dem Flur oder beim Kochen in der gemeinschaftlich genutzten Küche - Möglichkeiten gebe es viele. "Deshalb haben wir die Hygienemaßnahmen verschärft und eine Maskenpflicht eingeführt." Von den insgesamt 7.800 untergebrachten Geflüchteten und Wohnungslosen in Frankfurt lebt nach Angaben des Sozialdezernats ein Drittel in einer Unterkunft mit Gemeinschaftsküche und -bad. Prophylaktische Tests sind in diesen Einrichtungen aktuell nicht geplant.

+++ Justiz befürchtet Überlastung durch Flugticket-Klagen +++

13.11 Uhr: Reisen waren geplant, die Flüge gebucht, doch wegen der Pandemie konnten die Passagiere ihre Flugreisen nicht antreten – und verlangen nun ihr Geld bei den Fluggesellschaften zurück. Doch die Airlines zögern Barerstattungen hinaus und versuchen stattdessen die Kunden von Gutscheinen zu überzeugen. Das bereitet insbesondere der Frankfurter Justiz Sorge. Sie fürchtet eine nicht zu bewältigende Klagewelle, weil Fluggesellschaften stornierte Flüge nicht rechtzeitig erstatten würden. Massenhafte Einzelverfahren würden die Kammer über die Belastungsgrenze bringen, sagte der Vize-Präsident des Amtsgerichts Frankfurt, Frank Richter.

Eine verbindliche Gutscheinlösung ist zuletzt am Veto der Europäischen Kommission gescheitert, so dass nach gültiger Rechtslage mit wenigen Tagen Frist das Geld zurückgezahlt werden müsste. Am Mittwoch hatte das Verbraucherportal Flightright angekündigt, im Namen von rund 20.000 Passagieren ausstehende Gelder bei Lufthansa und Ryanair einzuklagen.

Stillgelegte Passagiermaschinen der Lufthansa stehen auf dem leeren Rollfeld des Flughafen Frankfurt.

+++ Urteil: Corona-Beschränkungen auch für psychisch Kranke zumutbar +++

12.33 Uhr: Die Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln in der Corona-Krise sind nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts auch psychisch kranken Menschen zuzumuten. Zwar seien diese von den Maßnahmen besonders hart getroffen, heißt es in einer Eilentscheidung vom 1. Mai, die erst am Freitag veröffentlicht wurde. Die generelle Aufhebung der Beschränkungen und ein möglicher Wiederanstieg der Zahl der Infizierten hätten aber gravierendere Folgen für sehr viele Menschen.

Den Eilantrag eingereicht hatte ein Mann aus Hessen, der seit Jahren an einer schweren Depression leidet. Er trug vor, sein Leiden verschlimmere sich durch die Beschränkungen. Digitale Angebote könnten Treffen in der Selbsthilfegruppe oder Gespräche mit dem Therapeuten nicht ersetzen. Seine Forderung, die entsprechenden Regelungen in der hessischen Corona-Verordnung außer Kraft zu setzen, lehnten die Karlsruher Richter ab. Der Kläger könne seine Therapie zumindest per Videosprechstunde fortsetzen. Vor diesem Hintergrund seien die Beschränkungen ihm und anderen psychisch Kranken zumutbar.

+++ Axel Hacke liest im Autokino Baunatal +++

11.55 Uhr: Im Autokino an der Frankfurter Jahrhunderthalle gibt es am Abend Comedy, in Baunatal (Kassel) eine Lesung: Axel Hacke, Autor und Kolumnist des Süddeutsche Zeitung Magazins, liest aus einem ganzen Sammelsurium an Büchern und Texten, die er im Laufe seiner Karriere verfasst hat. Mit dabei: sein neues Buch "Wozu wir da sind". Beginn: 20 Uhr.

Axel Hacke

+++ Veranstaltungen im Landtag abgesagt +++

11.14 Uhr: Corona-bedingt finden im Landtag in den kommenden Monaten keine Veranstaltungen statt. Das betrifft sowohl den Parlamentarischen Abend, zu dem Landtagspräsident Boris Rhein und Ministerpräsident Volker Bouffier (beide CDU) gemeinsam für den 31. August eingeladen hatten, als auch den Tag der offenen Tür. Dieser war für September geplant. "Auch wenn wir die Corona-Pandemie bis dahin hoffentlich in den Griff bekommen haben, kann ich mir Großveranstaltungen mit mehreren hundert Menschen derzeit nicht vorstellen", sagte Rhein.

+++ Forschungsteam aus Mittelhessen entwickelt Corona-Medikament +++

10.58 Uhr: Bislang gibt es gegen das Coronavirus kein wirksames Medikament. Ein Team aus Forschern der Universitäten Marburg und Gießen, der Technischen Hochschule Mittelhessen sowie des Fraunhofer Instituts in Frankfurt arbeitet nun gemeinsam an einem sogenannten Breitband-Wirkstoff: Das Medikament soll gegen eine möglichst große Anzahl verschiedener Viren wirken und so auch das Coronavirus bekämpfen. Nicht, indem der Wirkstoff die Angreifer selbst attackiert, sondern indem er gegen ein bestimmtes Enzym im menschlichen Körper wirkt, auf das die Viren angewiesen sind.

"Im Prinzip hemmen wir über den Wirt die Vermehrung von Viren in unseren Zellen", erklärt Projektkoordinator Arnold Grünweller von der Uni Marburg. "Virusresistenzen sind unwahrscheinlicher und zudem fallen Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Medikamenten während der Behandlung von Co-Infektionen weg." Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Vorhaben für zwei Jahre mit rund einer Million Euro.

Forschungsteam aus Mittelhessen entwickelt Corona-Medikament

+++ IHK: "Noch ganz viele Ausbildungsplätze auf dem Markt" +++

10.39 Uhr: Junge Menschen, die in diesem Jahr eine Ausbildung anfangen möchten, können aufatmen. "Bei uns ist es so, dass wir eine deutliche Zunahme an inserierten Lehrstellen in unserer Lehrstellenbörse haben im Vergleich zum Vorjahr", sagte Brigitte Scheuerle von der IHK Frankfurt im Corona-Update des hr. Laut Arbeitsagentur gebe es für jeden unversorgten Bewerber 1,1 nicht besetzte Ausbildungsplätze. Auch in der Finanzkrise 2008 sei die Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen nicht zurückgegangen. "Wir setzen darauf, dass es wieder so kommt". Besonders gesucht werde in der IT- und Chemiebranche sowie bei Banken. "Es ist noch ganz viel auf dem Markt."

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Corona-Update am 22. März, 9 Uhr

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+++ Frankfurt will die Buchmesse 2020 durchziehen +++

10.02 Uhr: Unter normalen Umständen zieht die Buchmesse hunderttausende Besucher aus aller Welt nach Frankfurt. Im Corona-Jahr ist alles anders. Wenn es nach der Stadt geht, soll die Messe aber trotzdem stattfinden. Sie will dafür Platz abseits des Messegeländes einräumen und für Gesundheitsrisiken geradestehen. Wie das aussehen könnte, erfahren Sie in unserem Artikel.

+++ Gewerkschaft Ufo sorgt sich um Lufthansa-Beschäftigte +++

9.48 Uhr: Bei der angepeilten Rettung der in der Corona-Pandemie angeschlagenen Lufthansa vermisst die Kabinengewerkschaft Ufo staatliche Vorgaben zur Beschäftigungssicherung. "Da hat die Lufthansa jetzt freie Hand", sagte Ufo-Geschäftsführer Nicoley Baublies am Freitag in Frankfurt. Der Umgang mit den rund 1.400 Beschäftigten der Teilgesellschaft Germanwings zeige die Härte, mit der das Unternehmen nun vorgehen werde. Die Germanwings-Mitarbeiter würden bislang nicht in die Verhandlungen einbezogen, die Unternehmen und Gewerkschaften bereits zu den künftigen Arbeitskonditionen im Lufthansa-Konzern führten.

Im Gespräch seien Kürzungen von Gehältern, Zulagen und Sonderzahlungen. Dass der Staat vorläufig auf eine Sperrminorität verzichte, sei für die Interessen der Arbeitnehmer nicht entscheidend. Laut Medienberichten sieht der Rettungsplan des Bundes Steuergelder von insgesamt neun Milliarden Euro vor, um die Lufthansa durch die Corona-Krise zu bringen. Der Bund will sich mit 20 Prozent direkt an der Airline beteiligen.

+++ Autokino an der Jahrhunderthalle Frankfurt startet mit Urban Priol +++

9.19 Uhr: Wenn die Corona-Krise einen Gewinner hervorgebracht hat, dann sind es die Autokinos. Auch die Jahrhunderthalle Frankfurt setzt jetzt auf das Kulturerlebnis im eigenen Pkw. Gezeigt werden nicht nur Kinofilme, sondern auch Lesungen, Live-Podcasts, Konzerte und Comedy. Den Anfang macht der "chronische Chronist" Urban Priol - mit seiner ganz persönlichen Corona-Bilanz. "Lockdown, Shutdown, Showdown - alles verdichtet in einem rasant-aktuellen Blick auf den Wahnsinn der wundersamen Wirrsinnswochen im pandemischen Politzirkus", heißt es in der Ankündigung. Beginn 20 Uhr, maximal 300 Pkw sind erlaubt.

Urban Priol

+++ Midsummer Run darf stattfinden - als zehntägiger Trainingslauf +++

9.04 Uhr: Die Corona-Pandemie zwang auch die Veranstalter des Wiesbadener Stadtlaufs "Midsummer Run" zum Umplanen. Damit der Lauf nicht ausfallen muss, hat sich der Verein Sporthilfe Wiesbaden für dieses Jahr ein ungewöhnliches Konzept ausgedacht: Der Stadtlauf findet nun vom 19. bis 28. Juni erstmals über die Dauer von zehn Tagen in Form eines Trainingslaufs statt. Aus Sicherheitsgründen läuft jeder für sich allein, mit Abstand und kontaktlos.

Allen Läufern werde die Möglichkeit geboten, im Kurpark auf ausgewiesenen Strecken zu trainieren und an zehn Tagen täglich von 14 bis 20 Uhr ihre Zeit und die gelaufenen Kilometer per Chip messen zu lassen. Der Lauf wird über Webcam während der Lauftage gestreamt. Start- und Zielpunkt ist die Konzertmuschel. Die Laufstrecken über 2,5, 5 und 10 Kilometer sowie 21,11 Kilometer (Halbmarathon) sind farblich gekennzeichnet. Pro gelaufenem Kilometer wird ein Euro an Wiesbadener Sportvereine gespendet. Ziel ist, dass alle Läufer insgesamt 30.000 Kilometer erlaufen.

+++ Besucheransturm auf Zoos +++

8.34 Uhr: Nach der corona-bedingten Zwangspause drängt es die Besucher zu den Tiergehegen. Wegen der Abstandsregeln müssen sie sich aber auf lange Wartezeiten einstellen. So müssen etwa für den Besuch des Frankfurter Zoos dreistündige Zeitslots im Voraus gebucht werden. Spontanbesuche sind also nicht möglich - auch, weil die Slots schon bis 31. Mai ausgebucht sind. Im weitläufig angelegten Opel-Zoo dürfen sich dagegen bis zu tausend Besucher zeitgleich aufhalten, Zeitslots gibt es dort nicht. Hier würden die Besucher schon auf dem Parkplatz abgefangen, wenn das Limit erreicht sei. "Durch die Auflagen sind deutlich weniger Besucher im Zoo als sonst an einem Frühlingstag", sagte Zoodirektor Thomas Kauffels. An schönen Wochenenden kämen sonst zwischen 10.000 und 14.000 Besucher in den Zoo.

Neben einem Schild mit der Aufschrift "Abstand halten! 1,5 m" schnappen Afrikanische Zwergziegen in ihrem Gehege im Opel-Zoo nach Futter.

+++ Polizei löst Menschenmenge im Hafenpark auf +++

8.06 Uhr: Allgemein zeigte sich die Polizei zufrieden mit den Vatertagsausflüglern. Aber: In Frankfurt fiel einer Streife am Donnerstag gegen 18 Uhr im Hafenpark nahe der Zentrale der Europäischen Zentralbank auf, dass dort viel zu viele Menschen auf der Wiese saßen und Sport trieben und dabei viel zu wenig Abstand hielten. Ein Polizeisprecher berichtete am Freitagmorgen, dass die Beamten rund 1.000 Menschen mit Lautsprecher-Durchsagen auseinander getrieben hätten. Viele hätten sich einsichtig gezeigt und seien fortgegangen. Gegen 20 Uhr sei die Lage dann Corona-konform gewesen. Kurz vorher gab es jedoch noch einmal unmissverständliche Durchsagen, dass die Polizei bei Nichtbeachtung der Abstandsregeln den Park schließen müsse.

+++ 82 Neuinfektionen, sechs neue Todesfälle +++

7.09 Uhr: Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Hessen binnen 24 Stunden um 82 Fälle angestiegen. Das meldet das Robert-Koch-Institut mit Stand Freitag 0 Uhr. Die Zahl der Todesfälle stieg im gleichen Zeitraum um sechs auf 457. Seit Beginn der Corona-Pandemie wurden in Hessen insgesamt 9.656 Fälle gezählt. Davon gelten rund 87 Prozent als genesen.

Bei den regionalen Fallzahlen sind die hessischen Kreise und kreisfreien Städte weiterhin weit von der Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen entfernt. Beim Erreichen dieser Marke drohen wieder Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Die höchsten Werte liegen laut RKI bei umgerechnet 17,7 Fällen in Frankfurt und 11,9 in der Stadt Wiesbaden. Den niedrigsten Wert hat der Vogelbergkreis mit 0,0. Eine Übersicht mit allen hessischen Landkreisen finden Sie hier.

Hinweis: Bislang haben wir in unserem Ticker die aktuellen Zahlen vermeldet, die das Sozialministerium täglich um 14 Uhr veröffentlicht. Auch das Robert-Koch-Institut (RKI) veröffentlicht Zahlen für alle hessischen Landkreise und greift dabei auf dieselbe Datenbank zurück - allerdings bereits um 0 Uhr. Zusätzlich schätzt das RKI die tägliche Zahl der Genesenen. Da wir auf diese Schätzung in der Vergangenheit sowieso bereits zurückgegriffen haben, werden wir aus Gründen der Einheitlichkeit ab sofort jeden Morgen die Zahlen des RKI melden.

Im Kampf gegen das Coronavirus hat die Landesregierung eine Reihe von Maßnahmen beschlossen. Den aktuellen Stand der Verordnungen finden Sie auf www.corona.hessen.de.

Weitere Informationen

Hygiene schützt

Am besten schützen Sie sich vor einer Corona-Infektion, indem Sie

  • Abstand halten,
  • Hände regelmäßig und gründlich waschen (mind. 20 Sekunden mit Seife),
  • anderen bei der Begrüßung nicht die Hand geben,
  • beim Husten und in die Armbeuge niesen,
  • in beheizten Räumen oft stoßlüften.
Ende der weiteren Informationen
Weitere Informationen

Im Verdachtsfall anrufen

Das hessische Sozialministerium hat eine landesweite Hotline für Fragen rund um das Coronavirus geschaltet. Sie ist täglich von 8 bis 20 Uhr erreichbar: 0800/5554666.

Sollten Sie den Verdacht haben, dass Sie sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, gehen Sie bitte nicht in die Praxis Ihres Hausarztes, sondern rufen Sie dort vorher an. So vermeiden Sie, möglicherweise andere Patienten im Wartezimmer anzustecken.

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