In unserem Ticker informieren wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Hessen. Unser Ticker zum Nachlesen vom Montag, 6. Juli.

Coronavirus: Aktuelle Meldungen aus Hessen im Ticker

Die wichtigsten Meldungen:

+++ Forschung zu Corona-Gegenmitteln in Marburg und Frankfurt +++

18.02 Uhr: Wann kommt ein Gegenmittel für Corona? Weltweit sind über einhundert Impfstoffprojekte im Rennen - auch in Hessen wird eifrig geforscht: Wissenschaftler aus Marburg arbeiten derzeit an einem Impfstoffkandidaten mit abgeschwächten Pocken-Viren und testen diesen an Mäusen. In Frankfurt prüfen Forscher Tausende Substanzen und Heilmittel darauf, ob sie nicht vielleicht auch gegen das gefährliche Coronavirus einsetzbar wären. Wie die Forscher arbeiten und wie vielversprechend ihre Wege sind, steht hier.

+++ Trotz Kita-Schließung: Viele Eltern mussten Beiträge zahlen +++

17.11 Uhr: Viele Städte und Gemeinden haben während der coronabedingten Schließung der Kitas keine Gebühren von den Eltern verlangt. Doch bei Kitas in freier Trägerschaft sah das oft anders aus. "Diese sind auf das Geld der Eltern angewiesen, erklärt Antje Proetel vom Verein "Dakids", der 40 freie Kita-Träger in Kassel vertritt. Die Eltern mussten in diesen Fällen die Beiträge weiter bezahlen.

Die Landesarbeitsgemeinschaft KitaEltern sieht das Land in der Pflicht: "Wir verstehen nicht, warum sich Hessen ausgerechnet mit der Entlastung von Familien so schwer tut", klagt die Landesvorsitzende Brigitte Molter. Noch gibt es keine Entscheidung der Landesregierung, ob sie für die Beiträge aufkommt.

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Der Schriftzug "Kita" mit Fingerfarbe an Scheibe gemalt
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+++ Hessen hält an Maskenpflicht fest +++

14.21 Uhr: Hessens hält zur Eindämmung des Coronavirus an der Maskenpflicht fest. Man sehe derzeit keinen Grund, die Vorschrift zum Tragen eines Mund-Nase-Schutzes im Einzelhandel oder dem öffentlichen Nahverkehr zu lockern, sagte ein Regierungssprecher dem hr. Die Maskenpflicht sei ein Instrument, das die Bevölkerung schütze. Eine mögliche Lockerung hänge vom weiteren Infektionsgeschehen und auch von den Erfahrungen der anderen Bundesländer ab, so der Sprecher. Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) hatte zuvor die Debatte über ein baldiges Ende der coronabedingten Maskenpflicht im Handel losgetreten.

+++ Eintracht-Fans spenden 500.000 Euro +++

14.14 Uhr: Eintracht Frankfurt hat eine halbe Million Euro an fünf wohltätige Einrichtungen gespendet. Das Geld stammt aus den Ticketerlösen, die von den Fans trotz der Geisterspiele in der Corona-Krise nicht zurückgefordert wurden. "Es ist ein super Zeichen für Frankfurt, dass jeder, der konnte, uns das Vertrauen geschenkt hat und das ihm zugestandene Geld über uns freiwillig weitergegeben hat", sagte Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic. "Wir sind sehr stolz darauf, dass wir eine solche Fangemeinde haben." Die Arche erhielt 150.000 Euro, das Deutsche Rote Kreuz 70.000 Euro, die Diakonie Hessen 80.000 Euro, das Universitätsklinikum 80.000 Euro und die Frankfurter Tafel 120.000 Euro.

+++ Kriminalität: Weniger Einbrüche, mehr Enkeltrickbetrug +++

13.08 Uhr: Die Corona-Einschränkungen haben die Kriminalität zurückgehen lassen. "Insgesamt ist die Anzahl von Strafanzeigen, Einbruchsdiebstählen und weiterer gemeldeter Straftaten seit Inkrafttreten der hessischen Verordnungen zur Bekämpfung des Corona-Virus im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen", teilte das Landeskriminalamt (LKA) mit. Das gelte insbesondere für den April. Aber auch im Mai und der ersten Junihälfte seien weniger Strafanzeigen als in den Vorjahresmonaten aufgenommen worden.

Betrüger, die mittels Enkeltrick Senioren bestehlen, schlugen allerdings vorübergehend häufiger zu: Im März und April waren die Zahlen höher als im Vorjahr. Von den Anrufern seien Notlagen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie geschildert worden, in denen angeblich dringend finanzielle Hilfe benötigt wird, wie das LKA erläuterte.

+++ Bouffier lädt Frankfurter Karstadt-Betriebsrat zu Gespräch ein +++

12.07 Uhr: Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) will gemeinsam mit den Karstadt-Beschäftigten versuchen, die Filiale auf der Frankfurter Zeil doch noch zu retten. Dazu hat er den Betriebsrat für Dienstag zu einem Gespräch in die Staatskanzlei geladen, wie die Gewerkschaft Verdi am Montag mitteilte.

Bouffier hatte die Unternehmensleitung von Galeria Kaufhof Karstadt zuvor aufgefordert, ein Angebot des Vermieters zu prüfen. Der hatte angeboten, die Jahresmiete für das Warenhaus auf der Zeil um mehr als eine Million Euro zu senken. Durch die Schließung würden 440 Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren. Auch Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) sowie Abgeordnete der SPD und der Linken im Landtag hatten laut Verdi den Beschäftigten Unterstützung zugesagt.

+++ Stellenabbau bei Deutscher Bank durch Krise verlangsamt +++

10.22 Uhr: Der geplante Stellenabbau bei der Deutschen Bank könnte in diesem Jahr wegen der Corona-Krise etwas geringer ausfallen als zunächst gedacht. Am Ziel, die Stellenzahl bis Ende 2022 um etwa 18.000 auf 74.000 zu reduzieren, ändere aber auch die Corona-Pandemie nichts, sagte Finanzvorstand James von Moltke der Financial Times und bekräftigte damit Aussagen von Konzernzchef Christian Sewing bei der Hauptversammlung im Mai. Wegen der Corona-Krise habe es eine zirka sechs Wochen lange Pause bei einigen Restrukturierungsmaßnahmen wie dem Stellenabbau gegeben.

"Ich kann ihnen derzeit nicht sagen, ob wir diese Verlangsamung in der zweiten Jahreshälfte aufholen können", sagte von Moltke der Zeitung. Nach ihren Informationen sollte die Zahl der Vollzeitstellen in diesem Jahr um 4.000 gesenkt werden. In den ersten drei Monaten habe die Bank mit dem Abbau von rund 1.000 Stellen pro Quartal im Plan gelegen. Doch im zweiten Quartal sei es wegen der Corona-Krise nicht in diesem Tempo weitergegangen. Dies sei jedoch nur eine Auszeit gewesen.

+++ Mehr Akzeptanz für Einsatz von Service-Robotern +++

7.53 Uhr: Die Akzeptanz für den Einsatz von humanoiden Robotern ist in der Corona-Pandemie gestiegen. Das zeigen zwei Studien der Technischen Universität (TU) Darmstadt. Dafür habe man eine repräsentative Menge an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sowie Führungskräften aus Deutschland und den USA befragt, sagt Franziska Wolf vom Fachgebiet Marketing und Personalmanagement im Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften.

Mehr als zwei Drittel der Befragten sähen deutliche Vorteile von Service-Robotern, berichtet Wolf. Mit ihrem Einsatz sinke das Infektionsrisiko, beuge man dem Fachkräftemangel vor und reduziere die Überbelastung menschlicher Arbeitskräfte. Allerdings habe die Mehrheit die Bedeutung des Zwischenmenschlichen hervorgehoben. Die Wissenschaftler führten von Anfang April bis Ende Mai Online-Studien mit dem androiden Roboter Elenoide und dem humanoiden Roboter Pepper in Deutschland und den USA durch.

Roboter Eleonide, die wie eine Frau aussieht

+++ Corona-Regeln gelockert - Kitas öffnen für alle Kinder +++

7.05 Uhr: Zahlreiche Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie werden von diesem Montag an in Hessen gelockert. Die Kitas öffnen wieder im Normalbetrieb für alle Kinder. Außerdem sind Besuche von Messen sowie Konzerten, Theatern und Kinos wieder mit deutlich geringeren Abstandsregeln möglich. Ähnliches gilt für Sportveranstaltungen und Sportwettkämpfe sowie Geschäfte.

Auch Vereins- und Veranstaltungsräume können mit der allgemeinen Abstandsvorgaben von 1,50 Metern genutzt werden. Das Grillen und Picknicken ist grundsätzlich wieder erlaubt. Was weiterhin gilt sind Hygieneregeln.

Ein Kind spielt auf dem Spielplatz

+++ 16 Neuinfektionen, kein weiterer Todesfall +++

6.51 Uhr: Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Hessen binnen 24 Stunden um 16 gestiegen. Das meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) mit Stand Montag, 0 Uhr. Die Zahl der Todesfälle blieb im Vergleich zum Sonntag gleich. Die Gesamtzahl der an oder mit Covid-19 Gestorbenen in Hessen liegt damit weiterhin bei 512.

Seit Beginn der Corona-Pandemie wurden in Hessen insgesamt 10.955 Ansteckungen gezählt. Davon gelten etwa 10.100 Fälle als genesen.

Bei den regionalen Fallzahlen sind die hessischen Kreise und kreisfreien Städte weiter deutlich von der Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen entfernt. Beim Erreichen dieser Marke drohen wieder Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Den höchsten Wert weist die Stadt Offenbach mit rund 13,2 Fällen auf. Eine Übersicht mit allen Kreisen und kreisfreien Städten finden Sie hier.

Im Kampf gegen das Coronavirus hat die Landesregierung eine Reihe von Maßnahmen beschlossen. Den aktuellen Stand der Verordnungen finden Sie auf www.corona.hessen.de.

Weitere Informationen

Hygiene schützt

Am besten schützen Sie sich vor einer Corona-Infektion, indem Sie

  • Abstand halten,
  • Hände regelmäßig und gründlich waschen (mind. 20 Sekunden mit Seife),
  • anderen bei der Begrüßung nicht die Hand geben,
  • in die Armbeuge niesen oder husten, wenn kein Taschentuch griffbereit ist,
  • in beheizten Räumen oft stoßlüften.
Ende der weiteren Informationen
Weitere Informationen

Im Verdachtsfall anrufen

Das hessische Sozialministerium hat eine landesweite Hotline für Fragen rund um das Coronavirus geschaltet. Sie ist täglich von 8 bis 20 Uhr erreichbar: 0800/5554666.

Sollten Sie den Verdacht haben, dass Sie sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, gehen Sie bitte nicht in die Praxis Ihres Hausarztes, sondern rufen Sie dort vorher an. So vermeiden Sie, möglicherweise andere Patienten im Wartezimmer anzustecken.

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