In unserem Ticker informieren wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Hessen. Der Ticker vom Mittwoch, 1. Juli 2020, zum Nachlesen.

Coronavirus: Aktuelle Meldungen im Ticker

MELDUNGEN VOM MITTWOCH, 1. JULI

Die wichtigsten Meldungen:

+++ Corona-Regeln: Was in Hessen derzeit gilt +++

21.18 Uhr: Viele Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus werden langsam wieder gelockert. Nicht immer fällt es leicht, da den Überblick zu behalten. Wann muss eine Maske getragen werden? Welche Regeln gibt es beim Sport? Wie oft können Angehörige im Krankenhaus besucht werden? Die wichtigsten Fragen und Antworten.

+++ Hessische Clubs freuen sich über Hilfsgelder +++

20.53 Uhr: Die Zuschauer bleiben weg, die Vereine leiden: Die Corona-Krise trifft vor allem kleinere Profi-Clubs. Nun wurden Hilfsgelder vom Bund beschlossen. Die hessischen Vereine freut's. "Das sind die Signale, die wir brauchen", betont Andreas Ortwein, einer der Initiatoren der Teamsport Hessen-Initiative und gleichzeitig Geschäftsführer des Eishockey-Zweitligisten aus Bad Nauheim, im Gespräch mit dem hr-sport. Teamsport Hessen ist ein Zusammenschluss von gleich 16 Vereinen aus verschiedenen Sportarten.

+++ Verdi wegen Kita-Öffnung besorgt +++

17.44 Uhr: Vor der Wiederaufnahme des Normalbetriebs in den Kindertagesstätten am Montag hat die Gewerkschaft Verdi die Umstände kritisiert. So seien 29 Prozent des Kita-Personals über 50 Jahre alt und zählten zur Corona-Risikogruppe. Außerdem müssten mehr Kinder als bisher von noch weniger Fachkräften betreut werden, Die Gewerkschaft bemängelte, dass Hilfskräfte ohne pädagogische Qualifikation als Ersatz für fehlende Fachkräfte eingesetzt werden dürften.

Schon jetzt fehlten landesweit knapp 9.700 Fachkräfte im Bereich der Kinderbetreuung. Viele Hygienevorgaben des Landes seien mit der Personaldecke nicht stemmbar. Kinder, Eltern und Pädagogen seien daher nicht gut genug geschützt. Die Gewerkschaft appellierte an die Landesregierung, einen Kita-Gipfel einzuberufen, um die drängenden Fragen schnell zu lösen.

+++ Jugendherbergen rechnen mit zehntausenden Stornierungen +++

14.52 Uhr: Nach dem Verbot mehrtägiger Klassenfahrten im ersten Schulhalbjahr 2020/2021 rechnen die hessischen Jugendherbergen mit Stornierungen von rund 60.000 bis 80.000 Übernachtungen. Es werde den Herbergen die letzte Hoffnung auf ein wenig Normalität nach den Herbstferien genommen, teilte der Landesverband des Deutschen Jugendherbergswerks am Mittwoch mit. Nachdem durch die Lockerungen nun 21 der 30 Herbergen im Land wieder geöffnet seien, habe man direkt den nächsten Dämpfer aus der Landespolitik in Kauf nehmen müssen. Kultusminister Alexander Lorz (CDU) hatte am Dienstag die Rückkehr zum regulären Schulbetrieb nach den Sommerferien angekündigt, mehrtägige Klassenfahrten aber bis einschließlich Januar ausgeschlossen.

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zum Video Jugendherbergen öffnen wieder

hs
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+++ Corona lässt Handel mit Frankreich einbrechen +++

13.35 Uhr: Die Corona-Krise hat in Hessen zu einem Einbruch beim Außenhandel mit Frankreich geführt, einem der wichtigsten wirtschaftlichen Partner des Bundeslandes. Im April sanken die Zahlen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 27 Prozent beim Import und um knapp 43 Prozent beim Export, wie das Statistische Landesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Die hessischen Ausfuhren nach Frankreich erreichten nur ein Volumen von 234,9 Millionen Euro – so wenig wie zuletzt im August 2009. Der Rückgang betraf demnach besonders Fahrzeuge und Fahrzeugteile.

+++ Gericht bestätigt Corona-Bußgelder +++

13.01 Uhr: Zwei Teilnehmerinnen einer Demonstration auf dem Frankfurter Paulsplatz sind aus Sicht des Amtsgerichts zu Recht wegen Verstoßes gegen die Corona-Verordnung mit jeweils 200 Euro Bußgeld belegt worden. Am Mittwoch bestätigte das Gericht die entsprechenden Bescheide gegen die 28 und 36 Jahre alten Frauen.

Sie hatten sich im April im Anschluss an die Kundgebung in einer Gruppe von fünf Personen auf dem Platz aufgehalten. Die Leute stammten aus mehreren Haushalten, was für die Polizei Anlass war, die Personalien aufzunehmen und ein Verfahren einzuleiten. Vor Gericht vertraten die Frauen den Standpunkt, sie hätten die Abstandsregeln eingehalten und seien deshalb zu Unrecht mit den Bußgeldern belegt worden. Laut Gerichtsentscheidung reichte jedoch der bloße Aufenthalt auf einem öffentlichen Platz mit mehr als einer Person aus verschiedenen Haushalten aus, um ein Bußgeld zu verhängen. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig. 

+++ Städte planen keine Steuererhöhungen +++

11.34 Uhr: Trotz der massiven Einnahmeausfälle infolge der Corona-Krise plant bislang offenbar keine hessische Stadt eine Steuererhöhung. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Bundes der Steuerzahler (BdSt) Hessen unter 45 Städten mit mehr als 20.000 Einwohnern. Stattdessen planen 38 Prozent der befragten Städte einen Nachtragshaushalt, 33 Prozent eine Haushaltssperre. Einsparungen soll es auch bei neuen Stellen geben. Der Vorsitzende des BdSt Hessen, Joachim Papendick, bewertete das Ergebnis als "ermutigendes Signal". Angesichts der angespannten Situation auf dem Arbeitsmarkt mit Kurzarbeit und Entlassungen wäre es "völlig falsch, die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler noch mehr zu belasten".

+++ Wieder mehr Nachtbusse in Wiesbaden +++

11.09 Uhr: Mit Beginn der Sommerferien rollen nachts durch Wiesbaden wieder mehr Busse. Wie die städtische Vekehrsgesellschaft ESWE am Mittwoch ankündigte, sollen ab Freitag (3. Juni) - jeweils an den Wochenenden und vor Feiertagen - wieder wie gewohnt um 2 Uhr und 3.30 Uhr verschiedene Buslinien aus der Innenstadt fahren. Auch nach Mainz sollen nachts wieder mehr Busse verkehren. Wegen der Corona-Pandemie war der Nachtfahrplan Ende März eingeschränkt worden.

+++ Arbeitslosigkeit im Juni weiter gestiegen +++

10.12 Uhr: Trotz massiver Kurzarbeit ist die Zahl der Arbeitslosen in Hessen infolge der Corona-Beschränkungen weiter gestiegen. Insgesamt 197.000 Menschen waren im Juni arbeitslos gemeldet, wie die Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch mitteilte. Das sind rund 5.000 mehr als im Mai, was einen leichten Anstieg der Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkte auf 5,7 Prozent bedeutet.

Besonders betroffen sei das Rhein-Main-Gebiet, sagte der Geschäftsführer der Regionaldirektion Hessen, Frank Martin - darunter insbesondere Bad Homburg, Frankfurt, Offenbach und Hanau. Mehr erfahren Sie in unserem Artikel.

+++ Wissenschaftler: "Erhebliche Wissensverluste bei Schülern" +++

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Erziehungswissenschaftler Köller: "Wissensverluste bei Schülern"

"Wir hören Dich" am 1. Juli mit Gunnar Töpfer
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9.49 Uhr: Für die Schülerinnen und Schüler wird es sehr wichtig sein, dass der Unterricht nach den Sommerferien wieder im Normalbetrieb läuft. Das sagte Olaf Köller, Professor an der Uni Kiel, dem hr. "Die vergangenen Monate haben schon zu erheblichen Wissens- und Kompetenzverlusten auf Seiten der Kinder und Jugendlichen geführt", meint der Erziehungswissenschaftler. Weitere Schulschließungen würden laut Köller dazu führen, dass "wir hier Verluste in Kauf nehmen, die auch langfristig kaum noch zu beseitigen wären."

Köller nimmt als einer von mehreren Experten heute Abend an der hr-Sendung "Wir hören Dich" teil. Alle hr-Radioprogramme schalten sich von 18 bis 20 Uhr zu der gemeinsamen Sendung "Unsere Zukunft mit Corona" zusammen. Nach mehr als 100 Tagen Leben mit einer Ausnahmesituation wird dort Zwischenbilanz gezogen und ein Ausblick gegeben. Erneut dabei ganz wichtig: Die Erfahrungen der Hörerinnen und Hörer. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Weitere Informationen

Mitmachen bei "Wir hören Dich"

E-Mail: wirhoerendich@hr.de
Telefon: während der Sendung unter 0800 800 7777
Sprachnachricht über WhatsApp: vor und während der Sendung unter 0171 97 30 626
Facebook: hr1, hr3, YOU FM und hr-iNFO

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+++ KV schließt Testcenter in Alsfeld +++

9.26 Uhr: Im Streit um falsche Corona-Testergebnisse hat die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Hessen ihr Testcenter in Alsfeld geschlossen. "Wie in anderen Regionen Hessens hätten wir den Menschen im Vogelsbergkreis gerne weiterhin die Möglichkeit gegeben, sich - trotz eines bisher ohnehin schon hochdefizitären Betriebs - in unserem Koordinierungscenter auf das Coronavirus testen zu lassen", teilte die KV bereits am Montag mit. Man sei "jedoch leider zu diesem aus unserer Sicht bedauerlichen Schritt" gezwungen.

Der Vogelsbergkreis hatte in der vergangenen Woche nach mehreren falschen Corona-Testergebnissen die KV aufgefordert, ihr Untersuchungslabor zu wechseln. Seit gestern werden die Patienten nun in den Krankenhäusern Alsfeld und Lauterbach getestet. Landrat Manfred Göhrig (SPD) begrüßte den Schritt. Er hatte zuvor befürchtet, dass die falschen Testergebnisse einen zweiten Lockdown auslösen könnten.

+++ Mehrwertsteuer sinkt auf 16 Prozent +++

8.20 Uhr: Ab dem heutigen Mittwoch gilt die im Corona-Konjunkturpaket verankerte Mehrwertsteuersenkung. Statt 19 zahlen die Händler nur noch 16 Prozent, bei der ermäßigten Mehrwertsteuer sind es fünf statt sieben Prozent. Bananen sollen dann beispielsweise nur noch 1,65 statt 1,69 Euro kosten, eine Waschmaschine 389 statt 399 Euro. Auf diese Weise will die Bundesregierung mehr Menschen zum Kauf anregen. Warum es für die Einzelhändler aber gar nicht immer so leicht ist, die Preissenkung an ihre Kunden weiterzugeben, erfahren Sie in unserem Artikel.

+++ Politikwissenschaftler: Corona-Streit könnte "verbrannte Erde" zurücklassen +++

7.15 Uhr: Wegen des heftigen Streits zwischen Regierungs- und Oppositionsfraktionen im Landtag um das Corona-Hilfspaket hat der Politikwissenschaftler Wolfgang Schroeder vor einer Rückkehr zu polarisierenden Verhältnissen gewarnt. In bundesweit keinem anderen Parlament werde gegenwärtig eine Politik der Krisenlösung so im "Hauruckverfahren" gegen die Opposition durchgedrückt wie in Hessen, sagte Schroeder der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden.

Die schwarz-grüne Koalition will die Regelungen für Ausnahmen von der Schuldenbremse lockern, um ein zwölf Milliarden Euro schweres Sondervermögen zu verabschieden. Die Opposition will die Landesmittel dagegen über Nachtragshaushalte bereitstellen. Zwischen Schwarz-Grün und der Opposition gebe es eigentlich eine große Schnittmenge, dass zur Bewältigung der Corona-Krise umfängliche Investitionen richtig und notwendig sind, erklärte der Professor von der Universität Kassel. Deshalb sei es die Aufgabe der Landesregierung, einen Konsens zu finden und die Konflikte in den Griff zu bekommen.

+++ 16 Neuinfektionen, ein Todesfall weniger +++

6.57 Uhr: Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Hessen binnen 24 Stunden um 16 gestiegen. Das meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) mit Stand Mittwoch, 0 Uhr. Die Zahl der Todesfälle wurde aus nicht genannten Gründen um einen nach unten korrigiert, so dass die Gesamtzahl der an oder mit Covid-19 Gestorbenen in Hessen nun bei 507 liegt.

Seit Beginn der Corona-Pandemie wurden in Hessen insgesamt 10.811 Ansteckungen gezählt. Davon gelten etwa 10.000 Fälle als genesen.

Bei den regionalen Fallzahlen sind die hessischen Kreise und kreisfreien Städte weiter deutlich von der Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen entfernt. Beim Erreichen dieser Marke drohen wieder Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Den höchsten Wert weist die Stadt Offenbach mit rund 9,3 Fällen auf. Eine Übersicht mit allen Kreisen und kreisfreien Städten finden Sie hier.

Im Kampf gegen das Coronavirus hat die Landesregierung eine Reihe von Maßnahmen beschlossen. Den aktuellen Stand der Verordnungen finden Sie auf www.corona.hessen.de.

Weitere Informationen

Hygiene schützt

Am besten schützen Sie sich vor einer Corona-Infektion, indem Sie

  • Abstand halten,
  • Hände regelmäßig und gründlich waschen (mind. 20 Sekunden mit Seife),
  • anderen bei der Begrüßung nicht die Hand geben,
  • in die Armbeuge niesen oder husten, wenn kein Taschentuch griffbereit ist,
  • in beheizten Räumen oft stoßlüften.
Ende der weiteren Informationen
Weitere Informationen

Im Verdachtsfall anrufen

Das hessische Sozialministerium hat eine landesweite Hotline für Fragen rund um das Coronavirus geschaltet. Sie ist täglich von 8 bis 20 Uhr erreichbar: 0800/5554666.

Sollten Sie den Verdacht haben, dass Sie sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, gehen Sie bitte nicht in die Praxis Ihres Hausarztes, sondern rufen Sie dort vorher an. So vermeiden Sie, möglicherweise andere Patienten im Wartezimmer anzustecken.

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