Das Coronavirus verbreitet sich in Hessen. Unser Ticker vom 5. April zum Nachlesen.

Die wichtigsten Meldungen:

Im Kampf gegen das Coronavirus hat die Landesregierung in den vergangenen Tagen bereits eine Reihe von Maßnahmen beschlossen. Den aktuellen Stand der Verordnungen finden Sie auf www.corona.hessen.de.

+++ Stadt versiegelt Kneipe und Shisha-Bars in Wiesbaden +++

22.44 Uhr: Abgesehen von der bereits erwähnten renitenten Gruppe auf dem Luisenplatz, derentwegen am Samstagabend ein Polizeieinsatz eskalierte, blieb es am Wochenende in Wiesbaden "weitestgehend ruhig". Das teilte die Stadt am Sonntagabend mit. Eine Kneipe und zwei Shisha-Bars seien allerdings von der Stadtpolizei wegen Verstößen gegen die Kontaktsperre versiegelt worden. Das Ordnungsamt sprach von einem "ganz bewussten Verstoß gegen die Auflagen". In einer der Shisha-Bars wurden demnach zwölf Personen entdeckt, die beim Eintreffen der Polizei versuchten, sich im Haus zu verstecken. Bereits Ende März waren in Wiesbaden zwei Shisha-Bars und ein Kiosk wegen Corona-Verstößen versiegelt worden.

+++ Klose informiert über Corona-Entwicklung +++

19.15 Uhr: Hessens Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) wird sich am Montag zu den aktuellen Entwicklungen in der Corona-Krise äußern. Klose wird ab 14 Uhr gemeinsam mit Jürgen Graf, dem Ärztlichen Direktor der Frankfurter Universitätsklinik, eine Pressekonferenz abhalten. Über die wichtigsten Erkenntnisse der PK informieren wir Sie wie gewohnt im Anschluss bei hessenschau.de.

+++ Corona-Update zum Hören +++

18.45 Uhr: Dreimal täglich liefert der Hessische Rundfunk einen Überblick über die aktuelle Coronavirus-Situation in Hessen zum Hören. Neben dem aktuellen Informationsstand liefert das Audio auch Antworten auf die wichtigsten Fragen unserer Nutzerinnen und Nutzer zum Thema Coronavirus.

Audiobeitrag

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Corona-Update am 5. April, 18 Uhr

Coronavirus
Ende des Audiobeitrags

+++ Verwirrung um Picknick-Verbot +++

17.57 Uhr: Ist ausgiebiges Sonnen und Picknicken auch in Zeiten von Corona erlaubt? Diese Frage beschäftigt seit Tagen die Bürger, die Polizei und  das Innenministerium in Hessen. Nachdem in der Dritten Verordnung zur Bekämpfung des Coronavirus zunächst klar festgehalten wurde, dass "Feiern, Grillen oder Picknicken" verboten ist und gleich mehrere Polizeistationen zudem auf ein Niederlassen-zum-Sonnen-Verbot hinwiesen, folgte am Samstag die vermeintliche Kehrtwende.

Alles sei nur eine "Fehlinformation" gewesen, so eine Polizeisprecherin in Marburg: Das Sonnen in Parkanlagen sei erlaubt. Ein Sprecher des Innenministeriums bestätigte zudem, dass auch gegen Picknicken unter Beachtung der Abstandsregeln weiterhin nichts einzuwenden sei. Die doppelte Rolle rückwärts folgte dann jedoch am Sonntag: "Kein Picknick! Kein Grillen! Es bleibt dabei", twitterte die Polizei Frankfurt. Ja, was denn jetzt?

Picknickkorb auf einer Wiese

+++ Polizei löst Demo in Frankfurt auf +++

16.26 Uhr: Am Frankfurter Mainufer hat am Sonntag ein Bündnis aus "Seebrücke", "Fridays for Future" und "Ende Gelände" für die Evakuierung mehrerer Flüchtlingslager in Griechenland und die Aufnahme von Geflüchteten in Deutschland demonstriert. Nach Angaben der Polizei waren rund 400 Personen vor Ort, die Versammlung wurde inzwischen aufgelöst. Laut eines Seebrücke-Aktivisten sei die Versammlung beim Ordnungsamt angemeldet worden, die Polizei bestätigte das jedoch nicht. Wie mehrere Augenzeugen berichten, kam es vor allem im Bereich der Alten Brücke zu Auseinandersetzungen. Es soll auch Festnahmen gegeben haben. Die Demonstranten hatten im Vorfeld angekündigt, trotz Corona und unter Einhaltung aller Abstands-Regeln ein Zeichen setzen zu wollen.

Die "Seebrücke" ist eine soziale Bewegung, die sich seit 2018 bundesweit für sichere Fluchtwege und die Aufnahme von aus Seenot geretteter Menschen einsetzt.

+++ 4.567 Infizierte, 60 Tote +++

14.52 Uhr: Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Hessen ist auf 4.567 gestiegen. Wie das Sozialministerium am Sonntag mitteilte, sind damit 242 Neuinfektionen dazugekommen. Die Stadt Frankfurt meldet weiterhin die meisten Fälle (578), gefolgt vom Schwalm-Eder-Kreis (264), dem Landkreis Main-Kinzig (246) und dem Landkreis Groß-Gerau (244).

Die Zahl der Todesfälle, die auf den Erreger Sars-CoV-2 zurückgeführt werden, hat sich im Vergleich zum Samstag um zwölf auf 60 erhöht. Ein bereits seit vergangener Woche bestätigter Fall aus dem Kreis Limburg-Weilburg wird in der Ministeriums-Statistik noch nicht aufgeführt.

+++ Kritik an Eisdielen-Schließung +++

14.49 Uhr: Die in Seligenstadt (Offenbach) sitzende Vereinigung italienischer Speiseeis-Hersteller in Deutschland hat das Komplett-Verbot von Eisdielen während der Corona-Krise kritisiert. Wie Giorgio Cendron gegenüber hessenschau.de sagte, seien die vom Land angeordneten Schließungen "eine große Katastrophe". Viele Betriebe kämpften schon jetzt um Überleben. Im Zentrum der Kritik stehen das Verbot von Lieferungen sowie die unterschiedliche Behandlung von Bäckereien, die ihre Waren weiter verkaufen dürfen. "Das ist unverständlich“, so Cendron. Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) begründete die weiterhin aufrechterhaltene Erlaubnis von Bäckereien damit, dass diese "schwerpunktmäßig Dinge verkaufen, die der Grundversorgung dienen". Bei Eis sei das nicht der Fall.

+++ Eintracht boomt auch in Corona-Zeiten +++

14.34 Uhr: Eintracht Frankfurt hat trotz der anhaltenden Corona-Krise die 90.000-Mitglieder-Marke übersprungen. Wie der hessische Bundesligist am Sonntag mitteilte, zählt der Verein inzwischen 90.117 Mitglieder. "Eintracht Frankfurt erfreut sich auch in den aktuell schwierigen Zeiten der Corona-Krise einer unglaublichen Solidarität und Treue", heißt es in der Meldung. Obwohl der Ball derzeit in allen Ligen und Sportarten ruht, liege die Kündigungsrate mehr als zehn Prozent unter dem Vorjahresniveau. "Gerade in diesen schwierigen Zeiten wissen wir um den starken Rückhalt, den wir aus der gesamten Eintracht-Familie erfahren", sagte Präsident Peter Fischer.

Fans von Eintracht Frankfurt

+++ Corona im Rest der Welt +++

14.13 Uhr: Falls Sie den Sonntag nutzen und den Blick über die Landesgrenze hinaus werfen wollen, empfehlen wir an dieser Stelle den Corona-Liveblog unserer Kollegen von tagesschau.de. Dort gibt es alle weltweiten Corona-News im Überblick. Ein kleiner Auszug:

  • Ströbele droht Verfassungsklage bei Separierung alter Menschen an
  • Fallzahlen steigen in Spanien deutlich langsamer
  • Iran will Corona-Vorschriften leicht lockern

+++ Kritik an "Marshall-Plan"-Vorschlag +++

13.52 Uhr: Hessen sieht den Vorschlag von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen für einen "Marshall-Plan für Europa" kritisch. "Wer jetzt weitere Milliarden für den EU-Haushalt einfordert, meint damit vor allem die wenigen Nettozahler", teilte die hessische Europaministerin Lucia Puttrich (CDU) am Sonntag in Wiesbaden mit. Dies würde große Lasten für deutsche Steuerzahler bedeuten. "Die Corona-Krise darf nicht dazu genutzt werden, marktwirtschaftliche Grundprinzipien, die die Europäische Union erst so erfolgreich gemacht haben, über Bord zu werfen", gab Puttrich zu Bedenken. Von der Leyen hatte sich zuvor in einem Gastbeitrag in der Welt am Sonntag für massive Investitionen in den EU-Haushalt ausgesprochen.  

+++ Corona-Update zum Hören +++

12.30 Uhr: Dreimal täglich liefert der Hessische Rundfunk einen Überblick über die aktuelle Coronavirus-Situation in Hessen zum Hören. Neben dem aktuellen Informationsstand liefert das Audio auch Antworten auf die wichtigsten Fragen unserer Nutzerinnen und Nutzer zum Thema Coronavirus.

Audiobeitrag

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Corona-Update am 5. April, 12 Uhr

Coronavirus
Ende des Audiobeitrags

+++ Polizeieinsatz wegen Corona eskaliert +++

12.26 Uhr: Bei der Auflösung einer Menschen-Ansammlung ist am Samstagabend ein Polizist in Wiesbaden leicht verletzt worden. Laut einer Mitteilung vom Sonntag versammelten sich auf dem Luisenplatz rund 25 Personen, die teils unter Alkoholeinfluss standen und gegen die Verordnung zum Schutz vor dem Coronavirus verstießen. Da sich große Teile der Gruppe nach Angaben der Beamten aggressiv und gewaltbereit zeigten, eskalierte die Situation und es kam zu Auseinandersetzungen, in deren Folge ein Polizist bespuckt und ein weiterer geschlagen wurde. Ein 34-Jähriger, gegen den bereits ein Haftbefehl vorlag, und ein 53-Jähriger wurden festgenommen. Zudem gab es gleich mehrere Anzeigen wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Drogenbesitz und Verstoßes gegen die Corona-Kontaktregeln.

+++ Frankfurter Feuerwehr soll Schutzausrüstung beschaffen +++

10.44 Uhr: Schutzausrüstung für Ärzte, Rettungs- und Pflegekräfte ist weiterhin nicht in ausreichenden Mengen vorhanden. In Frankfurt haben die Verantwortlichen um Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) und Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) entschieden, dass es eine zentrale Beschaffung dieser "kritischen Verbrauchtsgüter" benötigt und die Feuerwehr damit beauftragt. "Ich bin sehr zuversichtlich, dass es unserer Feuerwehr gelingen wird, zusätzliche Schutzmasken und -kleidung wie auch Desinfektionsmittel in größerer Zahl zu beschaffen. Die ersten Rückmeldungen sind erfreulich", sagte OB Feldmann in einer Mitteilung der Stadt vom Sonntag.

+++ Odenwald: Weitere Pflegeheime unter Quarantäne, insgesamt acht Tote +++

10.05 Uhr: Im Odenwaldkreis musste nach Kreisangaben ein weiteres Pflegeheim sowie die geschlossene Station eines dritten Pflegeheims unter Quarantäne gestellt werden. In dem komplett unter Quarantäne stehenden Heim waren zwei Bewohner verstorben, hieß es in der Mitteilung vom Samstagabend. Die Zahl der Corona-Toten im Odenwaldkreis stieg demnach nach Kreisangaben auf acht. In der geschlossenen Station des dritten Heimes wurden Patienten positiv auf das Coronavirus getestet, damit stieg die Zahl der positiven Fälle im Kreis auf 131 Personen.

Bereits Ende März war für ein Pflegeheim in Höchst im Odenwald nach einem Corona-Todesfall eine Quarantäne verhängt worden. In zwei weiteren Altenheimen in Niederaula (Hersfeld-Rotenburg) und Treysa (Schwalm-Eder) gab es ebenfalls Corona-Tote. Inzwischen gib es hessenweit zahlreiche Corona-Infektionen in Alters- und Pflegeeinrichtungen.

+++ Großer Andrang am Feldberg +++

9:02 Uhr: Das schöne Wetter hat die Menschen am Samstag in Hessen ins Freie gezogen. Einen besonders großen Andrang gab es am Feldberg. Die Polizei hatte bereits am Samstagvormittag vorsorglich die Zufahrtsstraßen gesperrt, um eine komplette Überfüllung zu vermeiden. Am Feldberg selbst regelte die Verkehrswacht Obertaunus den Verkehr. Ein Verkehrswächter berichtete am Sonntag im Corona-Update des hr, dass es kaum Zwischenfälle gab: "Die Menschen halten sich großteils an die Kontaktvorgaben. Viele haben tatsächlich Verständnis", so der Wächter. Auch am Sonntag sollen die Zufahrtsstraßen zum Feldberg wieder gesperrt werden.

+++ Zahnärzte: Ansteckungsgefahr "sehr, sehr gering" +++

8.40 Uhr: Einmal Bohren bitte: Ein Besuch beim Zahnarzt ist für manch einen ein Termin, den man nicht ganz entspannt wahrnimmt. In Corona-Zeiten kommt nun vielleicht noch die Angst hinzu, sich eventuell mit dem Virus anzustecken. Doch die Zahnärztekammer betont: Wegen Corona muss niemand eine Behandlung verschieben. Die Gefahr, sich beim Zahnarzt mit dem Coronavirus anzustecken, sei "sehr, sehr gering", sagt Michael Frank, Präsident der Landeszahnärztekammer Hessen. Patienten müssten "keine Bedenken haben, dass sie damit ein größeres Risiko eingehen."

Verzichten sollten Patienten aber laut Frank auf eine Zahnreinigung. Dabei entstehe ein feiner Sprühnebel (Aerosol), der nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts vermieden werden soll. Weil Masken mit dem Standard FFP2 zur Zeit schwer zu bekommen sind und dann auch Kliniken vorbehalten sein sollten, schützen sich Ärzte und Fachangestellte mit einfachem Mundnasenschutz. "Das reicht auch vollkommen aus." Auch die medizinischen Fachangestellten seien bei Einhaltung der Hygiene-Vorschriften nicht gefährdet, sagte Frank. Die Kammer nehme aber durchaus wahr, "dass einzelne Angestellte verunsichert sind, das ist keine Frage", sagte Frank in Bezug auf das Aerosol. Das Entstehen des Sprühnebels könne aber verhindert werden, in dem man mit Handgeräten arbeite.

+++ Corona-Update zum Hören +++

8.22 Uhr: Dreimal täglich liefert der Hessische Rundfunk einen Überblick über die aktuelle Coronavirus-Situation in Hessen zum Hören. Neben dem aktuellen Informationsstand liefert das Audio auch Antworten auf die wichtigsten Fragen unserer Nutzerinnen und Nutzer zum Thema Coronavirus.

Audiobeitrag

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Corona-Update am 5. April, 8 Uhr

Coronavirus
Ende des Audiobeitrags

Weitere Informationen

Hygiene schützt

Am besten schützen Sie sich vor einer Corona-Infektion, indem Sie

  • Hände regelmäßig und gründlich waschen (20 Sekunden mit Seife),
  • anderen bei der Begrüßung nicht die Hand geben,
  • Abstand halten beim Husten und in die Armbeuge niesen,
  • in beheizten Räumen oft stoßlüften.
Ende der weiteren Informationen
Weitere Informationen

Im Verdachtsfall anrufen

Das hessische Sozialministerium hat eine landesweite Hotline für Fragen rund um das Coronavirus geschaltet. Sie ist täglich von 8 bis 20 Uhr erreichbar: 0800/5554666.

Sollten Sie den Verdacht haben, dass Sie sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, gehen Sie bitte nicht in die Praxis Ihres Hausarztes, sondern rufen Sie dort vorher an. So vermeiden Sie, möglicherweise andere Patienten im Wartezimmer anzustecken.

Ende der weiteren Informationen