In unserem Ticker informieren wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Hessen. Unser Ticker vom 18. Mai zum Nachlesen.

Corona in Hessen: Aktuelle Meldungen im Ticker

Die wichtigsten Meldungen vom 18. Mai:

+++ War der innige Torjubel beim SVWW ein Regelverstoß? +++

20.47 Uhr: Die Spieler des SV Wehen Wiesbaden (SVWW) haben am Sonntag mit einem innigen Torjubel nach einem Treffer gegen den VfB Stuttgart für Irritationen gesorgt. An einem ganz normalen Zweitliga-Spieltag ist das nichts besonderes, doch in Zeiten von Corona eher ungewöhnlich. Schließlich hatte die Deutsche Fußball Liga (DFL) zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der ersten und zweiten Bundesliga zuvor ein striktes Hygienekonzept entwickelt. Aber - ist ein gemeinsamer Torjubel wirklich verboten? Und was droht dem Club? Antworten gibt es hier.

+++ Autozulieferer Finoba aus Baunatal insolvent +++

20.14 Uhr: Die Corona-Krise macht vielen Unternehmen zu schaffen. Nun hat es den Automobilzulieferer Finoba erwischt. Das Unternehmen aus Baunatal (Landkreis Kassel) ist insolvent - laut Unternehmen wegen des coronabedingten Rückgangs an Aufträgen. Gespräche über einen Investor laufen bereits. Mehr zur Situation des nordhessischen Unternehmens lesen Sie hier.

+++ Trotz Corona: Drei kleine Kinos in Hessen geöffnet +++

19.58 Uhr: Seit Freitag dürfen hessische Kinos wieder öffnen. Unter strengen Hygiene-Auflagen lohnt sich das für die meisten großen Kinos nicht. So haben zurzeit nur drei kleine, inhabergeführte Kinos geöffnet. Neben den Lichtspielhäusern Gelnhausen (Main-Kinzig) und Kronberg (Hochtaunus) auch das Kino von Kai Mellinghoff in Wolfhagen (Kassel), wie die hessenschau am Abend berichtete.

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hessenschau vom 18.05.2020
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+++ Corona in Deutschland und der Welt +++

19.39 Uhr: Während wir Sie in unserem Corona-Ticker über die aktuelle Situation in Hessen informieren, halten unsere Kollegen bei tagesschau.de das bundes- und weltweite Geschehen im Blick. Hier ein kleiner Auszug aus dem Liveblog:

  • In Polen haben nach wochenlangen Beschränkungen wieder Restaurants und Schönheitssalons geöffnet – auch hier unter strengen Auflagen. In Gasthäusern und Cafés gilt ein Mindestabstand von zwei Metern zwischen den Tischen. Pro Kunde sind vier Quadratmeter vorgesehen. Sporthallen sind ebenfalls mit Einschränkungen wieder geöffnet.
  • In Italien ist die Zahl der täglichen Toten zum ersten Mal seit dem 9. März um weniger als 100 gestiegen. Das Katastrophenschutzamt gibt sie mit 99 an. Insgesamt sind in Italien 32.007 Menschen am Coronavirus gestorben.
  • Erstmals seit dem 14. März hat es in Mecklenburg-Vorpommern einen Tag ohne einen neuen nachgewiesenen Fall einer Corona-Infektion gegeben. Das Bundesland weist 46 Infektionen pro 100.000 Einwohner auf - der deutschlandweit mit Abstand niedrigste Wert.

+++ Rüsselsheimer Opel-Werk soll "zeitnah" öffnen +++

18.57 Uhr: Opel fährt seine Produktion nach dem coronabedingten Stopp vor rund zwei Monaten schrittweise wieder hoch. Das Werk in Kaiserslautern soll am Montag bereits den Betrieb wieder aufgenommen haben. Das berichteten die Tageszeitungen der VRM-Gruppe unter Berufung auf eine Mitteilung von Opel-Chef Michael Lohscheller an die Beschäftigten. Ein Opel-Sprecher bestätigte den Bericht am Montag. "Auch in Rüsselsheim und Eisenach bereiten wir uns wieder schrittweise auf den Wiederanlauf vor, der dann ebenfalls sehr zeitnah erfolgen wird", schrieb der Opel-Chef in der Mitteilung. Konkrete Termine für die Wiederaufnahme nannte der Autobauer nicht. Die Nachfrage werde allerdings den Takt vorgeben. "Wir werden keine teuren, zusätzlichen Bestände aufbauen, sondern sehr präzise und zielgerichtet steuern, um unser Geschäft zu sichern." Im April war der Absatz coronabedingt um bis zu 90 Prozent eingebrochen.

Am Dienstag schließt die Opel-Mutter PSA das Werk in Rüsselsheim. Das teilte das Unternehmen am Montag mit. PSA begründete die Entscheidung damit, dass in den vergangen Tagen ein rasanter Anstieg an Corona-Fällen in der Nähe einiger Produktionssätten beobachtet worden sei. Außerdem gebe es Schwierigkeiten mit den Lieferketten und die Nachfrage am Automobilmarkt sei rückgängig.

+++ Virologe: Kein rohes Fleisch verzehren +++

18.32 Uhr: Frikadelle statt Mettbrötchen – dazu rät der Marburger Virologe Stephan Becker aufgrund der Gefahr, sich beim Verzehr von rohem Fleisch mit dem Coronavirus anzustecken. "Man kann grundsätzlich sagen, dass von dem Fleisch, das man kocht oder brät, keine Gefahr ausgeht", sagte Becker am Montag im Corona-Update des hr. Problematischer hingegen seien die Fleischsorten, die man roh verzehre. "Wir wissen, dass sich Viren eine gewisse Zeit lang infektiös auf Oberflächen halten können. Ich würde da nun einfach kein Risiko eingehen." Bundesweit häufen sich derzeit Corona-Infektionen in Schlachtbetrieben.

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+++ Kommunen befürchten massive Finanzeinbrüche +++

18.13 Uhr: Die Kommunen in Hessen blicken in der Corona-Krise voller Sorge auf ihre künftigen Haushalte. Sie hoffen auf finanzielle Hilfen durch das Land. Der Idee aus dem Bundesfinanzministerium für einen kommunalen Schutzschirm erteilte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) eine Absage. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel.

+++ "United We Stream" kommt nach Frankfurt +++

17.36 Uhr: Berliner Clubs hatten kurz nach dem Lockdown ihre Partys unter dem Titel "United We Stream" als Livestream ins Internet verlegt. Weltweit wurde die Idee übernommen, nun kommt das Format auch nach Frankfurt. Das Netzwerk Clubs am Main überträgt ab dieser Woche mit Unterstützung des Kulturdezernats DJ-Sets, Konzerte oder Lesungen live. Das Netzwerk will so auch zu Spenden für die von der Krise massiv betroffene Branche aufrufen. Am kommenden Mittwoch (20. Mai) startet um 19 Uhr der erste Livestream. Anschließend sollen täglich von Dienstag bis Samstag von 19 bis 23 Uhr verschiedene Veranstaltungen auf https://frm.unitedwestream.org zu sehen sein.

Logo United We Strem Frankfurt

+++ So lief die zweite Phase der Schulöffnung +++

16.41 Uhr: Die Oberstufenschüler mussten bereits am 27. April wieder zur Schule, für die übrigen Klassen der weiterführenden Schulen sowie für die Viertklässler an den Grundschulen hat der Präsenzunterricht an diesem Montag begonnen. Rund 515.000 Kinder und Jugendliche drücken damit wieder die Schulbank - wenn auch unter ganz anderen Vorzeichen als bisher. Wie der Schulstart in Hessen aussah, lesen Sie in unserem Artikel.

+++ hr-Sinfonieorchester-Konzert wieder mit Publikum +++

16.24 Uhr: Es ist das erste Konzert des hr-Sinfonieorchesters mit Publikum nach den Corona-Einschränkungen: Das "Atlantic String Duo" und die Pianistin Nami Ejiri präsentieren am Samstag (23. Mai) um 19 Uhr Streichduos mit und ohne Klavier. Wegen der strengen Corona-Auflagen ausnahmsweise in Wohnzimmerkonzert-Atmosphäre, denn bloß 40 Gäste dürfen im Konzertsaal in der Landesmusikakademie Hessen in Schlitz (Vogelsberg) Platz nehmen. Der Verkauf der 40 Eintrittskarten erfolgt am Dienstag (19. Mai), Mittwoch (20. Mai) sowie am Freitag (22. Mai) - jeweils von 10 bis 12 Uhr direkt an der Landesmusikakademie Schlitz. Ein Ticket kostet 16 Euro, ermäßigt 14 Euro sowie 5 Euro für Schüler, Studierende, Azubis und Arbeitssuchende.

+++ Marburg gibt 250 Masken an Bedürftige aus +++

16.16 Uhr: Die Stadt Marburg stellt bedürftigen Menschen 250 genähte Alltagsmasken kostenlos zur Verfügung. Wer noch keine Gesichtsmaske habe oder sich keine zweite Maske zum Ersatz leisten könne, dürfe sich ab sofort im Jugend- und Sozialamt in der Friedrichstraße 36 eine selbstgenähte Mund-Nasen-Maske abholen, teilte die Stadt am Montag mit. Genäht wurden die Masken im Rahmen des Projekts "Nahtstelle", einer Qualifizierungsmaßnahme für Näherinnen mit Migrationshintergrund in Stadtallendorf. "Das Kontingent ist begrenzt. Deswegen möchten wir darum bitten, dass Interessierte nur nach einer Maske fragen, wenn sie diese auch wirklich brauchen", sagte Peter Schmidt vom Sozialamt Marburg.

+++ Baunataler Behindertenwerkstätten öffnen wieder +++

16.00 Uhr: Nach einer achtwöchigen Corona-Zwangspause dürfen die ersten Menschen mit Behinderung in den Baunataler Werkstätten (Landkreis Kassel) wieder zur Arbeit gehen. Dabei handele es sich zunächst um die Mitarbeiter in den sogenannten systemrelevanten Bereichen der Werkstätten der Baunataler Diakonie Kassel (BDKS). Für die Beschäftigten habe ein strukturierter Tagesablauf eine große Bedeutung, zumal sie seit Ende März durchgängig zu Hause bleiben mussten, teilte die BDKS am Montag mit. Insgesamt würden rund 150 Menschen mit geistiger Behinderung oder psychischer Erkrankung ihre Arbeit im Laufe der Woche wieder aufnehmen, hieß es.

+++ Dehoga: "Das Gastgewerbe atmet auf" +++

15.53 Uhr: Nach der Wiedereröffnung der Restaurants und Hotels am Freitag zieht Julius Wagner vom Hotel- und Gaststättenverband Dehoga Hessen eine erste Bilanz. "Die Branche ist insgesamt erleichtert, dass sie wieder arbeiten kann, auch wenn die Bedingungen erschwert sind." Größtes Problem sei die hessenspezifische Regelung, dass nur eine Person pro fünf Quadratmeter erlaubt sei. "Wir verstehen die Politik, aber Hessen ist hier sehr, sehr streng." Diese Einschränkung sei der Grund, warum einige Lokale nicht geöffnet hätten.

Getrennt von provisorischen Holzgerüsten mit Kunststoffscheiben genießen die Gäste eines Lokals in der Frankfurter Freßgass ihre Getränke.

+++ DRK ruft zu Blutspenden auf +++

15.41 Uhr: Die Lockerungen der Corona-Maßnahmen führen nach Angaben des Blutspendedienstes des Deutschen Roten Kreuzes zu einem ansteigenden Blutbedarf in den Kliniken. Um Bettenkapazitäten für Corona-Patienten zu schaffen, wurden nicht dringend erforderliche Operationen zunächst ausgesetzt. Nun kehrten die Kliniken allmählich zum ursprünglichen Operationsplan zurück, die Folge sei eine extreme und schnelle Bedarfssteigerung. Der DHK Hessen bittet deshalb dringend gesunde Menschen um eine Spende. Ein erhöhtes Risiko, sich bei einer Blutspende mit dem Coronavirus anzustecken, bestehe nicht.

+++ Volkshochschulen beginnen wieder mit Präsenzunterricht +++

15.26 Uhr: Nach der corona-bedingten Zwangspause startet an vielen Volkshochschulen wieder eingeschränkt der Kursbetrieb.

  • An der VHS Frankfurt finden in der Sonnemannstraße wieder einzelne Kurse statt. Ein alternatives, an die Corona-Einschränkungen angepasstes Kursangebot werde ständig weiterentwickelt, heißt es auf der Website.
  • An der VHS Dreieich können alle Sprachkurse wieder vor Ort stattfinden, sofern Teilnehmer und Kursleitung zustimmen. Sport- und Bewegungskurse sind dagegen weiterhin abgesagt. Viele Teilnehmer hätten aber auf eine Erstattung der Gebühren verzichtet, um ihre Kursleitung finanziell zu unterstützen.
  • Die VHS Wiesbaden teilte mit, dass einzelne Kurse ab dem heutigen Montag wieder beginnen könnten, deren Teilnehmer benachrichtigt würden. Weitere Kurse würden in der kommenden Woche wieder starten.
  • Die Kurse der VHS Gießen bleiben dagegen weiterhin ausgesetzt. Von der VHS Marburg hieß es, derzeit werde ein Kursbetrieb in Kleingruppen bis 5 Teilnehmer geplant. Auch für die Wiederöffnung der VHS Fulda und der VHS Darmstadt steht noch kein Termin fest.
  • Die VHS Kassel hat derweil alle regulären Kurse und Veranstaltungen des laufenden Semesters beendet. Ausgenommen seien Deutschkurse und die online angebotenen Veranstaltungen. Ein angepasstes Sommerprogramm soll ab dem 15. Juni stattfinden. Gleiches gilt für die VHS Wetzlar.

+++ DFB-Akademie soll trotz Corona planmäßig fertig werden +++

15.01 Uhr: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) geht trotz der Coronavirus-Pandemie von einer planmäßigen Fertigstellung seiner Akademie in Frankfurt aus. "Wir sind weiterhin zuversichtlich, den neuen DFB und seine Akademie planmäßig Ende 2021 fertigstellen zu können", sagte DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius laut einer Mitteilung am Montag. "Wir haben zuletzt auch davon profitiert, dass wir bis zum Beginn der Corona-Krise sehr gut im Zeitplan lagen – denn natürlich spüren auch wir die instabileren Lieferketten, etwa rund um die Beschaffung von Baumaterialien." Außerdem habe man frühzeitig die Hygienemaßnahmen auf der Baustelle der aktuellen Lage angepasst. Der DFB zieht von der Otto-Fleck-Schneise in die Kennedyallee.

+++ Darmstadt erstattet Dauerkarten für Hallenbäder +++

14.29 Uhr: Die Stadt Darmstadt gibt Hallenbadbesuchern Geld für bereits gekaufte Dauerkarten zurück. Wegen der massiven Einschränkungen im Bäderbetrieb durch die Corona-Maßnahmen solle eine faire Erstattung erfolgen, hieß es in einer Mitteilung der Stadt. Seit rund zwei Monaten sind die Hallenbäder inzwischen geschlossen. Die Karten könnten ab sofort beim Eigenbetrieb Bäder in der Bad Nauheimer Straße 2 mit einem Erstattungsantrag und unter Angabe der Bankverbindung zurückgegeben werden, teilte die Stadt mit. Der Betrag liege bei einer Saison- oder Kombikarte bei 37 Euro und bei der ermäßigten Saison- oder Kombikarte bei 25 Euro.

+++ 9.337 Corona-Fälle, 439 Tote +++

14.10 Uhr: Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle steigt in Hessen weiterhin moderat. Sie lag am Montag bei 9.337, wie das Sozialministerium mitteilte. Das sind 20 Fälle mehr als am Sonntag. Die Zahl der Todesfälle stieg um vier auf 439. Wie sich die neuen Lockerungen seit Anfang dieser Woche auf die Infektionszahl auswirken, wird man allerdings frühestens in etwa einer Woche merken.

Bei den regionalen Fallzahlen sind die hessischen Kreise und kreisfreien Städte weiterhin weit von der der Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen entfernt. Beim Erreichen dieser Marke drohen wieder Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Die höchsten Werte liegen der Mitteilung zufolge bei 14 Fällen im Odenwaldkreis und in der Stadt Wiesbaden, im Landkreis Offenbach bei umgerechnet 12 Fällen. Gar keine neuen Fälle wurden in der Zeitspanne im Vogelsbergkreis registriert, einer im Landkreis Marburg-Biedenkopf.

Laut Robert-Koch-Institut (RKI) sind rund 87 Prozent der hessischen Corona-Patienten inzwischen genesen. Weitere Details zur Verbreitung in den einzelnen Landkreisen und der Altersstruktur der Corona-Fälle finden Sie hier.

+++ Paulskirche und Kaisersaal wieder für Besucher geöffnet +++

13.35 Uhr: Seit dem heutigen Montag können Besucher der Stadt Frankfurt wieder zwei geschichtsträchtige Orte besichtigen - den Kaisersaal im Römer und die Paulskirche. Wer den Kaisersaal besichtigen möchte, kann das wochentags von 10 bis 13 Uhr sowie 14 bis 17 Uhr tun. Aufgrund der aktuellen Bestimmungen zur Eindämmung des Coronavirus dürfen maximal sechs Personen gleichzeitig den Kaisersaal betreten. In die Paulskirche dürfen werktags zwischen 10 und 17 Uhr wieder bis zu zwölf Personen. Alle Besucher sind verpflichtet, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen und die allgemeinen Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten. Der Eintritt ist an beiden Orten frei.

Paulskirche DAM

+++ HFV-Präsident zu den Plänen im Amateurfußball +++

13.29 Uhr: Im hessischen Amateurfußball steht die Saison kurz vor dem Abbruch. Jetzt fragen sich viele: Wann kann die nächste Saison beginnen? Stefan Reuß, Präsident des Hessischen Fußball-Verbandes (HFV), wagt einen Ausblick. Wie es mit den Amateurligen weitergehen könnte, lesen Sie hier.

+++ Schulöffnung laut Ministerium problemlos, GEW mahnt +++

13.08 Uhr: Aus Sicht des Kultusministeriums ist die zweite Stufe der Schulöffnung am Morgen ohne Probleme angelaufen. Er habe bislang keine Informationen über besondere Vorkommnisse erhalten, sagte ein Sprecher des Kultusministeriums. Am späteren Nachmittag solle noch ein detaillierteres Stimmungsbild vorliegen.

Die hessische Vorsitzende der Lehrergewerkschaft GEW, Birgit Koch, sprach hingegen von einer Herkulesaufgabe für die Schulen. "So sehr wir uns alle wünschen, dass wir bald zu einer Normalität des Schulbetriebes zurückkehren: Wir dürfen hierbei die Hygienevorgaben, die Arbeitsbelastung der Lehrerinnen und Lehrer sowie den Arbeits- und Gesundheitsschutz nicht aus dem Blick verlieren", sagte Koch. Die Linken-Fraktion im Landtag hatte bereits kritisiert, die Schulen würden von der Regierung allein gelassen.

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+++ Uni Marburg testet ab September Impfstoff +++

12.46 Uhr: Marburger Virologen wollen noch im September beginnen, einen Impfstoff gegen SARS-CoV-2 in ersten klinischen Versuchen am Menschen zu testen. Der Impfstoff für die klinische Phase I werde zurzeit von der Firma IDT Biologika in Dessau in Sachsen-Anhalt hergestellt, wie Stephan Becker, Direktor des Instituts für Virologie an der Uni Marburg, am Montag bekannt gab. Die Produktion werde demnach voraussichtlich in drei Monaten abgeschlossen sein, dann könne mit den klinischen Tests begonnen werden. Eine Genehmigung durch das Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel stehe allerdings noch aus.

Stephan Becker

+++ Verwaltungsgericht Wiesbaden lehnt Maskenpflicht im Unterricht ab +++

12.32 Uhr: Das Verwaltungsgericht Wiesbaden hat den Eilantrag eines Schülers aus dem Rheingau-Taunus-Kreis abgelehnt, der das Schulamt verpflichten wollte, eine Maskenpflicht an seiner Schule anzuordnen. Wie das Gericht am Montag mitteilte, war der Antrag unzulässig, weil die Mutter des volljährigen Schülers den Antrag in seinem Namen ohne Vollmacht stellte. Auch nach Aufforderung sei dem Gericht keine Vollmacht zugegangen.

Das Gericht stellte in seiner Entscheidung aber auch klar, dass ein korrekt gestellter Antrag ebenfalls keine Aussicht auf Erfolg gehabt hätte. Nach Auffassung der Kammer würden die Hygienemaßnahmen auch ohne das Tragen eines Mundschutzes an der betreffenden Schule eingehalten. Auch vor dem Hintergrund der geringen Fallzahlen im Rheingau-Taunus-Kreis ist laut Mitteilung des Gerichts nicht ersichtlich, weshalb eine Maskenpflicht entgegen der Vorgaben des Kultusministeriums gelten sollte.

+++ Sozialministerium erlaubt Gesichtsvisiere +++

12.05 Uhr: Das hessische Sozialministerium hat seine Hinweise zum Tragen eines Mund-Nase-Schutzes angepasst. Demnach sind jetzt auch Gesichtsvisiere erlaubt. Bisher hatte die Landesregierung für Einkäufe im Supermarkt, Fahrten in Bus und Bahn oder den Restaurantbesuch lediglich professionelle Masken, Alltagsmasken aus Baumwolle oder Schals und Tücher vor dem Gesicht zugelassen.

Eine Frau trägt ein Gesichtsvisier.

+++ Linke fordert mehr Unterstützung der Schulen +++

11.29 Uhr: Anlässlich der weiteren Schulöffnung für Schüler ab der vierten Klasse fordert die bildungspolitische Sprecherin der Linken im Landtag, Elisabeth Kula, von der Regierung mehr Unterstützung der Schulen. Die erste Öffnung für die Abschlussklassen sei Ende April an vielen Schulen "besorgniserregend" abgelaufen. Hygienekonzepte hätten teilweise nicht umgesetzt werden können. Lehrkräfte und Schulleitungen fühlten sich oft mit der Situation allein gelassen - auch weil die Hygienepläne erst einige Tage vor Schulbeginn bekanntgegeben worden seien.

Viele Lehrkräfte hätten vor weiteren Öffnungen ohne durchdachtes Konzept gewarnt, sagte Kula. "Die Rahmenbedingungen sind alles andere als gut. Die Landesregierung schafft es bis heute nicht, allen Schülerinnen und Schülern entsprechende digitale Endgeräte für das Lernen von zu Hause zur Verfügung zu stellen. Unter diesen Voraussetzungen droht eine weitere Vertiefung der sozialen Spaltung der Gesellschaft."

+++ Studierende fürchten Schuldenberge +++

11.02 Uhr: In der Corona-Krise droht vielen Studierenden, das Geld auszugehen. Nebenjobs brechen weg, Eltern in Kurzarbeit fallen als Geldgeber ebenfalls aus. Die Förderbank KfW bietet für in Not geratene Studenten ein zunächst zinsloses Darlehen an. Warum die Studierendenvertretungen in diesem Zusammenhang aber von einer "immensen Schuldenfalle" sprechen, erfahren Sie in unserem Artikel.

+++ Lorz: Keine Verkürzung der Sommerferien geplant +++

10.47 Uhr: Am Morgen hat für rund 500.000 Schülerinnen und Schüler wieder der Unterricht begonnen - wegen der Corona-Krise wechseln sich jedoch Präsenz- und Heimunterricht ab. Pläne, die Sommerferien deshalb zu verkürzen, seien aber ad acta gelegt worden, sagte Kultusminister Alexander Lorz (CDU) im Corona-Update des hr. "Wir wollen die Pläne der Familien nicht noch weiter durcheinander bringen. Da wir gerade davon ausgehen, dass zumindest in Deutschland oder in den Nachbarländern so etwas wie Sommerurlaube möglich sind, wollen wir da jetzt nicht auch noch eingreifen." Samstagsunterricht halte er dagegen für möglich, aber diskussionswürdig.

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+++ Starke Umsatzeinbußen im Gastgewerbe +++

10.10 Uhr: Reisebeschränkungen, abgesagte Veranstaltungen, zeitweise Schließung der Restaurants - die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie zeigen sich im Gastgewerbe besonders deutlich. Wie das Hessische Statistische Landesamt am Montag mitteilte, sanken die preisbereinigten Umsätze des Gastgewerbes im März um 45,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Hotels, Gasthöfe und Pensionen meldeten demnach besonders starke Verluste in Höhe von 52,7 Prozent. Die Gastronomie verzeichnete einen Rückgang von 41,6 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten im Gastgewerbe sank im gleichen Zeitraum um rund sechs Prozent.

+++ Malteser geben Tipps für Erste Hilfe +++

9.51 Uhr: Trotz aller geltenden Abstands- und Hygieneregeln - Erste Hilfe kann auch in Corona-Zeiten Leben retten. Die Malteser weisen darauf hin, dass die Devise "Hinsehen, Handeln, Hilfe holen" nach wie vor gelte. Jeder sei dazu verpflichtet, im Ernstfall Hilfe zu leisten. Natürlich solle sich niemand selbst in Gefahr bringen, aber einen Notruf abzusetzen sei "das Mindeste, was jeder tun muss".

Beim direkten Kontakt zum Unfallopfer sollte der Ersthelfer Einmalhandschuhe und Mundschutz verwenden. "Überprüfen Sie Bewusstsein und Atmung durch Ansprechen und Beobachten. Falls die Atmung nicht vorhanden ist, legen Sie eine luftdurchlässige Stoffschicht zwischen sich und den Patienten, zum Beispiel ein T-Shirt, um für sich selbst das Risiko einer Infektion zu minimieren, und führen Sie anschließend ununterbrochen die Herzdruckmassage durch", erklärt Jürgen Briegel von den Maltesern in der Diözese Limburg. Nach jeder Erste-Hilfe-Maßnahme solle sich der Helfer unverzüglich die Hände desinfizieren. "Wer selbst zur Risikogruppe gehört, sollte den Notruf absetzen und möglichst andere Personen auffordern und anleiten, zu helfen."

+++ "Lufti" öffnet an Christi Himmelfahrt +++

9.39 Uhr: Zu Christi Himmelfahrt (21. Mai) öffnet das "Lufti" - das Luft- und Sonnenbad Unter den Eichen in Wiesbaden - eingeschränkt wieder für Gäste. Maximal 150 Gäste sind gleichzeitig erlaubt, Kinderplanschbecken und Wassertretbecken bleiben bis auf Weiteres geschlossen. Auch die Dusch- und Waschräume können nicht genutzt werden. Die Umkleidebereiche, die Toilettenanlagen und der Kiosk sind aber wie gewohnt geöffnet, ebenso Badmintonfelder und Tischtennisplatten. Kontaktsportarten bleiben untersagt.

+++ Staatstheater in Wiesbaden öffnet wieder +++

8.55 Uhr: Als erstes großes Theater in Hessen öffnet das Staatstheater in Wiesbaden am Montagabend wieder - allerdings unter strengen Corona-Auflagen. Auf der Bühne stehen nur ein bis zwei Sänger, auch das Orchester ist verkleinert. Im Zuschauerraum dürfen nur 200 statt 1.000 Gäste sitzen. Außerdem müssen die Besucher im Haus Masken tragen, die Toilettenräume darf nur eine Person betreten. Die Gastronomie wird nach draußen verlagert. Unter den im Mai geladenen Sängern und Schauspielern sind der Tenor Klaus-Florian Vogt und der Träger des Iffland-Ringes Jens Harzer. Am 7. Juli soll der normale Spielplan beginnen.

Jens Harzer

+++ Frauen-Bundesligisten durch Corona nicht existenzgefährdet +++

8.39 Uhr: Während die Fußball-Bundesliga der Männer am Wochenende fortgesetzt wurde, könnte es für die Spielerinnen des 1. FFC Frankfurt womöglich ab dem 29. Mai weitergehen. Eine Genehmigung durch die Politik steht noch aus. Durch die Corona-Pandemie sei aber keiner der zwölf Erstligisten in der Existenz bedroht, sagte der Vorsitzende des DFB-Ausschusses für die Frauen-Bundesligen, Siegfried Dietrich, dem "Kicker". Ein Verein, der auf der Kippe stehe, sei ihm nicht bekannt, so der Manager des 1. FFC Frankfurt.

FFC-Frankfurt-Manager Siegfried Dietrich

+++ Naturschutzgebiete leiden in Corona-Krise +++

6.45 Uhr: Naturschutzgebiete in Hessen leiden in Zeiten der Corona-Krise unter Ausflüglern. Nach Angaben der Regierungspräsidien in Darmstadt, Gießen und Kassel halten sich längst nicht alle Besucher an die strengen Regeln. Das Resultat: Müll, Trampelpfade oder verstopfte Nistkästen. Eine flächendeckende Kontrolle sei kaum möglich und mancher Besucher werde auch aggressiv. Nach Angaben der Gießener Behörde entstanden zum Beispiel im Naturschutzgebiet "Lahnaue" zwischen Atzbach, Dutenhofen und Heuchelheim im Lahn-Dill-Kreis in den letzten Wochen neue Trampelpfade, die es vor der Corona-Krise nicht gab. Das Besucheraufkommen sei an allen Wochentagen stark gestiegen.

Graureiher nistet in Lahnaue

+++ Rund 500.000 Schüler zurück im Klassenzimmer +++

6.28 Uhr: Von diesem Montag an werden alle Schüler der weiterführenden Schulen und Grundschüler der vierten Jahrgangsstufe wieder in Klassen unterrichtet - wenn auch nicht jeden Tag und nicht unbedingt in ihrem gewohnten Klassenzimmer. Die Corona-Abstandsregeln machen es nötig, dass die Gruppen geteilt werden. Außerdem gelten strenge Hygienevorschriften.

Damit sich alle möglichst unbedenklich über das Schulgebäude verteilen können, werden die Kinder und Jugendlichen an Gymnasien, Berufsschulen und Förderschulen nur wenig Präsenzunterricht haben und das meiste weiterhin von zu Hause aus lernen. Das Kultusministerium verspricht sich von den Präsenztagen aber einen "wichtigen Anker" nach neun Wochen Homeschooling. Die Viertklässler haben in den kommenden zwei Wochen jeweils 20 Stunden Unterricht vor Ort.

Betroffen von der Schulöffnung sind rund 500.000 Mädchen und Jungen. Vom 2. Juni an kehren auch die Grundschüler der Jahrgangsstufen 1 bis 3 zurück. Die Schüler der Abschlussklassen sind seit 27. April zurück in den Klassenzimmern. Die Einschränkungen werden sich wahrscheinlich bis ins nächste Schuljahr hinein ziehen.

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Hygiene schützt

Am besten schützen Sie sich vor einer Corona-Infektion, indem Sie

  • Abstand halten,
  • Hände regelmäßig und gründlich waschen (mind. 20 Sekunden mit Seife),
  • anderen bei der Begrüßung nicht die Hand geben,
  • beim Husten und in die Armbeuge niesen,
  • in beheizten Räumen oft stoßlüften.
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Im Verdachtsfall anrufen

Das hessische Sozialministerium hat eine landesweite Hotline für Fragen rund um das Coronavirus geschaltet. Sie ist täglich von 8 bis 20 Uhr erreichbar: 0800/5554666.

Sollten Sie den Verdacht haben, dass Sie sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, gehen Sie bitte nicht in die Praxis Ihres Hausarztes, sondern rufen Sie dort vorher an. So vermeiden Sie, möglicherweise andere Patienten im Wartezimmer anzustecken.

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