Das Coronavirus verbreitet sich in Hessen. Unser Ticker zum Nachlesen vom 23. März 2020.

Corona in Hessen: Aktuelle Meldungen im Ticker

Die wichtigsten Meldungen:

Im Kampf gegen das Coronavirus hat die Landesregierung in den vergangenen Tagen bereits eine Reihe von Maßnahmen beschlossen. Den aktuellen Stand der Verordnungen finden Sie auf www.corona.hessen.de.

MELDUNGEN VOM MONTAG, 23. MÄRZ

+++ Abi-Prüfungen laufen trotz verschärfter Maßnahmen weiter +++

22:24 Uhr: Auch am Montag sind Hessens Abiturienten trotz verschärfter Corona-Maßnahmen weiter geprüft worden. Das finden einige Schüler und Lehrer unverantwortlich. Andere unterstützen das Vorgehen des Kultusministeriums. Mehr erfahren Sie in unserem Beitrag auf hessenschau.de.

+++ Eintracht meldet weitere Corona-Fälle +++

21:40 Uhr: Bei Eintracht Frankfurt sind zwei weitere Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. "Neben den zwei Spielern, die bereits positiv auf COVID-19 getestet worden sind, hat es auch zwei Staff-Mitglieder erwischt", teilte der Club am Montagabend per Twitter mit. "Allen Betroffenen geht es den Umständen entsprechend aber soweit gut." Wie bereits bei den infizierten Spielern teilte die Eintracht nicht mit, um wen es sich bei den positiv getesteten Personen handelt.

Die letzten der insgesamt 60 #Corona -Testergebnisse des Teams sind da: Neben den zwei Spielern, die bereits positiv auf COVID-19 getestet worden sind, hat es auch zwei Staff-Mitglieder erwischt. Allen Betroffenen geht es den Umständen entsprechend aber soweit gut. #inEINTRACHT

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+++ Marburger unterstützen Läden mit Hilfsgutscheinen +++

20:35 Uhr: Angesichts der Corona-Krise befinden sich Geschäfte, Restaurants, Kneipen, Veranstalter und Dienstleister vielerorts in einer Notlage. Die Stadt Marburg hat sich deshalb eine Solidaritätsaktion einfallen lassen. Bürger können über die Plattform www.marburg-liebe.de "Marburger Hilfsgutscheine" kaufen.

Damit können Bürger Geschäfte und Gastronomie-Betriebe über den Online-Kauf eines Gutscheins sofort unterstützen, wie das Stadtmarketing Marburg mitteilte. Davon profitierten die Läden unmittelbar. Eingelöst werden können die Gutscheine, wenn sich die Lage wieder normalisiert hat und die Läden wieder öffnen dürfen.

+++ So sind Hessens Kliniken aufgestellt +++

20:05 Uhr: In Hessens Kliniken gibt es 1.800 Betten auf Intensivstationen, dazu kommen noch 1.400 Beatmungsgeräte. Das bedeutet etwa ein Intensivbett pro 3.300 Einwohner. Damit liegt Hessen etwas unter dem Bundesschnitt von 2.900 Einwohnern pro Bett. Jürgen Graf, Leiter des neuen Planungsstabs des Landes und im Hauptberuf ärztlicher Direktor der Frankfurter Uniklinik, sagte, es sei nun wichtig, dass die Kontaktbeschränkungen fruchten - und sich das Virus damit langsamer ausbreitet. Andernfalls könnte es "knapp werden".

Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) erklärte am Montag, dass sich sechs Schwerpunkt-Kliniken in Hessen um Intensivpatienten kümmern sollen, wenn sich die Corona-Krise weiter verschärft. Diese Häuser sind:

  • Klinikum Kassel
  • Klinikum Fulda
  • Uniklinik Gießen und Marburg (beide Standorte)
  • Helios HSK Wiesbaden
  • Uniklinik Frankfurt
  • Klinikum Darmstadt

+++ UEFA verschiebt Europa-League-Endspiel wegen Corona-Krise +++

19:36 Uhr: Besonders optimistische Fans von Eintracht Frankfurt müssen ihren Terminplan ändern. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie hat die Europäische Fußball-Union UEFA die Endspiele in der Champions League und Europa League auf unbestimmte Zeit verlegt. Dies teilte die UEFA am Montag mit. Das Endspiel um die Europa League hätte am 27. Mai im polnischen Danzig stattfinden sollen. Eintracht Frankfurt ist noch im Wettbewerb vertreten, hat das Achtelfinal-Hinspiel gegen den FC Basel allerdings mit 0:3 verloren. Die UEFA will nun die "verfügbaren Optionen analysieren" und dann ankündigen, wie es mit den europäischen Wettbewerben weitergehen soll.

Der Europa-League-Pokal im Frankfurter Stadion

+++ Manche Friseure sind erleichtert über Corona-Pause +++

19:30 Uhr: Nachdem alle Restaurants, Clubs und die meisten Geschäfte schon letzte Woche schließen mussten, sind weitere Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus beschlossen worden. Jetzt müssen auch Dienstleister wie Masseure, Tattoo-Studios und Frisöre schließen. Die hessenschau hat mit Friseuren in Frankfurt gesprochen, die jetzt erleichtert sind.

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+++ Virologe warnt: Corona in jedem Alter gefährlich +++

19:10 Uhr: Der Frankfurter Virologe Martin Stürmer hat vor allem die jüngere Bevölkerung noch einmal davor gewarnt, das Coronavirus auf die leichte Schulter zu nehmen. Das Risiko einer Infizierung steige zwar mit dem Alter. "Das heißt aber nicht, dass nicht auch junge Leute schwer erkranken können", sagte Stürmer am Montag dem hr. "Die Wahrscheinlichkeit ist geringer, sie ist aber eben nicht bei null."

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+++ Städte verhängen bislang keine Geldstrafen +++

18:58 Uhr: Bislang sind in Hessen keine Geldstrafen wegen Verstößen gegen die verschärften Auflagen im Kampf gegen die Verbreitung von Corona verhängt worden. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hatte am Montag angemahnt, man müsse hier "mit Sinn und Verstand" handeln. Wer gegen die gerade verschärften Auflagen verstößt, kann mit hohen Strafen bis zu 25.000 Euro nach dem Infektionsschutzgesetz rechnen. In Frankfurt überlegt das Ordnungsamt noch, Anzeige gegen zwei Gastronomen zu erstatten. "Wir gehen davon aus, dass es sich bei jedem Verstoß gegen die Auflagen nicht nur um eine Ordnungswidrigkeit sondern eine Straftat handelt", sagte ein Sprecher zu hessenschau.de. Die Gastronomen hätten sich "besonders beharrlich" gegen die verschärften Auflagen zur Öffnung gezeigt.

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Coronavirus - Kontaktverbot in der Öffentlichkeit
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+++ Coronavirus-Update zum Hören +++

18:34 Uhr: Der Hessische Rundfunk liefert dreimal täglich einen Überblick über die aktuelle Coronavirus-Situation in Hessen zum Hören. Neben dem aktuellen Informationsstand liefert das Audio auch Antworten auf die wichtigsten Fragen unserer Nutzerinnen und Nutzer zum Thema Coronavirus.

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Coronavirus
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+++ Mobiler Corona-Test in Gießen +++

18:30 Uhr: Im Landkreis Gießen gibt es ab sofort die Möglichkeit, sich zu Hause auf Corona testen zu lassen. Wie ein Sprecher des Kreises am Montag mitteilte, wurde ein Rettungswagen so ausgerüstet, dass dieser in dringenden Fällen Abstriche bei Erkrankten vornehmen und die Proben anschließend ins Labor transportieren kann. Das Fahrzeug komme aber nur auf Anordnung des Gesundheitsamts zum Einsatz, hieß es.

+++ ABG will Mietern entgegenkommen +++

18:15 Uhr: Die ABG Frankfurt Holding hat erste Maßnahmen eingeleitet, um Mieter in der aktuellen Coronakrise zu entlasten. Nach Angaben der städtischen Wohnungsbaugesellschaft vom Montag wird es in Zeiten von Corona keine Zahlungs-  oder Räumungsklagen geben. Mieter, die wegen der Corona-Epidemie in Zahlungsrückstand geraten, sollen individuelle Ratenzahlungs-Vereinbarungen erhalten. Auf die üblichen Mieterhöhungen wird zudem vorerst verzichtet. "Es ist wichtig, dass die Mieter der ABG die Sicherheit haben, ihre Wohnung behalten zu können, sollte die Corona-Krise zu finanziellen Engpässen führen", sagte Oberbürgermeister und ABG-Aufsichtsratsvorsitzender Peter Feldmann (SPD).

+++ Bauern befürchten Gemüse-Engpass +++

17:55 Uhr: Die Corona-Epidemie könnte sich nach Einschätzung von Willi Billau vom Regionalbauernverband Starkenburg (Bergstraße) bald auch im Gemüseregal bemerkbar machen. "Wintergemüse wie Spinat könnte knapp werden", sagte Billau am Montag dem hr. Neben den fehlenden Saisonarbeitern, die wegen der Grenzschließungen nicht nach Deutschland kommen konnten, könne auch die Krise in Südeuropa zu Engpässen führen. "Spanien und Italien fallen so gut wie aus." Erhebliche Einbußen befürchten Billau und seine südhessischen Kollegen auch beim Spargel. Nach ersten Schätzungen könnten die Ernte-Erträge um knapp 50 Prozent zurückgehen.

+++ Sozialminister sieht Entspannung in Testcentren +++

17:25 Uhr: Sozialminister Kai Klose (Grüne) sieht eine Beruhigung der Situation in den 17 hessischen Coronavirus-Testcentren. Allerdings gibt es nach Kloses Angaben weiterhin Engpässe beim ärztlichen Personal und bei den Laborkapazitäten. Der Minister wies noch einmal darauf hin, dass die Tests auf den Erreger Sars-CoV-2 nur für Menschen sind, die aus Risikogebieten kommen oder eine medizinische Indikation ausweisen. "Das ist nicht für jeden, der Gewissheit haben will." An den Testcentren hatten sich nach der Eröffnung an einige Orten Schlangen gebildet.

+++ Wie Betrüger jetzt mit der Corona-Krise Kasse machen wollen +++

17:15 Uhr: Das Coronavirus macht Betrüger erfinderisch. Die Polizei Hessen warnt derzeit vor allem vor drei neuen Maschen, die im Zusammenhang mit dem aktuellen Coronavirus stehen. Die erste ist eine Variation des bekannten Enkeltricks: Betrüger geben sich als vermeintliche Angehörige aus, die sich mit dem Virus infiziert hätten und Geld für eine Behandlung benötigen. Zudem geben sich Betrüger als Mitarbeiter des Gesundheitsamts aus und verkaufen vermeintliche Corona-Tests. Auch Cyber-Attacken haben zugenommen. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel.

Eine Seniorin tippt auf ihrem Handy

+++ Frankfurt verzichtet auf Gewerbemieten in der neuen Altstadt +++

17:00 Uhr: Um das Gewerbe, die Kultur und die Gastronomie in der neuen Frankfurter Altstadt in der Corona-Krise zu unterstützen, setzt die Stadt für die Mehrheit der Betriebe die Gewerbemieten aus. Die Regelung solle zunächst für zwei Monate gelten, teilte die Stadt am Montag mit. Damit solle den Gewerbetreibenden eine Atempause eingeräumt werden, bis sie auf weitere Unterstützung von Bund und Land zugreifen können. Der Wiederaufbau der Frankfurter Altstadt zwischen dem Kaiserdom und dem Rathaus Römer umfasste auf einer Fläche von sieben Hektar 35 Häuser. Die Altstadt war Ende September vergangenen Jahres wiedereröffnet worden.

+++ Telefonseelsorger berichten von sehr verunsicherten Menschen +++

16:45 Uhr: Die Angst vor Einsamkeit und einer Erkrankung durch das Coronavirus wächst. Die Telefonseelsorge verzeichnet deshalb einen enormen Anstieg an Anrufen: Der Anteil der Gespräche, die sich um das Virus drehen, ist zum Beispiel bei der Telefonseelsorge Darmstadt innerhalb von einer Woche von fünf auf 30 Prozent gestiegen. Bei der Evangelischen Telefonseelsorge in Frankfurt stieg er im gleichen Zeitraum von sieben auf 25 Prozent. Die Mitarbeiter sind nicht sicher, wie lange sie noch ihren Service aufrecht erhalten können. Den ganzen Artikel finden Sie hier.

Betrug Telefon Büro Sujet

+++ Tagesmütter im Vogelsbergkreis werden doch bezahlt +++

16:38 Uhr: Private Tagesmütter und -väter im Vogelsbergkreis sollen im April nun doch ihr volles Honorar ausgezahlt bekommen. Wie der Jugenddezernent des Kreises Jens Mischak (CDU) dem hr auf Anfrage bestätigte, hat er am Montagmorgen das zuständige Jugendamt angewiesen, die Zahlungen für April vorzubereiten. Damit sei die Finanzierung für den kommenden Monat gesichert, so Mischak. Wie es im Fall einer längeren Corona-Zwangspause bei der Kinderbetreuung weitergehen soll, sei jedoch noch nicht geklärt. Am Freitag hatte hessenschau.de berichtet, dass die Kreisverwaltung die Tagespflegeeltern im Kreis dazu aufgefordert hat, Urlaub einzureichen. Der Kreis hatte sich dabei auf entsprechende Regelungen in seiner Tagespflegsatzung berufen.

+++ Landtag tagt trotz und zu Corona +++

16.16 Uhr: Landtagspräsident Boris Rhein (CDU) hat am Montag noch einmal die Handlungsfähigkeit des hessischen Parlaments unterstrichen und über den Ablauf der Plenarsitzung am Dienstag informiert. "Wir werden wichtige Beschlüsse zur Bewältigung der Situation fassen", wird Rhein in einer Mitteilung zitiert. Im Mittelpunkt der Sitzung stehen eine Regierungserklärung zu Corona und die Verabschiedung eines Nachtragshaushalts, mit dem die Krise bewältigt werden soll. Um alle Abgeordneten, Regierungsmitglieder, Pressevertreter und sonstige Teilnehmer bestmöglich zu schützen, seien "alle erdenklichen Vorkehrungen" getroffen worden, hieß es.

+++ Zirkus hängt in Fritzlar fest +++

16:11 Uhr: Infolge der Corona-Krise ist in Fritzlar (Schwalm-Eder) der Zirkus Paul Busch gestrandet. Der Betrieb sitze mit 20 verbliebenen Mitarbeitern und 31 Tieren seit über einer Woche in der Domstadt fest. Alle weiteren Spielorte hatten nach Angaben des Zirkusdirektors "aufgrund der Situation" abgesagt. Ausländische Schausteller, die an der Show beteiligt waren, reisten in ihre Heimat ab. Spenden sicherten bisher die Versorgung. Viele Menschen und die Stadt unterstützten den Betrieb. "Die Hilfsbereitschaft ist überwältigend, das habe ich im Leben noch nie gesehen", sagte der Zirkusdirektor.

Kamel

+++ GEW: Sommersemester 2020 darf nicht zählen +++

16:07 Uhr: "Nichtsemester" statt Sommersemester: Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert, dass das kommende Semester weder für Bafög- und Stipendienempfänger regulär zählen darf noch für Beschäftigte, die befristet an deutschen Hochschulen arbeiten. Förderhöchstdauer und befristete Arbeitsverträge sollten vielmehr pauschal um sechs Monate verlängert werden, erklärte die GEW am Montag in Frankfurt. "Wenn das die rechtlichen Rahmenbedingungen nicht zulassen, müssen Bund und Länder unbürokratisch helfen", sagte Andreas Keller, Mitglied im GEW-Vorstand für Hochschule und Forschung.

Schon jetzt sei absehbar, dass es im Sommersemester 2020 infolge der Corona-Krise erhebliche Behinderungen von Forschung, Lehre und Studium geben werde, sagte Keller. Dabei reichten die Einschränkungen von geschlossenen Bibliotheken über ausgefallene Lehrveranstaltungen bis zu wegfallenden Praktikumsmöglichkeiten.

+++ Coronavirus: 89 Jahre alter Mensch in Offenbach gestorben +++

16:00 Uhr: In Offenbach ist ein mit dem Coronavirus infizierter Mensch gestorben. Der 89-Jährige habe mehrere Vorerkrankungen gehabt, teilte die Stadt am Montag mit. Ob es sich dabei um einen Mann oder eine Frau handelt, war den Angaben zufolge unklar. Die Person starb am Sonntag. Insgesamt wurden bis zum Montag in Offenbach elf weitere Menschen positiv auf das Virus getestet. Zehn von ihnen sind in häuslicher Quarantäne, einer liegt im Krankenhaus.

+++ Psychologe fordert klare Kommunikation durch Politik +++

15.47 Uhr: Der Marburger Psychologie-Professor Ulrich Wagner fordert in der Corona-Krise eine klare Kommunikation von Seiten der Politik, um Hilflosigkeitsgefühle, Ängste und Widerstand zu vermeiden. "Bitte senden Sie eindeutige und einfache Botschaften und machen Sie die positiven Konsequenzen deutlich, die zu erwarten sind, wenn man sich an Ihre Anweisungen hält", so sein Appell. Mögliche Fehler sollten sofort korrigiert und erklärt werden. Auch seien möglichst einheitliche Regelungen wichtig, alles andere sei unplausibel. Wenn immer möglich, sollten die Maßnahmen eine vorläufige Zeitbeschränkung beinhalten, weil sonst Hoffnungslosigkeit oder Panik entstünden.

+++ Hilfsbereitschaft unter Medizin-Studierenden groß +++

15.38 Uhr: In Frankfurt haben sich bis zum Montag etwa 1.000 der 3.200 eingeschriebenen Medizinstudierenden gemeldet und ihre Unterstützung in der Corona-Krise angeboten. Das berichtete Jürgen Graf, Ärztlicher Direktor der Uniklinik Frankfurt und Leiter des neu gegründeten Planungsstabs zur stationären Versorgung auf der Pressekonferenz am Montag. "Das ist eine erfreulich große Zahl." Nicht wenige davon hätten eine fachliche Qualifikation in der Krankenpflege oder als Rettungssanitäter. Außerdem gebe es viele administrative und logistische Tätigkeiten, bei denen man die Studierenden einsetzen könne. Detaillierte Zahlen aus anderen Städten konnte Graf nicht nennen, aber auch andernorts hätten sich schon viele Studierende gemeldet.

+++ Darmstadt sucht Corona-Helfer +++

15:30 Uhr: Nach zahlreichen Unikliniken sucht nun auch die Stadt Darmstadt öffentlich nach freiwilligen Corona-Helfern. Auf der Webseite der Stadt wurde am Montag ein Aufruf gestartet, um Unterstützung für die Kliniken zu finden und mögliche Engpässe aufzufangen. Benötigt wird vor allem medizinisches Personal, Pflegepersonal und Verwaltungspflege-Personal, aber auch Studenten und alle anderen helfenden Hände sollen sich melden. Für alle Hilfsangebote wurde eine Hotline eingerichtet.

+++ Klose: Reine Corona-Kliniken wird es nicht geben +++

15:19 Uhr: Seit fast zwei Wochen mache man sich Gedanken, wie sich Hessen bestmöglich auf die stationäre Versorgung von Covid19-Patienten vorbereiten könne, so Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) in einer Pressekonferenz am Montag. Gemeinsam habe man ein Konzept entwickelt und Hessen in sechs Versorgungsgebiete unterteilt.

In jedem Gebiet gebe es ein koordinierendes Krankenhaus, ergänzte der Leiter des Planungsstabes, Jürgen Graf, vom Universitätsklinikum Frankfurt. Das seien das Klinikum Kassel, das Klinikum Fulda, die Unikliniken Gießen und Marburg, die Horst-Schmidt-Kliniken in Wiesbaden, die Uniklinik Frankfurt und das Klinikum Darmstadt. "Diesen obliegt die Abstimmung der Patientenversorgung in ihrem Gebiet", so Graf. Er wolle in dieser Woche alle sechs Kliniken besuchen und detailliert die Bedürfnisse abstimmen. Das sei nötig, da zum Beispiel die Versorgungsstrukturen in Kassel völlig anders seien als die im Rhein-Main-Gebiet. Reine Covid19-Kliniken werde es nicht geben. "Das ginge rein praktisch nicht. Wir müssen einen Mischbetrieb organisieren."

+++ Neue Servicezeiten bei Arbeitsagenturen +++

15:15 Uhr: Persönliche Vor-Ort-Beratung ist aufgrund der Corona-Krise zwar weitgehend nicht mehr möglich, die Agenturen für Arbeit haben aber nun ihre telefonische Erreichbarkeit ausgeweitet. Wie die Regionaldirektion Hessen am Montag mitteilte, sind die lokalen Hotlines ab sofort unter der Woche von acht bis 18 Uhr erreichbar. Zudem stehen alternativ auch weiterhin die Online-Angebote zur Verfügung, wie es in der Mitteilung heißt. Persönliche Termine in den Geschäftsstellen sind aufgrund des Coronavirus weiter nur im Notfall möglich.

+++ Abstandsdurchsagen und -markierungen am Flughafen +++ 

15:10 Uhr: Auch wenn mittlerweile deutlich weniger Passagiere am Frankfurter Flughafen starten und landen, treffen hier noch deutlich mehr Menschen aufeinander als andernorts. Was heißt das angesichts sozialer Distanz? "Derzeit gibt es alle zehn Minuten Terminaldurchsagen, die auf die Abstandsregelungen hinweisen", sagte ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport am Montag. Auf den Informationsbildschirmen gebe es ebenfalls Hinweise.

"Wir arbeiten mit Hochdruck an Bodenmarkierungen etwa am Check-In-Bereich oder an der Gepäckausgabe", sagte der Sprecher weiter. Auch an der Sicherheitskontrolle werde darauf geachtet, dass die Reisenden Abstand voneinander halten. Zudem werde versucht, die Bustransporte zum Flugzeug zu reduzieren. Fiebermessen bei ankommenden Passagieren ist dagegen weder Sache des Flughafenbetreibers noch der Bundespolizei. Dafür sei das Gesundheitsamt zuständig, hieß es.

Gähnende Leere am Frankfurter Flughafen

+++ Mehrheit hält sich offenbar an Kontaktverbot +++

14:52 Uhr: Das weitgehende Kontaktverbot zur Eindämmung des Coronavirus scheint bei den Menschen in Hessen bislang nicht auf größeren Widerstand zu stoßen. Die Polizeipräsidien im Land meldeten am Montag keine größeren Vorkommnisse. "Der überwiegende Teil der Bevölkerung hält sich an die Vorgaben", sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums in Frankfurt. Auch in Wiesbaden zeigte sich die Polizei zufrieden. "Die Menschen halten sich weitgehend an das Kontaktverbot", sagte ein Sprecher. Nur in Einzelfällen seien Platzverweise ausgesprochen worden. "Dem sind die Menschen dann aber auch nachgekommen."

+++ Auch Stadt Frankfurt geht gegen Hamsterkäufe vor +++

14:30 Uhr: Nach anderen Städten und Kreisen geht nun auch Frankfurt gegen sogenannte Hamsterkäufe vor. Wie die Stadt am Montag mitteilte, dürfen in Supermärkten ab sofort nur noch haushaltsübliche Mengen verkauft werden. Zudem soll die Zahl der Menschen begrenzt werden, die sich zeitgleich in den Geschäften befinden. "Mit dieser Verfügung wollen wir ganz gezielt die unsägliche Praxis von Hamsterkäufen unterbinden", erklärte Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD). "Mit der Allgemeinverfügung haben wir eine Handhabe gegen das Hamstern von Klopapier, Mehl oder anderen Gütern des täglichen Bedarfs", fügte Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) hinzu.

Auch Hanau und der Landkreis Marburg-Biedenkopf verbieten Hamsterkäufe. Hier geht es zu unserem Artikel.

+++ 1.352 bestätigte Corona-Fälle in Hessen +++

14:10 Uhr: Die offizielle Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen ist in Hessen auf 1.352 gestiegen. Am Sonntag waren es 1.267 bestätigte Fälle. Damit haben sich nach Angaben des Sozialministeriums 85 Menschen neu infiziert.

In Frankfurt liegt die Zahl der bestätigten Fälle inzwischen bei 164. Im Landkreis Groß-Gerau gibt es laut Sozialministerium 87 Fälle, der Landkreis Fulda verzeichnet bestätigte 78 Fälle.

Bundesweit gibt es inzwischen 22.672 bestätigte Corona-Fälle. Mehr Infos dazu finden Sie im Liveticker von tagesschau.de

Damit sind die Zahlen weniger stark gestiegen als zuletzt. Der Frankfurter Virologe Dr. Martin Stürmer hält es aber für zu früh, schon von einer beginnenden Trendwende zu sprechen. Es sei zwar möglich, dass sich die Kurve der Ansteckungen langsam abflache, weil die zuerst in Hessen ergriffenen Maßnahmen wie das Verbot von Veranstaltungen oder Kita- und Schulschließungen wirkten.

Wissenschaftlich valide lasse sich das aber erst sagen, wenn die Entwicklung mehrere Tage anhalte. Gerade am Wochenende könne es sich auch um eine Auswirkung verzögerter Meldungen handeln.

+++ Kontrollen gegen Hamsterkäufe +++

13:54 Uhr: Der Hessische Städte- und Gemeindebund befürwortet das Einschreiten erster Kommunen gegen massenhafte Vorratskäufe. "Ich kann mir gut vorstellen, dass dies Vorbild-Charakter hat und weitere Kommunen nachziehen", sagte der Geschäftsführende Direktor, Karl-Christian Schelzke, am Montag. Der Handelsverband Hessen wandte ein, dass Großeinkäufe auch daran liegen könnten, dass ein Kunde für andere mit einkauft.

Die Stadt Hanau und der Landkreis Marburg-Biedenkopf hatten Allgemeinverfügungen erlassen: Verbraucher dürften sich nicht mehr mit Bergen an Vorräten eindecken, sondern nur noch haushaltsübliche Mengen erwerben. Auch die Stadt Frankfurt hat eine entsprechende Verfügung erlassen.

+++ Rheingau-Taunus-Kreis: Kulturpreis-Vergabe verschoben +++

13:45 Uhr: Der Rheingau-Taunus-Kreis hat aufgrund des Coronavirus die Vergabe des diesjährigen Kulturpreises auf das kommende Jahr verschoben. Das gab der Kreis am Montag bekannt. Aufgrund der derzeitigen Lage sei eine würdige Preisverleihung nicht planbar, heißt es in der Mitteilung. "Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen", so Landrat Frank Kilian (parteilos). Die Liste der für den Preis Nominierten bleibt laut Rheingau-Taunus-Kreis aber bestehen.

+++ Coronavirus-Update zum Hören +++

13:40 Uhr: Der Hessische Rundfunk liefert dreimal täglich einen Überblick über die aktuelle Coronavirus-Situation in Hessen zum Hören. Neben dem aktuellen Informationsstand liefert das Audio auch Antworten auf die wichtigsten Fragen unserer Nutzerinnen und Nutzer zum Thema Coronavirus.

Audiobeitrag

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Coronavirus
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+++ Bobic rechnet mit weiteren Infizierten, Team hält sich fit +++

13:36 Uhr: Zwei Eintracht-Spieler sind bereits an Covid-19 erkrankt. Weitere Infizierte im Team seien nicht ausgeschlossen, sagt Eintracht-Vorstand Fredi Bobic. "Bald liegen uns auch die restlichen Testergebnisse vor. Deshalb kann es möglich sein, dass noch der eine oder andere Spieler dazu kommt und es generell weitere Beteiligte erwischen wird – so wie bei jeder anderen Mannschaft auch."

Damit die Spieler fit bleiben, bekommen sie ihr Essen geliefert, bestellt werde per App beim Mannschaftskoch. Zudem habe jeder Spieler ein Ergometer geliefert bekommen, der Fitnesstrainer der Hessen gibt per Video Anweisungen. "Es gibt einen Plan und klare Vorgaben. Unabhängig davon haben die Jungs große Lust, ihren Körper fit zu halten und sich zu bewegen“, so Bobic.

Videobeitrag

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zum Video Bobic: "Es werden am Ende nicht die beiden Einzigen sein."

Fredi Bobic am Mikrofon
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+++ hessenschau.de im Homeoffice: Zwischen Kindern und Technik-Hürdenlauf +++

13:30 Uhr: "Ab ins Homeoffice", heißt es in vielen Unternehmen, in denen das Arbeiten nicht an einen festen Ort gebunden ist. Auch Teile der hessenschau.de-Redaktion sind ausgelagert. Da wird der alte Röhrenfernseher ausgepackt, Redakteure nehmen an krächzenden Telefonschalten teil - während Kinder wilde Wasserspiele im Wohnzimmer zelebrieren. Wir gewähren Ihnen Einblicke in unseren neuen, ungewohnten Arbeitsalltag.

Heckt gerade neue Pläne aus: meine Tochter Marie

+++ Corona kann zu Geschmacksverlust führen +++

13:10 Uhr: Der Frankfurter Virologe Martin Stürmer hat Berichte bestätigt, wonach Corona-Patienten vorübergehend ihren Geschmacks- und Geruchssinn verlieren können. Stürmer, der selbst positiv auf das Coronavirus getestet wurde, sagte dem hr am Montag, dass auch er wenige Tage nach dem Auftreten der ersten Symptome eine Veränderung gespürt habe. "Ich habe nichts mehr gerochen und nichts mehr geschmeckt, das war schon sehr eindrücklich."

Rückschlüsse auf eine mögliche Infektion könne durch diese Beobachtung jedoch nicht geschlossen werden. "Ein Symptom nicht zu haben, heißt nicht automatisch, dass man nicht an Covid-19 erkrankt ist", so Stürmer. Zuvor hatten nach Angaben der Uni Bonn rund zwei Drittel aller Corona-Patienten aus dem besonders betroffenen Kreis Heinsberg (Nordrhein-Westfalen) über Geruchs- und Geschmacksverlust geklagt.

+++ Basketball: Gießen 46ers gehen die Spieler aus +++

12:43 Uhr: Immer mehr US-amerikanische Profis lösen wegen der Corona-Pause ihre Verträge in der Basketball-Bundesliga auf. Den Gießen 46ers gehen deswegen langsam aber sicher die Spieler aus. Sechs von sieben US-Profis haben den Verein verlassen und die Heimreise angetreten. Lediglich Brandon Thomas bleibt mit seiner Familie in Gießen.

+++ Krankenhaus Limburg lässt Atemschutzmasken nähen +++

12.29 Uhr: Das St. Vincenz Krankenhaus Limburg hat einen "Plan B für einen möglichen Corona-Katastrophenfall" entwickelt und eine eigene Produktion von Atemschutzmasken angeleiert. "Man hat vor 20 Jahren in OP-Sälen in Deutschland durchaus an vielen Stellen noch mit textilen Schutzmaterialien gearbeitet, sowohl als OP-Kittel aber eben auch als Mund-Nasen-Schutz", sagt der Ärztliche Direktor und Chefarzt der Abteilung Anästesie und operative Intensivmedizin, Michael Fries, dem hr. Die Klinik lieferte 150 Rohlinge und eine Nähanleitung an vier Landfrauen in Villmar. Diese nähten die Masken zu Hause – streng nach Corona-Vorschrift. Die fertigen Masken werden nun an die Klinik geliefert. Zum Einsatz sollen sie kommen, wenn nicht ausreichend andere Masken zu Verfügung stehen.

Selbstgenähte Atemschutzmaske

+++ Hanau verbietet Hamsterkäufe +++

12:25 Uhr: Die Stadt Hanau macht ernst: Hamsterkäufe werden von offizieller Stelle verboten, Geschäfte dürfen seit Montag nur noch haushaltsübliche Mengen an die Kunden abgeben. Das teilte Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) mit. Damit wolle er auch den Kassierinnen und Kassierern den Rücken stärken. Er habe am Wochenende mehrere Rückmeldungen bekommen, dass das Kassenpersonal beleidigt und angefeindet werde, wenn es "Hamsterkäufer" um Rücksichtnahme bitte. Auch im Landkreis Marburg-Biedenkopf gelten strengere Regeln für Supermarkt-Kunden. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel.

+++ Polizei warnt vor Phishing-Mails +++

12:15 Uhr: Immer mehr Betrüger nutzen die Corona-Pandemie für sich: Nach neuen Enkeltrick-Maschen und angeblichen Corona-Tests an der Haustür warnt die Polizei jetzt auch vor digitalen Betrügereien. "Aktuell sind Phishing-Mails mit einer angeblichen "Corona-Karte" im Umlauf", schreibt die Polizei Südhessen auf Twitter und verweist auf das Bundeskriminalamt (BKA). Angeblich solle auf der Karte in Echtzeit angegeben werden, wo Infektionen registriert werden, so das BKA. "Wird sie geöffnet, lädt im Hintergrund eine Schadsoftware, die Passwörter und Zugangsdaten ausliest."

⚠️ VORSICHT ⚠️ Kriminelle nutzen die Angst vor dem #Corona Virus & das Informationsbedürfnis aus, um an eure Daten zu gelangen❗️ Öffnet nicht unbedarft Dateien, Anhänge oder Links, unabhängig vom Absender❗️ Mehr Infos bekommt ihr hier: ➡️ https://t.co/M6RGfhOKoQ

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+++ Schicken Sie uns Ihre HALLO- und DANKE-Videos +++

11:56 Uhr: Die meisten Hessen verhalten sich vorbildlich und bleiben Zuhause. Viele müssen aber arbeiten, damit unsere Grundversorgung gesichert ist: Ärztinnen und Ärzte, das Pflegepersonal, die Kassiererinnen und Kassierer, die Müllabfuhr oder die Polizei. Gleichzeitig können sich Enkel und Großeltern nicht sehen. Da wird es höchste Zeit, einfach mal HALLO und DANKE zu sagen. Schicken Sie uns Ihr Video.

+++ Deutsche Bank schließt 200 Filialen für Kundenverkehr +++

11.51 Uhr: Die Deutsche Bank schließt als Sicherheitsmaßnahme vorübergehend über 200 Filialen in Deutschland für den Kundenverkehr. Von diesem Dienstag (24. März) an werde das bundesweite Filialnetz bis auf Weiteres von mehr als 500 auf knapp 300 verkleinert, teilte Deutschlands größtes Geldhaus am Montag in Frankfurt mit. Ziel sei, dennoch für Kunden im ganzen Bundesgebiet gut erreichbar zu sein. Die Selbstbedienungs-Bereiche der vorübergehend für den Kundenverkehr geschlossenen Filialen bleiben zugänglich und werden - sofern ein Geldautomat vorhanden ist - weiterhin mit Bargeld versorgt. Welche Filialen in Hessen geöffnet bleiben, sehen Sie hier.

+++ Kontaktverbot: Bouffier droht mit empfindlichen Strafen +++

11.42 Uhr: Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, gilt seit gestern Abend ein weitgehendes Kontaktverbot: Nur noch maximal zwei Menschen dürfen gemeinsam nach draußen gehen. Für Familien und häusliche Gemeinschaften gelten Ausnahmen. Personen, die sich nicht daran halten, drohen empfindliche Strafen, wie Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) im Gespräch mit dem hr betonte. "Das geht bis zu 25.000 Euro", so Bouffier. "Das steht alles schon im Infektionsschutzgesetz. Man muss das alles immer mit Sinn und Verstand machen. Aber wenn nun einer überhaupt nicht bereit ist, sich an die Regeln zu halten, sind die Maßnahmen empfindlich. Das muss dann auch so sein."

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zum Video Coronavirus - Kontaktverbot in der Öffentlichkeit

Coronavirus - Kontaktverbot in der Öffentlichkeit
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+++ Lufthansa parkt erste Flugzeuge auf Nordwest-Landebahn +++

11.33 Uhr: Die Lufthansa hat damit begonnen, nicht benötigte Flugzeuge am Frankfurter Flughafen zu parken. Auf der Landebahn Nordwest, die seit Montagfrüh um 8 Uhr bis auf Weiteres gesperrt ist, stellt die Airline die Jets ab. Zunächst seien acht Flugzeuge geparkt worden, sagte ein Lufthansa-Sprecher. Rund 700 der 763 Flugzeuge in der Konzernflotte sollen nun über mehrere Flughäfen verteilt am Boden stehen, neben Frankfurt auch in München und am Hauptstadt-Flughafen BER.

Nordwest-Landebahn für parkende Flugzeuge gesperrt

+++ Mitarbeiter des Bistums Limburg ab Dienstag im Homeoffice +++

11.20 Uhr: Wegen des Coronavirus arbeiten die Mitarbeiter des Bistums Limburg ab diesem Dienstag im Homeoffice. Das Bischöfliche Ordinariat und alle Außenstellen seien geschlossen, um die Mitarbeitenden zu schützen und die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, heißt es in einer Mitteilung. "Die Schließung der bischöflichen Verwaltung kommt kurzfristig und ist mit Blick auf die aktuellen Entwicklungen und öffentlichen Vorgaben getroffen worden", sagte Generalvikar Wolfgang Rösch. Das Ordinariat soll bis mindestens 19. April geschlossen bleiben. "Unser Ziel ist es, weiter für die Menschen in unserem Bistum da und erreichbar zu sein", so Rösch. Telefone und E-Mails würden daher ab sofort umgeleitet.

+++ Tobi Kämmerer mit zweiter Folge hessen@home +++

11.15 Uhr: Abstand halten und Zuhause bleiben sind im Moment die wichtigsten Gebote - doch immerhin digital kann man sich noch "treffen". hr3-Moderator Tobi Kämmerer hat aus der Not eine Tugend gemacht und in der Sendung hessen@home alle per Videotelefonie zu sich ins improvisierte Wohnzimmer eingeladen. Am Sonntag lief die erste Folge, am Montagabend um 18.25 Uhr wird es eine zweite geben.

Videobeitrag

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zum Video hessen@home: Wie die Hessen mit der Krise umgehen

hs
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+++ Dicke Bücher sind gefragt +++

11.11 Uhr: Was lesen die Menschen, wenn sie wegen einer Pandemie ihre Wohnung nicht verlassen sollen? Einige holen aus aktuellen Anlass anscheindend einen Klassiker nach: "Die Pest" von Albert Camus ist vielerorts ausverkauft.

Auch in der Buchhandlung Schutt in Frankfurt fragen Kunden telefonisch laufend danach, berichtet Inhaberin Angelika Schleindl. An den Tagen vor der Schließung ging es bei ihr zu "wie an Weihnachten", sagt Schleindl. Die Kunden hätten "stapelweise" Bücher gekauft, "vor allem alles, was dick ist". "Das achte Leben" von Nino Haratischwili mit fast 1.300 Seiten zum Beispiel, Wälzer von Ken Follett, Serien aller Art, je mehr Teile desto besser.

Die Buchhandelskette Hugendubel berichtet, dass neben Romanen vor allem Lernhilfen, Spiele und Kinderbücher nachgefragt würden. Auch bei Amazon schossen Titel auf die vorderen Ränge, mit denen sich kleine Kinder beschäftigen lassen: Lern- und Übungsblöcke für die Grundschule, Mal- und Ausschneide-Bücher für den Kindergarten.

+++ Polizei Osthessen startet Corona-Challenge +++

10.50 Uhr: Die Polizei Osthessen hat auf Instagram für ihre Follower eine Corona-Challenge gestartet. Unter der Überschrift "Fitter als die Polizei erlaubt" gibt es auf dem Kanal seit diesem Montag jeden Tag um neun Uhr morgens ein neu kreiertes Workout für die heimischen vier Wände. Die Aktion der Polizei soll insgesamt 30 Tage lang andauern.

+++ Weniger Umsatz an der Tankstelle +++

10.12 Uhr: Viele Geschäfte leiden derzeit unter der Corona-Krise. Auch die Tankstellen bleiben davon nicht verschont. Marco Krogmann, Pächter einer Tankstelle in Frankfurt, spricht von Umsatzrückgängen von bis zu 50 Prozent. Es kämen schlicht viel weniger Pendler und Handwerker zum Zwischenstopp, wie er unserem Reporter erzählt hat. Einen Teil seiner Mitarbeiter hat der Pächter deshalb in den Urlaub geschickt, es gibt einfach nicht mehr genug zu tun. Die ganze Reportage können Sie sich hier anhören.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Corona-Krise: Tankstellen machen weniger Umsatz

Tankstelle in Zeiten von Corona
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+++ Sonntagsöffnung: "Weder notwendig noch machbar" +++

9.37 Uhr: Hessens Handelsverband hält die angesichts der Corona-Krise ausgeweitete Sonntagsöffnung weder für notwendig noch für machbar. Er kenne keinen Supermarkt, der am vergangenen Sonntag (22. März) geöffnet hatte, sagte Verbandspräsident Jochen Ruths. Er habe die klare Rückmeldung erhalten, dass der Sonntag dringend gebraucht werde, um beispielsweise ohne Kunden im Laden das Sortiment aufzufüllen. Auch personell seien die Kapazitäten überhaupt nicht vorhanden, einen weiteren Tag zu öffnen, sagte Ruths. Den Geschäften drohe sonst ein Kollaps. "Die vorhandenen Öffnungszeiten reichen aus."

+++ Mehr häusliche Gewalt gegen Frauen befürchtet +++

8.52 Uhr: Viele Frauenhäuser in Hessen waren schon vor der Corona-Krise voll, nun könnte sich die Situation noch weiter verschärfen. Isolation und gestiegene Stressfaktoren wie finanzielle Sorgen könnten jetzt vermehrt zu Gewalt-Eskalationen führen, fürchtet Katja Grieger. Sie leitet den Bundesverband der Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe. "In solchen Ausnahmesituationen kann es zum Beispiel passieren, dass bereits bestehende psychische Gewalt in körperliche Gewalt umschlägt." Im Frauenhaus Offenbach spürt man die Auswirkungen schon seit einigen Tagen. "Wir haben hier Frauen mit gepackten Koffern vor der Geschäftsstelle stehen“, sagt Gloria Schmid. So etwas habe sie noch nie erlebt. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel.

+++ Landrat und Klinik-Chef: Bund lässt Kliniken im Regen stehen +++

8.42 Uhr: Lahn-Dill-Landrat Wolfgang Schuster (SPD) und der Geschäftsführer der Lahn-Dill-Kliniken, Tobias Gottschalk, kritisieren die vom Bund angekündigte Unterstützung der Krankenhäuser im Kampf gegen das Coronavirus als unzureichend. "Wir sind unserer Verantwortung nachgekommen. Im Gegensatz zu Bundesgesundheitsminister Spahn, der uns in dieser Krisenzeit im Regen stehen lässt", erklärte Schuster am Sonntag in einem auf Facebook verbreiteten Statement.

Klinik-Geschäftsführer Gottschalk nannte den von Spahn angekündigten Gesetzentwurf einen Skandal, der einen irreparablen Schaden hinterlasse. So könnten die durch die Absage geplanter Operationen zugunsten von Corona-Behandlungen entstehenden Ausfälle nicht ausgeglichen werden. "Dieser Entwurf ist ein Schlag ins Gesicht derjenigen, die in der sich verschärfenden Krise an vorderster Front gefordert sind. Und das sind unsere Mitarbeiter", erklärte Gottschalk. Die Menschen könnten sich aber auf die Klinik verlassen.

+++ Virologin erwartet bald schnellere Coronavirus-Tests +++

8.36 Uhr: Die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek erwartet noch in diesem Monat einfachere und schnellere Tests auf das Coronavirus. Sie bestätigt die Erfahrung vieler Patienten, dass es derzeit einen Engpass bei Tests gibt: "Der Engpass sind die Laborkapazitäten, also die Menschen", sagte Ciesek. Die Labormitarbeiter arbeiteten seit Anfang Februar durch, auch samstags und sonntags, "das ist schon eine enorme Belastung". Es gebe leider nur wenige Fachkräfte, die die derzeit dafür nötige Technik beherrschten.  

"Das wird in den nächsten Wochen besser, weil es dann Tests geben wird, die nicht so anspruchsvolle Laborarbeit erfordern." Verschiedene Firmen hätten schnellere Tests entwickelt, die vielleicht noch im März oder April auf den Markt kämen - zum Beispiel ein System, "mit dem man zum Beispiel in der Notaufnahme in etwa 90 Minuten ein Testergebnis bekommt". Für die Bewältigung der Krise hält Ciesek, die eine der führenden Forscherinnen für Sars-CoV-2 in Deutschland ist, ohnehin ein Medikament für die schwer Erkrankten und einen Impfstoff zum Schutz vor Neuinfektionen für wichtiger.

Corona-Meldungen im Ticker zum Nachlesen (22. März 2020):
+++ Kontaktverbot für mehr als zwei Personen gilt sofort +++ Abitur findet weiter statt +++ 1.267 bestätigte Fälle in Hessen +++

Corona-Meldungen im Ticker zum Nachlesen (21. März 2020):
+++ Harsche Kritik an Spahn-Plänen +++ Zweiter Eintracht-Spieler positiv +++ 1.166 Infizierte in Hessen +++

Corona-Meldungen im Ticker zum Nachlesen (20. März 2020):
+++ Infizierter tot in Wohnung gefunden +++ 962 Infizierte in Hessen +++ Restaurants ab Samstagmittag geschlossen +++

Corona-Meldungen im Ticker zum Nachlesen (19. März 2020):
+++ 89-Jährige im Kreis Offenbach gestorben +++ 740 bestätigte Fälle +++ Lufthansa und Tui kämpfen um Existenz +++

Corona-Meldungen im Ticker zum Nachlesen (18. März 2020):
+++ Abiturprüfungen finden statt +++ Strengere Corona-Maßnahmen gelten ab heute +++ 547 Infizierte in Hessen +++

Corona-Meldungen im Ticker zum Nachlesen (17. März 2020):
+++ Erster Todesfall in Hessen +++ Einreisestopp für Nicht-EU-Bürger am Frankfurter Flughafen +++ 381 Corona-Fälle +++

Corona-Meldungen im Ticker zum Nachlesen (16. März 2020):
+++ Weitere Maßnahmen ab Mittwoch +++ Eine Milliarde Euro Soforthilfe +++ 342 Fälle in Hessen +++

Corona-Meldungen im Ticker zum Nachlesen (14. und 15. März 2020):
+++ Fallzahlen steigen um 50 Prozent +++ Gottesdienste abgesagt +++ Veranstaltungen ab 100 Personen verboten +++

Corona-Meldungen im Ticker zum Nachlesen (13. März 2020):
+++ Kein Unterricht ab Montag, Kitas zu +++ Krankenhäuser verhängen Besuchsverbote +++ Kirchen sagen Gottesdienste ab +++

Corona-Meldungen im Ticker zum Nachlesen (10. März bis 12. März 2020):
+++ Abiturienten vom Unterricht freigestellt +++ Absage von Großveranstaltungen bis 10. April +++ Kassel schließt Theater und Kinos +++

Corona-Meldungen im Ticker zum Nachlesen (6. März bis 9. März 2020):
+++ Arzt-Praxis unter Quarantäne +++ Deutsche Bank sagt 150-Jahrfeier ab +++ Blutreserven halten 2,2 Tage +++

Corona-Meldungen im Ticker zum Nachlesen (28. Februar bis 5. März 2020):
+++ 99 Schüler in Quarantäne +++ Lufthansa streicht Israel-Flüge +++ 1.000 Anrufe bei Hotline +++

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Hygiene schützt

Am besten schützen Sie sich vor einer Corona-Infektion, indem Sie

  • Hände regelmäßig und gründlich waschen (20 Sekunden mit Seife),
  • anderen bei der Begrüßung nicht die Hand geben,
  • Abstand halten beim Husten und in die Armbeuge niesen,
  • in beheizten Räumen oft stoßlüften.
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Im Verdachtsfall anrufen

Das hessische Sozialministerium hat eine landesweite Hotline für Fragen rund um das Coronavirus geschaltet. Sie ist täglich von 8 bis 20 Uhr erreichbar: 0800/5554666.

Sollten Sie den Verdacht haben, dass Sie sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, gehen Sie bitte nicht in die Praxis Ihres Hausarztes, sondern rufen Sie dort vorher an. So vermeiden Sie, möglicherweise andere Patienten im Wartezimmer anzustecken.

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