In unserem Ticker informieren wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Hessen. Unser Ticker zum Nachlesen vom Dienstag, 23. Juni 2020.

Coronavirus: Aktuelle Meldungen aus Hessen im Ticker

Die wichtigsten Meldungen:

MELDUNGEN VOM DIENSTAG, 23. Juni

+++ Befristete Sonderregelungen für Hochschulen +++

23.08 Uhr: Hessen ergänzt wegen der Corona-Krise befristet das Hochschulgesetz. Damit sollen die Hochschulen die Möglichkeit bekommen, bei Problemen mit Prüfungsfristen oder etwa der Anrechnung von Prüfungsleistungen flexible und rechtssichere Regelungen zu finden. Die Regelung wurde am Dienstag mit großer Mehrheit im Landtag beschlossen. Die Ermächtigung ist bis Ende 2021 befristet und soll durch Rechtsverordnungen vor Ort umgesetzt werden können.

Mit dem Gesetz sollen Nachteile für die Studierenden durch den eingeschränkten Hochschulbetrieb wegen der Corona-Krise aufgefangen werden. Außerdem schaffe es die Voraussetzungen dafür, dass sich die Studenten wenigstens keine Gedanken um die BaföG-Förderung machen müssen, erklärte Wissenschaftsministerin Angela Dorn (Grüne).

+++ Kein gemeinsamer Weg aus der finanziellen Krise +++

22.46 Uhr: Die Landesregierung hat sich mit der Opposition nicht auf einen gemeinsamen Weg aus der finanziellen Krise einigen können. Die schwarz-grüne Koalition will ihren bis zu zwölf Milliarden Euro schweren kreditfinanzierten Corona-Etat nun allein durchsetzen. Lesen Sie dazu auch einen Kommentar von Andrea Löffler.

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hessenschau vom 23.06.2020
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+++ Altenheim setzt auf digitale Kommunikation +++

21.15 Uhr: Eine Seniorenresidenz im Odenwald setzt in der Corona-Krise auf digitale Kommunikation. Die Technik, die Mitarbeitern von Unternehmen das Arbeiten im Homeoffice erleichtert, nutzen jetzt auch die Altenheim-Bewohner.

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hessenschau vom 23.06.2020
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+++ Erzieherin an Gießener Kita positiv auf Corona getestet +++

19.56 Uhr: Das Gesundheitsamt des Landkreises Gießen ermittelt nach eigenen Angaben derzeit Kontaktpersonen nach einer bestätigten Corona-Infektion an der Marie-Juchacz-Kindertagesstätte in Gießen. Eine Erzieherin der Einrichtung wurde positiv getestet. Die Person zeigt keine Symptome. Alle engen Kontaktpersonen, dazu zählen die von der Frau zuletzt betreuten sieben Kleinkinder und drei Kolleginnen innerhalb einer Gruppe, müssen vorsichtshalber in Quarantäne.

+++ Reihenweise falsche Ergebnisse bei Corona-Tests im Vogelsbergkreis +++

16.40 Uhr: Vierzehnmal in Folge fielen die Tests auf das Coronavirus bei Menschen aus dem Vogelsbergkreis positiv aus – vierzehnmal stellte sich dieses Ergebnis bei einer zweiten Untersuchung durch ein anderes Labor als falsch heraus. Das berichtet der Landkreis am Dienstag. Alle Betroffenen hätten demnach einen ersten Abstrich im Testcenter der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) in Alsfeld nehmen lassen. Landrat Manfred Görig und Gesundheitsdezernent Jens Mischak forderten die KV deshalb auf, das Testlabor zu wechseln.

Die falschen Ergebnisse führen sie darauf zurück, dass in dem beauftragten Labor in Mainz nur auf ein Gen des Virus getestet werde und nicht auf mindestens zwei. "Positive Test-Ergebnisse ziehen ganz erhebliche Konsequenzen in beruflicher, betreuungs-technischer und nicht zuletzt auch finanzieller Hinsicht für die Betroffenen nach sich", so Mischak . Es könne kein Dauerzustand sein, dass sich Betroffene doppelt testen lassen müssten.

+++ Frankfurter Zoo: Keine Engpässe bei Tierversorgung +++

16.04 Uhr: Trotz der Corona-Krise und der damit verbundenen siebenwöchigen Schließung für Besucher geht es den Tieren im Frankfurter Zoo nach Angaben des Direktors Miguel Casares gut. "Glücklicherweise kam es zu keiner Zeit zu Engpässen in der Versorgung oder bei der Pflege der Tiere", sagte Casares am Dienstag in Frankfurt. Der Zoo habe trotz "vieler Herausforderungen und hoher Einnahmeverluste" die Krise bislang gut gemeistert.

Anders als im Zoo sieht es nach Darstellung der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF) in den ursprünglichen Lebensräumen vieler Tiere aus: "In den Nationalparks in Afrika oder Südamerika ist mit der Pandemie der Tourismus und damit eine wichtige Finanzquelle der Parks weggebrochen. Dadurch können Ranger nicht mehr bezahlt werden und illegale Aktivitäten werden zunehmen", berichtete ZGF-Geschäftsführer Christof Schenck.

+++ Corona in Deutschland und der Welt +++

15.34 Uhr: Während wir Sie über die aktuelle Situation in Hessen informieren, halten unsere Kollegen bei tagesschau.de das bundes- und weltweite Geschehen im Blick. Hier einige der Meldungen vom Dienstag:

  • Männer erkranken oft schwerer an Covid-19 als Frauen, auch die Sterberate ist bei ihnen deutlich höher. Das zeigen sowohl internationale Daten einer Forschungsinitiative als auch Zahlen des Robert-Koch-Instituts.
  • Nach der Häufung von Corona-Fällen beim Fleischverarbeiter Tönnies hat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet einen Lockdown für den Kreis Gütersloh verhängt.
  • Der Welthandel wird im zweiten Quartal um mehr als 18 Prozent einbrechen, prognostiziert die Welthandelsorganisation WTO. Es wäre der steilste Rückgang, der jemals verzeichnet wurde, so die Organisation.

+++ Gedenkstätte Point Alpha will Förderung von Thüringen und Hessen +++

15.10 Uhr: In Anbetracht der Corona-Krise und der andauernden Niedrigzinsphase pocht die Point Alpha Stiftung weiter auf institutionelle Förderungen durch Thüringen und Hessen. Die Zinspolitik drücke auf das Stiftungskapital, und die Auswirkungen der Pandemie nähmen besonders im wissenschaftlichen Bereich Entfaltungsraum, hieß es in einer Mitteilung der Stiftung von Dienstag.

Die länderübergreifende Stiftung ist verantwortlich für die Grenzgedenkstätte Point Alpha bei Geisa (Thüringen) und Rasdorf (Hessen), wo einst die deutsch-deutsche Grenze verlief.

Die Gedenkstätte Point Alpha an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze

+++ Lufthansa schließt Flugbetrieb der deutschen SunExpress +++

14.48 Uhr: Der Lufthansa-Konzern schließt wegen der Corona-Flaute den Flugbetrieb der Beteiligung SunExpress Deutschland mit rund 1.200 Mitarbeitern. Die verbleibenden Flüge sollen von der türkischen Schwestergesellschaft, Eurowings und anderen Airlines abgewickelt werden, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Kunden würden automatisch umgebucht.

SunExpress ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Lufthansa mit Turkish Airlines mit zwei getrennten Flugbetrieben. Die in Frankfurt ansässige SunExpress Deutschland ist mit 20 Flugzeugen eine Gesellschaft der türkischen SunExpress, die insgesamt 69 Flieger betreibt.

+++ Verhandlungen über Corona-Sonderetat gescheitert +++

13.34 Uhr: Die Landesregierung und die Opposition werden nicht gemeinsam gegen die finanziellen Folgen der Corona-Krise vorgehen. Die Verhandlungen über den geplanten milliardenschweren Sonderetat sind endgültig gescheitert. Wie die schwarz-grüne Koalition ihr Vorhaben nun allein durchsetzen will, lesen Sie in unserem Beitrag.

+++ Einzelhandel leidet, Online-Geschäft boomt +++

13.20 Uhr: Der hessische Einzelhandel hat im April stark unter der Corona-Krise gelitten: Die Umsätze fielen um 5,3 Prozent gemessen am Vorjahresmonat, wie das Statistische Landesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Rückgänge gab es in fast allen Bereichen, besonders kräftig aber bei Elektrogeräten mit einem Minus von fast 40 Prozent. Auch Bekleidung und Schuhe waren viel weniger gefragt als vor einem Jahr. Der Online-Handel verzeichnete dagegen einen Umsatzsprung von mehr als 42 Prozent. Supermärkte und Kaufhäuser konnten mit knapp sechs Prozent mehr Umsatz ebenfalls zulegen.

Wegen der Corona-Krise mussten zahlreiche Geschäfte in Hessen schließen und konnten erst Mitte April unter strengen Auflagen wie begrenzten Kundenzahlen wieder öffnen. Deshalb und aus Furcht vor einer Infektion bestellten viele Menschen in Zeiten der Pandemie online.

Eine Frau mit Atemmaske läuft vor einem geschlossenen Geschäft in Frankfurt vorbei.

+++ Chemie-Arbeitgeber wollen trotz Krise weiter ausbilden +++

11.40 Uhr: Die hessischen Chemie-Arbeitgeber wollen trotz der Corona-Krise weiter junge Menschen ausbilden. Das zeigt eine Umfrage des Arbeitgeberverbands HessenChemie unter 37 Branchenunternehmen, die mehr als die Hälfte des Lehrstellenangebots stellen. Demnach wollen 67 Prozent der Firmen die Zahl ihrer Ausbildungsplätze in diesem Jahr beibehalten. Knapp ein Viertel (23 Prozent) wollen das Angebot erhöhen und nur 10 Prozent der Firmen weniger junge Leute ausbilden. Hintergrund sei, dass die meisten Lehrverträge vor der Corona-Krise abgeschlossen wurden.

Die Umfrage zeige auch, dass noch etwa 15 Prozent der Lehrstellen unbesetzt seien, erklärte Dirk Meyer, Hauptgeschäftsführer von HessenChemie. Besonders gefragt seien Auszubildende für Elektroniker, Industriemechaniker, Mechatroniker, Chemikanten und Pharmakanten.

+++ Messe Frankfurt will schnell wieder übliches Niveau erreichen +++

11.10 Uhr: Die Frankfurter Messegesellschaft rechnet mit einer schnellen wirtschaftlichen Erholung nach der Corona-Krise. "Wir wollen 2023 wieder das Umsatzniveau des Geschäftsjahres 2019 erreichen", erklärte Messe-Chef Wolfgang Marzin am Dienstag. Bereits in der zweiten Jahreshälfte 2020 werde man den Betrieb in Frankfurt sowie bei den Auslandsveranstaltungen strukturiert wieder hochfahren. Für Oktober ist die Buchmesse geplant, die mit einem besonderen Schutz- und Hygiene-Konzept stattfinden soll.

Volle Messehalle

Das laufende Geschäftsjahr werde die Gesellschaft trotz massiver Mittelabflüsse meistern, sagte Marzin. In der Krise habe man unter anderem das Veranstaltungs-Portfolio erweitert. Unter anderem wurde die Modemesse Fashion Week an den Main geholt, die im kommenden Jahr erstmals stattfinden soll.

+++ Rückkehr aus dem Homeoffice – Was jetzt anders ist +++

10.42 Uhr: Im Zuge der allgemeinen Corona-Entspannung holen viele Unternehmen ihre Mitarbeiter nach und nach zurück in die Büros. Doch dort ist vieles inzwischen anders: Um die Mitarbeiter vor Infektionen zu schützen, gelten spezielle Hygiene- und Abstandsregeln. Wie hessische Unternehmen das umsetzen – von abgeklebten Arbeitsplätzen bis hin zu Ampeln vor der Kantine – lesen Sie in unserem Beitrag.

+++ Ärger um Corona-Zahlen bei Amazon +++

10.11 Uhr: Vor zwei Wochen meldete der Spiegel 17 Corona-Fälle beim Versandhändler Amazon in Bad Hersfeld. Wie sich die Infektionszahlen danach entwickelten, hat die Standortleitung den Mitarbeitern nicht transparent gemacht – so der Vorwurf des Betriebsrats, der diese Information laut eigenen Angaben einklagen wollte. Inzwischen hat Amazon eingelenkt und nennt dem Betriebsrat regelmäßig die aktuellen Zahlen. In den vergangenen sechs Wochen soll es demnach insgesamt 40 Mitarbeiter gegeben haben, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, wie ein Sprecher des Betriebsrats dem hr mitteilte.

Bad Hersfeld: Blick auf ein Gebäude des Online-Versandhändlers Amazon

+++ Wieder Linienflüge nach China +++

8.00 Uhr: Nach der Zwangspause wegen des Coronavirus-Ausbruchs nimmt der Lufthansa-Konzern wieder Linienflüge auf das chinesische Festland auf. Wie die Fluggesellschaft mitteilte, soll es ab Mittwoch jeweils einmal pro Woche eine Verbindung von Frankfurt nach Shanghai geben. Ein weiterer Flug ist jeden Freitag von Shanghai nach Frankfurt angesetzt. Laut Lufthansa sind es die ersten regulären Flüge der Gruppe nach Festlandchina seit Ende Januar. 

Unterdessen hat das Ende der Reisewarnung für viele Länder den Passagierverkehr am Frankfurter Flughafen vergangene Woche etwas belebt. Vom 15. bis 21. Juni zählte der Flughafenbetreiber Fraport an Deutschlands größtem Airport 161.482 Fluggäste und damit 89,4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie der MDax-Konzern mitteilte. Das waren fast anderthalb Mal so viele Fluggäste wie in der Vorwoche, als der Rückgang im Jahresvergleich 92,8 Prozent betragen hatte.

+++ Mehr als 11,8 Millionen Warn-App-Nutzer bundesweit +++

7.50 Uhr: Fast 15 Prozent der Menschen in Deutschland haben inzwischen die Corona-Warn-App installiert. Wie das Robert-Koch-Institut berichtete, luden sich mehr als 11,8 Millionen Nutzer die App in der ersten Woche nach ihrer Veröffentlichung herunter.

Die im Auftrag des Bundes entwickelte Warn-App steht seit vergangenem Dienstag zum Download bereit. Sie kann messen, ob sich App-Nutzer mit ihren Smartphones über eine längere Zeit näher als etwa zwei Meter gekommen sind. Ist ein Nutzer positiv getestet worden und hat dies in der App geteilt, meldet sie anderen Anwendern, dass sie sich in der Nähe eines Infizierten aufgehalten haben. Dann kann man sich auf Kassenkosten testen lassen.

+++ 35 Neuinfektionen, kein weiterer Todesfall +++

7.30 Uhr: Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Hessen innerhalb der vergangenen 24 Stunden um 35 gestiegen. Das meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) mit Stand Dienstag, 0 Uhr. Es gab keinen weiteren Todesfall, so dass die Gesamtzahl der an oder mit Covid-19 Gestorbenen in Hessen bei 501 liegt.

Seit Beginn der Corona-Pandemie wurden in Hessen insgesamt 10.613 Ansteckungen gezählt. Davon gelten etwa 9.700 (91 Prozent) als genesen.

Bei den regionalen Fallzahlen sind die hessischen Kreise und kreisfreien Städte weiter deutlich von der Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen entfernt. Beim Erreichen dieser Marke drohen wieder Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Den höchsten Wert weist der Kreis Hersfeld-Rotenburg mit rund 22,3 Fällen auf. Eine Übersicht mit allen Kreisen und kreisfreien Städten finden Sie hier.

Im Kampf gegen das Coronavirus hat die Landesregierung eine Reihe von Maßnahmen beschlossen. Den aktuellen Stand der Verordnungen finden Sie auf www.corona.hessen.de.

Weitere Informationen

Hygiene schützt

Am besten schützen Sie sich vor einer Corona-Infektion, indem Sie

  • Abstand halten,
  • Hände regelmäßig und gründlich waschen (mind. 20 Sekunden mit Seife),
  • anderen bei der Begrüßung nicht die Hand geben,
  • in die Armbeuge niesen oder husten, wenn kein Taschentuch griffbereit ist,
  • in beheizten Räumen oft stoßlüften.
Ende der weiteren Informationen
Weitere Informationen

Im Verdachtsfall anrufen

Das hessische Sozialministerium hat eine landesweite Hotline für Fragen rund um das Coronavirus geschaltet. Sie ist täglich von 8 bis 20 Uhr erreichbar: 0800/5554666.

Sollten Sie den Verdacht haben, dass Sie sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, gehen Sie bitte nicht in die Praxis Ihres Hausarztes, sondern rufen Sie dort vorher an. So vermeiden Sie, möglicherweise andere Patienten im Wartezimmer anzustecken.

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