In unserem Ticker informieren wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Hessen.

  • Nutzung von Corona-Gästelisten durch Polizei umstritten

    Hessens Datenschutzbeauftragter Michael Ronellenfitsch hält die mögliche Verwendung von Corona-Gästelisten in Restaurants und Cafés für strafrechtliche Ermittlungen für "höchst problematisch". Die Regelung zum Erfassen der Namen gebe eine strenge Zweckbindung ausschließlich zur Nachverfolgung von Infektionen vor, sagte er am Donnerstag. Der Datenschutzbeauftragte sieht durch die Verwendung der Listen durch die Polizei die Akzeptanz der Corona-Maßnahmen gefährdet. Die Vernunft und das Verantwortungsbewusstsein der Bevölkerung basiere auf der Annahme, dass es sich bei den Eingriffen in die informationelle Selbstbestimmung nur um vorübergehende Schritte handele.

    Der FDP-Landtagsabgeordnete Jörg-Uwe Hahn erklärte, es müsse sichergestellt sein, dass die Polizei nur bei Ermittlungen zu schweren Straftaten wie Mord oder Totschlag auf die Daten zugreifen kann. Am Vortag war bekannt geworden, dass die Strafverfolgungsbehörden bei einem konkreten Ermittlungsverfahren Gästelisten sicherstellen können. Voraussetzung dafür ist laut hessischem Justizministerium, dass das Dokument für ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren von Bedeutung ist. Das Vorgehen sei nach der Strafprozessordnung erlaubt.

  • Musikunterricht zum Schulstart möglich

    Nicht nur der Sportunterricht soll nach den Sommerferien in Hessen wieder anlaufen, auch der Musikunterricht soll wieder stattfinden, erklärten Innenminister Peter Beuth (CDU) und Kultusminister Alexander Lorz (CDU) am Donnerstag.

    Es soll jedoch weiterhin Einschränkungen für das gemeinsame Singen und Musizieren mit Blasinstrumenten im Klassenraum geben, kündigten die Minister an. So soll nur im Freien gemeinsam gesungen werden dürfen. Die Landesregierung kümmere sich derzeit um eine entsprechende Überarbeitung des Hygieneplans für die Schulen.

  • Lockerungen für Team- und Schulsport

    Ab dem 1. August können Sportvereine in Hessen den Mannschaftssport uneingeschränkt wieder aufnehmen. Das hat die Landesregierung am Donnerstag beschlossen. Es werde dann nicht länger Personenbegrenzungen geben, hieß es in einer schriftlichen Mitteilung von Innenminister Peter Beuth (CDU) und Kultusminister Alexander Lorz (CDU).

    "Die beschlossene Änderung der Corona-Verordnung ist eine gute Nachricht für alle Sportlerinnen und Sportler sowie die Schülerinnen und Schüler in Hessen", sagte Innenminister Peter Beuth (CDU). So könnten sich die Mannschaften auf den nahenden Saisonstart besser vorbereiten und der Schulsportunterricht nach den hessischen Sommerferien besser geplant werden.

    In Hessen beginnt die Schule ab dem 17. August. Der Hessische Fußball-Verband plane bereits, noch im August das Pokalfinale durchzuführen, wie die Minister mitteilten. Am letzten Augustwochenende will der Verband die neue Spielzeit mit der ersten Pokalrunde einläuten.

    Fußballplatz mit Kindern
  • Gastro-Verband warnt vor Insolvenzwelle

    Hessens Hotels und Gaststätten schlagen wegen der massiven und anhaltenden Auswirkungen der Corona-Krise auf die Branche Alarm. "Uns steht eine Insolvenzwelle im Herbst dieses Jahres bevor", sagte der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes Dehoga, Julius Wagner, am Donnerstag in Wiesbaden. Clubs, Diskotheken und die von Geschäftsreisenden und dem Tagungsgeschäft abhängige Stadthotellerie kämpften mit den "akutesten Existenzsorgen". Der Verband befürchtet, dass in den kommenden Monaten im Land bis 1.500 Betriebe aus der Branche aufgeben werden.

    Bei mehr als der Hälfte der hessischen Betriebe in Hotellerie und Gastronomie breche der Umsatz in den Sommermonaten derzeit um über 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ein, berichtete Wagner. Zum Teil gebe es sogar Einbußen bei den Erlösen von mehr als 70 Prozent. Bei einem weiteren Drittel der Betriebe liege der Umsatzeinbruch zwischen 20 und 40 Prozent. Die Schätzungen für die Zeit bis Ende August seien mit diesen validierten Umsatzzahlen nahezu identisch, erklärte der Hauptgeschäftsführer des hessische Hotel- und Gastronomieverbands.

  • Corona-Tests: Fraport sieht noch offene Fragen

    Der Frankfurter Flughafen steht bei möglichen Coronatests "bereit, alles umzusetzen, was hilft und behördlich umzusetzen ist". Das sagte ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport am Donnerstag. Zunächst müsse man aber die genauen Vorgaben der Behörden abwarten. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten sich grundsätzlich drauf verständigt, dass Reisende aus sogenannten Risikogebieten im Ausland künftig unmittelbar nach ihrer Rückkehr in Deutschland auf das Coronavirus getestet werden sollen. Dazu sollen an Flughäfen Teststellen eingerichtet werden.

    Am Freitag wollen die Minister weitere Details besprechen und ein Gesamtpaket beschließen. Die Tests sollen verpflichtend sein. Am Frankfurter Flughafen gibt es bereits seit knapp einem Monat ein Coronatest-Zentrum, das von dem Biotechnologie-Unternehmen Centogene betrieben wird. Abfliegende und ankommende Passagiere können sich dort testen lassen.

  • Mehr Umsatz: Baubranche trotzt Corona-Krise

    Das Bauhauptgewerbe in Hessen konnte im Mai 2020 sowohl den Umsatz als auch die Zahl der Beschäftigten steigern. Das teilte das Statistische Landesamt am Donnerstag mit. Mit einem Volumen von 452 Millionen Euro überstiegen die Erlöse das Niveau des Vorjahresmonats um 2,2 Prozent. Damit setzte sich der positive Trend der vergangenen Monate fort.

    Die Zahl der Beschäftigten lag im Mai um 3,1 Prozent höher als vor Jahresfrist bei 35.440. Einen Dämpfer gab es bei den Bestellungen: Die Auftragseingänge gingen im Mai 2020 gegenüber Mai 2019 um 15,3 Prozent auf 372 Millionen Euro zurück. Besonders betraf das den Hochbau mit einem Minus von 27,9 Prozent.

  • Betreuerin erkrankt - Hort in Kaufungen geschlossen

    Weil eine Betreuerin positiv auf Covid-19 getestet worden ist, hat das Gesundheitsamt den Hort einer Grundschule in Kaufungen (Kassel) geschlossen. Betroffen von der sofortigen Schließung sind 13 Kinder und drei Betreuerinnen, wie der Landkreis am Donnerstag mitteilte. Sie sollen nun getestet werden und befänden sich vorläufig alle in häuslicher Quarantäne. Den Angaben zufolge musste die erkrankte Betreuerin nicht stationär behandelt werden. Sie befinde sich inzwischen wieder auf dem Weg der Besserung.

  • 76 Neuinfektionen, ein weiterer Todesfall

    Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Hessen binnen 24 Stunden um 76 gestiegen. Das meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) mit Stand Donnerstag, 0 Uhr. Es ist der höchste tägliche Anstieg seit zwei Monaten. Die Gesamtzahl der an oder mit Covid-19 Gestorbenen in Hessen erhöhte sich um einen auf 516.

    Seit Beginn der Corona-Pandemie wurden in Hessen insgesamt 11.534 Ansteckungen gezählt. Davon gelten etwa 10.600 Fälle als genesen.

    Bei den regionalen Fallzahlen sind die hessischen Kreise und kreisfreien Städte deutlich von der Obergrenze von 20 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen entfernt. Beim Erreichen dieser Marke drohen wieder lokal begrenzte, stufenweise Beschränkungen des öffentlichen Lebens.

    Seit Donnerstag weist der Landkreis Offenbach mit rund 9,6 Fällen den höchsten Wert auf, gefolgt vom Schwalm-Eder-Kreis mit rund 9,4 Fällen. Zuletzt hatte die Stadt Offenbach die höchsten regionalen Fallzahlen. Eine Übersicht mit allen Kreisen und kreisfreien Städten finden Sie hier.

  • Corona in Deutschland und der Welt

    Während wir Sie über die Entwicklungen rund um das Coronavirus in Hessen auf dem Laufenden halten, informieren unsere Kollegen von tagesschau.de über das Geschehen in Deutschland und der Welt. Heute lesen Sie dort unter anderem:

    • Die Zahl der weltweiten Coronavirus-Infektionen ist auf mehr als 15 Millionen gestiegen. 
    • Die Bewohner der US-Hauptstadt Washington D.C. müssen künftig einen Mund-Nase-Schutz tragen, sobald sie ihr zuhause verlassen. Auch in einigen Städten in Frankreich muss nun auf der Straße eine Maske getragen werden. Darunter sind mehrere Touristenorte, zum Beispiel in der Bretagne.
    • Die russische Regierung zahlt ihren Bürgern einen Zuschuss, wenn sie ihre Ferien dieses Jahr in ihrem Heimatland verbringen. Damit möchte die Regierung den Inlandstourismus ankurbeln.
    • Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro ist ein weiteres Mal positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nach offiziellen Angaben entwickelt sich sein Gesundheitszustand gut.
  • Waldkunstpfad in Darmstadt wegen Corona verkleinert

    Kunst im Freien und ohne Maske: Der 10. Internationale Waldkunstpfad startet am 15. August wegen der Corona-Krise kleiner als gewohnt. Es gebe weniger Führungen und auch weniger Kunstwerke im Darmstädter Forst, sagte Kuratorin Ute Ritschel. Zusätzlich solle es diesmal aber auch Kunstwerke am Unesco-Welterbe Grube Messel geben. Die Vorbereitungen für den zehnten Waldkunstpfad hätten ihr schlaflose Nächte bereitet, berichtet die Kuratorin. Teilnehmen werden in diesem Jahr 15 Künstler aus acht Ländern.

    Der Künstler Roger Rigorth aus Münster baut an seinem U-Boot, das als Kunstwerk und stabiles Spielobjekt auf dem 10. Internationalen Waldkunstpfad in Darmstadt zu sehen sein wird.
  • Rückkehrer aus Risikogebieten sollen offenbar am Flughafen getestet werden

    Wer aus sogenannten Risikogebieten im Ausland nach Deutschland einreist, könnte künftig offenbar noch am Flughafen auf das Coronavirus getestet werden. Das berichtet die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf eine Schaltkonferenz der Gesundheitsminister der Bundesländer. Demnach haben sich die Gesundheitsminister dafür ausgesprochen, an deutschen Flughäfen Teststellen einzurechten. Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge soll darüber am Freitag entschieden werden.

    Am Frankfurter Flughafen gibt es bereits zwei Testzentren, die sowohl Schnelltests mittels Rachenabstrich, als auch Antikörpertests anbieten. Bislang werden dort insbesondere Reisende getestet, deren Zielländer einen negativen Corona-Test bei Einreise verlangen.

    Corona-Testzentrum am Flughafen Frankfurt
  • OB Feldmann und Vertreter der Stadt kommen zum Opernplatz

    Nach den nächtlichen Krawallen am Frankfurter Opernplatz haben Vertreter der Stadt angekündigt, sich selbst ein Bild von der Situation machen zu wollen. Einer Mitteilung der Stadt zufolge werden sich Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD), Sicherheitsdezernent Markus Frank (CDU), Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) sowie Polizeipräsident Gerhard Bereswill am Freitag ab 23.30 Uhr davon überzeugen, dass die von der Stadt ergriffenen Maßnahmen wirken.

    Oberbürgermeister Feldmann, der für diesen Termin seinen Urlaub vorzeitig abbreche, wolle auch am folgenden Samstag nach dem Rechten schauen: "Was hier im Herzen unserer Heimatstadt in der letzten Woche vorgefallen ist, braucht niemand – bei aller Toleranz gegenüber unseren Nachbarn aus dem Umland und deren Jugend – in Frankfurt. Gleiches gilt natürlich für unseren eigenen Nachwuchs. Mit Krawall, Gewalt gegenüber den Einsatzkräften und Zerstörung öffentlichen Eigentum wurde die Grenze überschritten", sagte Feldmann laut der Mitteilung. Über die Regeln, die ab dem kommenden Wochenende auf dem Opernplatz gelten, will Sicherheitsdezernent Frank am Donnerstagnachmittag informieren.

    Party auf dem Frankfurter Opernplatz
  • IG-Metall-Kundgebung wegen Stellenabbau bei Norma

    Wegen des geplanten Stellenabbaus beim Verbindungstechnik-Spezialisten Norma Group hat die IG Metall für kommenden Freitag eine Kundgebung vor dem Arbeitsgericht in Offenbach angekündigt. Norma will bis Juni 2022 in Maintal (Main-Kinzig) etwa 160 Stellen in der Produktion streichen und einen Standort in Thüringen schließen. Die Corona-Krise hatte das Unternehmen zusätzlich gebeutelt, nachdem es im vergangenen Jahr schon in den Sog schwacher Automärkte geraten war.

    Norma möchte mit dem Gesamtbetriebsrat verhandeln, die Arbeitnehmervertreter und die IG Metall halten die örtlichen Betriebsräte für zuständig. Das Unternehmen will dies nun mit einem Antrag beim Arbeitsgericht klären lassen. Das kritisierte die Gewerkschaft am Mittwoch. Weltweit beschäftigt die Gruppe etwa 8.500 Mitarbeiter.

  • Polizei darf für Ermittlungen auf Corona-Gästelisten zugreifen

    Die hessische Polizei darf für ihre Ermittlungen auf Gästelisten zugreifen, die zum Schutz vor dem Coronavirus von Restaurants, Hotels und Veranstaltern angefertigt wurden. Voraussetzung für das Einsehen dieser personenbezogenen Daten sei, dass das betreffende Dokument für ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren von Bedeutung sei, erklärte das hessische Justizministerium am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa. Dieses Vorgehen sei nach der Strafprozessordnung erlaubt.

    Zuvor hatte der SWR über dieses Verfahren in Rheinland-Pfalz berichtet. Der dortige Datenschutzbeauftragte Dieter Kugelmann forderte höhere Hürden für den Zugriff der Polizei auf Corona-Gästelisten. Die Ausnahme dürfe nicht zur Regel werden.

  • Keine Kündigungen bei Condor

    Der Ferienflieger Condor will ohne betriebsbedingte Kündigungen durch die Corona-Krise kommen. Das Unternehmen habe sich mit den Arbeitnehmervertretern auf Regelungen geeinigt, durch die alle 4.200 Mitarbeiter an Bord bleiben könnten, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Frankfurt mit. Der Ferienflieger, der nach der Pleite seines bisherigen Mutterkonzerns Thomas Cook vom deutschen Staat gerettet worden war, will dazu mindestens bis Ende März 2021 auf Kurzarbeit setzen. Länger ist dies nach bisheriger Rechtslage nicht möglich. Condor einigte sich nun nach eigenen Angaben mit den Betriebsräten sowie mit den Gewerkschaften Vereinigung Cockpit, Ufo und Verdi. "Dank tragfähiger und verantwortungsvoller Vereinbarungen mit allen Sozialpartnern bleiben alle an Bord", sagte Condor-Chef Ralf Teckentrup.

    Condor Flugzeug
  • Einbruch bei Gewerbesteuer durch Corona-Krise

    Viele hessische Kommunen müssen wegen der Corona-Pandemie einen massiven Rückgang ihrer Einnahmen aus der Gewerbesteuer verkraften. Überdurchschnittlich betroffen war im ersten Halbjahr 2020 Frankfurt, wie das Statische Landesamt am Mittwoch mitteilte. An die größte hessischen Stadt flossen mit rund 700 Millionen Euro demnach nur noch knapp zwei Drittel der Summe des Vorjahreszeitraums.

    Hessenweit gingen die Einnahmen der Kommunen um knapp 24 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro zurück. Die Zahlen zeigten erstmals, wie sich vor allem die coronabedingten Einschränkungen für Gewerbetreibende auswirkten, erklärten die Statistiker. Hier geht es zu unserem Artikel zum Einbruch der Gewerbesteuereinnahmen.

    Grafik zum Rückgang der Gewerbesteuereinnahmen
  • Boddenberg stellt Milliarden-Hilfspaket vor

    Finanzminister Michael Boddenberg (CDU) hat am Mittwoch ein erstes Hilfspaket vorgestellt, das mit dem kürzlich beschlossenen Sondervermögen finanziert werden soll. Der Minister sprach von 30 konkreten Maßnahmen, über die der Haushaltsausschuss des Landtags noch entscheiden soll. Das Paket hat ein Volumen von fast 1,2 Milliarden Euro.

    Die Kommunen, die unter einem Einbruch der Gewerbesteuereinnahmen leiden, sollen mit 661 Millionen Euro unterstützt werden. Die Gewerbesteuereinnahmen sind im hessenweiten Durchschnitt wegen der Corona-Krise im letzten halben Jahr um 24 Prozent zurückgegangen. Außerdem sieht das Paket unter anderem 150 Millionen Euro für Vertretungslehrkräfte vor, um coronabedingte Engpässe bei der Lehrerschaft zu schließen.

    Videobeitrag

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    zum Video Gewerbesteuereinnahmen gehen stark zurück

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    Ende des Videobeitrags
  • Corona-Kontrollen in Friseursalons

    Bei Kontrollen von Friseursalons in Mittelhessen haben Behördenmitarbeiter nur wenige Verstöße gegen die Corona-Schutzregeln festgestellt. "Es gab eine große Anzahl von Friseuren, die fast alle Anforderungen vorbildlich umgesetzt hatten, aber auch wenige andere, bei denen es offensichtlich massive Informationsdefizite über die Schutzmaßnahmen gab", berichtete der Gießener Regierungspräsident Christoph Ullrich. 44 Betriebe mit knapp 270 Mitarbeitern seien aufgesucht worden.

    In einigen Betrieben sei unbekannt gewesen, dass bei körpernahen Dienstleistungen wie Rasuren besondere Schutzmasken getragen werden müssen. Da diese derzeit schwer zu bekommen seien, "wollen oder können einige der kontrollierten Betriebe solche Tätigkeiten zukünftig nicht mehr anbieten", so Ullrich.

  • Trotz Corona: Software AG bucht viel Neugeschäft

    Die Software AG hat trotz der Corona-Pandemie im zweiten Quartal überraschend viele Aufträge eingesammelt. Insgesamt legte der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahresquartal um 32 Prozent zu, wie der MDax-Konzern am Mittwoch in Darmstadt mitteilte. Alle Sparten konnten demnach mehr Neugeschäft an Land ziehen als gedacht. Die Jahresprognose, die sich maßgeblich nicht auf den Umsatz, sondern auf die Bestellungen stützt, behält das Unternehmen bei - auch wegen neuer Risiken in der Pandemie, wie es hieß.

    Software AG Darmstadt
  • Sondervermögen: Boddenberg stellt Maßnahmenpaket vor

    Lange hatte der Landtag darum gerungen, noch immer ist es umstritten: das zwölf Milliarden Euro schwere und aus Schulden finanzierte Sondervermögen, mit dem die Landesregierung die Folgen der Corona-Pandemie bekämpfen will. Hauptsächlich geht es darum, die Steuerverluste des Landes und der Kommunen aufzufangen. Dafür hat die Landesregierung eigens die Schuldenbremse gelockert.

    An diesem Mittwoch will Finanzminister Michael Boddenberg (CDU) nun in Wiesbaden ein erstes Maßnahmenpaket vorstellen - also erklären, was genau mit dem Geld passieren soll. Allerdings bereiten SPD und FDP derzeit schon eine Klage gegen das Sondervermögen vor dem Staatsgerichtshof vor. Auch die AfD-Fraktion hat eine Klage angekündigt.

  • 26 Neuinfektionen, kein weiterer Todesfall

    Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Hessen binnen 24 Stunden um 26 gestiegen. Das meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) mit Stand Mittwoch, 0 Uhr. Es gab keinen weiteren Todesfall. Die Gesamtzahl der an oder mit Covid-19 Gestorbenen in Hessen liegt damit weiterhin bei 515.

    Seit Beginn der Corona-Pandemie wurden in Hessen insgesamt 11.458 Ansteckungen gezählt. Davon gelten etwa 10.600 Fälle als genesen.

    Bei den regionalen Fallzahlen sind die hessischen Kreise und kreisfreien Städte deutlich von der Obergrenze von 20 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen entfernt. Beim Erreichen dieser Marke drohen wieder lokal begrenzte, stufenweise Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Den höchsten Wert weist die Stadt Offenbach mit rund 10,8 Fällen auf. Eine Übersicht mit allen Kreisen und kreisfreien Städten finden Sie hier.

  • Hessens Museen bleiben leer

    Die hessischen Museen kämpfen in der Corona-Zeit mit einem massiven Besucherrückgang. Gäste kommen nur sehr zögerlich wieder, ausbleibende Touristengruppen machen sich bemerkbar. Ein Blick auf die Museumslandschaft in Hessen.

    Videobeitrag

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    zum Video Museen bleiben die Besucher aus

    hessenschau vom 21.07.2020
    Ende des Videobeitrags
  • Cirque Bouffon sagt Gastspiel in Wiesbaden ab

    Der Cirque Bouffon hat sein für Oktober geplantes Gastspiel in Wiesbaden abgesagt. Der Grund seien die für Kulturveranstaltungen geltenden Corona-Regelungen, hieß es in einer Mitteilung von Dienstag. "Wir haben in diesem Jahr noch kein einziges Gastspiel realisieren können und waren hoffnungsvoll, dass sich die Lage bis zum Herbst verbessern würde", sagte Direktor Frederic Zipperlin.

    Doch die Auflagen würden so "immense Mehrkosten" verursachen, dass das finanzielle Risiko für den kleinen Zirkus zu groß sei. Das Gastspiel soll voraussichtlich auf Herbst 2021 verschoben werden. Bereits erworbene Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit und können umgetauscht werden, sobald der Ersatztermin feststeht.

    Eine Künstlerin des Cirque Bouffon in einem Cyr Wheel.
  • Corona in Deutschland und der Welt

    Während wir Sie über die Entwicklungen rund um das Coronavirus in Hessen auf dem Laufenden halten, informieren unsere Kollegen von tagesschau.de über das Geschehen in Deutschland und der Welt. Heute lesen Sie dort unter anderem:

    • Viele Studierende, die Corona-Nothilfen beantragt haben, bekommen die finanzielle Unterstützung nicht. Laut einer Antwort des Bundesbildungsministeriums auf eine Anfrage eines FDP-Abgeordneten wurden bisher 32.500 Anträge bewilligt und 26.000 abgelehnt.
    • In Indien hat ein Antikörper-Test im Auftrag der Regierung ergeben, dass hochgerechnet knapp jeder vierte Mensch (23,5 Prozent) in der Hauptstadt Neu Delhi Corona-Antikörper im Blut hat. 
    • Da die Zahl der Infizierten in Österreich wieder ansteigt, hat die Regierung eine Ausweitung der Maskenpflicht beschlossen. Der Mund-Nasen-Schutz muss künftig wieder in Supermärkten, Postämtern und Banken getragen werden.
    • Der Iran meldet eine neue Rekordzahl an Corona-Todesfällen. In den vergangenen 24 Stunden starben 229 Patienten, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums. 
  • Ryanair droht mit Stellenabbau und Standort-Schließungen

    Die Fluggesellschaft Ryanair droht in der Corona-Krise mit Gehaltskürzungen und Jobabbau. Nach einem Streit mit der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit teilte das Unternehmen am Dienstag offenbar mit, dass auch Standorte geschlossen werden sollen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Die Basis am Flughafen Hahn (Rheinland-Pfalz) soll demnach zum 1. November geschlossen werden. Ryanair wolle die in Hahn stationierten Piloten noch in dieser Woche informieren.

    Auch Cockpit-Beschäftigte in Frankfurt sind den Angaben zufolge betroffen. "Wir müssen mit alternativen Maßnahmen zu Einsparungen weitermachen, die Schließung von Basen und Kündigungen bedeuten", hieß es in einer Information der Airline an die Piloten in Deutschland. Das Land Hessen ist zu 17,5 Prozent an der Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH beteiligt, die den Flughafen betreibt. Neben Ryanair bieten lediglich drei weitere Fluggesellschaften Flüge ab Hahn an.

    Ryanair-Flugzeuge stehen in Reihe