In unserem Ticker informieren wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Hessen.

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  • Impfstoff aus Marburg nimmt nächste Hürde

    Ein unter Beteiligung der Universität Marburg entwickelter Impfstoff gegen das Virus Sars-CoV-2 geht in die klinische Prüfung. "Das ist ein Meilenstein auf dem Weg zur Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs gegen Corona", sagte Wissenschaftsministerin Angela Dorn (Grüne). Das Institut für Virologie der Philipps-Universität sei maßgeblich an der Erforschung des Covid-19-Virus beteiligt. Die Virologen dort erforschten seit Jahren hochinfektiöse Erkrankungen.

    Nach Auskunft der Ministerin genehmigte das Paul-Ehrlich-Institut als zuständiges Bundesinstitut mit Sitz in Langen (Offenbach) die klinische Prüfung mit dem Impfstoff MVA-SARS-2-S. Die Marburger Virologen arbeiteten bei der Entwicklung mit Kollegen aus Hamburg und München sowie Wissenschaftlern des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung und der IDT Biologika GmbH zusammen. In ersten Tests habe er eine Schutzwirkung gegen Sars-CoV-2 gezeigt. In der klinischen Studie werde der Wirkstoff nun auf seine Sicherheit geprüft sowie auf die Fähigkeit, eine Immunantwort im Menschen hervorzurufen.

  • Vorverkaufsstart für Skisprung-Weltcup verschoben

    Der Vorverkauf für den Skisprung-Weltcup vom 29. bis 31. Januar 2021 in Willingen (Waldeck-Frankenberg) sollte eigentlich am kommenden Montag beginnen. Am Freitag teilte der Skiclub Willingen als Veranstalter mit, dass der Start des Ticketverkaufs verschoben wird. Der Grund: Man wisse noch nicht, wie viele Zuschauer pandemiebedingt in die Arena dürfen. Unklar ist also, wie viele Tickets der SC überhaupt verkaufen kann. Einen neuen Termin für den Vorverkaufsstart gibt es noch nicht.

    Skispringen in Willingen
  • Top-Thema

    114 Infizierte in Frankfurter Gemeinschaftsunterkunft

    Nach dem Corona-Ausbruch in einer Gemeinschaftsunterkunft hat die Stadt Frankfurt 114 Infizierte gezählt. Sie und Angehörige seien in anderen Unterkünften isoliert worden, teilte die Stadt am Freitag mit. Betroffen seien Bewohner und Mitarbeiter. "Die hohen Infektionszahlen sind offensichtlich auf das Nichteinhalten der Hygieneregeln und der Maskenpflicht zurückzuführen", erklärte die Stadt.

    Mehr als die Hälfte der Infizierten hätten keine Symptome, einige leichte Beschwerden. Zwei Personen mit ausgeprägteren Beschwerden würden von Ärzten des Gesundheitsamtes regelmäßig besucht, ein Patient mit einer schweren Grunderkrankung werde in der Uniklinik behandelt. In der Unterkunft leben Geflüchtete, osteuropäische EU-Bürger und Obdachlose.

  • Frankfurt erhält 440 Millionen Euro Ausgleich

    Zum Ausgleich für durch die Corona-Krise entgangenen Gewerbesteuern erhält die Stadt Frankfurt 440 Millionen Euro. Finanzminister Michael Boddenberg übergab am Freitag Stadtkämmerer Uwe Becker (beide CDU) den Bescheid. Das Geld ist Teil eines rund 1,2 Milliarden Euro schweren Hilfspakets. Das Land steuert dazu 660 Millionen Euro bei, der Rest kommt vom Bund. 

    Frankfurt hatte im vergangenen Jahr mit 2,01 Milliarden Euro einen Rekord bei den Gewerbesteuereinzahlungen verzeichnet. Wegen der Pandemie wird in diesem Jahr mit einem deutlichen Rückgang gerechnet. Die Stadt erhält laut Ministerium als erste in Hessen die Hilfe. Wiesbaden bekam am Freitag einen Bescheid über 51 Millionen Euro. Weitere Kommunen sollen folgen.

  • Top-Thema

    Eintracht-Heimspiel findet mit Fans statt

    Das Heimspiel von Eintracht Frankfurt gegen die TSG Hoffenheim am Samstag (15.30 Uhr) wird trotz des hohen Corona-Inzidenzwertes in der Stadt mit Zuschauern stattfinden. Das bestätigte der Club am Freitagvormittag dem hr-sport. Zuvor hatte FFH berichtet, dass auch das Frankfurter Gesundheitsamt der Partie mit 8.000 Fans zugestimmt habe.

    In der Stadt Frankfurt ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen deutlich gestiegen: Die sogenannte Inzidenz liegt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts nun bei 42. Damit überschritt Frankfurt die zweite Warnstufe von 35 Fällen und steuert sogar auf die 50er-Marke zu. Grund für den Anstieg ist nach Angaben des Gesundheitsdezernats ein Cluster in einer Gemeinschaftsunterkunft, in der Geflüchtete, osteuropäische EU-Bürger und Obdachlose leben.

    Ab einer Inzidenz von 35 droht laut Deutscher Fußball Liga (DFL) eigentlich ein Geisterspiel, der FC Bayern und der 1. FC Köln und der FC Schalke mussten deswegen bereits Partien ohne Fans bestreiten.

  • 235 Neuinfektionen in Hessen, Anstieg in Frankfurt

    In Hessen ist die Zahl der registrierten Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden um 235 gestiegen. Einen weiteren Todesfall gab es nicht, wie das Robert-Koch-Institut am Freitag mit Stand 0 Uhr mitteilte. Die Gesamtzahl der an oder mit Covid-19 Gestorbenen liegt damit weiterhin bei 551. Seit Beginn der Pandemie wurden 19.324 bestätigte Fälle in Hessen gezählt. Davon gelten etwa 17.000 als genesen.

    In der Stadt Frankfurt ist die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen deutlich gestiegen: Dort liegt die sogenannte Inzidenz nun bei 42,0, am Tag zuvor lag sie noch bei 25,6. Damit überschritt Frankfurt die zweite Warnstufe von 35 Fällen und steuert sogar auf die 50er-Marke zu. Grund ist nach Angaben des Gesundheitsdezernats ein Cluster in einer Gemeinschaftsunterkunft, in der Geflüchtete, osteuropäische EU-Bürger und Obdachlose leben. Die Betroffenen seien in andere Unterkünfte in Quarantäne gebracht worden.

    Unter den Kreisen weist Groß-Gerau die meisten Neuinfektionen auf. Dort liegt die Inzidenz bei 35,3. Wenn die Inzidenz über 35 liegt, sind Feiern in öffentlichen und angemieteten Räumen auf maximal 50 Teilnehmer beschränkt. Steigt die Inzidenz auf über 50, sind nur noch 25 Teilnehmer zugelassen. Darauf einigten sich Bund und Länder am Dienstag. Die Regelung gilt nicht für Feiern im privaten Kreis.

  • Wie Kinder unter der Corona-Krise leiden

    Die Corona-Krise trifft auch Kinder und Jugendliche hart. Die hessenschau hat der Arche in Frankfurt einen Besuch abgestattet. Deren Leiter berichtet von einer starken Verunsicherung. Die fehlende Betreuung während des Lockdowns hat besonders die ärmeren Kinder getroffen.

  • Händler fordern weitere Sonntagsöffnungen

    Der Handelsverband Hessen fordert mit Blick auf die Corona-Pandemie weitere Möglichkeiten zu Ladenöffnungen an Sonntagen. Damit könnten gerade im Herbst und Winter die Personenkontakte reduziert werden, teilte der Verband am Donnerstag mit. Der Sonntagsschutz in Hessen solle damit nicht generell in Frage gestellt werden. Es müsse aber um eine Entzerrung des kommenden Weihnachtsgeschäfts gehen. Wegen der Pandemie war den Geschäften in Hessen zeitweise erlaubt worden, auch an Sonntagen zwischen 13.00 Uhr und 18.00 Uhr zu öffnen. Die Sonderregelung war im Juni ausgelaufen.

  • Top-Thema

    Falschangaben bei Gästeliste: Höhe des Bußgeldes noch offen

    Die Höhe des geplanten Bußgeldes für Menschen, die sich in den Corona-Gästelisten mit falschem Namen eintragen, ist in Hessen noch offen. "Wir werden deutlich machen, dass das ernst gemeint ist", sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Donnerstag im Landtag in Wiesbaden. "Wir machen die Gaststätten nicht zu, aber wir erwarten, dass dort Regeln eingehalten werden." Das Land erwarte, dass sich die Menschen korrekt in die Gästelisten eintragen. "Wir werden dieses Bußgeld einführen, aber müssen noch überlegen, was ist die angemessene Höhe."

    "Ich verstehe sehr gut, dass jemand gerne wieder in sein normales Leben will, auch im Freizeitbereich", sagte Bouffier. "Aber wir haben keine normalen Zeiten und wir werden auch eine ganze Zeit lang keine haben."

  • Gesundheitsamtsleiter: Corona-Strategie überdenken

    Der Leiter des Frankfurter Gesundheitsamts, René Gottschalk, sieht die politischen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie kritisch. In einem Beitrag für das "Hessische Ärzteblatt" listen Gottschalk und seine ehemalige Stellvertreterin Ursel Heudorf ihre bisherigen Erfahrungen auf und formulieren Empfehlungen für die Zukunft. Ihrer Ansicht nach seien die Maßnahmen "von politisch Verantwortlichen angeordnet, ohne dass die Erfahrungen früherer Pandemien ausreichend berücksichtigt wurden", schreiben Gottschalk und Heudorf.

    Ein Problem sei, dass Fachärzte für Öffentliches Gesundheitswesen, die für solche Situationen eine lange aufwendige Weiterbildung absolvieren müssen nur selten involviert worden seien, wenn es um Corona-Maßnahmen ging. Das Bundesland Hessen sei eine positive Ausnahme. Von den drei Strategien im Umgang mit der Pandemie - "Containment" (Eindämmung), "Protection" (Schutz für Risikogruppen) und "Mitigation" (Folgenminderung) - werde ausschließlich Eindämmung betrieben.Das müsse überdacht werden. Die Diskussion der Übertragungsmöglichkeit durch Aerosole sei "von der Realität weit entfernt: Wäre dies ein wichtiger Übertragungsweg, hätten wir eine gänzlich andere epidemiologische Ausbreitung." Das Warten auf den Impfstoff sei nicht zielführend: Bis alle geimpft seien, werde es Jahre dauern.

  • Gießen und Laubach: Zwei Schulklassen in Quarantäne

    Nach zwei Corona-Fällen an Schulen sind im Landkreis Gießen zwei Schulklassen in Quarantäne. An der Theodor-Heuss-Schule in Laubach musste eine dritte Klasse mit 20 Kindern in Quarantäne, nachdem ein Kind positiv getestet wurde. In der Helmut-von-Bracken-Schule in Gießen wurden 12 Schüler in Quarantäne geschickt.

    Im Waldkindergarten in Lich sind mittlerweile zehn Mitarbeiter und 40 Kinder in Quarantäne. Zwei Betreuungskräfte seien mittlerweile positiv getestet worden, teilte der Landkreis am Donnerstag mit.

  • Top-Thema

    Maskenpflicht nach den Herbstferien für Schüler in Offenbach

    Nach den Herbstferien gilt für Schüler an weiterführenden Schulen in Offenbach eine siebentägige Maskenpflicht im Unterricht. Sollte der Inzidenz nach den Ferien über 50 liegen, sollen sogar Grundschüler eine Maske tragen. Das teilte die Stadt am Donnerstag mit.

    Nach den Sommerferien hatte die Stadt eine 14-tägige Pflicht zum Maskentragen verhängt. Das werde aktuell nicht für nötig gehalten, teilte die Stadt mit. "Wir lernen in dieser langanhaltenden Pandemie stetig dazu. Und inzwischen mehren sich die Studien, die sagen, dass positiv getestete Kinder das Virus offenbar nicht weiterverbreiten", sagte die stellvertretende Leiterin des Stadtgesundheitsamtes Christiane Faust. Insgesamt seien bisher 2.500 Offenbacher Kinder getestet worden, weil es in ihrer Schulklasse oder Kitagruppe ein Corona-Fall gab.

  • Überbrückungshilfen: Hessen durchschnittlich schnell

    Die hessischen Behörden legen bei der Bewilligung von Corona-Überbrückungshilfen für kleine und mittlere Unternehmen nur ein mittleres Tempo vor. Laut einer Übersicht des Bundeswirtschaftsministeriums waren zum 29. September im Land 60,6 Prozent der gestellten Anträge bewilligt. Das lag knapp über dem Bundesschnitt von 60,3 Prozent, aber deutlich hinter Spitzenreiter Schleswig-Holstein (74,5 Prozent).

    In Hessen haben bislang 8.700 kriselnde Kleinunternehmen und mittelständische Firmen Anträge auf Überbrückungshilfe gestellt. Im Schnitt wollten sie knapp 15.000 Euro, zusammen beläuft sich die Antragssumme auf 128,5 Millionen Euro. Von diesen sind bislang 70,7 Millionen Euro bewilligt. Die Überbrückungshilfen sind Zuschüsse zu den Fixkosten der Unternehmen, die sich an der Höhe des Umsatzrückgangs bemessen. Sie sollen die wirtschaftliche Existenz betroffener Unternehmen, Soloselbstständiger sowie von Freiberuflern sichern

  • Top-Thema

    Schule und Corona: Sorge vor dem Herbst

    Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) blickt angesichts der Pandemie mit Sorge auf den Rest des Schuljahres. "Es sind überhaupt keine Vorkehrungen getroffen, wie wir im Herbst und Winter unter Corona-Bedingungen zurechtkommen sollen", sagte die GEW-Vorsitzende Birgit Koch. Man habe in den Schulen immer noch "viel zu viele Menschen viel zu lange Zeit und in viel zu kleinen Räumen ohne Abstand und ohne Mund-Nasen-Schutz".

    Mitte August hatte für mehr als 760.000 hessische Schüler das Schuljahr begonnen. Es gab jedoch immer wieder Quarantäne für Schüler und Lehrer wegen positiver Corona-Tests. Meistens habe Unterricht aber stattgefunden, sagte ein Sprecher des Kultusministeriums. Seit Schuljahresbeginn hätten an jedem Tag immer mehr als 99 Prozent der Schüler in die Schule gehen können.

  • 144 Neuinfektionen in Hessen

    In Hessen ist die Zahl der registrierten Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden um 144 gestiegen. Einen weiteren Todesfall gab es nicht, wie das Robert-Koch-Institut am Donnerstag mit Stand 0 Uhr mitteilte. Die Gesamtzahl der an oder mit Covid-19 Gestorbenen liegt damit weiterhin bei 551. Seit Beginn der Pandemie wurden 19.089 bestätigte Fälle in Hessen gezählt. Davon gelten etwa 16.900 als genesen.

    Unter den Kreisen und kreisfreien Städten weist der Kreis Groß-Gerau die meisten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen auf. Dort stieg die sogenannte Inzidenz auf 35,7. Groß-Gerau hat damit erneut die zweite Warnstufe des Landeseinsatzplans erreicht. Es folgen die Stadt Offenbach (31,8), der Kreis Offenbach (26,0) und die Stadt Frankfurt (25,6).

  • Flugsicherung korrigiert Prognose nach unten

    Die Deutsche Flugsicherung (DFS) hat ihre Prognosen zum Luftverkehr in der Corona-Krise deutlich nach unten korrigiert. Die fortdauernden und erweiterten Reisebeschränkungen führten zu einer geringeren Nachfrage, teilte das Staatsunternehmen am Mittwoch in Langen (Offenbach) mit. Zugleich seien bis Jahresende keine Impulse aus dem Interkontinentalverkehr zu erwarten, eine Erholung des Geschäftsreiseverkehrs sei nach wie vor nicht absehbar.

    Zum Jahresende werde der Flugverkehr im deutschen Luftraum wie bereits im August und September nur 45 Prozent des Vorkrisenniveaus erreichen statt der im April prognostizierten 75 Prozent. Die Lotsen der DFS werden nach dieser Einschätzung im Gesamtjahr 2020 rund 1,5 Millionen Flüge kontrollieren. Das wäre die niedrigste Zahl seit der Wiedervereinigung. 1991 waren 1,65 Millionen Bewegungen gezählt worden.

  • Corona in Deutschland und der Welt

    Während wir Sie über die Entwicklungen rund um das Coronavirus in Hessen auf dem Laufenden halten, informieren die Kollegen von tagesschau.de über das weltweite Geschehen. Hier ein Auszug aus den Meldungen des Mittwochs:


    • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) setzt auf Schnelltests für Zuhause. Ein Heimtest müsste nach Spahns Angaben allerdings zunächst von den Behörden genehmigt werden, weil es sich bei Covid-19 um eine meldepflichtige Erkrankung handele.
    • Wieder Notstand in Tschechien und der Slowakei: Ab dem kommenden Montag gilt in Tschechien wieder der Notstand. Damit kann die Regierung strengere Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus ergreifen. Auch die Slowakei schließt sich an. Die Zahl der Neuinfektionen steigt rapide an.
    • Reisewarnung für Belgien: Die Bundesregierung hat wegen steigender Corona-Infektionszahlen für ganz Belgien eine Reisewarnung ausgesprochen. Das geht aus den aktualisierten Reisehinweisen des Auswärtigen Amts hervor.
    • In Israel gibt es besonders viele Corona-Infektionen bei ultraorthodoxen Juden. Sie machen 34 Prozent aller Fälle im Land aus, während der Anteil der Orthodoxen an der Gesamtbevölkerung bei rund 12 Prozent liegt.
  • Personal gegen Dumpinglöhne bei neuer Lufthansa-Plattform

    Bei der Lufthansa-Sanierung hoffen Arbeitnehmervertreter mehrerer deutscher Luftfahrtgesellschaften auf die Unterstützung der Politik. In einem offenen Brief an Bundesregierung und Bundestag prangerten Personal- und Betriebsräte am Mittwoch erneut die geplante Umorganisation eines Teils des Lufthansa-Flugbetriebs als "Tarifflucht auf Steuerkosten" an. Die von den Gewerkschaften unterstützten Arbeitnehmer der Tuifly, Condor und diverser Lufthansa-Gesellschaften forderten die Politik auf, das "beispiellose Vorgehen des Konzerns zur Not durch politische Intervention zu stoppen."

    Die in der Corona-Krise teilverstaatlichte Lufthansa will künftig Flüge zu touristischen Zielen auf einer neuen Plattform namens "Ocean" organisieren, bei der nicht die Personalbedingungen des Konzerntarifvertrags gelten sollen. Mehrere hundert Stellen sind bereits ausgeschrieben.

  • Top-Thema

    Conti-Werk in Karben muss schließen

    Der Aufsichtsrat des Autozulieferers Continental hat die umfassenden Schließungspläne des Konzerns am Mittwoch bestätigt. Neben den beiden ebenfalls betroffenen Werken in Aachen und Regensburg muss auch das Werk in Karben (Wetterau) schließen. Das Aus ist für Ende 2024 vorgesehen, wie das Unternehmen mitteilte. Insgesamt sind an den drei Standorten rund 4.800 Arbeitsplätze betroffen. Neben dem Wegfall von Stellen zählen auch Umschulungen von Mitarbeitern und Verlagerungen von Jobs dazu.

    Die Werksschließungen sind Teil eines verschärften Sparkurses beim zweitgrößten Autozulieferer der Welt. Unter dem Druck des Strukturwandels in der Autoindustrie und der Corona-Absatzkrise will Conti insgesamt weltweit 30.000 Stellen "verändern", davon 13.000 in Deutschland.

  • Top-Thema

    Offenbach verzichtet auf Regel-Verschärfung

    Die Stadt Offenbach verzichtet trotz Erreichen der Eskalationsstufe von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen vorerst auf eine Verschärfung der Corona-Regeln. Wie eine Sprecherin der Stadt bestätigte, bleiben Veranstaltungen mit mehr als 50 Teilnehmern verboten, in Restaurants gilt eine generelle Maskenpflicht. Weitere Maßnahmen wurden aber nicht eingeleitet. Laut Robert-Koch-Institut hat Offenbach am Mittwoch zum zweiten Mal die zweite Warnstufe erreicht, ab einer Inzidenz von 50 ist ein Konzept zur Kontakt-Beschränkung verpflichtend.

  • Erste Lichtblicke am Arbeitsmarkt

    Sinkende Arbeitslosenzahlen und wieder mehr offene Stellen - am hessischen Arbeitsmarkt haben sich im September erste Lichtblicke nach fünf Monaten Corona-Krise gezeigt. Die Folgen der Pandemie sind gleichwohl weiter zu spüren, warnte die Regionaldirektion der Arbeitsagentur am Mittwoch in Frankfurt bei der Vorstellung der aktuellen Arbeitsmarktzahlen.

    Danach waren zum Stichtag 200.733 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet. Das waren 7.734 Menschen weniger als im August und knapp 54.000 mehr als ein Jahr zuvor. Erstmals seit fünf Monaten ging die Arbeitslosenquote in der Monatsfrist wieder zurück, und zwar um 0,2 Punkte auf 5,8 Prozent. Auch die Zahl der Anmeldungen zur Kurzarbeit ist rückläufig. Mit fast 10.000 neuen Stellen wuchs der Bestand auf knapp 39.000 Job-Angebote wieder etwas schneller als im Vormonat.

  • Fulda bereitet Weihnachtsmarkt vor

    Weihnachtsmarkt in Zeiten von Corona: In Fulda soll er stattfinden, aber pandemiebedingt nicht in der bekannten Form von Geselligkeit in Glühwein- und Bratwurst-Dunst. Es soll ein "adventliches Angebot" werden, wie ein Stadtsprecher am Mittwoch dem hr sagte – und zwar vom 27. November bis 20. Dezember. An einem Plan, wie Hygiene- und Abstandsregeln gewahrt werden können, arbeite man. Ein Ticketsystem als Zugangskontrolle an manchen Orten sei denkbar, um den Besucherstrom zu steuern. Das ganze Weihnachtsmarkt-Konzept wird die Stadt am 13. Oktober vorstellen.

  • Testzentrum an Schule nach Infektion

    Die Gutenberg-Realschule in Eltville (Rheingau-Taunus) hat die Klassen der Jahrgangsstufe 7 vorsorglich ins Homeschooling geschickt. Damit regiert sie nach Angaben der Kreisverwaltung auf einen Coronafall. Bei einem Schüler sei eine SARS-CoV-2-Infektion nachgewiesen worden. Nun werde geklärt, welche Schüler, Eltern und Lehrer Kontaktpersonen sind. Betroffene würden getestet. Dafür werde kurzfristig ein Testzentrum an der Schule eingerichtet.

  • Top-Thema

    158 Neuinfektionen, kein Todesfall

    In Hessen ist die Zahl der registrierten Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden um 158 gestiegen. Einen weiteren Todesfall gab es nicht, wie das Robert-Koch-Institut am Mittwoch mit Stand 0 Uhr mitteilte. Die Gesamtzahl der an oder mit Covid-19 Gestorbenen liegt damit weiterhin bei 551. Seit Beginn der Pandemie wurden 18.945 bestätigte Fälle in Hessen gezählt. Davon gelten etwa 16.800 als genesen.

    Unter den Kreisen und kreisfreien Städten weist die Stadt Offenbach die meisten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen auf. Dort stiegt die sogenannte Inzidenz auf 35,0. Offenbach hat damit - inzwischen bereits zum zweiten Mal - die zweite Warnstufe des Landeseinsatzplans erreicht. Es folgen der Kreis Groß-Gerau (32,1), Frankfurt (29,5) und der Kreis Offenbach (26,0).

    Das Eskalationskonzept beinhaltet ein gestuftes Vorgehen zur Bekämpfung der Pandemie
  • Top-Thema

    Neue Verfügung für Kreis Groß-Gerau

    Der Kreis Groß-Gerau reagiert auf das Erreichen und Überschreiten der Eskalationsstufe von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tage. "Wir werden nicht tatenlos zusehen, dass Groß-Gerau die höchste Inzidenz in Hessen aufweist", sagte Landrat Thomas Will (SPD) am Dienstag. Ab Mittwoch trete daher eine neue Allgemeinverfügung in Kraft. Im gesamten Kreis gilt dann:

    • Obergrenze von 25 (geschlossene Räume) beziehungsweise 100 Teilnehmern (unter freiem Himmel) bei privaten Zusammenkünften und Feiern;
    • Maskenpflicht bei Zusammenkünften und Veranstaltungen im öffentlichen Raum, außer am eigenen Sitzplatz;
    • Obergrenze von 50 (Hallen) beziehungsweise 100 (unter freiem Himmel) Zuschauern bei sportlichen Wettkämpfen und beim Training, zudem Maskenpflicht außer am eigenen Sitzplatz;
    • dringende Empfehlung, soziale Kontakte auch im privaten Bereich auf ein Minimum zu reduzieren.

    Die neuen Regeln gelten bis einschließlich 13. Oktober, wie der Kreis weiter mitteilte. Sollte die Inzidenz die nächste Eskalationsstufe von 50 erreichen, drohten weitergehende Kontaktbeschränkungen.