In unserem Ticker informieren wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Hessen.

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  • Ausfälle von Bussen und Bahnen wegen Omikron

    Die Welle von Omikron-Fällen trifft auch die Verkehrsunternehmen. Die Lokale Nahverkehrsgesellschaft Kreis Groß-Gerau (LNVG) teilte am Mittwoch mit, dass es zunehemend zu krankheits- oder quarantänebedingten Ausfällen komme. Fahrplaneinschränkungen seien deshalb unvermeidbar. Damit ein stabiler Fahrplan aufrechterhalten werden kann, habe die LNVG ein Notfallkonzept erarbeitet.

    "Wir werden alles Mögliche unternehmen, um Fahrtausfälle zu vermeiden und fahrplanmäßige Touren wie auch die Verstärkerfahrten für Schüler*innen aufrechtzuerhalten", sagte Landrat Thomas Will (SPD). Auch in Wiesbaden fallen aufgrund von Personalengpässen einige Buslinien aus oder fahren nur eingeschränkt, wie das Verkehrsunternehmen ESWE am Dienstag mitteilte.

    Bei der S-Bahn Rhein-Main gibt es einen erhöhten Krankenstand, der aber auch jahreszeitlich bedingt sein könne, sagte eine Sprecherin. Alle Fahrten könnten dennoch angeboten werden. Auch die Hessische Landesbahn (HLB) fährt regulär, es gebe keinen hohen Krankheitsstand.

    Trennscheibe zwischen Fahrer und Fahrgästen.
  • Top-Thema

    SPD, FDP und Linke fordern flächendeckende Kita-Tests

    Die Fraktionen der SPD, FDP und Linken im Landtag fordern flächendeckende Tests auch für Kita-Kinder. "Es ist grotesk: Gerade diejenigen, denen bisher jeglicher Schutz durch eine Impfung nicht möglich ist, haben in Hessen den schlechtesten Zugang zu Tests", sagte Linken-Pressesprecher Thomas Klein. Das Land müsse PCR-Lolli-Pool-Tests in allen Kitas einführen. Zudem fordern die Linken die Landesregierung auf, die Kosten für die Tests vollumfänglich zu übernehmen.

    Wegen der Verbreitung von Omikron "muss man über die Einführung einer Testpflicht reden", sagte Lisa Gnadl, sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion. Auch die FDP im Landtag fordert verpflichtende Tests in Kindertagesstättem. "Es hat sich gezeigt, dass Tests auf freiwilliger Basis nicht ausreichen, um die Ausbreitung der Krankheit zu verlangsamen und dem Gesundheitsschutz Rechnung zu tragen", sagte Fraktionsvorsitzender der FDP im Landtag, René Rock.

    Bisher wird es den Trägern und Kommunen überlassen, ob in den Kitas kostenlose Corona-Tests durchgeführt, für zuhause mitgegeben oder die Kinder gar nicht getestet werden. Das Land beteiligt sich zur Hälfte an den Kosten für die Tests. Organisieren und den Rest zahlen müssen die Kommunen und Träger selbst.

    Kind benutzt einen Lolli-Test
  • Hospitalisierungsinzidenz steigt leicht

    Die Hospitalisierungsinzidenz ist am Mittwoch in Hessen leicht gestiegen - von 3,94 am Vortag auf 4,04. Die Zahl gibt an, wie viele Covid-19-Patienten pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen neu in Kliniken aufgenommen wurden. Sie bildet das Infektionsgeschehen allerdings nur verzögert ab. Eine Woche zuvor lag die sogenannte H-Inzidenz bei 3,73.

    Auf den Intensivstationen hessischer Krankenhäuser lagen nach Daten des Sozialministeriums am Dienstag 226 Covid-19-Patientinnen und -Patienten. Bei 211 von ihnen wurde eine Corona-Infektion bestätigt, bei 15 besteht der Verdacht. 63,5 Prozent der Corona-Intensivpatienten sind laut Sozialministerium nicht oder erst einmal geimpft, während 29,8 Prozent vollständig geimpft sind. Bei 6,7 Prozent ist der Impfstatus unbekannt. Vor einer Woche waren es 220 Corona-Patientinnen und -Patienten, die auf den Intensivstationen gepflegt werden mussten.

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  • Gesundheitsamt sucht Medizin-Studierende

    Das Gesundheitsamt in Groß-Gerau sucht derzeit neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Erfassung der Corona-Zahlen. Konkret gehe es darum, die Corona-Fälle im Kreis in ein System einzutragen. Durch die Omikron-Variante gebe es so viele Fälle, dass das aktuelle Team nicht mehr hinterher kommt, teilte der Kreis mit.

    Deshalb suche man nun nach Medizin-Studierenden, die für 20 Stunden pro Woche und am Wochenende zur Verfügung stehen. "Voraussetzungen für die Tätigkeit sind Sorgfalt, Genauigkeit, gute Auffassungsgabe und PC-Affinität", hieß es.

    Audiobeitrag

    Audio

    Gesundheitsamt Groß-Gerau sucht Medizin-Studierende

    Zwei Mitarbeiterinnen eines Gesundheitsamts telefonieren.
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  • Top-Thema

    Fehlerhafte Fallzahlen in einigen Kreisen und Städten

    Wegen eines schief gegangenen Software-Updates des Robert Koch-Instituts (RKI) haben weiterhin einige Kreise Probleme, ihre Corona-Fälle an das RKI zu melden. In Frankfurt etwa besteht das Problem seit über einer Woche. Auch jetzt "ist das Problem noch nicht behoben", teilte eine Sprecherin des Gesundheitsamtes auf Anfrage des hr mit. Allein in Frankfurt gebe es einen Rückstand von etwa 6.500 Meldungen.

    Ähnlich sieht es im Kreis Fulda aus. Hier sprechen die gemeldeten Inzidenzen eigentlich dafür, dass der Kreis bald aus der Hotspot-Regelung fällt. Der Kreis lag am Mittwoch mit einer Inzidenz von 296 den vierten Tag in Folge unter der 350er-Marke. Ab dem fünften Tag entfällt die Hotspot-Regel. Doch auch hier werde das Infektionsgeschehen aufgrund des Softwarefehlers aktuell nicht korrekt abgebildet. "Die 7-Tage-Inzidenz ist aus diesem Grund in den vergangenen Tagen nur scheinbar gesunken", hieß es. Fulda bleibt deshalb Hotspot, wie der Kreis mitteilte.

    In der Region Kassel hat es in der vergangenen Woche keine Probleme mit dem Update gegeben. "Wegen der Häufung von Problemen mit neuen Updates, werden diese hier etwas verzögert installiert", teilte der Kreis mit. Dieses Vorgehen habe dem Gesundheitsamt in der Region Kassel gelegentlich Probleme erspart.

    Welche hessischen Kreise genau von den Problemen betroffen sind, konnte das RKI nicht sagen. Der Kreis Fulda verwies auf ein Update des RKI, das für Freitag angekündigt ist. Ab dann sollen sich die Fallzahlen wieder normalisieren, hieß es.

  • Top-Thema

    Handelsverband fordert Ende von 2G

    Der hessische Handelsverband fordert ein Ende der 2G-Regelung im Einzelhandel. In einer Pressemitteilung vom Mittwoch verweist der Verband darauf, dass der Einkauf "mit Maske, Abstand und Hygienemaßnahmen" sicher sei. "2G für den Handel zu beenden, bedeutet nicht zu lockern, sondern vielmehr eine unsinnige Maßnahme abzuschaffen", erklärte Tatjana Steinbrenner, Vizepräsidentin des Handelsverbands. Diese verursache massive Umsatzverluste für Händler.

    Aus Sicht des Handelsverbands sei das Festhalten an der 2G-Regelung in Hessen absurd, da sie in Niedersachsen, Bayern, dem Saarland und in Baden-Württemberg bereits durch Gerichte außer Kraft gesetzt wurde. Zudem würden die Händlerinnen und Händler mit den Kosten und Umständen der 2G-Kontrollen allein gelassen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssten staatliche Aufgaben ausüben in Zeiten, in denen personelle Engpässe nicht unüblich sind.

    2G-Regel im bayerischen Einzelhandel gekippt ()
  • MT Melsungen muss Corona-Chaos ausbaden

    Für die deutsche Nationalmannschaft ist die Handball-EM beendet, für die Bundesliga-Vereine geht der Ärger jetzt erst los. Die MT Melsungen bekommt gleich mehrere infizierte Spieler zurück. Wann sie wieder einsteigen können, ist unklar.

    Timo Kastening und Kai Häfner wurden Anfang der Woche isoliert in einem Krankentransporter zurück nach Nordhessen gebracht. Die gleiche Prozedur steht auch dem dritten infizierten MT-Profi Julius Kühn bevor. Wie die MT Melsungen damit umgeht, lesen Sie hier.

  • Top-Thema

    Rekordwerte bei Neuinfektionen und Inzidenz

    Die Zahl der registrierten Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat einen Rekordwert erreicht: Binnen 24 Stunden wurden 13.385 neue Fälle gemeldet. Das teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) am Mittwoch (Stand 0 Uhr) mit. Im selben Zeitraum wurden 27 weitere Todesfälle registriert, die Gesamtzahl der Toten beträgt 8.766. Insgesamt wurden in Hessen seit Beginn der Pandemie 637.391 Corona-Fälle gemeldet.

    Die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner stieg von 1.025,4 am Vortag auf 1.093,4 - auch das ein Rekordwert. Zwölf von 26 Kreisen und kreisfreien Städten liegen inzwischen über der Marke von 1.000. Die höchsten Werte haben Wiesbaden (1.880,8), Darmstadt (1.647,9), Offenbach (1.568,5), Darmstadt-Dieburg (1.380,9) und Frankfurt (1.352,4) - wobei vor allem die Stadt Frankfurt zuletzt mit technischen Problemen bei der Übermittlung zu kämpfen hatte. Die niedrigste Inzidenz hat der Kreis Fulda mit 295,9. Einen Überblick finden Sie hier.

  • Corona in Deutschland und der Welt

    Während wir Sie über die Folgen der Corona-Pandemie für Hessen informieren, halten unsere Kolleginnen und Kollegen von tagesschau.de das weltweite Geschehen im Blick. Hier ein Auszug aus den Meldungen des Dienstags:

    • Biontech und Pfizer haben ihre erste klinische Studie zur Untersuchung eines speziell auf die Omikron-Variante zugeschnittenen Corona-Impfstoffs begonnen. Dabei sollen die Sicherheit, Verträglichkeit und Wirksamkeit des Impfstoffkandidaten geprüft werden, wie die beiden Unternehmen mitteilten. Die Studie soll bis zu 1420 Testpersonen umfassen, die in drei Gruppen unterteilt werden.
    • Nach Bayern will nun auch Baden-Württemberg die Corona-Regeln für Sport und Kulturveranstaltungen lockern, aber nicht so stark wie der Freistaat. Anders als Bayern wolle die grün-schwarze Landesregierung in der Fußball-Bundesliga keine Spiele mit bis zu 10.000 Zuschauern zulassen, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). "Wir werden sicher mit den Zahlen erheblich drunterbleiben", sagte der Grünen-Politiker.
    • Künftig soll ein gültiges EU-Corona-Zertifikat für Reisen in der EU wichtiger als das Infektionsgeschehen im Abreiseland sein. Die EU-Staaten einigten sich darauf, dass vom 1. Februar an nicht mehr entscheidend sein soll, von wo aus eine Reise startet - sondern, ob ein gültiger Impf-, Test- oder Genesenennachweis vorliegt.
    • Die dänische Regierung peilt einem Medienbericht zufolge ein Ende sämtlicher Corona-Einschränkungen zum Monatsende an. Ministerpräsidentin Mette Frederiksen werde dies am Mittwoch voraussichtlich bekanntgeben, meldet die dänische Tageszeitung Jyllands-Posten unter Berufung auf mehrere Insider. 
  • Bundeswehr verlängert Unterstützung im Frankfurter Gesundheitsamt

    Die Bundeswehr wird die für die Fallbearbeitung zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Frankfurter Gesundheitsamt auch in den kommenden Wochen bei der Kontaktnachverfolgung unterstützen. Der ursprünglich bis Mittwoch, 26. Januar, befristete Einsatz von 20 Soldatinnen und Soldaten wird bis mindestens Dienstag, 22. Februar, verlängert. Das sieht ein Hilfsleistungsantrag vor, den Oberbürgermeister Peter Feldmann unterschrieben hatte.

    Feldmann sagte nun: "Die Bundeswehr ist eine starke Unterstützung im Kampf gegen Corona! Wir müssen Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrechen, vor allem mit Blick auf die vulnerablen Gruppen. Es ist gut zu wissen, dass wir auf die Bundeswehr zählen können. Dafür bin ich auch persönlich dankbar."

  • Eintracht-Trainer kritisiert "völlig absurde Regeln"

    Eintracht Frankfurts Trainer Oliver Glasner hat sich über "völlig absurde Regeln" bei den Zuschauern im Profifußball beklagt. "Ich verstehe es schon lange nicht mehr. Beispiel: 13.700 waren in Magdeburg erlaubt. Theoretisch hätten 13.700 Eintracht Fans, die hier nicht ins Stadion dürfen, mit dem Zug nach Magdeburg fahren können, um dort das Stadion zu füllen. Das sagt alles", sagte der 47 Jahre alte Österreicher in einem Sky-Interview. Glasner spielte damit auf das jüngste Drittliga-Spiel des 1. FC Magdeburg gegen den TSV Havelse an. Die Eintracht durfte zuletzt in der Bundesliga gegen Arminia Bielefeld coronabedingt nur 1.000 Fans zulassen.

    "Der Fußball muss aufgrund der öffentlichen Aufmerksamkeit und Strahlkraft als Buhmann herhalten, obwohl ich glaube, es ist nachgewiesen, dass im Stadion de facto keine Ansteckungen stattfinden", kritisierte Glasner. Dabei sei der Fußball nie bevorzugt worden. "Es war die erste Branche, die überlegt hat, wie wir den Spielbetrieb aufrechterhalten können. Also wie wir unserem Geschäftsmodell nachgehen können. Erst später sind Gastronomie und Hotelerie nachgezogen, in den Schulen vermisse ich das bis heute", erklärte er.

  • Hospitalisierungsinzidenz steigt leicht

    Die Hospitalisierungsinzidenz in Hessen ist leicht gestiegen. Am Dienstag lag sie nach Angaben des Sozialministeriums bei 3,94 - nach 3,85 am Montag. Eine Woche zuvor betrug der Wert 3,16. Auf den Intensivstationen der Krankenhäuser in Hessen wurden am Dienstag 239 Covid-19-Patienten behandelt. Vor einer Woche waren es 233 Patientinnen und Patienten gewesen.

  • Führerschein: Theorie-Unterricht bald online?

    Hessen will Fahrschulen ermöglichen, den theoretischen Unterricht auch online zu erteilen. Ein entsprechender Bundesratsantrag wird am Mittwoch im Verkehrsausschuss der Länderkammer beraten, teilte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) mit: "Während der Corona-Pandemie hat sich gezeigt, dass Online-Fahrunterricht gut funktioniert. Deshalb gibt es keinen Grund, die Ausnahme auslaufen zu lassen, gerade in der gegenwärtigen Pandemielage."

    Hessen stellt den Antrag gemeinsam mit Baden-Württemberg und Hamburg. Die drei Länder kritisieren eine Vorlage des Bundesverkehrsministeriums, die Online-Unterricht nur unter Einschränkungen vorsieht. Sie verlangen eine Neufassung, die digitale Angebote grundsätzlich erlaubt und dafür Rahmenbedingungen definiert. Al-Wazir machte deutlich, dass Online-Kurse eine zusätzliche Möglichkeit bieten, den Präsenz-Unterricht aber nicht einfach ablösen sollen: "Selbstverständlich bedarf es dafür klarer Qualitätsmaßstäbe. Bei ihrer Erarbeitung sollte der Bund die Expertise der Länder einbeziehen."

  • Festgenommener gehört Reichsbürgerszene an

    Der Mann, der bei den gestrigen Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen in Gladenbach festgenommen worden ist, gehört nach hr-Informationen der Reichsbürger-Szene an. Der 45-Jährige ist bei der Polizei im Zusammenhang mit Corona-Maßnahmen kein Unbekannter. Die Beamten haben ihn aus der Demo rausgefischt, weil er eine Geldstrafe nicht bezahlt hatte. Das Amtsgericht Biedenkopf hatte ihn 2021 wegen Hausfriedensbruch und Beleidigung verurteilt. Inzwischen hat er die rund 2.000 Euro bezahlt, ist wieder auf freiem Fuß.

    In der Vergangenheit ist er aufgefallen, weil er Videos verbreitet, in denen er über eine angebliche Verschwörung gegen Deutschland erzählt, darin zeigt er sich als Kämpfer mit Pfeil und Bogen. Nach hr-Informationen war er im Sommer 2020 auch dabei, als verschiedene Gruppen aus dem rechtsextremen Bereich am Rande einer Demo gegen die Corona-Maßnahmen das Portal des Berliner Reichstages gestürmt haben.

  • Top-Thema

    Demo-Bilanz: Rund 19.000 Menschen protestieren gegen Maßnahmen

    Hessenweit haben sich nach Angaben des Innenministeriums am Montagabend rund 19.000 Menschen an Versammlungen beteiligt, um gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen zu demonstrieren. Die Größen variierten dabei von einstelligen Teilnehmerzahlen bis hin zu rund 1.000 Menschen in Fulda, wie das Ministerium mitteilte. Der Polizei seien insgesamt 139 Veranstaltungen bekannt geworden, von denen 31 angemeldet worden seien. Daneben habe es hessenweit 16 angemeldete und sechs nicht angemeldete Gegenveranstaltungen mit insgesamt etwa 1.900 Teilnehmenden gegeben.

    Die größte Versammlung von Gegnern der aktuellen Corona-Maßnahmen in Fulda habe sich nach rund eineinhalb Stunden ohne besondere Vorkommnisse aufgelöst, teilte das Ministerium mit. In Kassel sei eine nicht angemeldete Veranstaltung mit rund 100 Personen aufgelöst worden, nachdem es zu wiederholten Verstößen gegen Auflagen sowie einzelnen Straftaten gekommen sei. Im mittelhessischen Gladenbach wurde laut Ministerium ein Haftbefehl bei einer Person vollstreckt, die bei einer Versammlung dabei war.

  • Zahl der Erwerbstätigen bleibt stabil

    Die Zahl der Erwerbstätigen ist 2021 mit knapp 3,5 Millionen Männern und Frauen stabil geblieben. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl lediglich leicht um 0,1 Prozent, wie das Statistische Landesamt mitteilte. Im ersten Jahr der Corona-Pandemie hatte das Minus noch 0,8 Prozent betragen. Das war den Angaben nach der erste Rückgang seit 2005 gewesen. Die rückläufige Zahl der Erwerbstätigen habe 2021 - wie schon im Vorjahr - ausschließlich die Gruppe der geringfügig entlohnt Beschäftigten betroffen, teilte das Landesamt mit. Für sie bestehe nicht die Möglichkeit der Kurzarbeit.

    Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung habe dagegen zugelegt. Im Baugewerbe zum Beispiel stieg die Beschäftigung den Angaben nach um 1,5 Prozent. Das verarbeitende Gewerbe hingegen verlor 1,8 Prozent. In der Statistik werden alle Erwerbstätigen erfasst, unabhängig von beruflicher Stellung oder Arbeitszeit. Entscheidend ist der Arbeits- und nicht der Wohnort.

  • Wiesbadens Busverkehr eingeschränkt

    Der Wiesbadener Mobilitätsdienstleister ESWE Verkehr muss wegen erhöhten Krankenstandes in der Belegschaft sein Fahrplanangebot in der Landeshauptstadt kurzfristig und vorübergehend reduzieren. ESWE teilte mit, dass aufgrund der Omikron-Welle folgende Änderungen mit Betriebsbeginn am Donnerstag in Kraft treten: Auf den Buslinien 1, 8, 4 und 14 gilt der Ferienfahrplan. Zu erkennen ist dieser an der Spaltenbezeichnung "Ferien" auf den Fahrplanaushängen sowie im aktuellen Fahrplanbuch. Alle Fahrten der Buslinie 2 entfallen. Alle anderen Linien, alle E-Wagen sowie die Busse im Schülerverkehr fahren weiter nach dem regulären Fahrplan.

    Diese Änderungen gelten bis auf weiteres. Man sei bemüht, "schnellstmöglich wieder zum regulären Fahrplanangebot zurückzukehren", hieß es weiter.

  • Top-Thema

    Ganz Hessen ist "Hotspot"

    Mit dem Werra-Meißner-Kreis gilt seit Dienstag auch der letzte Kreis in Hessen als sogenannter Corona-Hotspot. Damit traten dort auch strengere Regeln in Kraft. Dazu zählen unter anderem eine Maskenpflicht an besonders stark frequentierten Orten und ein Alkoholverbot an öffentlichen Plätzen. Hotspot wird ein Kreis oder eine kreisfreie Stadt, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 350 lag.

    Eschwege: Blick auf Werrabrücke und "Brückenhausen".
  • Top-Thema

    Woolworth verzichtet auf 2G-Kontrollen

    In den Filialen der Kaufhauskette Woolworth können ungeimpfte Kundinnen und Kunden seit Samstag wieder einkaufen. "Tatsächlich verzichten wir seit dem Wochenende auf 2G-Kontrollen in allen 40 Woolworth-Kaufhäusern in Hessen", bestätigte eine Sprecherin dem hr am Dienstag.

    Woolworth zählt sich aufgrund seines Sortiments zu den so genannten Grundversorgern, für die die 2G-Regel nach der hessischen Coronaschutzverordnung nicht gilt. Woolworth wurde von den Behörden in Bayern und im Saarland bereits als Grundversorger eingestuft. Darauf beruft sich das Unternehmen auch für seine Filialen in Hessen. Zuerst hatte die FAZ darüber berichtet.

    Woolworth-Kontrolle
  • Top-Thema

    Inzidenz steigt auf Rekordwert

    Die Zahl der registrierten Neuinfektionen mit dem Coronavirus liegt wieder im fünfstelligen Bereich: Binnen 24 Stunden wurden 12.439 neue Fälle gemeldet. Das teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) am Dienstag (Stand 0 Uhr) mit. Im selben Zeitraum wurden zwölf weitere Todesfälle registriert, die Gesamtzahl der Toten beträgt 8.739. Insgesamt wurden in Hessen seit Beginn der Pandemie 624.006 Corona-Fälle gemeldet.

    Die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner stieg von 937,7 am Vortag auf 1.025,4 - und damit erstmals über die Schwelle von 1.000. Zehn Kreise und Städte liegen inzwischen über der Marke von 1.000. Die höchsten Werte haben Wiesbaden (1.807,6), Offenbach (1.603,6), Darmstadt (1.508,4) und Frankfurt (1.259,0) - wobei vor allem die Stadt Frankfurt zuletzt mit technischen Problemen bei der Übermittlung zu kämpfen hatte. Die niedrigste Inzidenz hat der Kreis Fulda mit 274,4. Einen Überblick finden Sie hier.

  • Top-Thema

    Corona-Demos und Gegendemos in Hessen

    Gegner der Corona-Maßnahmen und Impfgegner haben am Montagabend in Hessen auf teils angemeldeten Veranstaltungen aber auch sogenannten Montagsspaziergängen demonstriert. Es gab auch Gegendemonstrationen. Nach Informationen der Polizeipräsidien verliefen die Proteste weitgehend friedlich.

    In Kassel wurde eine nicht angemeldete Versammlung mit rund 100 Teilnehmern aufgelöst, nachdem ein Großteil der Teilnehmer laut Polizei der mehrfachen Aufforderung der Beamten, Abstand zu halten und eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, nicht nachkam. Ingesamt wurden bei Versammlungen in Kassel rund 30 Verfahren wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz und die Corona-Schutzverordnung eingeleitet. Die Beamten in Mittelhessen stellten bei verschiedenen Veranstaltungen rund 20 Identitäten wegen Ordnungswidrigkeiten fest. In Gladenbach (Marburg-Biedenkopf) wurde bei einem sogenannten Montagsspaziergang eine Person festgenommen, gegen die ein Haftbefehl vorlag.

  • Top-Thema

    Handel kritisiert nur vage Öffnungsankündigungen

    Der Bund-Länder-Beschluss vom Montag, erstmal weiter den derzeitigen Kurs in der Corona-Pandemie fortzufahren, stößt bei Handel und Industrie auf Kritik. "Hessens Wirtschaft begrüßt, dass die bestehenden Auflagen nicht verschärft werden. Doch die nur vagen Ankündigungen von Öffnungen sind schlechte Nachrichten für viele Betriebe", sagte Kirsten Schoder-Steinmüller, Präsidentin des Hessischen Industrie- und Handelskammertages (HIHK).

    Je länger 2G im Einzelhandel und 2G-Plus im Gastgewerbe andauerten, desto gravierender seien die wirtschaftlichen Folgen, so die HIHK-Präsidentin. "Zwar lindern die Überbrückungshilfen die größte Not, aber wirtschaftliche Perspektive geben sie nicht." Änderungen erst Ende Februar oder Anfang März kämen für sie zu spät. Die aktuelle Corona-Verordnung in Hessen gilt bis 12. Februar.

  • Unterschied zwischen PCR- und Schnelltest

    PCR-Tests sollen laut dem Bund-Länder-Beschluss vom Montag bei Engpässen priorisiert werden und vorrangig für bestimmte Gruppen zur Verfügung stehen. Zum Nachweis und zum Freitesten sollen dann vermehrt die Antigen-Schnelltests zum Einsatz kommen. Wie unterscheiden sich die beiden Testverfahren?

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    Unterschied zwischen PCR- und Schnelltest

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  • Wie geht es weiter mit der Corona-Politik?

    Wie geht der Corona-Kurs nach den Bund-Länder-Gesprächen vom Montag weiter? Dazu eine Einschätzung von hr-Landtagskorrespondent Michael Immel.

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    Wie geht es weiter mit der Corona-Politik?

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  • Top-Thema

    Bombendrohung von mutmaßlichen Corona-Gegnern

    Die Stadtverordnetenversammlung in Kassel ist am Montagnachmittag wegen einer Bombendrohung abgebrochen und vertagt worden. Die Sitzung hatte ab 16 Uhr im Campus-Center der Universität Kassel stattgefunden. Kurz nach 17 Uhr wurde eine Drohmail mutmaßlich aus dem Kreis von Gegnern der Corona-Maßnahmen an einen breiten Empfängerkreis geschickt. Darin wurden Rohrbomben und Sprengsätze erwähnt, die um 18 Uhr detonieren sollten.

    Die Polizei räumte und durchsuchte das Gebäude, fand aber keine Sprengsätze. Hinweise auf die Identität des Absenders gab es zunächst nicht. Weiteres will die Polizei am Dienstag mitteilen.