In unserem Ticker informieren wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Hessen.

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  • Darmstadt verlegt Intensivpatient

    Die Darmstädter Kliniken melden, dass ihre Intensivstationen überbelegt sind und den Druck nur noch durch weitere Abverlegungen abfedern können. Im gesamten Versorgungsgebiet 6 gibt es demzufolge derzeit keine freien Intensivbetten mehr. Dies habe auch damit zu tun, dass die Patienten in der vierten Welle im Schnitt jünger sind, und deshalb länger ein Bett beanspruchen. Ein beatmeter Intensiv-Patient wurde bereits von Darmstadt nach Fulda per Hubschrauber verlegt.

    Auf Normal- und Intensivstation befinden sich aktuell im Klinikum Darmstadt 12 (22), im Elisabethenstift 7 (1), im Alice-Hospital 5 (0) Patientinnen und Patienten.

  • Erbacher Bäckerei kann wieder öffnen

    Das Gesundheitsamt hat die Untersagung des Betriebs im Café Zeitlos und der Odenwälder Landbäckerei in Erbach (Odenwald) aufgehoben. Sie waren wegen Verstößen gegen Bestimmungen des Infektionsschutzgesetzes und der Corona-Schutzverordnung geschlossen worden. Der Betreiber hat ein Abstands- und Hygienekonzept vorgelegt, das vom Gesundheitsamt geprüft wurde. Es fand ein konstruktiver Austausch zwischen dem Betreiber und dem Gesundheitsamt statt, in dem die einschlägigen Regeln thematisiert und einem tragfähigen Konzept zugeführt wurden.

    Die Behörde betont, dass die geltenden Bestimmungen eingehalten werden müssen. Die Maskenpflicht für das Personal gilt nicht, wenn nur eine Verkäuferin hinter dem Verkaufstresen arbeitet, keinen Kontakt zu anderen Personen hat und sie hinter der Plexiglas-Abtrennung bleibt.

  • Weitere Omikron-Verdachtsfälle bestätigt

    Am Wochenende war der erste Omikron-Fall in Hessen bestätigt worden, im Anschluss sind dann sieben Proben weiterer Verdachtsfälle zur Untersuchung an das Universitätsklinikum Frankfurt übersandt worden. Das Institut für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt hat diese Proben nun sequenziert. "Die Sequenzierungen haben heute bestätigt, dass es sich bei allen sieben Verdachtsfällen um Infektionen mit der Omikron-Variante handelt", teilte Institutsdirektorin Sandra Ciesek am Mittwoch mit. 

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    Audioseite Weitere Omikron-Verdachtsfälle in Hessen

    Ein Passagier läuft mit seinem Gepäck am Flughafen Frankfurt.
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  • Top-Thema

    Corona in Deutschland und der Welt

    Während wir Sie über die Folgen der Corona-Pandemie in Hessen informieren, halten unsere Kolleginnen und Kollegen von tagesschau.de das weltweite Geschehen im Blick. Hier ein Auszug aus den Meldungen vom Mittwoch:

    • Frankreich verschärft die Auflagen für die Einreise ungeimpfter Personen. Betroffene müssen künftig einen negativen PCR-Test vorweisen, der nicht älter als 24 Stunden sein darf. Reisende, die nicht aus EU-Ländern stammen, müssen nun in jedem Fall einen negativen PCR-Test vorweisen - unabhängig davon, ob sie geimpft oder genesen sind.
    • EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat sich dafür ausgesprochen, eine allgemeine Corona-Impfpflicht in der Europäischen Union zu prüfen. 
    • Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch hat von der künftigen Bundesregierung Maßnahmen zur Wiedergewinnung ehemaliger Pflegekräfte gefordert. Notwendig sei eine "bundesweit koordinierte Rückholaktion für Ex-Pflegekräfte", sagte Bartsch. 
  • Unter-60-Jährige häufiger geboostert als Senioren

    Zu Wochenbeginn wurden in Hessen erstmals mehr Unter-60-Jährige als Senioren geboostert. Am Montag und Dienstag haben sich rund 73.000 Menschen die Auffrisch-Impfung geholt. 54 Prozent waren jünger als 60 Jahre, 46 Prozent älter. Vor einer Woche waren noch die Senioren in der Mehrheit (56 Prozent). Das geht aus Zahlen des Robert-Koch-Instituts hervor. Demnach haben bisher rund 24 Prozent der Über-60-Jährigen in Hessen ihren Impfschutz aufgefrischt.

    Angesichts lokaler Impfstoffknappheit wie derzeit in Frankfurt hat Hessens Sozialminister Kai Klose (Grüne) aufgerufen, Ältere, Vorerkrankte und Menschen mit Immunschwäche vorzulassen. Sie seien besonders gefährdet für schwere Krankheitsverläufe. Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Auffrischung allen ab 18, deren Grundimmunisierung sechs Monate zurückliegt. Allerdings sollten Über-70-Jährige, Pflegeheim-Bewohner, Immunsupprimierte und medizinisches Personal bevorzugt geimpft werden.

  • "Windhund-Rennen" um Booster-Impfungen sorgt für Verdruss

    Menschenaufläufe wegen Corona-Impfungen, Mangel an Impfstoffen: Verbände und Mediziner kritisieren, dass es bei der Booster-Impfkampagne keine Priorisierung mehr gibt. Andererseits werden mittlerweile Impfungen angeboten, wo man nicht damit rechnet:

  • DGB kritisiert Anti-Corona-Proteste

    Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) kritisiert die für Samstag in Frankfurt angekündigten Anti-Corona-Proteste. "Die Pandemie ist Fakt, und die Überlastung der Intensivstationen auch. Das zu ignorieren ist im wahrsten Sinne des Wortes tödlich und grob unsolidarisch", sagte der Frankfurter DGB-Vorsitzende Philipp Jacks. Die Argumentation der Demonstrierenden ist seiner Meinung nach "völlig inkonsistent": "Sie protestieren einerseits gegen Impfen, gegen Hygienemaßnahmen, gegen Schließungen, bieten aber andererseits keine Antwort, wie die SARS-2-Pandemie bewältigt werden könnte." Es sei wie so oft in der Weltgeschichte: "zu einfache Antworten auf komplexe Fragen führen zu massivem Schaden für Gesellschaft und Bevölkerung", so Jacks.

    Der Gewerkschaftsbund warnt außerdem vor der Vereinnahmung der Proteste durch Rechtsextremisten: an den Anti-Corona-Protesten würden regelmäßig auch bekannte Personen aus der rechtsextremistischen Szene teilnehmen. "Jede und jeder sollte sich gut überlegen, mit wem er oder sie sich gemein mache", sagte der DGB-Vorsitzende.

  • Jeder Zehnte missachtet 3G im Darmstädter ÖPNV

    Im ÖPNV des Stadtgebiets Darmstadt haben am Dienstag Polizeibeamte Kontrollen durchgeführt, um die 3G-Regeln bei Nutzung des öffentliche Personen- und Nahverkehrs zu überprüfen. Insgesamt wurden 349 Fahrgäste überprüft, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. 37 der Überprüften konnten demzufolge die erforderlichen Nachweise nicht vorzeigen. Diese Verstöße zogen eine Anzeige nach sich, die an das Ordnungsamt der Stadt Darmstadt weitergeleitet werden.

    Die Mehrheit der Verstöße wurde in der Zeit zwischen 13 Uhr und 14.30 Uhr an der Haltestelle "Böllenfalltor" festgestellt. Von dort 254 kontrollierten Fahrgästen hielten sich 23 Personen nicht an die geltenden Hygieneregeln und konnten weder einen aktuellen Coronatest noch einen Impfnachweis oder die Bestätigung einer Genesung vorzeigen.

  • Neues Impfzentrum in Gießen eröffnet

    In der ersten Etage des Neustädter Tors ist heute in der Gießener Innenstadt wieder ein Impfzentrum in Betrieb genommen worden. Der Landkreis Gießen und die Stadt wollen dadurch bis zu 500 Menschen am Tag zusätzlich impfen. Das Angebot gilt mit Terminvereinbarung zu erst für Menschen über 60 Jahre oder Menschen mit Vorerkrankungen. Von Montags bis Samstags hat das Impfzentrum ab 10 Uhr geöffnet. Wer noch eine erste Impfung bekommen muss, der braucht keinen Termin.

  • Besuchsverbot im Klinikum Gersfeld

    Wegen der angespannten Corona-Lage gilt am Klinikum Gersfeld (Fulda) ab heute ein Besuchsverbot für Angehörige. "Aufgrund der sehr hohen Inzidenzzahlen ist der Besuchsstopp erforderlich, um zu verhindern, dass das Virus ins Klinikum Gersfeld eingetragen wird", sagte Geschäftsführer Jan Garlepp.

    Wer Angehörige ins Klinikum bringt oder von dort abholt, muss die 3G-Regel erfüllen (geimpft, genesen, negativ getestet). Die Arztpraxen des Ärztehauses bleiben von dem Besuchsverbot im Klinikum Gersfeld ausgenommen.

  • Neue Impfstation für ältere Menschen in Kassel

    Aufgrund des anhaltenden Andrangs auf die städtischen Impfstellen startet die Stadt Kassel heute eine Impfstelle zunächst explizit für ältere Menschen. In der Impfstation in einem Glasanbau der Wohnstadt GmbH auf dem Lyceumsplatz können sich Personen, die 60 Jahre und älter sind oder einen Rollstuhl benötigen, in der barrierefreien Impfstelle impfen lassen. "Neben den nach wie vor wichtigen Erstimpfungen gilt es jetzt vorrangig ältere Menschen durch eine Auffrischungsimpfung noch besser zu schützen", sagte Oberbürgermeister Christian Geselle. Durch die neue Impfstelle soll diesen Personengruppen eine möglichst geringe Wartezeit im Freien zugemutet werden.  

    Der Oberbürgermeister erklärte weiterhin, dass die Anzahl an städtischen Impfstellen noch ausgebaut werde. Die Vorbereitungen dazu seien bereits angelaufen. "Wir werden im Stadtgebiet zusätzliche Impfstellen einrichten, um unseren Bürgerinnen und Bürgern unkompliziert eine Impfung zu ermöglichen. Dadurch wollen wir auch die Arztpraxen entlasten," sagte Geselle. Die genauen Örtlichkeiten werden schnellstmöglich bekannt gegeben. Eine Voraussetzung dazu sei auch, dass ausreichend Impfpersonal zur Verfügung stehe.

  • Top-Thema

    Hospitalisierungsinzidenz steigt, 307 Intensivpatienten

    Die Hospitalisierungsinzidenz in Hessen ist leicht gestiegen. Der Wert lag nach Angaben des Sozialministeriums am Mittwoch bei 4,24, am Vortag bei 3,94. Vor einer Woche betrug der Wert 4,43. Die Zahl gibt an, wie viele Corona-Erkrankte bezogen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen ins Krankenhaus kommen.

    Auf den hessischen Intensivstationen waren laut Sozialministerium am Dienstag 307 Betten (Vorwoche: 260) mit Covid-19-Patienten belegt. Bei 297 wurde die Infektion bestätigt, bei 10 lag zunächst der Verdacht auf die Erkrankung vor. 59,1 Prozent der Covid-19-Intensiv-Patienten sind nicht oder nicht vollständig gegen das Virus geimpft.

    Auf den hessischen Normalstationen wurden 848 Patienten und Patientinnen behandelt. Bei 748 wurde eine SARS-CoV-2 Infektion bestätigt, bei 100 besteht der Verdacht. Vor einer Woche lag die Zahl der Hospitalisierten bei 816.

    Die Intensivbetten-Belegung und die Hospitalisierungsinzidenz sind wichtige Indikatoren zur Beurteilung der aktuellen Corona-Lage. Überschreiten sie bestimmte Grenzwerte, gelten weitergehende Maßnahmen. Allerdings bilden sie das Infektionsgeschehen zeitverzögert ab.

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  • Gewerkschaften kritisieren 3G-Regel-Kontrollen

    Die hessischen Verbände der Gewerkschaften ver.di und der Eisenbahn-und Verkehrsgewerkschaft EVG sind dagegen, Fahr- und Begleitpersonal im Öffentlichen Personen-Nahverkehr die Einhaltung der 3G-Regeln kontrollieren zu lassen. Busfahrer, Zugbegleiter und Kundenbetreuer seien dazu nicht ausgebildet, sagte ver.di Landesbezirksleiter Jürgen Bothner. "Außerdem können sie nicht zusätzlich zu ihrer regulären beruflichen Tätigkeit polizeiliche Aufgaben wie Ahndung und Sanktionierung übernehmen." Das wäre eine nicht akzeptable Mehrbelastung, die auch durch fehlende Qualifizierung dem Infektionsschutz nicht dienen würde.

    Seit dem 24. November 2021 darf Busse und Züge nur betreten, wer geimpft, genesen oder getestet ist. Bei einem Verstoß muss der Fahrgast Bus oder Zug an der nächsten Haltestelle verlassen, außerdem wird ein Bußgeld fällig. Allerdings ist im Gesetz nicht geregelt, wer das kontrollieren soll. Das kritisiert auch Andreas Güth, Leiter der EVG-Geschäftsstelle Kassel. Die Erfahrung bei der Maskenkontrolle habe bereits gezeigt, dass es nicht selten zu verbalen Übergriffen und Tätlichkeiten kommt. "Wir fordern die Politik auf, den Kolleg*innen umgehend ausgebildetes und routiniertes Sicherheitspersonal zur Seite zu stellen", sagte Güth. Die Kontrolle und Sanktionierung im Rahmen der 3G-Regelung, so ver.di und EVG, würde das Fahr- und Begleitpersonal der Gefahr aussetzen, geschubst, getreten oder geschlagen zu werden. Nur ausgebildetes Sicherheitspersonal könne für angemessene Kontrolle und damit auch für die wirksame Bekämpfung der Pandemie sorgen.

  • 3G-Regel und Maskenpflicht im Landtag

    Der hessische Landtag führt im Plenarsaal die 3G-Regel ein. Außerdem gilt ab der Sitzung am 7. Dezember auch wieder eine Maskenpflicht am Platz, wie Landtagspräsident Boris Rhein (CDU) mitteilte. "Als gewählte Volksvertreter können wir an unser eigenes Verhalten keine niedrigeren Maßstäbe anlegen als an das Verhalten der Bürgerinnen und Bürger, für die am Arbeitsplatz ebenfalls die 3G-Regel gilt."

    Den Plenarsaal in Wiesbaden darf nach der neuen Regelung nur noch betreten, wer geimpft, genesen oder getestet ist. Dazu werden die 137 Abgeordneten des Landtages gebeten, ihren Impf- oder Genesenstatus freiwillig nachzuweisen, erklärte Rhein. Wer diesen Nachweis erbringt, bekomme ein Armbändchen für die drei Plenartage in der nächsten Woche und dürfe den Plenarsaal betreten. Abgeordnete, die einen solchen Nachweis nicht erbringen können oder wollen, können nach Angaben des Präsidenten auch einen negativen Test vorzeigen, um in den Plenarsaal zu gelangen. Um keine Abgeordneten an der Ausübung ihres freien Mandats zu hindern, werde Test-Verweigerern ein abgetrennter Teil auf der Besuchergalerie mit eigenem Eingang und Ausgang zur Verfügung gestellt.

  • Pflegeleiter am UKGM "emotional erschöpft"

    Im Interview mit hr-iNFO hat Tobias Kempff, Pflegeleiter der Pneumologischen Intensivstation der Uniklinik Gießen-Marburg (UKGM), über die Situation der Pflegekräfte in der vierten Welle berichtet. "Ich bin seit 1997 in der Intensivpflege und habe viel gesehen, aber diese 20 Monate Corona-Wahnsinn, das nimmt mich sehr mit", sagte Kempff. Er sei emotional erschöpft, genau wie viele andere Pflegekräfte.

    "Die Systemrelevanz, die wir haben, muss nicht irgendwann, sondern jetzt honoriert werden", forderte Kempff. Man brauche hohe Zulagen für Pflegekräfte auf den Intensivstationen und in den Covid-Bereichen, "und zwar nicht bezahlt von den Krankenhäusern, sondern vom Bund." Außerdem brauche es mittelfristig eine bessere Bezahlung und Arbeitsbedingungen, um den Beruf attraktiver zu machen.

  • Top-Thema

    Virologe Stürmer fordert Kontaktbeschränkungen für alle

    Der Frankfurter Virologe Martin Stürmer hält die verschärften Corona-Regeln für nicht ausreichend. Stürmer sagte, die Verschärfungen wie 2G beim Shoppen und Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte gingen zwar in die richtige Richtung, reichten aber nicht aus. Es müsse noch mehr passieren, um die Pandemie einzudämmen - gerade mit Blick auf die Virus-Variante Omikron: "Wir müssen jetzt sehr konsequent die Kontakte für alle reduzieren, nicht nur für die Ungeimpften." Es seien nicht nur die Großveranstaltungen, die zu Problemen führten, sondern auch viele kleine Aktivitäten. "Das müssen wir nicht lange machen, aber die Zahlen müssen erstmal runter."

    Der Virologe Martin Stürmer steht im Labor und lächelt in die Kamera.
  • Landrat ruft zu Kontaktreduzierung auf

    Der Landrat des Rheingau-Taunus-Kreises, Frank Kilian, hat zu freiwilligen Kontaktbeschränkungen aufgerufen. Wenn die Menschen privat weniger Leute treffen, verringere dies das Ansteckungsrisiko und entlaste die Krankenhäuser, sagte Kilian. Die aktuelle Entwicklung sei "besorgniserregend, aber wir können gemeinsam dazu beitragen, die Infektionswelle einzudämmen, indem wir uns alle an die AHA-Regeln halten". AHA steht für Abstand, Hygiene und Alltag mit Maske.

    Das Gesundheitsamt habe in der vierten Welle eine "weitaus höhere" Zahl an Kontakten pro Infiziertem festgestellt als im Frühjahr. Dadurch steige nicht nur die Gefahr, sich selbst zu infizieren, sondern auch eine größere Arbeitsbelastung im Gesundheitsamt. Eine vollständige Kontaktverfolgung sei momentan nicht mehr möglich. An die Gastronomen und Veranstalter appellierte Kilian, "nicht in den Anstrengungen nachzulassen" und die Zugangskriterien wie Impfstatus und Maske weiterhin gewissenhaft zu kontrollieren.

  • Hausärzte "stinksauer" wegen Impfstoffmangel

    Die Hausärzte in Hessen sind "stinksauer" auf die Politik in Berlin. Dass ausgerechnet jetzt nicht genug Corona-Impfstoff in den Praxen ankommt, "das ist eine vollständige Katastrophe", sagte der Vorsitzende des Hausärzteverbands Hessen, Armin Beck. "Das ist ein organisatorischer Super-GAU." Die Stimmung sei angespannt, "man könnte auch sagen, beschissen".

    3.500 Hausarzt-Praxen und mehr als 1.500 Facharztpraxen in Hessen hätten so viele Impftermine wie möglich auf die Beine gestellt. Nun müssten die Mitarbeiterinnen die Patienten anrufen, den Termin absagen "und sich dann noch dafür beschimpfen lassen". Viele Praxen hätten Impftermine bis in den Januar vergeben. Es gebe keinen Spielraum, um die abgesagten Impfungen dazwischen zuschieben. "Das Ganze ist maximal frustrierend", sagte Beck.

  • Top-Thema

    3.132 Neuinfektionen, 14 Todesfälle

    Die Zahl der registrierten Infektionen mit dem Coronavirus ist binnen 24 Stunden um 3.132 gestiegen. Das teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) am Mittwoch (Stand 0 Uhr) mit. Im selben Zeitraum wurden 14 Todesfälle registriert. Die Gesamtzahl der Toten im Zusammenhang mit Covid-19 liegt damit bei 8.157. Insgesamt wurden in Hessen seit Beginn der Pandemie 415.775 Corona-Fälle gemeldet.

    Die Sieben-Tage-Inzidenz sank leicht von 272,2 am Vortag auf 268,3. 21 von 26 Kreisen und kreisfreien Städten liegen über der Marke von 200. Den höchsten Wert hat weiter der Kreis Odenwald mit 561,2, es folgt die Bergstraße (371,2) sowie die Stadt Offenbach (349,9). Die niedrigste Inzidenz weist der Kreis Marburg-Biedenkopf (152,9) auf. Einen Überblick finden Sie hier.

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  • Test- und Laborkapazitäten geraten an Grenzen

    Der Kampf gegen die Pandemie kommt mancherorts ins Stocken: Impfstoffe sind plötzlich wieder knapp und auch die Test- und Laborkapazitäten geraten an ihre Grenzen. So kann es passieren, dass bis zu vier Tage auf ein Testergebnis gewartet werden muss:

    Videobeitrag

    Video

    zum Video Knappe Test- und Laborkapazitäten

    hessenschau vom 30.11.2021
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  • Corona-Newsletter für Hessen

    Neue Infektionszahlen, Gesetzesänderungen, Notlagen: Täglich überschlagen sich in der Corona-Krise die Ereignisse. Wir beobachten für Sie alles, was in Hessen und darüber hinaus passiert und bereiten die wichtigsten Ereignisse in einem Newsletter für Sie auf. Um den Newsletter zu abonnieren, müssen Sie nur Ihre E-Mailadresse eintragen und eine Bestätigungsmail anklicken.

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  • HIHK: "2G wird hessischen Einzelhandel belasten"

    Der Hessische Industrie- und Handelskammertag (HIHK) befürchtet eine starke Belastung des Einzelhandels durch die Einführung der 2G-Regel. "Es wird zu deutlichen Umsatzeinbußen kommen, obwohl der Einzelhandel kein Infektionstreiber ist", sagte Kirsten Schoder-Steinmüller, Präsidentin des HIHK.

    Durch die Regelung komme es zu Wettbewerbsverzerrungen im stationären Einzelhandel. "Während Grundversorger allen Kunden offenstehen, dürfen Sortimentsanbieter nur unter 2G und mit hohem Kontrollaufwand öffnen", so Schoder-Steinmüller.

  • AfD kritisiert Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte

    Die AfD-Fraktion im Hessischen Landtag hat die vom Corona-Kabinett beschlossenen Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte kritisiert. "Obwohl auch Geimpfte und Genesene zum Infektionsgeschehen beitragen, werden wieder vor allem Ungeimpfte eingeschränkt", sagte Volker Richter, sozialpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion. Die Ungeimpften würden "zum Sündenbock für eine wiederholt unvorbereitete schwarz-grüne Krisenpolitik gemacht".

    Ab dem 5. Dezember gelten in Hessen Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte. Dann dürfen sich nur noch zwei Haushalte im öffentlichen Raum treffen.

  • Schüler dürfen an 2G-Angeboten teilnehmen

    Jugendliche bis 18 Jahren sollen aufgrund der regelmäßigen Tests an Schulen weiterhin Zugang zu 2G-Angeboten bekommen. Das teilte die Staatskanzlei am Dienstag mit. "Diese Regelung soll aber auslaufen, sobald ein umfassendes Impfangebot auch für diese Altersgruppe vorliegt", hieß es.

    Zusätzlich seien nun auch Tests für geimpfte Schülerinnen und Schüler möglich. Diese sich sollen ab der kommenden Woche einmal die Woche in der Schule testen lassen können.

  • 3G-Empfehlung für Gottesdienste

    Bislang gelten bei Gottesdiensten keine expliziten Regelungen. Das soll auch weiterhin so bleiben, wie Bouffier (CDU) am Dienstag bekannt gab. Dennoch empfehle das Land den Gotteshäusern eine 3G-Regelung in Innenräumen und bei religiösen Zusammenkünften einzuführen. Die meisten Häuser würden das bereits tun.