Zwei Männer sollen rund 27,5 Kilo der Droge Crystal Meth in einer Garage gebunkert haben - eine Menge mit Millionenwert.

Seit Donnerstag müssen sie sich vor dem Landgericht Hanau verantworten. Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt wirft einem 50-Jährigen sowie einem 25-Jährigen vor, das auch unter dem Namen Methamphetamin bekannte Rauschgift auf einer Palette versteckt zu haben. Beide Männer hätten geplant, die Droge gewinnbringend zu verkaufen, sagte der Staatsanwalt. Er schätzte den Schwarzmarktwert auf rund 2,5 Millionen Euro.

Den Angeklagten droht nach dem Betäubungsmittelgesetz eine Freiheitsstrafe von bis zu 15 Jahren. Die Angeklagten äußerten sich zunächst nicht zu den Vorwürfen. Das Hanauer Verfahren steht im Zusammenhang mit den weltweiten sogenannten EncroChat-Ermittlungen gegen Drogendealer. Polizeibehörden hatten angeblich abhörsichere Handys in die Reihen mutmaßlicher Rauschgifthändler eingeschleust und dann deren Telefonate mitgehört.

Bei Razzien waren insgesamt 800 Verdächtige festgenommen worden. Gegen die beiden Hanauer wurde laut Angaben der Generalstaatsanwaltschaft bereits seit Juli 2020 ermittelt. Als die große Lieferung der gefährlichen Droge bekannt geworden sei, hätten Fahnder des Landeskriminalamts sowie des Zollfahndungsamts im März diesen Jahres die Durchsuchungen in Hanau gestartet und die beiden Verdächtigen festgenommen.