Mit Hilfe von zwei großen Autokränen wird der diesjährige Frankfurter Weihnachtsbaum auf dem Römerberg aufgestellt

Da war der ganze Stress umsonst: Nachdem die Stadt Frankfurt ihren neuen Weihnachtsbaum ausgesucht, gefällt und für den Transport vorbereitet hatte, machte die Fichte ihr einen Strich durch die Rechnung. So musste in kürzester Zeit eine Alternative her.

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hs
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Weihnachten steht vor der Tür, das wird nicht zuletzt bei einem Blick auf den Frankfurter Römerberg überdeutlich. Am Donnerstag wurde dort höchst feierlich der neue Weihnachtsbaum der Stadt angeliefert, ein waschechter Hesse. Zwei Autokräne hieften die Tanne an ihren angestammten Platz.

Von ihrem ursprünglich erwählten Baum musste die Stadt allerdings abrücken. Grund: Die Äste der vor wenigen Tagen in Bad Orb (Main-Kinzig) geschlagenen Fichte waren zu trocken und brachen beim Verladen ab. Also wurde über Nacht eine B-Lösung gesucht.

Benannt nach "Peter von Orb"

Diese Fichte kommt ebenfalls aus dem Spessart, ist mit einer Länge von 31 Metern aber rund einen Meter kürzer als das eigentliche Objekt der Begierde. Der ursprüngliche Baum war benannt nach "Peter von Orb", einer Art Spessart-Robin-Hood. Er soll der Sage nach im Dreißigjährigen Krieg Geld von den Reichen genommen und es den Armen gegeben haben.

In Anlehnung an die Heldenfigur hat die Stadt auch der Alternativlösung ihren Namen gegeben: Der neue Weihnachtsbaum wurde kurzerhand "Peter II." getauft, wie Thomas Feda von der Frankfurter Tourismusgesellschaft sagte. "Peter I." soll derweil zu Möbeln für das Frankfurter Schullandheim Wegscheide verarbeitet werden.

Nächtliche Fäll-Aktion in Bad Orb

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau, 31.10.2019, 19.30 Uhr