Der Frankfurter Weihnachtsbaum 2018 im Wald in Spessart und aufgestellt auf dem Römerberg
Der Frankfurter Weihnachtsbaum 2018 im Wald in Spessart und aufgestellt auf dem Römerberg. Bild © Bernd Arnold/Michelle Goddemeier (hr)

Wie grün sind seine Blätter! Der neue Baum für den Weihnachtsmarkt ist in Frankfurt angekommen. Ein Schlitten, nein, ein Schwertransporter brachte die 30 Meter hohe Fichte aus dem Spessart in die Stadt - und diesmal pannenfrei!

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Gut Weihnachtsbaum will Weile haben: Vor einer Woche trennte eine Kettensäge eine der Hauptattraktionen des diesjährigen Frankfurter Weihnachtsmarktes von der heimatlichen Erde in Schlüchtern (Main-Kinzig). Am Donnerstag trat die rund 80 Jahre alte und 30 Meter hohe Fichte reisefertig verpackt dann ihre Fahrt vom Spessart in die Stadt an. Am Mittag stand sie schließlich kerzengerade auf dem Römerberg.

In Empfang genommen wurde das gute Stück von Römer-Hausherr Peter Feldmann (SPD) persönlich. Der Oberbürgermeister zeigte sich zufrieden: "Der Baum wird in den nächsten Wochen wohl der meistfotografierte Frankfurter sein."

Auf dem Römerberg soll der Baum in der bevorstehenden Adventszeit wieder an die drei Millionen Menschen erfreuen. Ob die Freude so ungeteilt ist, ist zu bezweifeln. Erfahrungsgemäß scheiden sich die Geister an der Frage, ob die Auswahlkommission wirklich ein gutes Händchen hatte.

Alle Ampeln noch intakt

In jedem Fall ging der Transport in diesem Jahr ohne Zwischenfälle über die Bühne. Damit das klappt, hatten die Verantwortlichen diesmal eine andere Route genommen und näherten sich mit ihrer kostbaren Fracht dem Römerberg über den Main. Im vergangenen Jahr steckte der Frankfurter Weihnachtsbaum-Transport mehrmals fest - auch wegen ausladender Zweige. Eine Ampel ging dabei zu Bruch.

Weihnachtsbaum Frankfurt
Beim Transport der 30-Meter-Fichte gab es diesmal keine Panne. Bild © Michelle Goddemeier/hr

Diesmal holte die Feuerwehr am Main sicherheitshalber auch noch einmal das Maßband heraus: Der Stamm-Durchmesser betrug 60 Zentimeter. Damit war klar: Die Fichte passt, mit Keilen gesichert, in das Loch, das im Pflaster des Römerberges auf sie wartete.

Der alte war größer

Dafür hatte es sich in diesem Jahr die Jury schwerer gemacht als sonst. Um die Verantwortung der bedeutsamen und vermutlich wieder umstrittenen Entscheidungen auf möglichst viele Schultern zu verteilen, hatte sich eine 30-köpfiges Gremium in dem Spessartwald umgeschaut. Drei Bäume kamen in die engere Wahl, die schließlich auf den imposanten 30-Meter-Giganten fiel. Der Baum des vergangenen Weihnachtsmarktes war allerdings drei Meter höher - und mit 124 Jahren auch deutlich älter.

Sendung: hessenschau kompakt, hr-fernsehen, 1. November 2018, 16:45 Uhr