Der Angeklagte im Gerichtssaal des Landgerichts Gießen
Der Angeklagte im Gerichtssaal des Landgerichts Gießen Bild © picture-alliance/dpa

Vergangene Woche wurde der Mörder der achtjährigen Johanna Bohnacker in Gießen zu lebenslanger Haft verurteilt. Nun hat die Verteidigung Einspruch eingelegt - es sei Totschlag und kein Mord gewesen. Jetzt muss der Bundesgerichtshof entscheiden.

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Die Verteidigung des im Mordfall Johanna zu lebenslanger Haft verurteilten Rick J. hat Revision eingelegt, wie ein Sprecher des Landgerichts Gießen am Montag mitteilte. Nun muss der Bundesgerichtshofs in Karlsruhe das Urteil überprüfen.

Verteidigung plädiert auf Totschlag

Der 42-jährige Angeklagte wurde vergangene Woche wegen Mordes an der achtjährigen Johanna Bohnacker aus Ranstadt (Wetterau) zu lebenslanger Haft verurteilt – 19 Jahre nach dem Tod des Mädchens. Die Verteidigung hatte auf Totschlag plädiert und bereits nach dem Urteilsspruch angekündigt, die Entscheidung der Schwurgerichtskammer anfechten zu wollen.

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Besondere Schwere der Schuld

Die Gießener Richter stellten in ihrem Urteil eine besondere Schwere der Schuld fest. Verurteilt wurde J. auch wegen versuchter sexueller Nötigung und des Besitzes von Kinderpornos.

Rick J. hatte die Entführung des Mädchens zu Beginn des Prozesses eingeräumt, aber einen Missbrauch und den Mord bestritten. Den Tod des Kindes stellte er als Unfall dar.

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Die Polizei war dem Angeklagten bei Ermittlungen in einem Missbrauchsfall aus dem Jahr 2016 auf die Spur gekommen. Im Oktober 2017 wurde Rick J. festgenommen.

Sendung: hr-iNFO, 26.11.2018, 13 Uhr