Polizeibeamte kontrollieren sogenannte Autoposer.

Die Zahl von illegalen Autorennen in Hessen ist deutlich gestiegen. Immer mehr Raser bekommen eine Anzeige. Die Polizei solle rigoros durchgreifen, meint Innenminister Beuth.

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zum Video Immer mehr illegale Autorennen: Was unternimmt die Polizei?

Ein Unfall nach einem illegalen Autorennen.
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Die hessische Polizei hat in den vergangenen drei Jahren deutlich mehr illegale Autorennen registriert. Die Zahl der Strafanzeigen in dem Zusammenhang stieg von zwölf im Jahr 2018 auf 80 im Jahr darauf, wie das Innenministerium mitteilte. Im vergangenen Jahr wurden laut vorläufiger Auswertung bei der Polizei 155 Anzeigen aufgenommen.

Den Angaben nach wurden 2018 in vier Fällen die Täter zu einer Geldbuße verurteilt. Die übrigen Fälle wurden eingestellt oder an andere Behörden abgegeben. Ein Jahr später wurde in 19 Fällen im Zusammenhang mit illegalen Autorennen Anklage erhoben. Es wurden unter anderem Freiheits- oder Geldstrafen verhängt.

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Beuth: Raser müssen Konsequenzen spüren

"Fahrzeuge können durch leichtfertige Raserei zu tödlichen Waffen werden", warnte Innenminister Peter Beuth (CDU): "Wer unsere Straßen für illegale Rennen oder seinen persönlichen Geschwindigkeitsrausch missbraucht, muss unmittelbar Konsequenzen spüren."

Die hessische Polizei habe den Kampf gegen Raser in den zurückliegenden Jahren deutlich intensiviert. In allen Polizeipräsidien gebe es spezialisierte Kontrolleinheiten. Der Minister wies aber auch darauf hin, dass nicht jeder von der Polizei als illegales Rennen erfasste Fall auch von Staatsanwaltschaften oder Gerichten als solches gewertet werde. Daher können die einschlägigen Zahlen bei Polizei und Justiz voneinander abweichen.

Illegales Autorennen in Wiesbaden

Erst am vergangenen Wochenende sollen sich in Wiesbaden eine 21-Jährige und ein 22-Jähriger ein illegales Autorennen geliefert haben. Laut Zeugenangaben waren sie mit bis zu 100 Stundenkilometern in Tempo-50-Zonen unterwegs, wie ein Polizeisprecher am Montag sagte.

Um andere Autofahrer zu überholen, seien sie am Samstagabend teils auch auf die Gegenfahrbahn gewechselt. Einsatzkräfte stoppten die beiden Fahrer, die ihre Führerscheine und ihre Wagen abgeben mussten. Gefährdet oder verletzt wurde niemand, sagte der Polizeisprecher.

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