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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Acht Anklagen nach Stein-Attacke auf Einsatzkräfte

Junge in Dietzenbach nach Attacke auf Polizei und Feuerwehr

Nach dem Gewaltausbruch vor knapp einem Jahr in Dietzenbach sind die Ermittlungen zu den Stein-Attacken auf Polizei und Feuerwehr abgeschlossen. Gegen acht junge Männer wurde nun Anklage erhoben.

Es war wohl ein Hinterhalt für die Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr: Knapp ein Jahr nach der Stein-Attacke in Dietzenbach sind die Ermittlungen laut Staatsanwaltschaft abgeschlossen. Im Fokus stehen nun acht mutmaßliche Beteiligte an dem Gewaltausbruch.

Gegen sie sei Anklage erhoben worden, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Offenbach auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mit. Das Verfahren richte sich gegen acht junge Männer im Alter zwischen 15 und 21 Jahren, teilte eine Sprecherin des zuständigen Amtsgerichts Offenbach mit.

Sieben wird Brandstiftung zur Last gelegt

Allen Beschuldigten werde schwerer Landfriedensbruch vorgeworfen. Sieben von ihnen wird zusätzlich auch noch gemeinschaftliche Brandstiftung zur Last gelegt. "Sie sollen ein Kraftfahrzeug in Brand gesetzt haben", teilte die Gerichtssprecherin mit.

Bei der Attacke in dem wenig beschaulichen Hochhausviertel im Kreis Offenbach waren Ende Mai vergangenen Jahres auf einem Parkdeck zunächst Mülltonnen und ein Bagger angezündet worden. Beim Eintreffen der alarmierten Einsatzkräfte wurden diese mit bereitgelegten Steinen attackiert. Nur durch Glück wurde niemand verletzt.

Hauptverhandlung noch nicht in Sicht

Dem Amtsgericht zufolge handelt es sich um ein sehr aufwendiges Verfahren. "Über den Antrag auf Zulassung der Anklage wurde bislang nicht entschieden", teilte die Gerichtssprecherin mit. Deshalb sei auch der Beginn einer Hauptverhandlung noch nicht absehbar.

Sendung: hr-iNFO, 05.04.2021, 5.00 Uhr