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Audioseite DLRG: Weniger Badetote

Bäume und See

Nehmen die Temperaturen und Sonnenstunden ab, sterben weniger Menschen in Flüssen, Seen und Teichen. Das zeigt die Sommer-Bilanz der DLRG für Hessen - sie belegt aber auch den tragischen Umkehrschluss.

Das bescheidene Sommer-Wetter in diesem Jahr hatte auch was Gutes: In Hessen sind bis zum 31. August vier Menschen weniger bei Badeunfällen ertrunken als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. 17 Badetote bedeuten einen Rückgang um 19 Prozent, teilte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Donnerstag mit.

Auch deutschlandweit gingen die Zahlen zurück: Bis zum Stichtag ertranken der DLRG-Sommerbilanz zufolge 245 Menschen - im Vorjahr waren es noch 327 Menschen. "Verglichen mit dem Vorjahr gab es in den Sommermonaten deutlich weniger Badetote", sagte DLRG-Präsident Achim Haag. Das sei vor allem auf den sonnenarmen und kühleren August zurückzuführen. Für diesen Monat weist die DLRG-Statistik deutschlandweit 40 Opfer aus, im heißen August 2020 waren es 117.

Bei Sommerwetter steigt das Unfallrisiko

"Im Umkehrschluss haben wir in diesem Sommer wieder erlebt, wie die Zahl tödlicher Unfälle während einer Hitzeperiode in die Höhe schnellt", sagte Haag weiter. Im sehr warmen Juni mit vielen Sonnentagen seien bundesweit 76 Menschen und somit 30 mehr als im Juni 2020 ertrunken. Dies zeige erneut, dass das Unfallrisiko am und im Wasser bei Sommerwetter deutlich ansteige.

"Dann bevölkern die Menschen die Gewässer, jedoch nicht nur die bewachten Badestellen und Schwimmbäder, sondern eben auch die vielen unbewachten Seen, Flüsse und andere Gewässer", sagte Haag.

Die meisten Verunglückten sind Männer

Im Geschlechtervergleich haben die Männer mit rund 79 Prozent der Verunglückten das größere Risiko. In Hessen ertranken die meisten Menschen im Juli (7). Die meisten verunglückten in Flüssen (9) oder in Seen und Teichen (7). Hauptgründe für das Ertrinken sind der DLRG zufolge das Baden an unbewachten Abschnitten, Leichtsinn, Selbstüberschätzung und der Einfluss von Alkohol.

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