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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Kasseler Ärzte nach Tod eines Dreijährigen

Arztpraxis

Aus der Vollnarkose nicht mehr aufgewacht: Ein Kleinkind ist nach einer ambulanten Operation in einer Kasseler Arztpraxis gestorben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung.

Nach dem Tod eines dreijährigen Jungen nach einer Routine-Operation hat die Kasseler Staatsanwaltschaft gegen die zwei Ärzte ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Sie hatten das Kind im April in einer Kasseler Arztpraxis unter Vollnarkose operiert, doch nach dem Eingriff wachte der Junge nicht mehr auf, wie die Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilte.

Ermittlungen gegen OP-Arzt und Anästhesisten

Reanimationsversuche im Aufwachraum der Praxis scheiterten. Der Junge wurde nach Angaben der Behörde in das Kasseler Klinikum gebracht, wo er schließlich am Folgetag starb. Gegen den operierenden Arzt und den beteiligten Anästhesisten bestehe der Anfangsverdacht der fahrlässigen Tötung, berichtete die Staatsanwaltschaft.

Der Behörde zufolge wurde eine Obduktion des Kindes angeordnet und durchgeführt. Das schriftliche Gutachten liege noch nicht vor. Da es sich zunächst um einen Anfangsverdacht gegen die beiden Ärzte handele, könnten derzeit keine detaillierteren Angaben gemacht werden. Zuvor hatte die HNA über den Fall berichtet.

Sendung: hr4, 07.05.2021, 8.30 Uhr