Symbolbild: Einbrecher
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Ein Einbrecher mit Döner-Gelüsten, ein von Kindern überführter Schuh-Dieb und die "dümmsten Bankräuber des Jahres": Das sind die Top Ten der kuriosesten Kriminalfälle in Hessen 2018 – mit einem geteilten ersten Platz.

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Einige Gesetzesbrecher waren 2018 nicht in Topform. In Hessen hat sich so mancher Reinfall zugetragen beim Versuch, andere Leute um ihr Eigentum zu bringen. Eine Auswahl kurioser Missgeschicke bei Einbrüchen, Diebstählen und Überfällen:

Platz 10: Das Kupfer-Trio

Nicht sonderlich geschickt stellt sich im Juni ein Trio bei seiner Diebestour in Hanau an. Als sich die drei Männer auf einer Baustelle an Kupferkabeln zu schaffen machen, um sie zu stehlen, passiert es: Die Täter ziehen sich derart heftige Stromschläge zu, dass sie schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht werden müssen.

Platz 9: Der Dreifach-Dieb

Eine klägliche Bilanz des Scheiterns hinterlässt im Februar ein Mann bei seiner Diebestour in Kassel. An einem einzigen Tag wird er gleich dreimal erwischt. Zuerst versucht er, Modeschmuck zu stehlen, später hat er es auf eine Armbanduhr und eine Geldbörse abgesehen. Bei seinem letzten Versuch fällt er einem Ladendetektiv in einem Elektromarkt auf, als er mit einem originalverpackten Fernseher durch den Notausgang spazieren möchte. Die Polizei nimmt den betrunkenen Dieb in Gewahrsam.

Platz 8: Die Süßigkeiten-Flucht

Ein mit Schal maskierter Mann bedroht im Dezember die Angestellte einer Tankstelle in Viernheim (Bergstraße) mit einer Pistole. Der Räuber verlangt von der Frau die Tageseinnahmen. Statt der Aufforderung des Mannes nachzukommen, wirft die 59-Jährige eine Süßigkeitendose nach dem Mann. Dieser flüchtet daraufhin und rennt aus der Tankstelle.

Platz 7: Der Kaugummi-Dieb

Geklaute Kaugummis werden im November einem Mann in Kassel zum Verhängnis. Er wird bei dem Diebstahl von einem Ladendetektiv erwischt. Als die hinzugerufene Polizei die Personalien des Diebs überprüft, stellt sich heraus: Gegen ihn liegen zwei Haftbefehle vor, unter anderem wegen Diebstahls. Der Mann kommt ins Gefängnis.

Platz 6: Der doppelte Einbrecher

Einen Einbrecher im doppelten Wortsinn nimmt die Kasseler Polizei im August in einer Tankstelle fest. Zuerst jagt der Täter einem Mitarbeiter einen gehörigen Schreck ein, als er mit einem Bein plötzlich durch die Zwischendecke kracht. Der Mitarbeiter versucht, das Bein des Eindringlings festzuhalten, kommt aber zu spät. Dafür gelingt es ihm später, den Einbrecher in einem Raum neben der Waschanlage einzusperren. Der 26-Jährige sitzt in der Falle.

Platz 5: Die misslungene Flucht

Im Januar misslingt einem Einbrecher in Frankfurt eine filmreife Flucht - mit schmerzhaften Folgen. Bei einem Einbruch in ein Bürohaus hat der 27-Jährige die Alarmanlage ausgelöst. In Panik steigt er aus dem Fenster, um an einem Fallrohr die Fassade nach unten zu klettern. Das hält der Belastung des Mannes aber nicht stand und reißt aus seiner Verankerung. Der angetrunkene Täter stürzt aus dem zweiten Stock in die Tiefe und zieht sich Knochenbrüche zu.

Platz 4: Der hungrige Einbrecher

Ein Einbrecher in Kassel will im September sein Magenknurren vertreiben. Nachdem der 17-Jährige die Scheibe einer Dönerbude eingeschlagen hatte, bereitete er sich eine Mahlzeit zu. Das Hantieren des Hungrigen bleibt allerdings nicht unbemerkt. Ein Zeuge alarmiert die Polizei - und der angetrunkene Einbrecher muss auf den Verzehr seiner Leibspeise verzichten.

Platz 3: Die Junior-Detektive

Ein Schuhdieb wird im Mai mit Hilfe einer aufgeweckten Kinderschar festgenommen. Der Dieb betritt zunächst barfuß ein Geschäft in Darmstadt. Wenig später verlässt er es mit nicht bezahlten Schuhen an den Füßen. Ein Zeuge sieht die dreiste Aktion und folgt ihm auf die Straße. Dort wird er von dem Ertappten angegriffen und bedroht. Als sich der Zeuge danach lieber zurückhält, übernimmt eine Gruppe von Zehn- bis Zwölfjährigen die Verfolgung. Die Junior-Detektive bleiben dem Dieb auf den Fersen und machen eine Polizeistreife mit Handzeichen auf den Täter aufmerksam.

Platz 2: Der geduldige Dieb

Schnell rein und wieder raus - von dieser Devise hält ein Einbrecher im August nicht viel. Als er im Schlafzimmer eines Einfamilienhauses in Wiesbaden Schmuck findet, legt er sich neben das Bett auf den Boden, um die Kostbarkeiten in aller Ruhe zu begutachten. Dumm nur, dass neben ihm im Bett der Eigentümer liegt und plötzlich aufwacht. Der Einbrecher kann der turbulenten Situation zwar entkommen, allerdings ohne Beute.

Platz 1: Die skurrilen Bankräuber

Um den Titel "dümmster Bankräuber des Jahres" streiten sich zwei heiße Anwärter: In Bad Zwesten (Schwalm-Eder) blickt ein völlig überforderter Gangster bei seinem Überfall-Versuch im Dezember nicht nur mehr mehrfach direkt in die Überwachungskamera, er nennt auch seinen korrekten Vor- und Nachnamen. Ein Angestellter erklärte dem offenbar wenig angsteinflößenden 68-Jährigen, er könne ihm nur dann Geld aushändigen, wenn er auch Kunde sei. Bereitwillig gibt der Räuber daraufhin seine persönlichen Daten an. Auf Bares hofft er dennoch vergebens. Die Polizei hat schließlich leichtes Spiel.  

Eine ähnlich bizarre Vorstellung liefert ein Mann in Frankfurt beim Versuch, im April eine Bank im Stadtteil Schwanheim auszurauben. Der Täter betritt mit zwei eingegipsten Unterarmen die Filiale und fordert 50.000 Euro. Als ihm am Schalter gesagt wird, dass er kein Geld bekommt, formt er beide Hände zu einer Pistole und simuliert einen Schuss in Richtung Decke. Er verlässt die Bank, kehrt kurz darauf aber zurück und betont, dass es sich wirklich um einen Überfall gehandelt habe. Die Polizei spricht danach von einer "ungewöhnlichen Tatbegehungsweise".