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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Tödliche Attacke auf Ehefrau gestanden

Eingang Landgericht Gießen

Ein 35-Jähriger steht in Gießen vor Gericht, weil er seine getrennt lebende Frau erschlagen haben soll. Die gemeinsamen Kinder haben die Tat offenbar mitansehen müssen. Zum Prozessbeginn räumte der Angeklagte die Tat ein.

Der Mann, der seine getrennt lebende Frau in Alsfeld (Vogelsbergkreis) mit einem Gipserbeil erschlagen haben soll, hat über seinen Anwalt die Tat eingeräumt. Das erklärte sein Verteidiger beim Prozessauftakt vor dem Landgericht Gießen. Das Motiv sei aber anders gelagert als von der Staatsanwaltschaft angenommen. Der 35-Jährige selbst äußerte sich am Dienstag nicht.

Die Anklage lautet Mord aus niederen Beweggründen. Der Mann soll laut Staatsanwaltschaft seine ein Jahr ältere Ehefrau in deren Wohnung im vergangenen Mai insgesamt neun mal mit eine Gipserbeil brutal auf den Kopf geschlagen haben. Die Frau starb an den Verletzungen. Der Mann habe nicht akzeptiert, dass seine Frau sich eineinhalb Jahre zuvor von ihm getrennt und die Scheidung eingereicht habe.

Kinder haben Tat offenbar mitangesehen

Die gemeinsamen Kinder im Alter von drei, sechs und zehn Jahren haben die Tat offenbar mitansehen müssen. Sie müssen gegebenenfalls vor Gericht aussagen. Nach der Tat soll der Mann mit ihnen geflüchtet sein. Stunden später konnte er auf der A7 in Bayern gestoppt und festgenommen werden

Beim Haftrichter hatte der 35-Jährige laut Ermittlern gesagt, er erinnere sich nicht an das Geschehen. Der Prozess wird fortgesetzt.

Sendung: hr4, 03.11.2020, 12.30 Uhr