Ein Flatterband mit der Aufschrift: "Tatort nicht betreten!"

Ein 57-Jähriger soll seine Ehefrau in Schlangenbad mit einem Messer lebensgefährlich verletzt haben. Die Rettungskräfte rief er selbst und berichtete von einem häuslichen Unfall.

Ein 57 Jahre alter Mann aus Schlangenbad (Rheingau-Taunus) steht im Verdacht, seine 49 Jahre alte Frau mit Messerstichen fast umgebracht zu haben. Auf Veranlassung der Wiesbadener Staatsanwaltschaft wurde er noch am Montag einem Haftrichter vorgeführt und kam in Untersuchungshaft.

Der Verdächtige hatte am Sonntagmorgen selbst den Rettungsdienst in die Wohnung des Ehepaares im Ortsteil Georgenborn gerufen, wie die Polizei in Wiesbaden am Montag berichtete. Den Einsatzkräften soll er erzählt haben, seine Frau habe sich bei einem Unfall in der Wohnung selbst verletzt. Diese Version erschien den Rettungskräften aber unwahrscheinlich.

Die 49-Jährige wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in eine Klinik gebracht und dort notoperiert. Sie befinde sich mittlerweile außer Lebensgefahr, teilten die Beamten mit. Die Hintergründe der Tat sind bislang noch unklar.

26-Jährige an Weihnachten getötet

Erst am 1. Weihnachtsfeiertag war eine Frau ebenfalls im Rheingau-Taunus-Kreis getötet worden, mutmaßlich von ihrem Mann. Die 26-Jährige war leblos im Innenhof eines Wohnhauses in Idstein gefunden worden.

Eine Anwohnerin hatte die Polizei gerufen, weil sich das Opfer und ihr 31 Jahre alter Mann eine lautstarke Auseinandersetzung geliefert hatten. Die Anruferin berichtete von einem Messer, das zum Einsatz gekommen sei. Wie die Obduktion ergab, war das Opfer jedoch erwürgt worden.

Der 31-Jährige sitzt wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft.