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Audioseite Festnahme nach Messerattacke

Mehrere Polizisten stehen am Bahngleis in Obertshausen, wo die Messerattacke geschah

Nach einem blutigen Angriff am Bahnhof Obertshausen hat die Polizei den Ehemann des Opfers festgenommen. Die Ermittler gehen von versuchter Tötung aus.

Die Polizei hat in der Nacht zum Sonntag nach stundenlanger Fahndung einen 58-Jährigen festgenommen. Er steht unter Verdacht, seine 44 Jahre alte Frau am Samstag am Bahnhof in Obertshausen (Offenbach) mit einem Fleischerbeil attackiert und schwer verletzt zu haben. "Nach umfangreichen Fahndungsmaßnahmen ließ sich der 58-Jährige widerstandslos in Rodgau-Jügesheim festnehmen", teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Sonntag mit.

Tatwaffe war wohl ein Beil

Noch am Samstag war die Polizei von einem Angriff mit einem Messer ausgegangen, den neuesten Ermittlungen zufolge handelte es sich bei der Waffe jedoch um ein Fleischerbeil. Die Waffe wurde allerdings noch nicht gefunden, heißt es in der Mitteilung.

Mit dem Beil soll der 58-Jährige seine Ehefrau am Samstagnachmittag attackiert und schwer verletzt haben. Die Ermittler gehen von einem gezielten Angriff aus, Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln wegen versuchter Tötung.

Verdächtiger in U-Haft

Die 44-Jährige befand sich zwischenzeitlich in einem kritischen Zustand, schwebt aber laut Polizei seit Samstagabend nicht mehr in Lebensgefahr. Der genaue Hergang der Tat und das Motiv seien noch unklar. Die Ermittler hoffen auf Hinweise von möglichen Zeugen.

Der Tatverdächtige aus dem Rodgauer Stadtteil Nieder-Roden (Offenbach) sitzt derzeit in Untersuchungshaft und soll noch am Sonntag einem Haftrichter vorgeführt werden. Der Bahnverkehr am Bahnhof Obertshausen war am Samstag bis 19 Uhr unterbrochen.

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