Google-Maps-Screenshot mit Heiratsantrag.

Mit einer Sämaschine hat ein Hüttenberger um die Hand seiner Freundin angehalten: Auf einer Fläche von zwei Hektar hat er die Frage aller Fragen in den Acker geschrieben. Um den Heiratsantrag zu sehen, brauchte sie eine Drohne. Inzwischen sieht ihn die ganze Welt.

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hessenschau vom 11.02.2020
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Straßen, Plätze und Restaurants - danach suchen wohl die meisten Menschen bei Google Maps. Neuerdings findet man dort aber auch einen Heiratsantrag - dieser liegt westlich des Hüttenberger Ortsteils Hörnsheim (Lahn-Dill). Er stammt aus der Sämaschine des Hüttenberger Metallbearbeiters Steffen Schwarz, und, so viel sei vorweggenommen, war erfolgreich. Zuerst hatte die Gießener Allgemeine darüber berichtet.

Acht Jahre waren Schwarz und seine Freundin Katharina Henß im vergangenen Jahr schon zusammen, als Schwarz sich zu dem Antrag entschloss. Und weil er im Nebenberuf Landwirt ist und Henß gerne Drohnenaufnahmen macht, kam eins zum anderen, erzählt er hessenschau.de: "Ich habe das Mais-Labyrinth in Lich-Eberstadt (Gießen) gesät, und da dachte ich, damit könnte man doch auch einen Antrag stellen."

Mit einer Drohne sah die Freundin den Antrag

Sein Trauzeuge, der bei einer Elektro-Firma arbeitet, programmierte den Schriftzug als GPS-Koordinaten für Schwarz' Sämaschine, und im Mai blieb dann bei der Maissaat an den entsprechenden Punkten der Acker körnerfrei. Schon wenige Wochen später stand der Mais hoch genug, um den Schriftzug erkennen zu können - aus der Luft, wohlgemerkt, von unten sah man fast nichts.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Interview mit Steffen Schwarz: "Dann hat sie gleich 'Ja' gesagt"

Steffen Schwarz und Katharina Henß.
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"Ich hab sie gefragt, ob sie mal mit ihrer Drohne über den Acker fliegen kann, weil ich dort angeblich Wildschweine gesehen habe." Gesagt getan. "Erst konnte sie es gar nicht sehen, weil die Drohne nicht hoch genug flog." Immerhin erstreckt sich der Schriftzug auf die ganze Breite des fast zwei Hektar großen Ackers. "Aber als sie es dann erkannt hatte, hat sie auch sofort 'Ja' gesagt."

Die Tante aus Kanada hat den Schriftzug entdeckt

Dass aber ausgerechnet der Google-Maps-Satellit nun den Schriftzug fotografiert hat, "war so nicht geplant", sagt Schwarz. Deshalb war es auch seine Tante aus Kanada, die als erstes den Schriftzug entdeckt und ihm einen Screenshot geschickt hat.

Was dagegen geplant ist, ist die Hochzeit: Sie soll diesen Juni stattfinden. Womöglich kommt bei den Fotos dann auch wieder die Drohne zum Einsatz.

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau, 11.02.2020, 19.30 Uhr