Die Bildkombination zeigt eine Karte mit dem Evakuierungsgebiet und ein Symbolfoto einer Bombe.
500 Kilo wiegt der Blindgänger, der unweit der EZB gefunden wurde. Bild © picture-alliance/dpa (Archiv), hessenschau.de

Die Entschärfung der am Dienstag entdeckten 500-Kilo-Bombe nahe der EZB könnte am 7. Juli weite Gebiete im Frankfurter Osten lahmlegen. Die Evakuierungszone reicht über den Main bis nach Sachsenhausen und Oberrad.

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Einen Tag nach dem Fund einer 500 Kilogramm schweren Weltkriegsbombe unweit der Europäischen Zentralbank in Frankfurt hat der Kampfmittelräumdienst am Mittwoch die Evakuierungszone für die am Sonntag, 7. Juli, geplante Entschärfung festgelegt. Betroffen sind große Teile des Frankfurter Stadtteils Ostend sowie Teile des Sachsenhäuser und Oberräder Ufers südlich des Mains.

Unklarheit über Zahl der Betroffenen

Evakuiert werden Gebäude und Einrichtungen im Umkreis von bis zu einem Kilometer rund um die Fundstelle in der Eytelweinstraße. Wie viele Menschen ihre Wohnungen verlassen müssen, könne noch abgeschätzt werden, hieß es seitens der Frankfurter Feuerwehr.

Ebenfalls noch unklar ist, welche Auswirkungen die Entschärfung auf den Nahverkehr haben wird. Durch den Evakuierungsbereich verlaufen Steckenabschnitte von acht der insgesamt neun Frankfurter S-Bahnlinien, von mehreren Regionalbahnlinien sowie der Straßenbahnlinie 11. Auch die Endstation Frankfurt-Ost der U-Bahnlinie U6 liegt in dem Bereich.

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Interaktive Karte der Frankfurter Feuerwehr mit der Schutzzone
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Betroffen sein könnte auch die Straßenbahnlinie 16, die von Offenbach-Stadtgrenze auf der Offenbacher Landstraße über den Südbahnhof nach Ginnheim verkehrt. Die Sperrzone touchiert die Offenbacher Landstraße am Mühlberg. Auf jeden Fall mitten im zu räumenden Bereich liegt die Deutschherrnbrücke, über die viele Fernzüge, Regionalbahnen und Güterzüge aus östlicher Richtung den Frankfurter Hauptbahnhof ansteuern.

Krankenhaus und Zoo bleiben wohl verschont

Von den Evakuierung verschont bleibt aller Voraussicht nach das Hospital zum Heiligen Geist, das nur wenige Meter außerhalb des Gefahrengebiets liegt. Auch der Frankfurter Zoo muss nicht geräumt werden - auch wenn er direkt an die Evakuierungszone grenzt.

Die Karte zeigt den Fundort der Bombe.
Fundbereich nahe der EZB. Bild © hessenschau.de

Der Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg war bei Bauarbeiten entdeckt worden. Dabei handelt es um ein Modell mit zwei Zündern. Nach einer Begutachtung durch Spezialisten des Kampfmittelräumdienstes hatte die Frankfurter Polizei bekanntgegeben, dass keine unmittelbare Gefahr bestehe. Die Frankfurter Feuerwehr setzte die Entschärfung daraufhin für den 7. Juli an.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zur Entschärfung

Die Feuerwehr Frankfurt informiert auch in den kommenden Tage auf ihrer Internetseite über die Lage. In den kommenden Tagen will sie die genauen Uhrzeiten der Evakuierung am 7. Juli bekanntgeben. Bereits jetzt können sich Anwohner auf einer interaktiven Karte darüber informieren, ob sich ihr Gebäude in der Evakuierungszone befindet.

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Sendung: hr3, 26.06.2019, 17 Uhr