Bahngleise

Gleich auf drei Bahnstrecken haben Unbekannte Gegenstände auf die Gleise gelegt. In zwei Fällen konnten die Lokführer nicht mehr rechtzeitig bremsen, einer von ihnen erlitt einen Schock.

Mehrere Gegenstände, die auf Gleisen abgelegt wurden, haben am Donnerstag Regionalzüge ausgebremst: In Frankfurt war es ein Einkaufswagen, zwischen Gießen und Gelnhausen lagen Steine und ein Stuhl auf der Strecke, bei Volkmarsen (Waldeck-Frankenberg) eine Puppe. Verletzt wurde in den drei Fällen wohl niemand, ein 44 Jahre alter Lokführer erlitt allerdings einen Schock.

Schock nach Kollision mit Puppe

Der Mann hatte laut Bundespolizei geglaubt, in der Nähe von Volkmarsen einen Menschen überfahren zu haben. Wie sich später herausstellte, hatte eine selbst gebaute Puppe, der Kleidung angezogen worden war, auf den Gleisen gelegen. Der Lokführer der Kurhessenbahn habe nach dem Vorfall nicht weiterarbeiten können und habe abgelöst werden müssen, so die Polizei am Freitag.

Nahe dem Ostbahnhof in Frankfurt fuhr am Donnerstagabend ein Zug der Hessischen Landesbahn (HLB) über einen auf den Schienen liegenden Einkaufswagen. Eine vom Lokführer eingeleitete Notbremsung konnte die Kollision nicht mehr verhindern. Der Einkaufswagen verkeilte sich bei dem Aufprall so stark unter der Lok, dass ihn erst Techniker der HLB entfernen konnten.

Glimpflicher Ausgang bei Hungen

Glimpflich ging es bei Hungen (Gießen) aus: Zunächst fuhr ein Regionalzug am Donnerstagnachmittag über Schottersteine. Der Lokführer eines weiteren Zugs sah kurze Zeit später auf demselben Abschnitt einen Stuhl auf den Gleisen liegen. Er konnte seinen Zug rechtzeitig stoppen und den Stuhl entfernen. In allen Fällen sucht die Bundespolizei Zeugen.