Frankfurt von oben

Noch nie war die Einwohnerzahl in Frankfurt so hoch wie jetzt: Mehr als 10.000 Menschen zogen allein in den vergangenen sechs Monaten in Hessens größte Stadt - vor allem aus der Ukraine.

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Frankfurts Einwohnerzahl auf Höchststand

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In Frankfurt leben so viele Menschen wie nie zuvor. Mit 764.474 Einwohnerinnen und Einwohnern hat der Bevölkerungsstand in Hessens größter Stadt im Juni seinen bisherigen Höhepunkt erreicht. Das geht aus den Zahlen zur neuesten Einwohnerentwicklung hervor, die die zuständige Stadträtin Eileen O'Sullivan (Volt) am Donnerstag vorstellte.

In nur sechs Monaten sei die Bevölkerung um rund 10.800 Menschen gewachsen und habe somit erstmals die 760.000er-Marke überschritten, hieß es weiter. "Dieser für Frankfurter Verhältnisse ungewöhnliche Anstieg der Bevölkerungszahlen innerhalb nur eines Halbjahres ist hauptsächlich auf die Ankunft der ukrainischen Geflüchteten zurückzuführen", sagte O'Sullivan.

Schnelles Wachstum wohl nicht langfristig

Knapp 7.300 Menschen kamen demnach aus dem vom Krieg betroffenen Land nach Frankfurt. Mit nun 9.541 Menschen bilden Ukrainerinnen und Ukrainer die siebtgrößte ausländische Bevölkerungsgruppe in Frankfurt, hinter Menschen aus der Türkei (24.337), Kroatien (15.913), Italien (15.000), Polen (11.002), Rumänien (10.933) und Serbien (9.557). Insgesamt lebten zum Stichtag Ende Juni 236.903 Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit in Frankfurt, ein Anteil von 31 Prozent an der Gesamtbevölkerung.

Weitere Informationen

Einwohnerzahlen in Hessen

Frankfurt (Stand Juni 2022): 764.474
Wiesbaden (Ende 2021): 291.645
Kassel (Ende 2021): 203.479
Darmstadt (Ende 2021): 159.631
Offenbach (Juni 2022): 142.734
Hanau (Juni 2022): 102.426
Gießen (Ende 2021): 90.368

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O'Sullivan vermutet aber, dass das schnelle Wachstum nicht langfristig anhalten werde. "Die momentan noch günstige Arbeitsmarktlage kann sich positiv auf die Zuwanderung nach Frankfurt auswirken, wobei die steigende Inflation und die Gefahr einer Rezession dem entgegenstehen könnte."

Ansteigender Trend in fast allen Stadtteilen

Im Jahr zuvor hatte erstmals nach zwei Jahrzehnten die Frankfurter Bevölkerungszahl abgenommen. Die Ursachen dafür waren Korrekturen des Melderegisters, aber auch die Folgen der Corona-Pandemie. Zum 30. Juni 2021 waren 749.421 Bewohner mit Hauptwohnsitz in Frankfurt gemeldet.

Der nun wieder ansteigende Trend macht sich in den meisten Stadtteilen bemerkbar. Den größten Zuwachs gab es in den vergangenen sechs Monaten mit 1.286 Menschen im Gallus. Lediglich 5 von 47 Stadtteilen verbuchten ein leichtes Minus. Die einwohnerreichsten Bezirke bleiben Sachsenhausen (Nord und Süd) mit insgesamt 62.161 sowie das Nordend (Ost und West) mit 54.035 Menschen.

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