Elvis-Ampeln in Friedberg
Hält sich Elvis am Mikro fest, müssen auch die Fußgänger ausharren. Bild © picture-alliance/dpa

In Friedberg geht es ab sofort mit lockerem Hüftschwung über die Straße. Drei Fußgängerampeln mit Elvis-Umriss regeln den Verkehr. Es macht einen Unterschied, ob der King sich am Mikro festhält oder das Becken kreisen lässt.

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Der "King of Rock'n'Roll" gibt in Friedberg den Weg frei: Seit dieser Woche zeigen gleich drei Fußgängerampeln in der hessischen Kreisstadt den Umriss von Elvis Presley. Passenderweise sind die Signalanlagen rund um den Elvis-Presley-Platz der Stadt zu finden.

Das rote Licht zeigt den 1977 gestorbenen Sänger stehend am Mikro. Das grüne Signal präsentiert den Fußgängern einen Elvis beim berühmten Hüftschwung. Wie die Wetterauer Zeitung am Mittwoch berichtete, musste die Polizei dem Vorhaben zustimmen. Die Entwürfe habe ein Grafiker gestaltet, gekostet habe die Umsetzung etwa 900 Euro, wie Friedbergs Erste Stadträtin Marion Götz (SPD) sagte.

18 Monate in Friedberg stationiert

"Ich glaube, dass die Ampeln den Platz aufwerten und den vielen Elvis-Fans auch gut gefallen", sagte die Kommunalpolitikerin am Mittwoch.

Elvis Presley war von Oktober 1958 bis März 1960 als amerikanischer Soldat in Friedberg stationiert und lebte während dieser Zeit im benachbarten Bad Nauheim. In beiden Städten ist der "King" daher ein großes Thema. Nicht nur ist ein "Elvis Presley-Verein" in beiden Städten aktiv.

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In Bad Nauheim gibt es noch immer Pilgerstätten, an denen Fans Kerzen, Blumen oder kleine Geschenke für ihr Idol ablegen. Auch ein "European Elvis Festival" gibt es in der Stadt. Außerdem soll künftig eine Bronzestatue des Sängers eine Brücke in Bad Nauheim schmücken.

In den vergangenen Jahren erhielten Ampeln in etlichen Städten Symbole. In Trier beispielsweise kam Philosoph und Gesellschaftstheoretiker Karl Marx auf die Signallichter, in Mainz leuchten die Mainzelmännchen und in Frankfurt blinken zwei schwul-lesbische Ampelpärchen als Zeichen für Toleranz und Vielfalt.