Vier Entenküken und zwei Frosche  am mit Wasser gefüllten Grunde eines Betonschachts
In 1,80 Meter Tiefe saßen die Entenküken fest. Bild © Polizei Südhessen

Hilflos kauerten vier kleine Entchen am Grunde eines tiefen Betonschachts in Kelsterbach bei Frankfurt. Die Rettung gelang dank der Improvisationskunst von Polizei und Bauhof.

Hilfloses Quieken drang am Dienstag aus einem Schacht nahe des Mains in Kelsterbach (Groß-Gerau). Vier Entenküken waren beim Spaziergang mit ihrer Mutter in das 1,80 Meter tiefe Loch gefallen und konnten sich nicht mehr aus eigener Kraft aus ihrem engen Betongefängnis befreien.

Harke + Absperrband = Rettungsfahrstuhl

Die Entenmutter auf dem Weg am Main
Die Entenmutter beobachtete die Rettungsaktion. Bild © Polizei Südhessen

Passanten hatten das "Unglück" beobachtet und die Rettungskräfte alarmiert. Diese schritten nun zur Tat, indem sie - unterstützt von Mitarbeitern des städtischen Bauhofs - die Zinken einer breiten Harke mit Absperrband umwickelten. Es gelang ihnen, die jungen Enten auf das improvisierte Rettungsgerät zu bugsieren und aus dem Schacht zu hieven.

Die Entenmutter beobachtete die Rettungsaktion aus gebührendem Abstand, wie die Beamten berichteten. Als die Familie wieder komplett war, begab sie sich für ein erfrischendes Bad in den Main. Zwei Frösche, die ebenfalls am mit Wasser gefüllten Boden des Schachts saßen, ließ die Polizei an ihrem Platz. Sie hätten sich dort augenscheinlich wohl gefühlt, sagte ein Sprecher zur Begründung.