Ein kleiner Bagger steht neben einem Erdloch auf einem Gelände nahe einer Bahnanlage

Am Bahnhof in Gießen ist die Suche nach Weltkriegsbomben beendet. Die 16 verdächtigen Stellen entpuppten sich allesamt als harmlose Metallteile.

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Audioseite Keine Bombe in Gießen gefunden

Hauptbahnhof Gießen
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Nach einer zwei Tage langen Suche hat die Stadt Gießen am Dienstagvormittag Entwarnung gegeben: An keiner der 16 verdächtigen Stellen in der Nähe des Hauptbahnhofs sei eine Fliegerbombe gefunden worden. Stattdessen fanden sich dort Leitungen, Kabel, Reste von Pfosten oder Stahlträgern sowie Steinbrocken mit hohem Erzanteil.

Die Stadt hatte sich im Fall eines Bombenfunds auf eine große Evakuierungsaktion eingestellt. Davon wären den Angaben zufolge bis zu 15.000 Menschen betroffen gewesen. Auch Klinken, Kitas und Altenheime lagen innerhalb des möglichen Evakuierungsradius und hatten entsprechende Vorkehrungen getroffen.

Oberbürgermeisterin: "Gebiet ist dauerhaft sicher"

Die Bombensuche hatte am Montagmorgen begonnen. Bei Voruntersuchungen für den Bau einer großen Fahrradabstellanlage waren Auffälligkeiten im Untergrund festgestellt worden. Diese deuteten nach Angaben der Stadt auf Metall und damit möglicherweise auch auf Fliegerbomben im Untergrund hin, was ein genaueres Hinsehen nötig machte.

Gießens Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz (SPD) sagte: "Nun können wir doppelt erleichtert sein: Dass keine Entschärfung stattfinden muss und dass dieses Gebiet dauerhaft sicher ist." Sie gehe jedoch davon aus, dass die Folgen des zerstörerischen Weltkriegs Gießen noch viele Jahre bei Baumaßnahmen begleiten werden. Im Bereich des Gießener Bahnhofs waren während des Zweiten Weltkrieges viele Fliegerbomben niedergegangen.

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