Einsatzort in Wanfried auf der B250.

Mit einem Messer bewaffnet soll ein 37-Jähriger auf der B250 bei Wanfried auf Autofahrer und Polizisten losgegangen sein. Steifenbeamte schossen auf ihn. Nun wird gegen drei von ihnen ermittelt.

Audiobeitrag

Audio

Audioseite Polizei schießt auf 37-Jährigen

Nachdem die Polizei einen Messerangreifer niedergeschossen hat, stehen Einsatzkräfte am Tatort an der B250 zwischen Wanfried und Heldra.
Ende des Audiobeitrags

Nach Schüssen auf einen Messerangreifer auf der Bundesstraße 250 bei Wanfried (Werra-Meißner) wird gegen drei Polizisten wegen Körperverletzung im Amt ermittelt. Das teilte die Staatsanwaltschaft Kassel am Mittwoch mit. Gegen den 37-Jährigen selbst ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Nötigung, Bedrohung und versuchter gefährlicher Körperverletzung.

Auf der B250 zwischen Wanfried und dem Stadtteil Altenburschla hatte am Montagmittag den bisherigen Ermittlungen zufolge der Mann mit einem Messer in der Hand versucht, Autos anzuhalten. Er soll auf die Fahrzeuge zugelaufen sein und sie zum Abbremsen gezwungen haben.

Schüssen von mehreren Polizisten

Sofort eilten Streifenwagen dorthin. Die Beamten trafen den bereits polizeibekannten Wanfrieder auf der Bundesstraße an. Der Mann habe die Polizisten unvermittelt mit dem Messer angegriffen, hieß es. Daraufhin hätten mehrere von ihnen auf ihn geschossen.

Der 37-Jährige wurde dabei schwer verletzt und mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Sein Zustand war auch am Mittwoch weiterhin "kritisch", wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

Psychische Probleme bereits bekannt

Der Mann war den Angaben der Polizei zufolge schon zuvor aufgrund psychischer Probleme aufgefallen. Außer ihm wurde bei dem Einsatz niemand verletzt. Warum er mit dem Messer auf Autos zulief, ist laut Staatsanwaltschaft weiterhin unklar.

Das Landeskriminalamt übernahm die weiteren Ermittlungen in dem Fall - das ist üblich, wenn Beamte ihre Dienstwaffen einsetzen. Ob die beschuldigten Polizeibeamten vom Dienst freigestellt wurden, ist der Staatsanwaltschaft nach eigenen Angaben nicht bekannt.

Weitere Informationen Ende der weiteren Informationen