Verwaiste Tische und Stühle der Außengastronomie

Nach dem außergewöhnlich warmen Februar zeigt sich das Wetter in den kommenden Tagen von seiner unbequemen Seite: Regen, Schauer und heftiger Wind ziehen über Hessen hinweg. Es kann sogar gefährlich werden. Doch ein Ende ist schon in Sicht.

Eigentlich ist alles in bester Ordnung. "Stürme sind im März gar nichts Ungewöhnliches. Das hängt mit der Umstellung der Jahreszeiten zusammen", sagt hr-Meteorologe Tim Staeger zum anstehenden Schmuddel-Umschwung. Sturmtief "Klaus" fegt über den Atlantik nach Deutschland und hält am Donnerstag auch Kurs auf Hessen.

Nach einem regnerischen Tagesstart wird es besonders über die Mittagsstunden hinweg richtig windig. Der Norden und die höheren Lagen seien besonders betroffen, so Staeger. Aber auch der restliche Teil des Landes werde nicht verschont. Bei Böen bis 75 km/h könne es schon mal gefährlich werden. "Da können Äste abbrechen oder Ziegel herunterfallen", warnt der Wetterexperte.

Vorsicht vor Schauern

Wenn das Gröbste überstanden ist, lässt sich ab dem Nachmittag zwar sogar vereinzelt die Sonne wieder blicken, es kommt aber weiterhin zu Schauern. Und genau in diesen Bereichen drohe der Wind noch einmal richtig aufzufrischen: "In Schauernähe kann es die stärksten Böen geben." Dann seien sogar bis zu 90 km/h möglich.

Das turbulente Wetter geht auch in den kommenden Tagen so weiter. Nach einem wechselhaften Freitag bahnt sich für Samstag schon wieder das nächste Sturmtief an. "Das könnte sogar noch ein bisschen heftiger werden", sagt Staeger. Dazu gibt es teils kräftigen Regen.

Ein Platz an der Sonne

Auch die Temperaturen bewegen sich mit Höchstwerten zwischen 11 und 13 Grad im typischen März-Bereich. Nachtfrost sei derzeit kein Thema, meint Staeger. Und auch, wenn es für eine endgültige Entwarnung noch zu früh sei, sind wohl Eis und Schnee im langen Corona-Winter passé. "Ein massiver Winterrückfall wird immer unwahrscheinlicher", so der Wetterexperte.

Dass sich die Menschen trotz der aktuell gewöhnlichen März-Verhältnisse nach dem Frühling sehnen, sei angesichts des deutlich zu warmen Februars, als erstmals in Hessen sogar die 20-Grad-Marke geknackt wurde, verständlich, meint Staeger - und macht Hoffnung auf Besserung: Ab Mitte kommender Woche geht den Tiefs die Puste aus, das Wetter soll sich deutlich beruhigen. Zwar seien 20 Grad noch nicht in Sicht, dafür habe die Sonne im März aber schon ordentlich Kraft.

Zum kalendarischen Frühlingsbeginn am 20. März hat Staeger daher durchaus optimistische Prognosen: "Wenn die Sonne rauskommt, kann man sich mit der richtigen Kleidung ein schönes Plätzchen im Freien suchen."

Sendung: hr-fernsehen, alle wetter!, 10.03.2021, 19.15 Uhr